{"id":329857,"date":"2025-08-08T22:45:13","date_gmt":"2025-08-08T22:45:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329857\/"},"modified":"2025-08-08T22:45:13","modified_gmt":"2025-08-08T22:45:13","slug":"buerger-haekeln-blueten-als-protest-gegen-umweltzerstoerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329857\/","title":{"rendered":"B\u00fcrger h\u00e4keln Bl\u00fcten als Protest gegen Umweltzerst\u00f6rung"},"content":{"rendered":"<p> Nicole Neumann hat ein Ziel. Die Borgfelderin m\u00f6chte, &#8222;dass die Erde als Lebensraum f\u00fcr Mensch und Tier bestehen bleibt&#8220;. Daf\u00fcr, findet sie, k\u00f6nnten Politiker und Unternehmer noch viel mehr tun. Ihrer Forderung verleiht sie jetzt mit Wolle und H\u00e4kelnadel Nachdruck. Mehrere Stunden t\u00e4glich fertigt sie Blumen f\u00fcr ein \u00fcberregionales Kunstprojekt an.<\/p>\n<p>Und sie ist nicht allein. Zum Bl\u00fctenh\u00e4keln aufgerufen haben die Verantwortlichen des Bremer Vereins Klimazone Findorff und die Initiative &#8222;Art against ecocide&#8220; (Kunst gegen den \u00d6kozid). Sie wollen in der Woche der Artenvielfalt vom 6. bis 12. Oktober auf dem <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/bremer-marktplatz-q907750\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bremer Marktplatz<\/a> vor der B\u00fcrgerschaft einen Teppich aus 16.000 Bl\u00fcten auslegen \u2013 als stillen Protest und &#8222;sichtbares Zeichen gegen das Artensterben und f\u00fcr ein verbindliches \u00d6kozidgesetz&#8220;, hei\u00dft es in einer gemeinsamen Mitteilung. Schon jetzt w\u00fcrden jeden Tag Tier- und Pflanzenarten verschwinden. &#8222;Dabei ist Biodiversit\u00e4t keine sch\u00f6ne Zugabe zur Welt, sondern ihr Fundament&#8220;, betont Ulrike H\u00fcbner, Mitbegr\u00fcnderin von Art against ecodide und Initiatorin des H\u00e4kel-Projekts. Ma\u00dfnahmen zur Reduktion von Emissionen in Bereichen wie Verkehr, Geb\u00e4ude und Landnutzung w\u00fcrden jedoch unzureichend umgesetzt, kritisieren die Organisatoren des Protests. Gesche Reich vom Verein Klimazone Findorff fordert mehr Verbindlichkeit und &#8222;ein radikales Umdenken in Politik und Rechtssprechung&#8220;.<\/p>\n<p>Mit Handarbeit die Zukunft ver\u00e4ndern<\/p>\n<p>Auch Nicole Neumann aus Borgfeld macht sich ihre Gedanken. &#8222;Ohne diese Welt k\u00f6nnen wir nicht existieren&#8220;, sagt sie, w\u00e4hrend sie mit einer H\u00e4kelnadel einen Wollfaden wieder und wieder durch die Maschen zieht. Der Schutz der Umwelt und des Klimas liege ihr am Herzen. Als Lehrerin besch\u00e4ftige sie sich auch an ihrem Arbeitsplatz entsprechenden Themen. &#8222;Wenn man sich einmal intensiv damit besch\u00e4ftigt hat, l\u00e4sst einen das nicht mehr los&#8220;, sagt sie. Angesichts der Zerst\u00f6rung von Natur, des Artensterbens und der klimatischen Ver\u00e4nderungen versp\u00fcrt die 51-J\u00e4hrige nach eigenen Worten &#8222;extreme Sorge&#8220; \u2013 aber auch Hoffnung. &#8222;Ich bin optimistisch, dass wir es schaffen k\u00f6nnen, Dinge zu ver\u00e4ndern.&#8220; Wichtig sei es, damit anzufangen.<\/p>\n<p>Mut sch\u00f6pft sie aus dem Umstand, dass sich ihrer Ansicht nach bereits viele Unternehmen umorientieren, in Technik zur Nutzung von Sonnen- und Windenergie investieren und in Kreislaufwirtschaft denken. &#8222;Wir brauchen Gesetze, die umwelt- und klimasch\u00fctzendes Verhalten unterst\u00fctzen&#8220;, sagt Nicole Neumann. &#8222;Wenn die Entsorgung von M\u00fcll g\u00fcnstiger ist als dessen Wiederverwertung, dann ist es kein Wunder, dass nichts passiert.&#8220; Ulrike H\u00fcbner fordert zudem, dass umwelt- und klimasch\u00e4dliche Handlungen k\u00fcnftig mit Gef\u00e4ngnis bestraft werden m\u00fcssten. Das, glaubt Nicole Neumann, &#8222;h\u00e4tte pr\u00e4ventiven Charakter&#8220;. Derzeit w\u00fcrden zu viele Unternehmen die angesetzten Geldstrafen einfach in Kauf nehmen und in ihre Projekte einpreisen. Das m\u00fcsse sich \u00e4ndern. Die Borgfelderin ist \u00fcberzeugt, &#8222;Natur, Umwelt und Klimaschutz sind den Menschen wichtiger, als die Politik meint, viele haben nur nicht die Zeit, auf die Stra\u00dfe zu gehen&#8220;. <\/p>\n<p>In Borgfeld m\u00f6chte Neumann nun versuchen, Kunst, Naturschutz, Caf\u00e9s und Unternehmen zusammenzubringen, damit sie sich f\u00fcr die Natur, die Umwelt und die Zukunft einsetzen. Ihr gef\u00e4llt der Gedanke, dass Menschen beim H\u00e4keln ins Gespr\u00e4ch kommen. &#8222;Man ist nicht allein und wenn jeder zehn Bl\u00fcten h\u00e4kelt, haben sich am Ende 1600 Menschen beteiligt&#8220;, rechnet sie vor. Ideengeberin Ulrike H\u00fcbner sagt: &#8222;Jeder, der nur eine Bl\u00fcte beisteuert, ist Teil des Projekts.&#8220; Jede Bl\u00fcte wiederum sei Ausdruck daf\u00fcr, dass einem Menschen der Erhalt der \u00d6kosysteme wichtig sei. Die Bremerin w\u00fcnscht sich, dass sich ihr Land auf kommunaler und auf Bundesebene f\u00fcr den Artenschutz starkmacht. <\/p>\n<p>Je vielf\u00e4ltiger, desto besser<\/p>\n<p>Auf der Bank unter der Linde im Borgfelder Ortszentrum stehen derweil zwei Kartons, in denen Nicole Neumann bereits Bl\u00fcten gesammelt hat. Zu sehen sind gr\u00fcne, gelbe, bunte; einige mit Fransenrand, andere ohne. Die F\u00e4den sind mal eng miteinander verkettelt, mal luftig verschlungen. Gr\u00f6\u00dfe, Form und Farbe seien egal. Je vielf\u00e4ltiger, desto besser. F\u00fcr den Protestteppich h\u00e4keln laut Ulrike H\u00fcbner derzeit Menschen in verschiedenen Bremer Stadtteilen, darunter in Findorff und Schwachhausen. Gesch\u00e4tzt 180 Bl\u00fcten sind bereits fertig. <\/p>\n<p>Nicole Neumann versucht, auch in Borgfeld einen H\u00e4keltreff zu organisieren. Sie ist auf der Suche nach Menschen, die Lust haben, gemeinsam zu h\u00e4keln \u2013 egal, ob Anf\u00e4nger oder Profi. Beteiligen k\u00f6nnten sich Einrichtungen, Gruppen und Vereine. &#8222;Man kann aber auch allein zu Hause h\u00e4keln und die fertigen Bl\u00fcten abgeben&#8220;, sagt sie. Eine Sammelstelle befinde sich im Bistro Cr\u00eape Suzette (Borgfelder Heerstra\u00dfe 42b). Die Bl\u00fcten k\u00f6nnen bis 30. September abgegeben werden. <\/p>\n<p>                Info<\/p>\n<p>Wer Interesse am gemeinsamen H\u00e4keln unter der Linde oder in einem der Borgfelder Caf\u00e9s hat, Wolle spenden m\u00f6chte oder Unterst\u00fctzung braucht, meldet sich per E-Mail unter info@artagainstecocide.de (Stichwort: Borgfeld). Weitere Infos gibt es auf der Plattform Nebenan.de unter dem Stichwort &#8222;H\u00e4keln gegen \u00d6kozid&#8220;. <\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc81tfvaxsf811b9woe6os\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-borgfeld\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nicole Neumann hat ein Ziel. 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