{"id":328151,"date":"2025-08-08T07:19:19","date_gmt":"2025-08-08T07:19:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/328151\/"},"modified":"2025-08-08T07:19:19","modified_gmt":"2025-08-08T07:19:19","slug":"bodenfeuchtigkeit-so-trocken-ist-es-in-norddeutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/328151\/","title":{"rendered":"Bodenfeuchtigkeit: So trocken ist es in Norddeutschland"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/getreidefeld-114.webp\" alt=\"Dunkle Wolken \u00fcber einem Rapsfeld im Sommer.\" title=\"Dunkle Wolken \u00fcber einem Rapsfeld im Sommer. | dpa picture alliance\/imageBROKER, Helmut Meyer zur Capellen\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Nach viel Regen: B\u00f6den in SH und MV sind zu feucht (1 Min)<\/p>\n<p>\n            Stand: 08.08.2025 08:31 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Zuerst war es zu trocken, inzwischen hat es aber so viel geregnet, dass es in Norddeutschland viel zu nass ist. Unser Monitor f\u00fcr Bodenfeuchtigkeit zeigt die aktuellen Bedingungen f\u00fcr die Pflanzen, die die Ernte direkt beeinflussen.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/ndrdata\/lalon-sander,lalonsander100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lalon Sander<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\nSchon seit mehreren Wochen regnet es in Deutschland deutlich mehr als gew\u00f6hnlich. Im Norden, insbesondere in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/info\/Klimawandel-im-Norden-So-steigen-die-Temperaturen-in-Ihrer-Region,temperatur304.html\" title=\"Juli 2025: Viel Regen, wenig Sonne und trotzdem zu warm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fiel im Juli teilweise doppelt so viel Regen<\/a> wie im langj\u00e4hrigen Vergleich &#8211; ein Trend, der sich bis in den August fortsetzt. Auf die weit verbreitete Trockenheit im Fr\u00fchjahr folgt nun eine N\u00e4sse, die f\u00fcr Pflanzen auch sch\u00e4dlich sein kann.<\/p>\n<p>    Noch keine Gefahr f\u00fcr Pflanzen &#8211; Landwirte leiden<\/p>\n<p class=\"\">\nAndreas Br\u00f6mser, Agrarmeteorologe beim Deutschen Wetterdienst, geht allerdings davon aus, dass die Pflanzen dennoch gedeihen. &#8222;Pflanzen k\u00f6nnen k\u00fcrzere Zeitr\u00e4ume, in denen der Boden mit Wasser ges\u00e4ttigt ist, gut \u00fcberbr\u00fccken&#8220;, so Br\u00f6mser. &#8222;Insgesamt hat es den Pflanzen nach der langen Trockenheit gut getan, dass es jetzt so ausgiebig geregnet hat.&#8220; Die derzeit feuchten B\u00f6den bereiten allerdings Landwirtinnen und Landwirten <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/info\/zu-viel-regen-ackerbauern-sorgen-sich-um-ernte-von-raps-und-weizen,getreideernte-118.html\" title=\"Zu viel Regen: Ackerbauern sorgen sich um Ernte von Raps und Weizen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schwierigkeiten bei der Getreideernte<\/a>.<\/p>\n<p>Die Daten zur Bodenfeuchtigkeit <a href=\"https:\/\/www.dwd.de\/DE\/fachnutzer\/landwirtschaft\/appl\/bf_view\/_node.html\" title=\"Bodenfeuchteviewer des Deutschen Wetterdienstes\" class=\"js-link-dialog\" data-type=\"external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">stammen vom Deutschen Wetterdienst<\/a>. Dieser berechnet t\u00e4glich die Bodenfeuchte f\u00fcr unterschiedliche Kulturen, Bodentypen und Tiefen. Wir zeigen die Schicht von der Bodenoberfl\u00e4che bis 60 Zentimeter darunter. Um zu berechnen, wie viel Wasser Pflanzen zur Verf\u00fcgung steht, wird f\u00fcr jeden Pixel auf der Karte die dort am h\u00e4ufigsten vorkommende Pflanzensorte verwendet.  Die erste Karte zeigt, wie viel pflanzenverf\u00fcgbares Wasser derzeit im Boden ist, und die zweite Karte zeigt, wie sehr die aktuellen Verh\u00e4ltnisse von dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 abweichen &#8211; also ob es eher zu trocken oder zu feucht ist.<\/p>\n<p class=\"\">\nDie gr\u00fcnen Gebiete auf der Karte zeigen die Regionen an, in denen gen\u00fcgend Wasser im Boden ist, damit die Pflanzen optimal wachsen k\u00f6nnen. Sowohl Gebiete mit zu viel Wasser &#8211; in unserer Grafik in Blau angezeigt &#8211; und zu trockene Gebiete &#8211; in Gelb und Orange &#8211; sind f\u00fcr das Pflanzenwachstum eher hinderlich. Bei Trockenheit fehlt den Pflanzen das Wasser, das sie f\u00fcr die Photosynthese ben\u00f6tigen. Wenn der Boden zu nass ist, bekommen die Wurzeln nicht genug Sauerstoff und faulen.<\/p>\n<p>\n            <strong>Video:<\/strong><br \/>\n            Landwirtschaft: Schwierige Ernte im Regensommer 2025 (3 Min)\n        <\/p>\n<p>    Wegen des Klimawandels dauern Gro\u00dfwetterlagen l\u00e4nger<\/p>\n<p>In Norddeutschland sind Pflanzen auf 44,5% der Fl\u00e4che gut mit Wasser versorgt. Au\u00dferdem sind 40,8% des Gebietes zu feucht und 14,8% sind zu trocken. Im langj\u00e4hrigen Vergleich sind diese Verh\u00e4ltnisse in Norddeutschland f\u00fcr die Jahreszeit allerdings eher zu feucht.<\/p>\n<p class=\"\">\nDie Abfolge von Trockenheit und Regenwetter h\u00e4lt Andreas Br\u00f6mser vom Deutschen Wetterdienst nicht f\u00fcr ungew\u00f6hnlich, aber: &#8222;Durch den Klimawandel ver\u00e4ndert sich, wie lange Gro\u00dfwetterlagen anhalten. Das hei\u00dft, es ist l\u00e4nger trocken, und Regenphasen dauern l\u00e4nger.&#8220; Insgesamt k\u00f6nne es so h\u00e4ufiger ungew\u00f6hnlich heftige Regenf\u00e4lle geben, wie es im Juli in Norddeutschland der Fall war.<\/p>\n<p class=\"\">\nIn den einzelnen Fl\u00e4chenl\u00e4ndern Norddeutschlands sieht es so aus:<\/p>\n<p>    Bodenfeuchtigkeit in Schleswig-Holstein<\/p>\n<p>In Schleswig-Holstein ist es derzeit f\u00fcr Pflanzen zu feucht, betroffen sind 89,5% der Fl\u00e4che. Au\u00dferdem sind 10,2% des Gebietes normal durchfeuchtet und 0,2% sind zu trocken. Im langj\u00e4hrigen Vergleich sind diese Verh\u00e4ltnisse in Schleswig-Holstein f\u00fcr die Jahreszeit eher zu feucht.<\/p>\n<p>    Bodenfeuchtigkeit in Mecklenburg-Vorpommern<\/p>\n<p>In Mecklenburg-Vorpommern sind Pflanzen auf 49,6% der Fl\u00e4che gut mit Wasser versorgt. Au\u00dferdem sind 49,5% des Gebietes zu feucht und 0,9% sind zu trocken. Im langj\u00e4hrigen Vergleich sind diese Verh\u00e4ltnisse in Mecklenburg-Vorpommern f\u00fcr die Jahreszeit allerdings eher zu feucht.<\/p>\n<p>    Bodenfeuchtigkeit in Niedersachsen<\/p>\n<p>In Niedersachsen sind Pflanzen auf 53,5% der Fl\u00e4che gut mit Wasser versorgt. Au\u00dferdem sind 26,3% des Gebietes zu trocken und 20,2% sind zu feucht. Im langj\u00e4hrigen Vergleich sind diese Verh\u00e4ltnisse in Niedersachsen f\u00fcr die Jahreszeit gr\u00f6\u00dftenteils normal.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1754637557_725_weizen188.webp\" alt=\"Dunkle Wolken sind am Himmel \u00fcber einem Weizenfeld zu sehen.\" title=\"Dunkle Wolken sind am Himmel \u00fcber einem Weizenfeld zu sehen. | picture alliance\/dpa | Arne Dedert\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Landwirte im Norden haben Probleme, ihr Getreide vom Feld zu bekommen. Das k\u00f6nnte sich auf die Qualit\u00e4t auswirken.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/sonnenblume186.webp\" alt=\"Gelb bl\u00fchende Sonnenblumen vor dunklem Himmel.\" title=\"Gelb bl\u00fchende Sonnenblumen vor dunklem Himmel. | Photocase, campino\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Der Juli zeigte sich durchwachsen mit Hitzewellen und viel Regen. Aktuelle Daten zeigen den Klimawandel vor Ort.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Nach viel Regen: B\u00f6den in SH und MV sind zu feucht (1 Min) Stand: 08.08.2025 08:31 Uhr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":328152,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[17989,93085,13,952,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-328151","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-extremwetter","9":"tag-fluesse-und-seen","10":"tag-headlines","11":"tag-klimawandel","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114991933983215782","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/328151","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=328151"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/328151\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/328152"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=328151"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=328151"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=328151"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}