{"id":329922,"date":"2025-08-08T23:28:09","date_gmt":"2025-08-08T23:28:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329922\/"},"modified":"2025-08-08T23:28:09","modified_gmt":"2025-08-08T23:28:09","slug":"verletzte-und-kranke-aufnehmen-gaza-helfer-sehen-deutschland-in-der-mitschuld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/329922\/","title":{"rendered":"&#8222;Verletzte und Kranke aufnehmen&#8220;: Gaza-Helfer sehen Deutschland in der Mitschuld"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;Verletzte und Kranke aufnehmen&#8220;<br \/>\n                Gaza-Helfer sehen Deutschland in der Mitschuld<\/p>\n<p>\t\t\t\t              09.08.2025, 00:04 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Einige europ\u00e4ische Staaten nehmen verletzte Kinder aus dem Gazastreifen auf. In Deutschland wird dieser Schritt noch debattiert. Hilfsorganisationen fordern die Regierung auf, mehr Verantwortung zu \u00fcbernehmen. <\/strong><\/p>\n<p>Hilfsorganisationen begr\u00fc\u00dfen die Bereitschaft deutscher St\u00e4dte, verletzte und traumatisierte Kinder aus dem Gazastreifen und Israel aufzunehmen &#8211; und fordern zugleich mehr Einsatz von der Bundesregierung, um das Leid vor Ort zu lindern. &#8222;Die Situation in Gaza ist katastrophal&#8220;, sagte die Leiterin der politischen Abteilung von \u00c4rzte ohne Grenzen, Lara Dovifat, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Zuletzt hatten sich neben Hannover und D\u00fcsseldorf auch Bonn, Duisburg und Kiel bereit erkl\u00e4rt, je 20 hilfsbed\u00fcrftige Kinder und Jugendliche aus Gaza und Israel aufzunehmen. Das Ausw\u00e4rtige Amt pr\u00fcfe die Situation noch. <\/p>\n<p>&#8222;Wir sehen, dass Evakuierungen stattfinden k\u00f6nnen, durchaus auch in europ\u00e4ische L\u00e4nder. Deutschlands Nachbarn sind da vorangegangen. Es wird Zeit, dass auch die Bundesregierung aktiv wird und ihre Verantwortung wahrnimmt.&#8220; Die Bundesregierung m\u00fcsse mehr unternehmen, um den medizinischen Zugang in Gaza zu verbessern. Zugleich k\u00f6nne Deutschland helfen, &#8222;indem es schwerstverletzte und kranke Menschen aus Gaza aufnimmt&#8220;.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Medico International, Tsafrir Cohen, sagte dem RND: &#8222;Das Gebot der Hilfe hat oberste Priorit\u00e4t. Wenn vor Ort keine Hilfe m\u00f6glich ist, braucht es auch Unterst\u00fctzung aus dem Ausland. Dass sich die Bundesregierung der Aufnahme weiterhin verschlie\u00dft, offenbart mangelnde Empathie f\u00fcr das Leid der Pal\u00e4stinenserinnen und Pal\u00e4stinenser.&#8220; Cohen \u00fcbte Kritik an Israel, aber auch an der Bundesregierung. &#8222;Es liegt jedoch an der systematischen Zerst\u00f6rung der Gesundheitsversorgung und aller weiteren Lebensbedingungen durch die israelische Armee, dass vor Ort nicht ausreichend geholfen werden kann&#8220;, sagte er. &#8222;Deutschland tr\u00e4gt daran eine Mitschuld. Es ist unsere politische und moralische Verantwortung, uns f\u00fcr lebenswerte Bedingungen in Gaza einzusetzen.&#8220;<\/p>\n<p>Zuspruch f\u00fcr Merz&#8216; Waffenstopp-Entscheidung<\/p>\n<p>Cohen forderte &#8222;eine echte politische Kehrtwende&#8220; der Bundesregierung. &#8222;Wir begr\u00fc\u00dfen daher den von Bundeskanzler Merz veranlassten Stopp der R\u00fcstungsexporte nach Israel. Sollte sich Ministerpr\u00e4sident Netanjahu davon unbeeindruckt zeigen, liegen weitere Handlungsoptionen, wie die Aussetzung des EU-Assoziierungsabkommens mit Israel, auf dem Tisch.&#8220;<\/p>\n<p>Auch der israelische Historiker Moshe Zimmermann begr\u00fc\u00dfte die Ank\u00fcndigung von Merz, keine Waffen mehr an Israel zu liefern, die im Gazastreifen eingesetzt werden k\u00f6nnten. &#8222;Die Entscheidung des Bundeskanzlers war lange \u00fcberf\u00e4llig&#8220;, sagte er dem RND. &#8222;Man h\u00e4tte schon fr\u00fcher Bescheid geben m\u00fcssen, dass man mit dieser israelischen Politik unzufrieden ist. Aber besser sp\u00e4t als nie. Je l\u00e4nger dieser Feldzug dauert, umso schlimmer ist es, nicht nur f\u00fcr die Hamas, sondern vor allem f\u00fcr die Israelis.&#8220;<\/p>\n<p>Zimmermann f\u00fcgte hinzu: &#8222;Die Entscheidung wird kaum eine Wirkung haben. Denn das israelische Milit\u00e4r h\u00e4ngt vor allem von der eigenen Produktion und der Produktion der Amerikaner ab. Und die israelische Regierung ist politisch auch stur. Trotzdem muss man hier ein Zeichen setzen. Die deutsche Regierung signalisiert etwas. Und das ist schon ein Wert an sich.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Verletzte und Kranke aufnehmen&#8220; Gaza-Helfer sehen Deutschland in der Mitschuld 09.08.2025, 00:04 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":329923,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[29,775,739,30,13,411,14,15,928,16,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-329922","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutschland","9":"tag-friedrich-merz","10":"tag-gaza","11":"tag-germany","12":"tag-headlines","13":"tag-israel","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-palaestinenser","17":"tag-politik","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-top-news","20":"tag-top-meldungen","21":"tag-topmeldungen","22":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114995744244887523","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/329922","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=329922"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/329922\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/329923"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=329922"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=329922"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=329922"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}