{"id":329207,"date":"2025-08-08T16:45:22","date_gmt":"2025-08-08T16:45:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329207\/"},"modified":"2025-08-08T16:45:22","modified_gmt":"2025-08-08T16:45:22","slug":"raerenerin-bei-un-konferenz-zu-plastikabkommen-in-genf-dabei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329207\/","title":{"rendered":"Raerenerin bei UN-Konferenz zu Plastikabkommen in Genf dabei"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Die Plastikproduktion soll sich in den kommenden Jahren verdoppeln bis verdreifachen, und wir kommen nicht hinterher. Jetzt kann man schon ein H\u00e4ufchen Erde aus dem Garten nehmen, und wahrscheinlich findet man Mikroplastik darin&#8220;, warnt Clara Schl\u00f6sser. Sie macht sich in Genf gegen die Plastikflut stark.<\/p>\n<p>Die Staaten tagen bereits zum sechsten Mal, um sich auf ein Abkommen zur Reduzierung des Plastikm\u00fclls zu einigen. Die letzte Runde im s\u00fcdkoreanischen Busan war im Dezember gescheitert. Insgesamt 4.000 Teilnehmer sind bei der gro\u00dfen UN-Konferenz dabei. Neben den offiziellen Vertretern der Staaten sind auch Beobachter anwesend. Dazu geh\u00f6ren Nicht-Regierungs-Organisationen.<\/p>\n<p>Die Raerenerin Clara Schl\u00f6sser vertritt die internationale Organisation Health Care without Harm, f\u00fcr die sie in Br\u00fcssel arbeitet. In Genf setzt sie sich daf\u00fcr ein, dass das Thema Gesundheit bei dem Abkommen einen zentralen Stellenwert bekommt: Die Produktion von Plastik ist sehr sch\u00e4dlich f\u00fcr die Umwelt und die Gesundheit, weil viele Chemikalien freigesetzt werden. Im Plastik werden rund 16.000 verschiedene Chemikalien benutzt. Man wisse, dass ein Viertel von ihnen gesundheitssch\u00e4dlich sei. Das belegten wissenschaftliche Untersuchungen, so Clara Schl\u00f6sser. &#8222;The Lancet&#8220;, eine der renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt, zeige den Zusammenhang zwischen Plastikverschmutzung und Gesundheit auf.<\/p>\n<p>Bei vielen dieser Chemikalien handelt es sich um Endocrine Disrupting Chemicals, die die Hormone beeinflussen. Es wurde auch von der EU anerkannt, dass es diese Chemikalien gibt. Das sei kein Diskussionspunkt mehr. &#8222;Die Wissenschaft ist auf unserer Seite&#8220;, ist Clara Schl\u00f6sser \u00fcberzeugt. Recycling allein sei keine L\u00f6sung, wei\u00df die Raerenerin. Global w\u00fcrden nur zehn Prozent des Plastiks wiederaufbereitet. Wichtiger sei die Plastikvermeidung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/brf.be\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/claraschloesserprivat.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-1995101\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/claraschloesserprivat-1200x800.jpg\" alt=\"Clara Schl\u00f6sser vor dem Sitz der Vereinten Nationen in Genf\" width=\"1200\" height=\"800\"  \/><\/a>Clara Schl\u00f6sser aus Raeren nimmt an der UN-Konferenz zum Plastikabkommen in Genf teil (Bild: privat)<\/p>\n<p>Neben den Plastik-Kritikern versuchen auch Lobbyisten der \u00d6l- und Chemieindustrie ihre Positionen in Genf zu verteidigen und Einfluss auf die Verhandlungspartner zu nehmen. Erd\u00f6lproduzierende L\u00e4nder wollen das Abkommen bremsen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Skeptiker von der letzten Chance sprechen und Zweifel am Erfolg der Verhandlungen haben, ist Clara Schl\u00f6sser noch zuversichtlich: &#8222;Wir sehen immer noch Schwierigkeiten, aber auch, dass besonders die Koalition der ambitionierten L\u00e4nder immer n\u00e4her zusammenr\u00fcckt. Und es gibt noch die M\u00f6glichkeit, eine Abstimmung mit notwendiger Zwei-Drittel-Mehrheit zu beschlie\u00dfen anstatt einstimmiger Wahl. Und wenn sie das am Samstag entscheiden, dann haben wir gute Chancen.&#8220;<\/p>\n<p>Bis n\u00e4chsten Donnerstag verhandeln die L\u00e4nder noch in Genf. Die Raerenerin Clara Schl\u00f6sser bleibt dort weiter am Ball.<\/p>\n<p class=\"customquelle\">Michaela Br\u00fcck<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Die Plastikproduktion soll sich in den kommenden Jahren verdoppeln bis verdreifachen, und wir kommen nicht hinterher. 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