{"id":328856,"date":"2025-08-08T13:42:15","date_gmt":"2025-08-08T13:42:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/328856\/"},"modified":"2025-08-08T13:42:15","modified_gmt":"2025-08-08T13:42:15","slug":"hamburg-schleswig-holstein-sexueller-angriff-auf-frau-taeter-muss-in-psychiatrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/328856\/","title":{"rendered":"Hamburg &#038; Schleswig-Holstein: Sexueller Angriff auf Frau &#8211; T\u00e4ter muss in Psychiatrie"},"content":{"rendered":"<p>                    Hamburg &amp; Schleswig-Holstein<br \/>\n                Sexueller Angriff auf Frau &#8211; T\u00e4ter muss in Psychiatrie<\/p>\n<p>\t\t\t\t              08.08.2025, 14:55 Uhr<\/p>\n<p><strong>In einem Park attackiert ein Mann eine Frau und verletzt sie. Das Landgericht Hamburg stellt fest, dass der Angeklagte zuvor zwei andere \u00dcbergriffe begangen hat. Doch ins Gef\u00e4ngnis muss er nicht.<\/strong><\/p>\n<p>Hamburg (dpa\/lno) &#8211; Eine Frau geht sp\u00e4tabends im Harburger Stadtpark spazieren und wird pl\u00f6tzlich von hinten angegriffen und verletzt. Ein 25-J\u00e4hriger wird wegen sexueller N\u00f6tigung und K\u00f6rperverletzung angeklagt. Nach f\u00fcnf Verhandlungstagen spricht ihn das Landgericht Hamburg frei. An der Tat gibt es keinen Zweifel, doch der Angeklagte sei zur Tatzeit wegen einer psychischen Erkrankung schuldunf\u00e4hig gewesen, erkl\u00e4rt der Vorsitzende Richter Stefan Bornmann. Die Strafkammer ordnet zugleich die Unterbringung des Eritreers in einem psychiatrischen Krankenhaus an.\u00a0<\/p>\n<p>Mann will &#8222;Romantik und Spa\u00df&#8220;<\/p>\n<p>Am 9. September vergangenen Jahres war die Frau f\u00fcr ihren \u00fcblichen Spazierweg durch den Stadtpark gegangen, um von ihrer Arbeit als Psychotherapeutin abzuschalten, wie der Richter in der Urteilsbegr\u00fcndung erkl\u00e4rte. Die 46-J\u00e4hrige trug Kopfh\u00f6rer und war darum v\u00f6llig \u00fcberrascht, als sie kurz vor dem Ausgang von einem Mann angesprochen wurde. Er habe ihr gesagt, dass er mit ihr &#8222;Romantik und Spa\u00df&#8220; haben wolle. Die 46-J\u00e4hrige sagte ihm, sie sei verheiratet und zweifache Mutter.\u00a0<\/p>\n<p>Bisse ins Gesicht<\/p>\n<p>Der Mann lie\u00df sich nicht abwimmeln, folgte der Frau und griff sie unvermittelt von hinten an. Trotz heftiger Gegenwehr und Schreie brachte er sie zu Boden und biss ihr dreimal ins Gesicht. Die 46-J\u00e4hrige versuchte, den Notruf ihres Handys zu bet\u00e4tigen, doch der Angeklagte entriss ihr das Telefon.\u00a0<\/p>\n<p>Angesichts schwindender Kr\u00e4fte habe die Frau die Strategie gewechselt und versucht, mit dem Angreifer zu reden. Dieser habe schlie\u00dflich von ihr abgelassen und sei mit dem Handy gefl\u00fcchtet. Die Frau leidet bis heute unter den Folgen des Angriffs und hat eine Narbe im Gesicht.<\/p>\n<p>Im Januar nahm die Polizei den Angeklagten im Harburger Stadtpark fest, wie seine Verteidigerin sagte. Zuvor war nach dem T\u00e4ter \u00f6ffentlich mit einem Phantombild gefahndet worden.\u00a0<\/p>\n<p>Ermittlungen nach zwei fr\u00fcheren Taten eingestellt<\/p>\n<p>Der Angeklagte sei im Alter von 16 Jahren nach Deutschland gekommen und habe zun\u00e4chst v\u00f6llig unauff\u00e4llig gelebt. Doch dann beging er 2020 und 2021 jeweils im September zwei Sexualdelikte, wie der Vorsitzende Richter erkl\u00e4rte. Die beiden angegriffenen Frauen h\u00e4tten aber nicht mit den Ermittlern kooperiert. Im ersten Fall wurde ein Abstrich gemacht, der Jahre sp\u00e4ter \u00fcber einen DNA-Test zu dem Angeklagten f\u00fchrte.\u00a0<\/p>\n<p>Im zweiten Fall wurde der Beschuldigte von der Staatsanwaltschaft vernommen. Er habe den Vorfall als Streit dargestellt. Die betroffene Frau habe sehr gro\u00dfe Angst gehabt. Das Verfahren sei wie das erste eingestellt worden. &#8222;Man h\u00e4tte da auch nachhaken m\u00fcssen&#8220;, kritisierte Bornmann.<\/p>\n<p>Krankhafte &#8222;\u00dcbersexualit\u00e4t&#8220;<\/p>\n<p>Zwei Tage nach der zweiten Tat habe ein Psychiater eine paranoid halluzinatorische Psychose bei dem Angeklagten diagnostiziert. Medikamente h\u00e4tten zun\u00e4chst geholfen, sagte der Richter. Doch im Jahr 2024 sei der Angeklagte auf eigenen Wunsch aus seiner Wohnung ausgezogen und habe vermutlich als Obdachloser in Harburg gelebt.<\/p>\n<p>Der 25-J\u00e4hrige habe eine &#8222;\u00dcbersexualit\u00e4t&#8220; entwickelt und k\u00f6nne einem Angriffsimpuls auf ein Zufallsopfer nicht mehr ausreichend widerstehen, erkl\u00e4rte der Richter. Infolge seiner Erkrankung k\u00f6nne er auch nicht mehr &#8222;ad\u00e4quat&#8220; mit Frauen in Beziehung treten. Bornmann verwies auf die drei sexuellen Angriffe und sagte: &#8222;Das belegt seine sehr hohe Gef\u00e4hrlichkeit f\u00fcr die Allgemeinheit.&#8220; Die Behandlung werde eine Zeit lang dauern. Eine Krankheitseinsicht k\u00f6nne ihm aber nur unter den Bedingungen des Ma\u00dfregelvollzugs vermittelt werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskr\u00e4ftig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg &amp; Schleswig-Holstein Sexueller Angriff auf Frau &#8211; T\u00e4ter muss in Psychiatrie 08.08.2025, 14:55 Uhr In einem Park&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":328857,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[2140,29,126,30,692,11202,1971,50756,5089],"class_list":{"0":"post-328856","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-angriff","9":"tag-deutschland","10":"tag-frau","11":"tag-germany","12":"tag-hamburg","13":"tag-psychiatrie","14":"tag-schleswig-holstein","15":"tag-sexueller","16":"tag-taeter"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114993439944066903","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/328856","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=328856"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/328856\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/328857"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=328856"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=328856"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=328856"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}