{"id":329185,"date":"2025-08-08T16:34:10","date_gmt":"2025-08-08T16:34:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329185\/"},"modified":"2025-08-08T16:34:10","modified_gmt":"2025-08-08T16:34:10","slug":"born-spinner-von-reezy-laut-de-album","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329185\/","title":{"rendered":"&#8222;Born Spinner&#8220; von Reezy \u2013 laut.de \u2013 Album"},"content":{"rendered":"<p>\t\tlaut.de-Kritik<br \/>\n\t\tSelbstportr\u00e4t mit verschwommener Kontur.<br \/>\n\t\tReview von <a rel=\"author nofollow noopener\" href=\"https:\/\/laut.de\/Alben\/Neu?autor=354\" class=\"stark\" target=\"_blank\">Lisa Rupprecht<\/a><\/p>\n<p class=\" first\">&#8222;Ich wurde mit Bindungsangst geboren.&#8220; Wer so ins Album startet, will keine Belanglosigkeiten servieren. <a href=\"https:\/\/laut.de\/Reezy\" class=\"wort\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Reezy<\/a> hat in den vergangenen Jahren viel richtig gemacht. Nicht laut, nicht aufdringlich, aber konsequent: musikalisch, \u00e4sthetisch, gesch\u00e4ftlich. In einer Szene, die sich oft zwischen maximalem Drama und maximaler Austauschbarkeit zerlegt, bleibt der Frankfurter K\u00fcnstler eine Ausnahmeerscheinung. &#8222;Born Spinner&#8220;, sein mittlerweile viertes Studioalbum, liefert daf\u00fcr den j\u00fcngsten Beweis und gleichzeitig eine Art Selbstportr\u00e4t mit verschwommener Kontur.<\/p>\n<p>Der Titel halb Angeberei, halb Mantra wirkt programmatisch. Denn &#8222;Born Spinner&#8220; ist keine Ansammlung von Hits, kein Festival-Hype-Futter, kein PR-Stunt. Es enth\u00e4lt 17 Tracks zwischen Trap, <a href=\"https:\/\/laut.de\/Genres\/RnB-76\" class=\"werk\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">R&#8217;n&#8217;B<\/a>, <a href=\"https:\/\/laut.de\/Genres\/Dancehall-107\" class=\"werk\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dancehall<\/a>-Anleihen und innerer Unruhe. Mehr Gef\u00fchlswelt als Stra\u00dfe, mehr Nachtsession als Chartformel. Wer <a href=\"https:\/\/laut.de\/Genres\/Rap-69\" class=\"werk\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rap<\/a> im klassischen Sinne erwartet, bekommt hier nur noch Fragmente.<\/p>\n<p>Schon der Opener &#8222;<b>HIDE &amp; SEEK<\/b>&#8220; l\u00e4sst aufhorchen. Mit einer Mischung aus verletzlichem Singsang, <a href=\"https:\/\/laut.de\/Travis-Scott\" class=\"wort\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Travis-Scott-<\/a>Adlibs und reflektierter Selbstkritik setzt er den Ton: Das hier ist keine Prahlerei, sondern eine Spurensuche durch das eigene Innenleben, durch Beziehungen, durch ein K\u00fcnstlerdasein zwischen Druck und Selbstinszenierung.<\/p>\n<p>Im Laufe des Albums pendelt Reezy gekonnt zwischen souligem Falsett, laid-back Flows und melodischer Melancholie. Songs wie &#8222;<strong>TWINS<\/strong>&#8222;, &#8222;<strong>SASHIMI<\/strong>&#8220; oder &#8222;<strong>THOUGHTS<\/strong>&#8220; geh\u00f6ren zu den st\u00e4rksten Momenten der Platte getragen von warmer Produktion, sparsam eingesetzten Vocal-Delays und einem angenehm zur\u00fcckgenommenen Songwriting.<\/p>\n<p>Einer der st\u00e4rksten Momente ist das gro\u00dfe UK-Feature auf dem Titeltrack &#8222;<b>BORN SPINNER<\/b>&#8220; mit <a href=\"https:\/\/laut.de\/AJ-Tracey\" class=\"wort\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">AJ Tracey<\/a>, ein Track, der kompromisslos nach vorne geht, der Flow l\u00e4sst einen einfach mitnicken. Dabei sind es oft die Zwischent\u00f6ne, die am meisten ber\u00fchren. &#8222;<strong>KOORDINIEREN<\/strong>&#8220; etwa d\u00fcrfte einer der pers\u00f6nlichsten Songs seiner Diskografie sein eine Art Res\u00fcmee der letzten Jahre, das auf vorsichtige Weise von \u00dcberforderung, Vaterrolle und Selbstzweifel erz\u00e4hlt. Zeilen wie &#8222;sie werfen Steine ins Glas und beschweren sich dann \u00fcber die Scherben&#8220; wirken zwar fast zu geschliffen, doch in Kombination mit der Produktion funktioniert das erstaunlich gut.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es auch Ausrei\u00dfer. &#8222;<strong>DAL\u00c9<\/strong>&#8220; will zu viel, &#8222;<strong>ALLEZ LES BLEUS<\/strong>&#8220; bleibt trotz des treibenden Beats seltsam leer. Und &#8222;<strong>TO BE HONEST<\/strong>&#8220; erinnert mich einfach zu sehr an das Album von den <a href=\"https:\/\/laut.de\/OBros\/Alben\/To-Be-Honest-125166\" class=\"stark\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">O&#8217;Bros<\/a>. Doch solche Schw\u00e4chen bleiben in der Minderheit.<\/p>\n<p>Denn Reezy spielt seine St\u00e4rken genau dann aus, wenn er die gro\u00dfe Geste vermeidet. Tracks wie &#8222;<strong>TRAPPER&#8217;S LULLABY<\/strong>&#8220; mit seinem Vogelgezwitscher, das bitters\u00fc\u00dfe &#8222;<strong>LIONEL\/RICKYS<\/strong>&#8220; oder das spirituell aufgeladene &#8222;<strong>888<\/strong>&#8220; zeigen ihm im Spagat zwischen Lifestyle und echter Emotion. Das erwartete <a href=\"https:\/\/laut.de\/Bausa\" class=\"wort\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bausa<\/a>-Feature auf &#8222;<b>REWIND<\/b>&#8220; passt besser ins Album, als man erwartet h\u00e4tte.<\/p>\n<p class=\" last\">Was &#8222;Born Spinner&#8220; letztlich auszeichnet, ist die Konsequenz: Der Sound bleibt \u00fcber die gesamte Laufzeit koh\u00e4rent, die Produktion hochwertig, die \u00dcberg\u00e4nge flie\u00dfend. Reezy macht keine halben Sachen, auch wenn er sich immer \u00f6fter den halblauten T\u00f6nen zuwendet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"laut.de-Kritik Selbstportr\u00e4t mit verschwommener Kontur. Review von Lisa Rupprecht &#8222;Ich wurde mit Bindungsangst geboren.&#8220; Wer so ins Album&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":329186,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-329185","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114994116606896122","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/329185","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=329185"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/329185\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/329186"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=329185"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=329185"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=329185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}