{"id":32912,"date":"2025-04-15T03:55:08","date_gmt":"2025-04-15T03:55:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/32912\/"},"modified":"2025-04-15T03:55:08","modified_gmt":"2025-04-15T03:55:08","slug":"berlin-brandenburg-stadtnaturexperte-geht-von-mehr-wildschweinen-in-berlin-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/32912\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Stadtnaturexperte geht von mehr Wildschweinen in Berlin aus"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Stadtnaturexperte geht von mehr Wildschweinen in Berlin aus<\/p>\n<p>\t\t\t\t              15.04.2025, 05:03 Uhr<\/p>\n<p><strong>Immer wieder berichten Anwohner am Stadtrand \u00fcber Sichtungen von Wildschweinen. Stadtnaturexperte Derk Ehlert best\u00e4tigt den Eindruck.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; So mancher Berliner hat das Gef\u00fchl, in diesem Jahr besonders viele Wildschweine zu sehen &#8211; diesen Eindruck best\u00e4tigt der Stadtnaturexperte Derk Ehlert im Gespr\u00e4ch mit dpa. Offizielle Zahlen oder Sch\u00e4tzungen gebe es zwar nicht, die Best\u00e4nde n\u00e4hmen aber seit 60 Jahren zu und seien jetzt auf einem hohen Niveau.<\/p>\n<p>Einer der Hauptgr\u00fcnde seien die niederschlagsreichen Jahre 2023 und 2024, in denen die Tiere das ganze Jahr \u00fcber genug zu fressen gefunden h\u00e4tten. Auch die Intensivierung der Landwirtschaft trage dazu bei, etwa der Anbau von Mais.\u00a0<\/p>\n<p>Wildschweine sind Allesfresser, &#8222;von der Wurzel, Engerlingen, Maden, bis hin zu Pflanzen, nehmen sie alles, was sie kriegen k\u00f6nnen&#8220;, sagt Ehlert. Sie seien relativ ges\u00e4ttigt in den Herbst gegangen und h\u00e4tten daher im Fr\u00fchjahr einen etwas gr\u00f6\u00dferen Bestand.\u00a0<\/p>\n<p>Auch die Pl\u00e4tze, an denen Wildschweine derzeit vermehrt auftauchen &#8211; Heiligensee, das Allendeviertel in Treptow-K\u00f6penick oder auch Lichterfelde-Steglitz oder Zehlendorf-S\u00fcd &#8211; seien nicht ungew\u00f6hnlich. Es gebe aber so gut wie kein Wildschwein, das im Siedlungsgebiet der Menschen wohnt. &#8222;Wir haben immer diesen \u00dcbergang zur Feldlandschaft oder zum Wald.&#8220; In einigen Bereichen h\u00e4tten die Tiere sich daran gew\u00f6hnt, genug Versteckm\u00f6glichkeiten und Nahrung zu finden.\u00a0<\/p>\n<p>Angst haben m\u00fcsse man vor Wildschweinen grunds\u00e4tzlich nicht. &#8222;Wildschweine sind friedlich&#8220;, auch wenn sie gro\u00df, m\u00e4chtig und unheimlich wirken. &#8222;Ich mache das seit 25 Jahren und mir ist kein einziger Fall bekannt, wo Wildschweine von sich aus Menschen angegriffen haben.&#8220; Ausnahmen gebe es bei verletzten oder in die Enge getriebenen Tieren oder bei Begegnungen mit Hunden.<\/p>\n<p>Bachen bekommen Frischlinge<\/p>\n<p>&#8222;Jetzt gerade ist die Zeit, in der die Bachen Junge bekommen&#8220;, sagt Ehlert. Um Junge zu bekommen, gingen die weiblichen Tiere gerne aus dem Wald heraus, weil die Wahrscheinlichkeit in Berliner W\u00e4ldern auf freilaufende Hunde zu sto\u00dfen, gr\u00f6\u00dfer sei, insbesondere in Hundeauslaufgebieten. In menschlichen Siedlungsgebieten f\u00e4nden sie oft mehr Verstecke, etwa auf unbebauten oder privaten Grundst\u00fccken.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Deutliche Anzeichen sind hier, wenn pl\u00f6tzlich ein Wildschwein alleine auftritt, \u00c4ste abrei\u00dft und so eine Art Reisighaufen baut. Sogenannte Nester.&#8220; Da sch\u00f6ben die Tiere sich hinein, und bek\u00e4men Junge. &#8222;Wenn man das beobachtet, sollte man tunlichst nicht zu nah ran treten, weil die Tiere dann tats\u00e4chlich nicht ungef\u00e4hrlich sind.&#8220; Die Bachen blieben dort etwa vier bis f\u00fcnf Tage, bis die Jungen laufen k\u00f6nnten.\u00a0<\/p>\n<p>Bei normalen Begegnungen empfehle es sich, stehenzubleiben, abzuwarten und laut zu sprechen, sagt Ehlert. &#8222;Wildschweine machen selber Ger\u00e4usche, wenn sie fressen, dann k\u00f6nnen sie auch schon mal Menschen \u00fcberh\u00f6ren.&#8220; Hundehalter sollten ihren Hund unbedingt angeleint lassen.\u00a0<\/p>\n<p>Ehlert r\u00e4t dringend, die Tiere weder gezielt noch ungezielt zu f\u00fcttern. Ein in Berlin konkretes Problem seien die Massen biologischer, organischer Stoffe, die immer wieder illegal am Waldrand abgelegt werden: Zweige, Wurzeln, Zwiebeln, Gem\u00fcsereste, Mahdgut von der Wiese. Dies f\u00fchre dazu, dass der Boden wie beim Kompostieren warm werde und dort bestimmte Organismen und Pilze wachsen, die die Tiere wiederum riechen k\u00f6nnen und die sie so nicht im Wald haben. Das locke die Tiere an den Waldrand, sagt Ehlert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Stadtnaturexperte geht von mehr Wildschweinen in Berlin aus 15.04.2025, 05:03 Uhr Immer wieder berichten Anwohner&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":32913,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,296,1956,1890,29,30,17822,17823],"class_list":{"0":"post-32912","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-berlin","13":"tag-berlin-und-brandenburg","14":"tag-brandenburg","15":"tag-deutschland","16":"tag-germany","17":"tag-stadtnaturexperte","18":"tag-wildschweinen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114339966526269763","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32912","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32912"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32912\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32913"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32912"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32912"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32912"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}