{"id":329756,"date":"2025-08-08T21:48:25","date_gmt":"2025-08-08T21:48:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329756\/"},"modified":"2025-08-08T21:48:25","modified_gmt":"2025-08-08T21:48:25","slug":"schneller-bei-ccs-zoegerlich-bei-heizungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329756\/","title":{"rendered":"Schneller bei CCS, z\u00f6gerlich bei Heizungen"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung bringt derzeit eine ganze Reihe von Energiegesetzen zur Energiewende auf den Weg. Dabei zwei, die unter der Ampel-Regierung keine Chance mehr hatten. <\/p>\n<p>                        <img width=\"1200\" height=\"600\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/panthermedia_9485286_4956x3702-e1754679965638-1200x600.jpg\" class=\"single__post-image wp-post-image\" alt=\"PantherMedia 9485286\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\"  \/><\/p>\n<p>Symbolbild f\u00fcr die Energiewende: Die Bundesregierung nutzt die Sommerferien, um eine ganze Reihe von Gesetzen im Energiesektor auf den Weg zu bringen. Dabei vornan genau zwei wichtige, die unter der F\u00fchrung der Ampel-Regierung keine Chance mehr hatten.\n<\/p>\n<p class=\"wp-caption-source\">Foto: PantherMedia \/ Randolf Berold<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/286667c6f04044cfab1db69853ac066e.gif\" width=\"1\" height=\"1\" border=\"\" class=\"vg-wort-pixel\" style=\"position: absolute;\" loading=\"eager\" data-no-lazy=\"1\" data-skip-lazy=\"1\"\/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/technik\/energie\/energiewende-deutschland-ministerin-reiche-kuendigt-neue-impulse-an\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Im Juni hatte Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche der Energiewirtschaft angek\u00fcndigt, neue Impulse zu setzen<\/a>. Der damals avisierte \u201eRealit\u00e4ts-Check\u201c f\u00fcr die Energiewende l\u00e4sst noch auf sich warten. Es sollten Entlastungen bei den Stromkosten sowie konkrete Schritte f\u00fcr Versorgungssicherheit und Systemsynchronisierung schnell erfolgen.<\/p>\n<p>Doch derzeit zieht Reiche vor allem zwei alte Ampel-Kabinettsvorlagen wieder aus der Schublade; leicht ver\u00e4ndert winkte das Kabinett sie am 6. August durch: das Geothermiebeschleunigungsgesetz und das f\u00fcr die Industrie so wichtige CCS-Gesetz. Zudem wird das Energiewirtschaftsgesetz novelliert, um eine Reihe von Reglungen unterzubringen, die aus EU-Recht in deutsches Recht umgesetzt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Der Clou: Von einer superspannenden Regelung wird bisher kaum gesprochen. Was n\u00e4mlich wird aus dem Habeck\u2018schen Heizungshammer? Dazu warten alle auf den \u201eRealit\u00e4ts-Check\u201c.<\/p>\n<p>Endlich kommt das CCS-Gesetz f\u00fcr die Energiewende der Industrie<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bundeswirtschaftsministerium.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/2025\/08\/20250806-bunderegierung-ebnet-weg-fuer-co2-speicherung-nutzung-ccs-ccu.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Am 6. August reichte die Bundesenergieministerin einen Entwurf f\u00fcr eine Novelle des CCS-Gesetzes (Kohlendioxid-Speichergesetz: KSpG) in Kabinett<\/a>. Denn Carbon Capture and Storage, kurz CCS, ist <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/kspg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">nach dem geltenden KSpG<\/a> de facto verboten. <a href=\"https:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/technik\/umwelt\/klimaschutz-ccs-fuer-die-industrie-kommt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Schon Robert Habeck wollte das \u00e4ndern<\/a>, wegen des Scheiterns der Ampel aber wurde nichts mehr draus. Mit im Boot ist laut reiches Vorlage jetzt auch CCU, also auch die Nutzung (Usage) des sequestrierten CO2. Auch ein eigenes CO2-Transportnetz soll es geben.\u201eWir brauchen diese Technologie f\u00fcr unsere Wettbewerbsf\u00e4higkeit!\u201c, erkl\u00e4rte Reiche. Reiche will die Transport- und Speicherinfrastrukturen Anfang der 2030er Jahre einsatzbereit sehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bundeskartellamt.de\/SharedDocs\/Meldung\/DE\/Pressemitteilungen\/2025\/08_05_25_CO2_Pipelines.html?nn=52004\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Am 5. August hatte das Bundeskartellamt den Weg f\u00fcr eine gro\u00dfes CO2-Pipelineprojekt frei gemacht<\/a>. Demnach k\u00f6nnen Open Grid Europe GmbH (OGE), die Betreiberin des gr\u00f6\u00dften Gasfernleitungsnetzes in Westdeutschland, zwei dieser Pipelines in Angriff nehmen: eine zusammen mit dem ostdeutschen Gasfernleitungsnetzbetreiber ONTRAS Gastransport GmbH (ONTRAS), eine andere mit der belgischen Fluxys S.A. (Fluxys). Aufgrund des hohen Investitionsvolumens im einstelligen Milliardenbereich hat OGE das Bundeskartellamt um Hinweise gebeten, falls kartellrechtliche Bedenken gegen die beiden Projekte bestehen.<\/p>\n<p>Branchenverb\u00e4nde begr\u00fc\u00dfen CCS-Gesetz<\/p>\n<p>Schon am 4. August hatte Hamburgs Umweltsenatorin gr\u00fcne Katharina Fegebank laut dpa die Wichtigkeit von CCS betont: \u201eEs ist v\u00f6llig klar, dass wir unsere Klimaziele ohne CCS nicht erreichen werden\u201c.<\/p>\n<p>Die Energiewirtschaftsverb\u00e4nde begr\u00fc\u00dfen den Schritt. Schlie\u00dflich hat die Politik inzwischen gut ein Jahr verloren. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) loben den Entwurf als wichtigen Meilenstein, mahnen jedoch konkrete Schritte f\u00fcr Finanzierung, Umsetzung und Umweltschutz an.<\/p>\n<p><strong>Was das CCS-Gesetz erm\u00f6glicht<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>CCS-Infrastruktur ist von \u201e\u00fcberragendem \u00f6ffentlichen Interesse\u201c (CO2-Leitungen, Speicherprojekte), plus beschleunigte Genehmigung und Planung.<\/li>\n<li>Bau von CO2-Speichern Offshore in der ausschlie\u00dflichen Wirtschaftszone (AWZ) und auf dem Festlandsockel. Zielrichtung sind ausgebeutete Lagerst\u00e4tten fossiler Rohstoffe (\u00d6l, Gas).<\/li>\n<li>Bundesl\u00e4nder k\u00f6nnen sich f\u00fcr eine Onshore-Speicherung entscheiden (Opt-in-Regelung). Das sieht der BDEW, der auch die deutsche Wasserwirtschaft vertritt, allerdings \u201emit gr\u00f6\u00dfter Skepsis\u201c. Sprich: Der BDEW ist strikt dagegen.<\/li>\n<li>CCS de facto f\u00fcr Gas- aber nicht f\u00fcr Kohlekraftwerke, denn der Anschluss zum CO2-Leitungsnetz ist f\u00fcr Emissionen aus der Kohlestromerzeugung ausgeschlossen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ohne CCS wird die Energiewende nicht funktionieren<\/p>\n<p>Laut Klaus Wallmann, Leiter der Forschungseinheit Marine Geosysteme beim Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Ozeanforschung Kiel (Geomar) er\u00f6ffne der Gesetzentwurf \u201eden Weg f\u00fcr die CCS-Technologie in Deutschland. Damit wird es m\u00f6glich, die schwervermeidbaren CO2-Emissionen aus der Zement- und Kalkindustrie und der Abfallverbrennung drastisch zu reduzieren.\u201c Laut Science Media Centre (SMC) betont der promovierte Ingenieur und Geowissenschaftler: \u201eZudem wird ein Weg f\u00fcr CDR-Methoden (Carbon Dioxide Removal) wie BECCS (Bioenergy with Carbon Capture and Storage) und DACCS (Direct Air Capture and Carbon Storage) er\u00f6ffnet, die auf die geologische CO2-Speicherung angewiesen sind. Beides \u2013 CCS und CDR \u2013 ist notwendig, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen: die Treibhausgasneutralit\u00e4t bis 2045.\u201c<\/p>\n<p>Er wies aber auch darauf hin, dass sich CCS einfach noch nicht rechnet: \u201eEs gibt zurzeit kein Gesch\u00e4ftsmodell f\u00fcr die CCS-Technik in Deutschland, da die CCS-Kosten deutlich h\u00f6her sind als die CO2-Emissionpreise im europ\u00e4ischen Emissionshandel (ETS).\u201c Zwar w\u00fcrden diese Preise steigen, falls die Emissionsrechte wie geplant verknappt werden. Allerdings gebe es in der EU Pl\u00e4ne, diese Verknappung im ETS zu strecken. Damit w\u00fcrden CO2-Emissionsrechte weniger schnell knapp, bzw. weniger schnell teurer \u2013 und der Weg f\u00fcr CCS-Anwendungen ins Geld w\u00fcrde sich l\u00e4nger hinziehen.<\/p>\n<p>Die Geothermie bekommt eine eigenes Energiewende-Gesetz<\/p>\n<p>Ebenfalls am 6. August brachte Bundesenergieministerin Reiche ein \u201eGesetz zur Beschleunigung des Ausbaus von Geothermieanlagen, W\u00e4rmepumpen und W\u00e4rmespeicher\u201c auf den Weg. In Kurzform hei\u00dft es Geothermie-Beschleunigungsgesetz (GeoBG). Schneller, einfacher, unb\u00fcrokratischer sollen klassische Geothermieprojekte aber auch Gro\u00dfw\u00e4rmepumpen und W\u00e4rmenetze umgesetzt werden k\u00f6nnen. Dazu werden sie einheitlich mit einem \u201e\u00fcberragenden \u00f6ffentlichen Interesse ausgestattet\u201c. Inzwischen das Zaubermittel f\u00fcr die Beschleunigung, um bei der Abw\u00e4gung mit anderen Belangen besonderes Gewicht haben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/technik\/energie\/wie-das-geothermiebeschleunigungsgesetz-die-waermewende-voranbringen-soll\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Just das hatte auch schon ihr Vorg\u00e4nger vor, war aber im Oktober 2024 damit einfach zu sp\u00e4t dran<\/a>. Warum dies alles nicht noch fr\u00fcher kam, bleibt allerdings aus fachlicher Sicht unverst\u00e4ndlich. <a href=\"https:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/technik\/energie\/was-die-tiefe-geothermie-fuer-den-klimaschutz-in-deutschland-tun-kann\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Die Potenziale der Geothermie in Deutschland sind enorm<\/a>, auch ausbeutbar w\u00e4re dieses Potenzial. \u201eEin Teil der Technologien ist serienreif und problemlos installierbar und nutzbar und das \u00fcber den gr\u00f6\u00dften Teil des Landes\u201c, erl\u00e4utert Ingo Sass, Leiter der Sektion Geoenergie am Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam damals bei einem Pressegespr\u00e4ch des Bundesverbands Geothermie.<\/p>\n<p>Kommunale W\u00e4rmewende und Industrie profitieren vom Geothermiebeschleunigungsgesetz<\/p>\n<p>Aber auch f\u00fcr die kommunale W\u00e4rmeplanung und die W\u00e4rmewende in der Industrie wird es einfacher. Das Gesetz d\u00fcrfte hier Impulse f\u00fcr den Markt senden. Zum einen hoffen Stadtwerke und kommunale W\u00e4rmeversorger auf die Regelung, <a href=\"https:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/technik\/energie\/wie-das-geothermiebeschleunigungsgesetz-die-waermewende-voranbringen-soll\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">um in Sachen W\u00e4rmenetze und Gro\u00dfw\u00e4rmepumpen loslegen zu k\u00f6nnen und fr\u00fch Planungssicherheit zu erhalten<\/a>. Zum anderen ist der Bedarf an der Defossilisierung in der Industrie gro\u00df, <a href=\"https:\/\/www.ingenieur.de\/fachmedien\/vdi-energie-umwelt\/energie-vdi-energie-umwelt\/energieversorgung\/neues-portal-rund-um-grosswaermepumpen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">hier spielen Gro\u00dfw\u00e4rmepumpen ebenfalls eine Schl\u00fcsselrolle<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Geothermiebeschleunigungsgesetz<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>W\u00e4rmeleitungen werden Gas- und Wasserstoffleitungen gleichgestellt. Das beschleunigt die Planung f\u00fcr Kommunen und St\u00e4dte. Hinzu kommt ein z\u00fcgiges Genehmigungsverfahren.<\/li>\n<li>Der Bau von Gro\u00dfw\u00e4rmepumpen wird beschleunigt.<\/li>\n<li>Das Genehmigungsverfahren f\u00fcr W\u00e4rmespeicher wird klar geregelt.<\/li>\n<li>Verfahren werden digitalisiert und beschleunigt. Vor allem unterliegen die Beh\u00f6rden zuk\u00fcnftig einer verbindlichen Frist, bis zu der sie \u00fcber die Genehmigung entscheiden m\u00fcssen.<\/li>\n<li>Schadensf\u00e4lle im Zusammenhang mit Geothermie werden vollst\u00e4ndig abzusichern: Die Beh\u00f6rden k\u00f6nnen zuk\u00fcnftig von Geothermieunternehmen den Nachweis einer Deckungsvorsorge auch f\u00fcr Bergsch\u00e4den verlangen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bundesregierung setzt viele EU-Rechtsakte in deutsches Recht um<\/p>\n<p>Zusammen mit dem GeoBG kamen drei weitere Regelung ins Kabinett und wurden beschlossen:<\/p>\n<ul>\n<li>die Abschaffung der Gasspeicherumlage,<\/li>\n<li>das Gesetz zur Umsetzung der EU-Erneuerbaren-Richtlinie in den Bereichen Windenergie auf See und Stromnetze (RED-III-Richtlinie)<\/li>\n<li>das Gesetz zur \u00c4nderung des Energiewirtschaftsrechts zur St\u00e4rkung des Verbraucherschutzes im Energiebereich und zur \u00c4nderung weiterer energierechtlicher Vorschriften\u201c, die so genannte EnWG-Novelle 2025<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gasspeicherumlage streichen gilt als Stromkosten senken<\/p>\n<p>Weil die Bundesregierung sich schwer tut damit, die Stromkosten wirklich direkt \u00fcber die Bestandteile des Strompreises zu senken, muss eine Kniff her: Wir streichen die Gasspeicherzulage. Die entf\u00e4llt auf den Gaspreis und war 2022 nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine eingef\u00fchrt worden. Ziel damals: die Kosten gedeckt, die den Gasspeicherbetreibern entstehen, um die gesetzlichen F\u00fcllstandsvorgaben der Gasspeicher zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit in Deutschland zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>\u201eInsgesamt entlasten wir alle Endkunden um ca. 3,4 Mrd. \u20ac\u201c, hei\u00dft es der Mitteilung des Bundeswirtschafts- und Energieministeriums (BMWE). Zuletzt lag die Umlage bei 2,89 \u20ac\/MWh. Umgerechnet auf einen Vierpersonenhaushalt d\u00fcrften die Entlastungen bei ca. 30 \u20ac bis 60 \u20ac liegen \u2013 j\u00e4hrlich. \u201eIndirekt tr\u00e4gt die Entlastung bei den Gaspreisen auch zur Reduktion der Stromkosten bei, da die Umlage den Gasbezug auch von Gaskraftwerksbetreibern belastet\u201c, so das BMWE).<\/p>\n<p>Aber nur, wenn diese Entlastung auch weitergegeben wird. Und die Freude d\u00fcrfte kurz sein, f\u00fchrt Benjamin Weigl aus, Experte f\u00fcr Energie beim unabh\u00e4ngigen Geldratgeber Finanztip. \u201eLaut unseren Berechnungen sinkt der Gaspreis dadurch lediglich um 0,34 Cent\/kWh. Das als Entlastung zu verkaufen, ist Augenwischerei. Denn zeitgleich wird zum Jahreswechsel der CO2-Preis steigen, was die Entlastung fast vollst\u00e4ndig auffressen wird. Verbraucherinnen und Verbrauchern droht somit eine Nullnummer. Mit niedrigeren Gaspreisen d\u00fcrfen sie nicht rechnen.\u201c<\/p>\n<p>Deutsche Umsetzung der RED-III-Richtlinie der EU tangiert Windkraft und Stromnetze<br \/>\n<a title=\"Luftaufnahme einer Windkraftanlage an Land: Die EU-Richtline f\u00fcr erneuerbare Energien (RED III) aus dem Jahr 2023 will auch den Windausbau forcieren. Die Bundesregeirung hat die Regelung inzwischen in nationales Recht umgesetzt. Sie enth\u00e4lt Regelungen f\u00fcr den schnelleren Zubau von Windkraftanlagen. Foto: PantherMedia\/reisezielinfo\" href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/panthermedia_B670779600.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"size-medium\" title=\"Luftaufnahme einer Windkraftanlage an Land: Die EU-Richtline f\u00fcr erneuerbare Energien (RED III) aus dem Jahr 2023 will auch den Windausbau forcieren. Die Bundesregeirung hat die Regelung inzwischen in nationales Recht umgesetzt. Sie enth\u00e4lt Regelungen f\u00fcr den schnelleren Zubau von Windkraftanlagen. Foto: PantherMedia\/reisezielinfo\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/panthermedia_B670779600.jpg\" width=\"980\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"wp-caption-text\">Luftaufnahme einer Windkraftanlage an Land: Die EU-Richtline f\u00fcr erneuerbare Energien (RED III) aus dem Jahr 2023 will auch den Windausbau forcieren. Die Bundesregeirung hat die Regelung inzwischen in nationales Recht umgesetzt. Sie enth\u00e4lt Regelungen f\u00fcr den schnelleren Zubau von Windkraftanlagen. <\/p>\n<p class=\"wp-caption-source\">Foto: PantherMedia\/reisezielinfo<\/p>\n<p>Die Renewable Energy Directive, kurz RED, ist das gro\u00dfe Richtlinien-Flaggschiff der EU zum Thema erneuerbare Energien. <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=OJ:L_202302413\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Deren dritte Novelle (RED III)<\/a>, ist laut dem am 30. Januar 2025 vorgelegtem Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung auf mehrere Gesetzesvorhaben verteilt. Die 2023 verabschiedete Regelung muss bis Mitte 2025 in nationales Recht umgesetzt sein. Sie enth\u00e4lt Regelungen f\u00fcr den schnelleren Zubau von Windkraftanlagen auf See sowie Stromnetze. Wie die Bundesregierung das jetzt gefasst hat, begr\u00fc\u00dfen die betroffenen Verb\u00e4nde gr\u00f6\u00dftenteils.<\/p>\n<p>Der BDEW sieht aber Nachbesserungsbedarf. So seien Beschleunigungsma\u00dfnahmen f\u00fcr den Offshore-Wasserstoffbereich und die Einstufung solcher Anlagen in das \u00fcberragende \u00f6ffentliche Interesse im, Vergleich zum Entwurf der Vorg\u00e4ngerregierung wieder herausgefallen. Das, was im KSpG CCS- und im GeoBG CCS und Geothermie zugesprochen wird, gilt f\u00fcr die Wasserstoffwirtschaft nicht. Der BDEW betont, dies sei \u201eaber sehr wichtig, damit wir den Wasserstoffhochlauf in Deutschland effizient voranbringen\u201c.<\/p>\n<p>Jenen Teil der RED-III-Richtlinie, die den Bereich Windkraft an Land betrifft (Onshore-Wind) wurde bereits vor einem Monat im Bundestag beschlossen. Allerdings, so der Bundesverband Windenergie (BWE), bleibe \u201edie Umsetzung noch immer hinter den europarechtlichen M\u00f6glichkeiten zur Genehmigungsbeschleunigung zur\u00fcck.\u201c Laut BWE gebe es unbestimmte Rechtsbegriffe und einen Aspekt, der den Bau von Windkraftanlagen beschleunigen w\u00fcrde, bleibt in der deutschen Umsetzung au\u00dfen vor: \u201eGem\u00e4\u00df den Vorgaben der RED III sind die Genehmigungsantr\u00e4ge nach der sog. \u00dcberpr\u00fcfung der Umweltauswirkungen im Hinblick auf die umweltrechtlichen Pr\u00fcfungen genehmigt, ohne dass eine Verwaltungsentscheidung der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde erforderlich ist\u201c, so der BWE.<\/p>\n<p>Novelle des Energiewirtschaftsrechts setzt weiteres EU-Recht in nationales deutsches Recht um<\/p>\n<p>Neben dem Verbraucherschutz soll dieses Gesetz R\u00fcckenwind f\u00fcr die Digitalisierung geben. \u201eAls Folge der Energiekrise werden Vorschriften geschaffen, die Stromlieferanten die Haushaltskunden beliefern, verpflichten, sich gegen Preisrisiken abzusichern\u201c, so die Bundesregierung. Gro\u00dfe Belastungen von privaten Haushalten bei \u00fcberm\u00e4\u00dfigen, nicht marktgetriebenen Preisspr\u00fcngen wie in der Energiepreiskrise 2022\/2023 w\u00fcrde damit vorgebeugt.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wird Verbrauchern mit den neuen Regelungen zum \u201eEnergy Sharing\u201c eine aktive Teilnahme am Energiemarkt und an der Energiewende erm\u00f6glicht. Und der Entwurf sieht eine weitere Beschleunigung beim Smart-Meter-Rollout vor.<\/p>\n<p>Solarwirtschaft geht Digitalisierung beim Stromnetzzugang nicht weit genug<\/p>\n<p>Kritik kommt vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). Im Vorfeld habe es einen Branchendialog zur Vereinfachung, Vereinheitlichung und Digitalisierung von Netzanschl\u00fcssen gegeben. Davon sei im Gesetzesentwurf nichts zu finden. Auch wichtige Regelungen zur Modernisierung und Flexibilisierung des Stromsystems lie\u00dfen weiter auf sich warten.<\/p>\n<p>\u201eDer Bundestag sollte die Digitalisierung von Netzanschlussbegehren vorschreiben und verbindliche Reservierungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Netzkapazit\u00e4ten schaffen, die in angemessener Form den Projektfortschritt ber\u00fccksichtigen\u201c, so BSW-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Carsten K\u00f6rnig. Denn die Genehmigung von Netzanschl\u00fcssen ist eines der gro\u00dfen Probleme beim Anschluss von teils l\u00e4ngst errichteten Solaranlagen und -parks. Sie stehen bereit, k\u00f6nnen aber keinen Strom einspeisen, weil der Anschluss nicht genehmigt ist.<\/p>\n<p>Und was wird aus Habecks Heizungshammer?<br \/>\n<a title=\"Innenhaushaltskessel mit Gas- und Elektrokesseln: Wie die Bundsregierung genau das Geb\u00e4udeenergiegesetz (Heizungsgesetz) \u00e4ndern will, steht noch nicht fest. Das Bundeskabinett wartet noch auf einen \" realit=\"\" der=\"\" energiewende.foto:=\"\" panthermedia=\"\" alexxxey.07=\"\" href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/panthermedia_B65730477_5760x3840.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"size-medium\" title=\"Innenhaushaltskessel mit Gas- und Elektrokesseln: Wie die Bundsregierung genau das Geb\u00e4udeenergiegesetz (Heizungsgesetz) \u00e4ndern will, steht noch nicht fest. Das Bundeskabinett wartet noch auf einen \" realit=\"\" der=\"\" energiewende.=\"\" foto:=\"\" panthermedia=\"\" alexxxey.07=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/panthermedia_B65730477_5760x3840.jpg\" width=\"980\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"wp-caption-text\">Innenhaushaltskessel mit Gas- und Elektrokesseln: Wie die Bundsregierung genau das Geb\u00e4udeenergiegesetz (Heizungsgesetz) \u00e4ndern will, steht noch nicht fest. Das Bundeskabinett wartet noch auf einen \u201eRealit\u00e4tscheck\u201c der Energiewende.<\/p>\n<p class=\"wp-caption-source\">Foto: PantherMedia \/ alexxxey.07<\/p>\n<p>Die Novelle des Geb\u00e4udeenergiegesetzes, dem sogenannten Heizungsgesetz, ist einer der Kernpunkte f\u00fcr die Bundesregierung von Bundeskanzler Friedrich Merz. Dass es jetzt keine Vorlage dazu geben w\u00fcrde, war klar. Denn Energieministerin Reiche m\u00f6chte zuerst ihren \u201eRealit\u00e4tscheck\u201c der Energiewende vorlegen. Beauftrag ist er. Der BDEW sieht vor allem einen kritischen Punkt: \u201eDie Akzeptanz der Energiewende w\u00fcrde leiden, wenn die Versorgungssicherheit nicht gew\u00e4hrleistet wird.\u201c<\/p>\n<p>Was aus den bisherigen Gesetzesvorlagen hindurchschimmert ist, das der bevorzugte und beschleunigte Ausbau der Erneuerbaren Energien \u2013 nicht oberstes Primat hat. Das l\u00e4sst sich zum Beispiel daran erkennen, dass f\u00fcr gr\u00fcnen Offshore-Wasserstoff das \u201e\u00fcberragende \u00f6ffentliche Interesse\u201c erst einmal nicht ins Gesetz zu schreiben. Und die h\u00f6heren Kapazit\u00e4ten samt beschleunigter Ausschreibungen f\u00fcr Gaskraftwerke, die Reiche ank\u00fcndigte, geh\u00f6ren auch dazu. Apropos Versorgungssicherheit: Voraussetzung sind stabile Netze, und dann ist die Frage, wer hier den Ausbau letztendlich steuert: Die Netzbetreiber oder diejenigen, die die Anlagen errichten wollen.<\/p>\n<p>In Sachen GEG-Novelle aber ist es relativ still. Aufsehen erregt hatte zwar Reiches Vorschlag, das Betriebsverbots f\u00fcr alte Heizkessel zur\u00fcckzunehmen. Passiert ist bislang nichts. Sie wolle den Fokus auf Hybridheizungen und reformierte F\u00f6rdermodelle legen. Das novellierte GEG soll ein technologieoffenes und flexibles sein. Merz und Reiche wollen zwar einen klimaneutralen Geb\u00e4udebestand, m\u00f6glichst aber ohne konkrete Vorgaben zu machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Bundesregierung bringt derzeit eine ganze Reihe von Energiegesetzen zur Energiewende auf den Weg. 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