{"id":328637,"date":"2025-08-08T11:45:16","date_gmt":"2025-08-08T11:45:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/328637\/"},"modified":"2025-08-08T11:45:16","modified_gmt":"2025-08-08T11:45:16","slug":"audi-prueft-werk-in-usa-risiko-fuer-deutsche-standorte-befuerchtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/328637\/","title":{"rendered":"Audi pr\u00fcft Werk in USA: Risiko f\u00fcr deutsche Standorte bef\u00fcrchtet"},"content":{"rendered":"<p>Audi pr\u00fcft den Bau eines ersten Werks in den USA. \u00dcber die m\u00f6glichen Folgen und Risiken f\u00fcr die deutschen Standorte wie Neckarsulm wird bereits jetzt intensiv diskutiert.<\/p>\n<p>Die US-Z\u00f6lle von US-Pr\u00e4sident Donald Trump haben den Autobauer Audi mit einem Werk in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) schwer getroffen. Das Unternehmen besitzt nicht wie Mercedes oder BMW ein eigenes Produktionswerk in den Vereinigten Staaten. Die Folge: F\u00fcr alle in die USA importierten Fahrzeuge fallen Z\u00f6lle an. Deshalb denkt die VW-Tochter jetzt \u00fcber den Bau eines ersten eigenen Werks in den USA nach. <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/autobauer-audi-plant-erstes-eigenes-us-werk-insider-sehen-grosse-risiken\/100145616.html\" class=\"link link-inline inline-link\" title=\"Handelsblatt\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener noreferrer nofollow\" data-pjax=\"0\">Das &#8222;Handelsblatt&#8220; hatte zuerst \u00fcber die Pl\u00e4ne berichtet.<\/a><\/p>\n<p>Welche Folgen h\u00e4tte ein US-Werk f\u00fcr Neckarsulm?<\/p>\n<p>Der bekannte Automobil-Experte Stefan Bratzel vom Forschungsinstitut Center of Automotive Management (CAM) an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) sagte dem SWR, ein neues US-Werk bleibe vermutlich nicht ohne Folgen f\u00fcr die deutschen Audi-Standorte. Wenn man von einem geplanten Produktionsvolumen in den USA von 150.000 bis 200.000 Fahrzeugen ausgehe, dann seien damit zwar Wachstumshoffnungen von Audi in den USA verbunden, aber ob diese alle erf\u00fcllt w\u00fcrden, sei nicht klar. <\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1740737609814,stefan-bratzel-cam-autoexperte-100~_v-16x9@2dS_-6be50a9c75559ca1aaf1d0b25bae287afdcd87.jpeg\"   class=\"\" data-copyright=\"Foto: dpa Bildfunk, picture alliance \/ Sina Schuldt\/dpa | Sina Schuldt\" alt=\"Stefan Bratzel, Direktor des Center of Automotive Management der Fachhochschule Bergisch Gladbach.\" title=\"Stefan Bratzel, Direktor des Center of Automotive Management der Fachhochschule Bergisch Gladbach. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance \/ Sina Schuldt\/dpa | Sina Schuldt)\" width=\"320\" height=\"180\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Stefan Bratzel, Direktor des Center of Automotive Management der Fachhochschule Bergisch Gladbach. Er bef\u00fcrchtet Folgen f\u00fcr deutsche Standorte, sollte in den USA ein neues Audi-Werk entstehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.picture-alliance.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener noreferrer external nofollow\" class=\"link\" tabindex=\"-1\" itemprop=\"url\"><br \/>\ndpa Bildfunk<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p><a rel=\"external nofollow\" class=\"link\" tabindex=\"-1\" itemprop=\"url\"><br \/>\npicture alliance \/ Sina Schuldt\/dpa | Sina Schuldt<br \/>\n<\/a><\/p>\n<blockquote class=\"quote-blockquote\">\n<p>Das bedeutet dann am Ende, dass in Deutschland weniger Fahrzeuge gebaut werden d\u00fcrften. Das starke Exportmodell der Premiumautobauer aus Deutschland heraus wird in der Zukunft nicht mehr so einfach funktionieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Der Autoexperte sieht generell den Trend, dass Fahrzeuge immer mehr dort gebaut werden, wo sie auch verkauft werden. &#8222;Das hat jetzt sogar noch eine Beschleunigung erfahren durch die Trumpschen Zolltiraden&#8220;, so Bratzel. Aus Sicht des Experten k\u00f6nnte sogar die kuriose Situation entstehen, dass k\u00fcnftig Autos f\u00fcr den europ\u00e4ischen Markt in den USA gebaut werden, da aus dieser Exportrichtung bislang keine Z\u00f6lle vorgesehen sind.  <\/p>\n<p>Auch wegen Z\u00f6llen: Audi pr\u00fcft verschiedene Szenarien<\/p>\n<p>Der Autobauer Audi teilt auf SWR-Anfrage mit, es gebe noch keine Entscheidung \u00fcber ein neues Werk. Die USA seien f\u00fcr die Audi AG neben Europa und China die dritte globale S\u00e4ule und ein Markt, auf dem man wachsen und st\u00e4rker lokalisieren wolle.<\/p>\n<blockquote class=\"quote-blockquote\">\n<p>Dazu pr\u00fcfen wir derzeit verschiedene Szenarien. Wir sind zuversichtlich, dass wir dazu noch in diesem Jahr in Abstimmung mit dem Volkswagen Konzern eine Entscheidung treffen, wie das konkret aussehen wird.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Ziel sei es, so Audi, sich in den Kernregionen robust und zukunftsorientiert aufzustellen.<\/p>\n<p>IG Metall betont Besch\u00e4ftigungssicherung <\/p>\n<p>Die m\u00f6glichen Folgen eines neues Werks in den USA besch\u00e4ftigt auch die \u00f6rtliche IG Metall Heilbronn-Neckarsulm. Rudolf Luz, der derzeit kommissarische Erste Bevollm\u00e4chtigte stellt klar, dass ein neues US-Werk nicht zu Lasten der deutschen Standorte gehen d\u00fcrfe. Die USA seien ein wichtiger Absatzmarkt f\u00fcr Audi, die \u00dcberlegungen f\u00fcr ein neues Werk seien daher grunds\u00e4tzlich berechtigt. <\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1745311545345,elektrifizierung-audi-neckarsulm-102~_v-16x9@2dS_-6be50a9c75559ca1aaf1d0b25bae287afdcd.jpeg\"   class=\"\" data-copyright=\"Foto: Pressestelle, AUDI AG\" alt=\"Elektrifizierung Audi Neckarsulm\" title=\"Elektrifizierung Audi Neckarsulm (Foto: Pressestelle, AUDI AG)\" width=\"320\" height=\"180\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Das Neckarsulmer Audi-Werk: Hier arbeiten \u00fcber 15.000 Besch\u00e4ftigte. Das Thema Z\u00f6lle belastet den Gewinn des Konzerns.<\/p>\n<p><a rel=\"external nofollow\" class=\"link\" tabindex=\"-1\" itemprop=\"url\"><br \/>\nPressestelle<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p><a rel=\"external nofollow\" class=\"link\" tabindex=\"-1\" itemprop=\"url\"><br \/>\nAUDI AG<br \/>\n<\/a><\/p>\n<blockquote class=\"quote-blockquote\">\n<p>Die verl\u00e4ngerte Besch\u00e4ftigungssicherung f\u00fcr die Audi-Mitarbeiter bis Ende 2033 wird in so einem Umfeld umso wichtiger.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Was dem \u00f6rtlichen Gewerkschafter allerdings auch Sorgen macht, ist, dass die Zollpolitik des US-Pr\u00e4sidenten unberechenbar ist und f\u00fcr ihn auch weiter bleibt. Das sei bei langfristigen Investitionen ein &#8222;gro\u00dfes Risiko&#8220;. <\/p>\n<p>Nutzt Audi das VW-Werk in Chattanooga?<\/p>\n<p>Laut dem Handelsblatt gibt es offenbar \u00dcberlegungen von Audi, am bestehenden VW-Standort in Chattanooga (US-Bundesstaat Tennessee) ein Werk zu bauen. Ein neues US-Werk aus dem Boden zu stampfen d\u00fcrfte aber mehr als zwei Jahre dauern, wird vermutet. <\/p>\n<p>Deutlicher Gewinneinbruch bei Audi<\/p>\n<p>Die gesamte deutsche Autobranche steht derzeit enorm unter Druck. Das schw\u00e4chelnde Chinagesch\u00e4ft und die US-Z\u00f6lle schlagen sich in den Zahlen nieder. <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/heilbronn\/audi-gewinn-einbruch-erstes-halbjahr-2025-werk-neckarsulm-100.html\" class=\"link link-inline inline-link\" title=\"Auch wenn neue Verbrenner im Neckarsulmer Werk gut laufen - Gewinn bricht bei Audi im ersten Halbjahr um fast 40 Prozent ein\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Im ersten Halbjahr war der Gewinn bei Audi um fast 40 Prozent eingebrochen<\/a>. F\u00fcr das laufende Jahr hat der Autobauer seine Prognose angepasst. Die Umsatzerwartung schrumpfte um 2,5 Milliarden Euro auf 65 bis 70 Milliarden Euro. &#8222;Die Lage ist sehr anspruchsvoll&#8220;, hatte der Audi-Finanzchef J\u00fcrgen Rittersberger zuletzt verlauten lassen.<\/p>\n<p>Audi streicht Stellen &#8211; auch am Standort Neckarsulm<\/p>\n<p>Audi hat generell den Rotstift angesetzt. Im Fr\u00fchjahr war ein Sparpaket verk\u00fcndet worden. <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/heilbronn\/audi-betriebsversammlung-110.html\" class=\"link link-inline inline-link\" title=\"7.500 Arbeitspl\u00e4tze bedroht - Jahrg\u00e4nge 1964 bis 1970 im Visier - Ungewisse Zukunft bei Audi: Altersteilzeit und Vorruhestand um Stellen einzusparen?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bis 2029 sollen rund 7.500 Stellen au\u00dferhalb der Produktion sozialvertr\u00e4glich abgebaut werden<\/a>, auch im Werk Neckarsulm. Zu genauen Zahlen macht Audi keine Angaben. <\/p>\n<p>Mittelfristig will das Unternehmen mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr einsparen. Laut Handelsblatt wird derzeit wohl auch intensiv dar\u00fcber diskutiert, wie Audi einen milliardenteuren Werksneubau in den USA \u00fcberhaupt finanzieren k\u00f6nnte. Der Mutterkonzern Volkswagen m\u00fcsste der Tochter hier wohl unter die Arme greifen, wird spekuliert. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Audi pr\u00fcft den Bau eines ersten Werks in den USA. \u00dcber die m\u00f6glichen Folgen und Risiken f\u00fcr die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":328638,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-328637","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114992980151758244","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/328637","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=328637"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/328637\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/328638"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=328637"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=328637"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=328637"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}