{"id":329092,"date":"2025-08-08T15:46:12","date_gmt":"2025-08-08T15:46:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329092\/"},"modified":"2025-08-08T15:46:12","modified_gmt":"2025-08-08T15:46:12","slug":"japan-ringt-zugestaendnisse-ab-die-boersen-freut-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329092\/","title":{"rendered":"Japan ringt Zugest\u00e4ndnisse ab, die B\u00f6rsen freut das"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"headline__lead\">Japan hat sich bei der US-Regierung beschwert, wichtige Zusagen nicht eingehalten zu haben, die im Rahmen des Zoll-Deals zwischen den beiden L\u00e4ndern vereinbart wurden. Nun bessert Washington nach. Die B\u00f6rse steigt auf ein Rekordhoch.<\/p>\n<p>   <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"Ministerpr\u00e4sident Shigeru Ishiba mit dem Chefunterh\u00e4ndler Ryosei Akazawa im Unterhaus am 1. August 2025. Mittlerweile ist Akazawa f\u00fcr Nachverhandlungen des Zoll-Deals nach Washington gereist.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"4000\" height=\"2783\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/4f185214-9e16-4601-9740-ff3a408dd3a7.jpg\" loading=\"eager\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Ministerpr\u00e4sident Shigeru Ishiba mit dem Chefunterh\u00e4ndler Ryosei Akazawa im Unterhaus am 1.\u00a0August 2025. Mittlerweile ist Akazawa f\u00fcr Nachverhandlungen des Zoll-Deals nach Washington gereist. <\/p>\n<p>Yoshio Tsunoda \/ Imago<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j250mmc81\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text\">Zwei Tage harter Verhandlungen im Zollstreit mit den USA haben sich f\u00fcr Japan erst einmal ausgezahlt. Wie Japans Chefunterh\u00e4ndler Ryosei Akazawa am Donnerstagabend in Washington bekanntgab, wird die US-Regierung die im Juli vereinbarten, aber noch nicht umgesetzten Zollmassnahmen doch noch umsetzen. Zu viel erhobene Z\u00f6lle sollen r\u00fcckwirkend auf den 7.\u00a0August, den Tag, an dem Trump das neue Zollregime in Kraft setzte, zur\u00fcckerstattet werden.<\/p>\n<p> Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen <\/p>\n<p>\n        NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.\n      <\/p>\n<p>Bitte passen Sie die Einstellungen an.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j250ne140\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Zwei wichtige Mankos in Trumps Massnahmen hatten die japanische Regierung aufgeschreckt und sie veranlasst, Akazawa als Beschwerdef\u00fchrer nach Washington zu schicken. Erstens hatte Trump die Autoz\u00f6lle zum 7.\u00a0August nicht wie abgesprochen von 25 auf 15 Prozent reduziert. Zweitens hatte er, anders als bei der EU, den allgemeinen Zollsatz von 15 Prozent auf bestehende Z\u00f6lle aufgeschlagen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j251nrhp1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Durch diese Stapelung steigen die Zolls\u00e4tze f\u00fcr viele Waren \u00fcber die vereinbarte Abgabe hinaus. Akazawa erkl\u00e4rte nun, dass die US-Regierung zugesagt habe, die entsprechende Pr\u00e4sidialverordnung von Donald Trump \u00fcber gegenseitige Z\u00f6lle zu \u00e4ndern. Die US-Regierung k\u00fcndigte zudem an, dass Trump eine Pr\u00e4sidialverordnung zur Senkung der Automobilz\u00f6lle erlassen werde.<\/p>\n<p>Neue Rekorde an der B\u00f6rse<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j250ntsd0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die grosse Erleichterung in Japan spiegelte sich sofort an der Tokioter B\u00f6rse wider. Der Topix-Index \u00fcberstieg erstmals in seiner Geschichte die Marke von 3000 Punkten. Zum Handelsschluss notierte er mit 3024 Punkten 1,2 Prozent \u00fcber dem Schlusskurs vom Vortag, der bereits einen neuen Rekord dargestellt hatte.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j250ofbb0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der Nikkei-225-Index der 225 gr\u00f6ssten Unternehmen des Landes blieb nur knapp unter seinem Rekordhoch vom Juli des Vorjahres. Er \u00fcberstieg kurzzeitig sogar die Marke von 42\u00a0000 Punkten, bevor er mit 41\u00a0820 Punkten und einem Plus von 1,9 Prozent ins Wochenende ging. Besonders profitierten die Autohersteller Toyota, Honda, Mazda und Subaru von der sich andeutenden L\u00f6sung. Zuvor waren ihre Marktwerte gefallen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j250on0s0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Vielleicht kann mit dem Einlenken der USA der volkswirtschaftliche Schaden der US-Z\u00f6lle auf das bisher angenommene Mass begrenzt werden. Das Kabinettsamt hatte am 7.\u00a0August seine Prognose f\u00fcr das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) im Gesch\u00e4ftsjahr 2025 um 0,5 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent gesenkt. Und selbst das gilt noch als optimistisch.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j250ou940\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Der j\u00fcngste viertelj\u00e4hrliche Wirtschaftsausblick der Bank of Japan vom 31.\u00a0Juli geht f\u00fcr das bis M\u00e4rz 2026 laufende Gesch\u00e4ftsjahr sogar nur von einem Wachstum von 0,6 Prozent aus. Sch\u00e4tzungen des privaten Sektors fallen noch niedriger aus.<\/p>\n<p>Der Druck auf Regierungschef Ishiba w\u00e4chst<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j250pee30\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Unsicherheit bleibt allerdings bestehen \u2013 und damit auch der wachsende innenpolitische Druck auf Ministerpr\u00e4sident Shigeru Ishiba. Denn bisher ist noch offen, bis wann Trump die notwendigen Dekrete unterschreiben wird. Auch die Einzelheiten zu R\u00fcckerstattungsantr\u00e4gen und zur Verj\u00e4hrungsfrist sind noch nicht bekannt.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j250plnk0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Akazawa versuchte, den Druck zu lindern. \u00abEs versteht sich von selbst, dass eine rasche Umsetzung w\u00fcnschenswert ist\u00bb, sagte er nach den Gespr\u00e4chen mit Finanzminister Scott Bessent und Handelsminister Howard Lutnick. \u00abEin halbes oder ein ganzes Jahr ist unm\u00f6glich.\u00bb<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j250psus0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">F\u00fcr Regierungschef Shigeru Ishiba verst\u00e4rkt diese Unsicherheit allerdings seine ohnehin prek\u00e4re Lage. Er regierte bisher schon mit einer Minderheit im wichtigeren Unterhaus des Zwei-Kammer-Parlaments. Im Juli verlor er auch noch die Mehrheit seiner Koalition im Oberhaus.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j250q4b30\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">In seiner Liberaldemokratischen Partei werden daher Forderungen nach seinem R\u00fccktritt laut. Dabei spielen auch die Verhandlungsf\u00fchrung, das Fehlen einer schriftlichen Vereinbarung und die vielen offenen Fragen im Zolldeal mit den USA eine Rolle. Am Montag verteidigte er vor dem Parlament das bisher ungew\u00f6hnliche, vertragsfreie Verhandeln mit den USA mit einem Hinweis auf Trumps Charakter.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j250qjbj0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">\u00abEr ist kein typischer Verhandlungspartner und k\u00f6nnte Regeln umstossen\u00bb, sagte Ishiba. H\u00e4tte man auf schriftlichen Regeln bestanden, w\u00e4re der \u00abDeal\u00bb nie bis zu Trumps Stichtag am 1.\u00a0August fertig geworden. Ishiba gab allerdings einem schnellen Abschluss den Vorzug, um einen 25-prozentigen Strafzoll zu verhindern.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j250qpvk0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die schnelle Entsendung des Chefunterh\u00e4ndlers Akazawa als Beschwerdef\u00fchrer nach Washington zeigt: Ishiba hat sich offenbar darauf eingestellt, dass es mit Trump vorerst kein Ende der Verhandlungen geben wird. Nach dem Deal ist vor den Nachverhandlungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Japan hat sich bei der US-Regierung beschwert, wichtige Zusagen nicht eingehalten zu haben, die im Rahmen des Zoll-Deals&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":329093,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-329092","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114993927661439509","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/329092","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=329092"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/329092\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/329093"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=329092"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=329092"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=329092"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}