{"id":329197,"date":"2025-08-08T16:40:15","date_gmt":"2025-08-08T16:40:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329197\/"},"modified":"2025-08-08T16:40:15","modified_gmt":"2025-08-08T16:40:15","slug":"batteriespeicher-deutschland-hinkt-hinterher-tagesschau-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329197\/","title":{"rendered":"Batteriespeicher: &#8222;Deutschland hinkt hinterher&#8220; | tagesschau.de"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 08.08.2025 16:42 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>2030 m\u00f6chte Deutschland 85 Prozent seines Stroms aus Erneuerbaren Energien gewinnen. Damit das funktioniert, braucht es neben dem Netzausbau auch zuverl\u00e4ssige Batteriespeicher. Doch deren Bau verl\u00e4uft schleppend.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/jenni-rieger-103.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Jenni Rieger\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/jenni-rieger-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Australier haben es mal eben vorgemacht: Dort ging in der vergangenen Woche ein Batteriespeicher in Betrieb, der Ende des Jahres eine Leistung von 850 Megawatt (MW) erbringen und eine Speicherkapazit\u00e4t von 1680 Megawattstunden (MWh) haben soll. Zur Veranschaulichung: Mit dieser Leistung kann die &#8222;Wartha Super Battery&#8220; bei voller Auslastung 970.000 Haushalte eine halbe Stunde lang mit Energie versorgen.<\/p>\n<p>    \u00dcberwiegend kleine Heimspeicher installiert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch in Deutschland wei\u00df man l\u00e4ngst, dass es eine gute Idee ist, Spitzen aus den Erneuerbaren Energien, also Wind- und Solarenergie, zu speichern, anstatt sie ungenutzt abflie\u00dfen zu lassen. Der Ausbau der dazu ben\u00f6tigten Batteriespeicher jedoch verl\u00e4uft nach wie vor schleppend.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Hierzulande wurden bisher \u00fcberwiegend kleine Heimspeicher installiert &#8211; und diese nur zur Optimierung des Eigenverbrauchs betrieben und nicht markt- und netzdienlich&#8220;, erl\u00e4utert Tim Meyer, studierter Elektrotechniker und Experte f\u00fcr Erneuerbare Energien. &#8222;Der Ausbau von Gro\u00dfbatterien, die in anderen L\u00e4ndern diese Aufgabe \u00fcbernehmen, hinkt in Deutschland tats\u00e4chlich hinterher.&#8220;<\/p>\n<p>    Deutschland m\u00fcsste Kapazit\u00e4ten verzehnfachen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZwar sind inzwischen einige Unternehmen auf das Projekt Gro\u00df-Batteriespeicher aufgesprungen, wie etwa RWE, Preussen Elektra, diverse Stadtwerke oder auch die EnBW. Die nennt Batteriespeicher auf ihrer Homepage &#8222;die Zukunft der Energieversorgung&#8220;. Und in der Tat sind Batteriespeicher so angesagt wie lange nicht mehr.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch wird das ausreichen? Wenn Deutschland seinen Ausstieg aus den fossilen Energien vollzogen hat? Und fast ausschlie\u00dflich auf die volatilen Erneuerbaren setzen will? Tats\u00e4chlich hat das Fraunhofer Institut f\u00fcr Solare Energiesysteme berechnet, dass die mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien ben\u00f6tigte Speicherkapazit\u00e4t von rund 100 Gigawattstunden (GWh) im Jahr 2023 auf rund 180 Gigawattstunden im Jahr 2045 ansteigen wird.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie schlechte Nachricht: Momentan sind in Deutschland Batteriespeicher installiert, die auf eine Gesamtspeicherleistung von (optimistisch gesch\u00e4tzt) gerade mal 19 GWh kommen.\u00a0Dabei machen private Heimspeicher den gr\u00f6\u00dften Teil der installierten Kapazit\u00e4t aus, Gro\u00dfspeicher (ab 1 MWh) bilden nach wie vor eher die Ausnahme. Deutschland m\u00fcsste seine Speicherkapazit\u00e4ten also fast verzehnfachen, um f\u00fcr 2045 gewappnet zu sein.<\/p>\n<p>    EnBW baut in Philippsburg<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas n\u00e4chste Gro\u00dfprojekt der EnBW wirkt angesichts dieser Zahlen wie ein kleiner Tropfen auf dem durstigen Energiemarkt: Am Standort des einstigen Kernkraftwerkes Philippsburg soll hier &#8222;einer der gr\u00f6\u00dften Batteriespeicher Deutschlands&#8220; entstehen, &#8222;mit einer Leistung von 400 Megawatt und einer Kapazit\u00e4t von 800 Megawattstunden&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;400 Megawatt sind keine Peanuts\u201c, so Experte Meyer. Aber der Nachholbedarf bei der Flexibilisierung des deutschen Stromsystems sei riesig. &#8222;Der Speicher in Philippsburg wird hierzu einen Beitrag leisten, ist aber nur ein Schritt in die richtige Richtung. Insofern ist auch das Signal bedeutsam, dass die EnBW mit diesem Projekt sendet.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch dieses Signal ist nicht eindeutig. Zwar erneuerte der Konzern auf seiner heutigen Bilanzpressekonferenz den Willen zum &#8222;gr\u00f6\u00dften Umbau&#8220; auf dem deutschen Energiemarkt und k\u00fcndigte an, bis zum Jahr 2030 50 Milliarden Euro zu investieren, mehr als 50 Prozent davon in Deutschland. Allerdings nicht nur in Projekte wie den geplanten Philippsburger Batteriespeicher, sondern vor allem auch in Gaskraftwerke, die es brauche, wenn die Erneuerbaren nicht gen\u00fcgend Strom generieren. Selbst, wenn die Batteriespeicher weiter ausgebaut werden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBatteriespeicher ziehen auch immer wieder Kritik auf sich. Denn zum einen sind diese kostspielig und sehr energieintensiv in der Herstellung. Zum anderen ist deren Lebenserwartung begrenzt.\u00a0Au\u00dferdem k\u00f6nnen selbst die gro\u00dfe Batteriespeicher keinen sogenannten Blackout abfangen.<\/p>\n<p>    Dunkelflauten nicht abgedeckt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEinige dieser Kritikpunkte will Tim Meyer nicht gelten lassen: &#8222;Batterien sind nicht teuer. Im Gegenteil, der enorme Preisverfall hat dazu gef\u00fchrt, dass massenhaft Marktakteure gerne mehr Batterien einsetzen w\u00fcrden. Voraussetzung daf\u00fcr ist jedoch, dass die Spielregeln f\u00fcr die Netzanbindung endlich vereinfacht und standardisiert werden. Und nat\u00fcrlich leisten entsprechend betriebene Batterien auch gro\u00dfe Beitr\u00e4ge zur Systemstabilit\u00e4t. Niemand erwartet aber, dass Batterien alleine und ohne gesicherte Leistung in der Dunkelflaute Blackouts vermeiden k\u00f6nnen.&#8220;\u00a0\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Fachmann verweist auf erg\u00e4nzende Technologien wie Wasserkraftwerke, um eine drohende Dunkelflaute abfangen zu k\u00f6nnen. Die EnBW allerdings geht andere Wege: Sie will auf Gaskraftwerke setzen. In Karlsruher Rheinhafen soll bald das n\u00e4chste entstehen, mit einer Leistung von 850 Megawatt Strom und bis zu 220 Megawatt Fernw\u00e4rme. &#8222;Ob wir das jedoch bauen, h\u00e4ngt von den politischen Rahmenbedingungen ab&#8220;, so ein Sprecher der EnBW heute und verweist damit auf das Kraftwerkssicherungsgesetz (KWSG).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDieses soll\u00a0den Neubau von wasserstofff\u00e4higen Gaskraftwerken f\u00f6rdern, um die Stromversorgungssicherheit in Deutschland zu gew\u00e4hrleisten, insbesondere in Zeiten, in denen Erneuerbare Energien nicht ausreichend verf\u00fcgbar sind.\u00a0Ende des Jahres soll es in Kraft treten. Nur dann, so die EnBW, seien ihre Projekte umsetzbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 08.08.2025 16:42 Uhr 2030 m\u00f6chte Deutschland 85 Prozent seines Stroms aus Erneuerbaren Energien gewinnen. 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