{"id":329386,"date":"2025-08-08T18:26:15","date_gmt":"2025-08-08T18:26:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329386\/"},"modified":"2025-08-08T18:26:15","modified_gmt":"2025-08-08T18:26:15","slug":"marc-muendler-der-zollstreit-staerkt-die-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329386\/","title":{"rendered":"Marc Muendler: \u00abDer Zollstreit st\u00e4rkt die USA\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>Interview mit Handelsexperte Marc Muendler \u2013 <\/p>\n<p>\u00abDer Zollstreit st\u00e4rkt die USA\u00bb<\/p>\n<p class=\"ContentHead_lead____SsS link_regular__O0hk0 link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs\">Der Wirtschaftsprofessor Marc Muendler \u00fcber die Folgen des Handelskriegs f\u00fcr die Schweiz, die USA und den Rest der Welt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/2D1qXZWN4a38Zq3P0AZvyc.jpg\"  width=\"100\" height=\"100\"  alt=\"Mara Bernath\" class=\"AuthorImage_root__WCxj_ ContentMetaInfo_authorimage__Mp4LD AuthorImage_-content-head__3qDob\" style=\"background-color:#4C5B7D\"\/>Publiziert heute um 18:50 Uhr<img decoding=\"async\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/ESsDKX7M49h8zzjqI-ImB-.jpg\" alt=\"Mann mit Brille und Bart in weissem Hemd vor einem modernen Geb\u00e4ude.\" title=\"Mann mit Brille und Bart in weissem Hemd vor einem modernen Geb\u00e4ude.\" class=\"ResponsiveImage_root__ZDz10 responsive-image\" style=\"background-color:#A49982\"\/><\/p>\n<p>\u00abDie Preise f\u00fcr viele G\u00fcter auf den M\u00e4rkten ausserhalb der Vereinigten Staaten werden fallen\u00bb, prognostiziert Marc Muendler.<\/p>\n<p>Bild: Erik Jepsen, UC San Diego<\/p>\n<p>Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.<a href=\"https:\/\/bottalk.io\/de\/\" class=\"BottalkPaywall_bottalklink__KDtuf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BotTalk<\/a><\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Marc Muendler sass im Flugzeug \u00fcber dem Atlantik, als die Nachricht kam, dass die USA die Schweiz mit 39% Strafzoll belegen. Sie hat den Wirtschaftsprofessor und Handelsexperten \u00ab\u00fcberrascht\u00bb.<\/p>\n<p class=\"ArticleParagraph_root__lhFZo ArticleContainer_content-width__FRl7F link_focus__0ZMwx link_externalicon-big__ZdPgo link_externalicon__qcwXs ArticleElement_article-element__q93eL\">Die Schweiz \u00fcbernehme viele Aufgaben f\u00fcr die Vereinigten Staaten, unter anderem Verhandlungen mit dem Iran, \u00abdeswegen hatte ich gedacht, dass die Schweiz gewisse Vorteile geniessen w\u00fcrde\u00bb, sagt Muendler im Interview von Brasilien aus, wo er gerade Forschung betreibt, bevor das Semester in Kalifornien an der UC San Diego wieder losgeht.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Herr Muendler, weshalb hat die Schweiz einen so viel h\u00f6heren US-Strafzoll bekommen als andere Staaten?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Das hat weniger mit der Schweiz selbst zu tun, als mit der mangelnden Kapazit\u00e4t der US-Regierung, in wenigen Monaten neuartige Handelsabkommen abzuschliessen. In so kurzer Zeit hat die US-Regierung gr\u00f6ssere Staaten bevorzugt behandelt, und kleine L\u00e4nder wie die Schweiz tragen den Schaden davon.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Was kann die Schweiz nun tun?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Die Schweiz muss, wie andere kleinere Staaten auch, lernen, in einer Welt zu navigieren, in der das regelbasierte Wirtschaftssystem, dank dem sie so viel Wohlstand erreicht hat, nicht mehr einwandfrei funktioniert. Dazu muss sie neue Allianzen schmieden, und ihr vorsichtiges, aber doch selbstsicheres Auftreten auf der Weltb\u00fchne weiter vorantreiben. Sie muss weiter das Gespr\u00e4ch mit den USA suchen, um darzulegen, dass sie immer ein verl\u00e4sslicher Partner gewesen ist, in diplomatischen und strategischen Fragen. Nur weil die Schweiz in der ersten Deal-Runde nicht dabei gewesen ist, heisst das nicht, dass es nicht in einer zweiten Platz f\u00fcr sie hat.<\/p>\n<p class=\"DynamicInfobox_infoboxtext__JDA1K\">Marc A. Muendler lehrt seit mehr als zwanzig Jahren an der University of California San Diego. Als Professor f\u00fcr Wirtschaftswissenschaften geh\u00f6ren neben globalem Handel auch internationale Finanzstr\u00f6me und Entwicklungs\u00f6konomie zu seinen Spezialgebieten. Er gibt zudem regelm\u00e4ssig an europ\u00e4ischen Universit\u00e4ten Vorlesungen, zurzeit an der Universit\u00e4t St. Gallen. Zudem ist er in verschiedenen Forschungsgremien t\u00e4tig, unter anderem beim \u00fcberparteilichen und gemeinn\u00fctzigen Wirtschaftsforschungsinstitut National Bureau of Economic Research (NBER) mit Sitz in Cambridge, Massachusetts, sowie in mehreren Funktionen beim ifo Institut in M\u00fcnchen.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Kann die Schweiz ihr Gold \u00fcber London und ihre Medikamente \u00fcber die EU verschiffen, um den Z\u00f6llen auszuweichen?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Die US-Zollbeh\u00f6rden bauen gerade neue Expertise auf. In den ostasiatischen Handelsabkommen gibt es Mindestanforderungen der lokalen Wertsch\u00f6pfung. So wird auf Waren aus Vietnam ein Zoll von 20% erhoben, aber auf Waren, die mehrheitlich in Drittstaaten hergestellt worden sind und nur von Vietnam aus verschifft werden, ein Zoll von 40%. Deshalb lernen Beamte nun, wie sie Handelsstr\u00f6me untersuchen und durchleuchten k\u00f6nnen. Sich da als Exporteur auf Tricks zu verlassen ist wahrscheinlich keine gute Idee.<\/p>\n<blockquote class=\"QuoteElement_root__cF_s5 ArticleContainer_content-width__FRl7F ArticleElement_article-element__q93eL\">\n<p class=\"HtmlText_root__A1OSq QuoteElement_quote__jjXto\">\u00abDie Schweiz muss lernen in einer Welt zu navigieren, in der das regelbasierte Wirtschaftssystem nicht mehr einwandfrei funktioniert.\u00bb<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Was will die US-Regierung erreichen?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Die Regierung wird von Trump dominiert, und es scheint zu wenig interner Diskurs stattzufinden. Allerdings gibt es verschiedene Ziele hinter der aktuellen Handelspolitik. Eines davon ist geostrategisch: Schl\u00fcsselindustrien in den USA sollen gest\u00e4rkt werden \u2013 Schiffbau, Stahl- und Pharmaindustrie. Die Produktion dieser Industriezweige will man im eigenen Land haben, damit sie im Konfliktfall verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Was sind die weiteren Motive?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Der Wiederaufbau von Arbeitspl\u00e4tzen in der verarbeitenden Industrie, die ins Ausland abgewandert sind. Ob das gelingt, ist eine andere Frage. Ein weiteres Ziel ist, Einnahmen zu generieren. Steuern auf das Rauchen sind da eine hilfreiche Parallele:  Wenn man Tabak zu sehr besteuert, h\u00f6ren die Leute auf, Zigaretten zu kaufen. Wenn die Vereinigten Staaten in den Importen eine Abh\u00e4ngigkeit sehen, die gemindert werden muss, dann kann sie die durch Z\u00f6lle besteuern, aber wenn die -Abh\u00e4ngigkeit weniger wird, sind auch die Zolleinnahmen geringer.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Ein Argument ist die Reduktion des US-Handelsdefizits. Ist es ein Problem?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Eine der drei apollonischen Weisheiten, die am Tempel von Delphi zu finden waren, lautet: Meden agan, alles mit Mass. Das gilt auch f\u00fcr die Leistungsbilanz. Ein moderates Ungleichgewicht ist Teil des Systems. Ein Problem stellen exzessive Ungleichgewichte dar. Ein erheblicher Handels\u00fcberschuss, wie ihn die Schweiz, Deutschland und Japan haben, bedeutet, dass die meisten Inl\u00e4nder lieber ihre Ersparnisse im Ausland anlegen. Wenn Kapital langfristig ins Ausland fliesst, schadet das der heimischen Industrie. Dasselbe gilt f\u00fcr die Gegenseite: Ein hohes Handelsdefizit bedeutet, dass die Ersparnisse im betreffenden Land zu gering sind und die Wirtschaft f\u00fcr ihre Investitionen auf ausl\u00e4ndisches Kapital angewiesen ist.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Sind Z\u00f6lle der richtige Weg, einen ausgeglicheneren Handel zu erreichen?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Nein. Die Leistungsbilanz ist ein Resultat der ihr zugrundeliegenden wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse, oder eben Missverh\u00e4ltnisse. Makro\u00f6konomische Schwierigkeiten lassen sich nicht durch Handelspolitik \u00e4ndern. Die Vereinigten Staaten leiden aber nicht nur an zu niedrigen heimischen Ersparnissen, sondern sind Opfer des eigenen Erfolgs. Sie haben den attraktivsten Finanzmarkt der Welt, selbst w\u00e4hrend dem H\u00f6hepunkt der Finanzkrise 2008 sind Gelder in US-Wertpapiere geflossen, vor allem aus China, Japan und Singapur.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Weshalb ausgerechnet von dort?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Das Entwicklungsmodell, das Japan betrieben hat, dem Singapur gefolgt ist und das nun auch in China vorherrscht, basiert grob auf zwei Pfeilern: die eigene W\u00e4hrung schwach halten und die Exportwirtschaft f\u00f6rdern. Die Kapitalstr\u00f6me, die dabei freigesetzt werden, gehen in den gr\u00f6ssten Absatzmarkt der Welt, die Vereinigten Staaten. Daran sind die USA unschuldig. Aber sie profitieren auch davon, denn wenn es zu einem geostrategischen Konflikt kommt, dann hat der Gl\u00e4ubiger Anreize, das Schuldnerland zu schonen.<\/p>\n<blockquote class=\"QuoteElement_root__cF_s5 ArticleContainer_content-width__FRl7F ArticleElement_article-element__q93eL\">\n<p class=\"HtmlText_root__A1OSq QuoteElement_quote__jjXto\">\u00abMakro\u00f6konomische Schwierigkeiten lassen sich nicht durch Handelspolitik \u00e4ndern.\u00bb<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">An der UC San Diego leiten Sie das \u00abGlobalization and Prosperity Lab\u00bb, das untersucht, wie \u00f6konomische Ver\u00e4nderungen den globalen Wohlstand ver\u00e4ndern. Wie beeinflussen die Z\u00f6lle Ihre Prognosen?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Aktuell ist nicht klar, was die bestehenden Abkommen genau bedeuten. In den Mitteilungen des Weissen Hauses stehen andere Zahlen, als in denen der Partnerl\u00e4nder. Beim US-EU-Deal zum Beispiel sollen gewisse G\u00fcter in beide Handelsrichtungen zollfrei fliessen, aber eine Liste, welche G\u00fcter das genau sind, ist nirgends verf\u00fcgbar. Dazu kommen die kumulativen Zolleffekte, da neben l\u00e4nderspezifischen Tarifen auch noch Autoteile, Stahl, Aluminium und Kupfer besteuert werden. Es fehlen die Parameter, die wir f\u00fcr die Modelle ben\u00f6tigen. Wir haben uns entschieden, unsere Simulationen erst in sechs bis acht Wochen wieder durchzuf\u00fchren, wenn die Umsetzung der Z\u00f6lle klar ist.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">K\u00f6nnte es zu Ausnahmen kommen?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Im sino-amerikanischen Zollkrieg von Trumps erster Amtszeit sind ein F\u00fcnftel bis ein Sechstel der chinesischen G\u00fcter von Z\u00f6llen befreit gewesen, weil US-Unternehmen belegen konnten, dass ihre Produktion auf diese Waren angewiesen ist. Auch dieses Mal wird es wieder zu Ausnahmen kommen \u2013 wir kennen diese einfach noch nicht. Zudem k\u00f6nnen Lagerbest\u00e4nde von der Verzollung ausgenommen werden, basierend auf Regeln aus den Dreissigerjahren. Die Ausgestaltung der \u00abDeals\u00bb wird nun den US-Beh\u00f6rden \u00fcberlassen, was auch daf\u00fcr spricht, dass die Abkommen vor allem den Vereinigten Staaten Vorteile bringen wird.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Auch wenn detaillierte Prognosen noch nicht m\u00f6glich sind, was sind die Folgen der Z\u00f6lle f\u00fcr den Rest der Welt?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Die alte Ordnung der Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Staaten gilt nicht mehr. Die Handelsstr\u00f6me werden umgelenkt. Wenn ein grosses Land wie die USA seine Pforten schliesst, m\u00fcssen die Produkte woanders verkauft werden. \u00dcberangebot trifft auf m\u00e4ssige Nachfrage: Die Preise f\u00fcr viele G\u00fcter auf den M\u00e4rkten ausserhalb der Vereinigten Staaten werden fallen.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Wenn Donald Trump die Z\u00f6lle wieder abschafft, h\u00e4tten wir dann wieder die Handelsstr\u00f6me von 2024?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Die US-Regierung hat mit den Z\u00f6llen ein Wahlversprechen eingel\u00f6st, das sie nicht wieder r\u00fcckg\u00e4ngig machen wird. Aber \u00f6konomisch gesehen ist es ein interessantes Gedankenspiel: Wenn Unternehmen es f\u00fcr glaubw\u00fcrdig halten, dass die Handelshemmnisse langfristig gelten, dann investieren sie entsprechend in Fabriken im eigenen Land oder im nahen Ausland und stellen ihre Lieferketten um. Manche dieser Investitionen bleiben, auch wenn sich alles wieder normalisiert.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Hat dieses Reshoring bereits begonnen?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Ein Indiz f\u00fcr neue Lieferverbindungen ist die Inflation. Die US-Preise sollten eigentlich allm\u00e4hlich steigen, aber sie tun es nur langsam. Grund sind langfristige vertragliche Vereinbarungen zwischen Zulieferern und Abnehmern, die noch nicht angepasst werden konnten und grosse Lagerbest\u00e4nde, die im Vorfeld aufgebaut worden sind. Es kommt zu Verz\u00f6gerungen. Aber die Z\u00f6lle sind gekommen, um zu bleiben.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Es ist also kein Bluff von Trump, damit er Zugest\u00e4ndnisse bekommt und dann alles wieder relativiert?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Vor drei Monaten h\u00e4tte ich noch gedacht, dass die anderen Staaten den Vereinigten Staaten die Stirn bieten werden und es zu Gegenmassnahmen kommt, die auch dazu f\u00fchren k\u00f6nnten, dass die US-Zollpl\u00e4ne wieder angepasst werden. Aber die Taktik des Drucks hat sich f\u00fcr die USA ausgezahlt: Japan, die EU, das Vereinigte K\u00f6nigreich und andere Staaten haben erhebliche Zugest\u00e4ndnisse gemacht, ohne Gegenmassnahmen zu verfolgen. Die USA gehen gest\u00e4rkt aus dem Zollstreit hervor.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">K\u00f6nnten negative wirtschaftliche Auswirkungen die US-Regierung nicht zum Umdenken zwingen?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Die US-Regierung ist erst nerv\u00f6s geworden, als der Markt f\u00fcr ihre Staatsanleihen ins Wanken gekommen ist. Dieser Markt hat sich wieder beruhigt und die aktuelle Dollarabwertung ist einer der wenigen bleibenden Nebeneffekte, den die Regierung wohl gerne in Kauf nimmt. Viele negative Auswirkungen der Reformen der Republikaner werden in den USA erst nach den Zwischenwahlen im Herbst 2026 zu sp\u00fcren sein, w\u00e4hrend die Steuerverg\u00fcnstigungen gleich greifen. Deshalb ist die Regierung vorerst sicher im Amt.<\/p>\n<blockquote class=\"QuoteElement_root__cF_s5 ArticleContainer_content-width__FRl7F ArticleElement_article-element__q93eL\">\n<p class=\"HtmlText_root__A1OSq QuoteElement_quote__jjXto\">\u00abDer Neustart, den die Vereinigten Staaten nun vornehmen, k\u00f6nnte in Zukunft auf Verst\u00e4ndnis stossen.\u00bb<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Und im Ausland?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Im Ausland hat das Bild des auf das Gemeinwohl bedachten Hegemons nun erhebliche Kratzer bekommen. Die USA haben viel ihrer sogenannten Soft Power verspielt, aber das Vertrauen ist noch nicht komplett weg.<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewquestion__rTtth\">Wie werden wir in f\u00fcnf Jahren das Jahr 2025 beurteilen?<\/p>\n<p class=\"InterviewSegment_interviewanswer__PjyL_\">Eine Interpretation k\u00f6nnte sein, dass sich die USA von Fesseln gel\u00f6st haben, die eine knappe Mehrheit der W\u00e4hlerschaft nicht mehr mittragen wollte. Seit der Finanzkrise von 2008\/09 nimmt in vielen L\u00e4ndern das Lager derjenigen zu, die der Meinung sind, dass das aktuelle politische und wirtschaftliche Gef\u00fcge dem Mittelstand nicht hilft. In den Vereinigten Staaten hat dieser Wunsch nach einem radikalen Neuanfang Trump zweimal zum Wahlsieg verholfen. Das Ausbleiben von Gegenmassnahmen weist darauf hin, dass dieser Neustart, wie ihn die Vereinigten Staaten nun vornehmen, in Zukunft durchaus auf mehr Verst\u00e4ndnis stossen k\u00f6nnte, als es aktuell der Fall ist.<\/p>\n<p class=\"DynamicTeaser_boxtitle__B6piN\">Mehr zum Thema Handelskrieg<\/p>\n<p>Newsletter<\/p>\n<p>FuW Daily<\/p>\n<p>Erhalten Sie die wichtigsten News und Geschichten der FuW. Von Montag bis Freitag in Ihrem Postfach.<\/p>\n<p><a class=\"NewsletterBox_more__FNemz link_underlinelink__K5Zr0\" href=\"https:\/\/www.fuw.ch\/newsletter-uebersicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weitere Newsletter<\/a><\/p>\n<p>Einloggen<strong>Mara Bernath<\/strong> ist Redaktorin im M\u00e4rkteressort und schreibt schwerpunktm\u00e4ssig \u00fcber Rohstoffe, Geopolitik und Handelsfragen. <a class=\"ArticleAuthorBio_moreinfo__cqyvz link_underlinelink__K5Zr0\" rel=\"author noopener\" href=\"https:\/\/www.fuw.ch\/author\/93996632\/mara-bernath\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><a href=\"https:\/\/twitter.com\/marabernath\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">@MaraBernath<\/a><\/p>\n<p class=\"Feedback_root__fr_Mi ArticleContainer_content-width__FRl7F\">Fehler gefunden?<a href=\"mailto:onlineredaktion@fuw.ch?subject=Hinweis%20auf%20Fehler%20%7C%20Mara%20Bernath%20%7C%20%C2%ABDer%20Zollstreit%20st%C3%A4rkt%20die%20USA%C2%BB&amp;body=Ich%20habe%20in%20diesem%20Inhalt%20einen%20Fehler%20entdeckt%3A%20https%3A%2F%2Fwww.fuw.ch%2Fmarc-muendler-der-zollstreit-staerkt-die-usa-845750752086\" class=\"Feedback_feedbacklink__VyDCi link_underlinelink__K5Zr0\">Jetzt melden.<\/a><\/p>\n<p>0 Kommentare<\/p>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Interview mit Handelsexperte Marc Muendler \u2013 \u00abDer Zollstreit st\u00e4rkt die USA\u00bb Der Wirtschaftsprofessor Marc Muendler \u00fcber die Folgen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":329387,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,93351,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-329386","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-campaign-dynfree","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-united-states","16":"tag-united-states-of-america","17":"tag-us","18":"tag-usa","19":"tag-vereinigte-staaten","20":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114994556781412137","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/329386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=329386"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/329386\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/329387"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=329386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=329386"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=329386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}