{"id":330394,"date":"2025-08-09T04:12:12","date_gmt":"2025-08-09T04:12:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/330394\/"},"modified":"2025-08-09T04:12:12","modified_gmt":"2025-08-09T04:12:12","slug":"ing-deutschland-chef-kein-wachstum-mehr-um-jeden-preis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/330394\/","title":{"rendered":"ING-Deutschland-Chef: \u201eKein Wachstum mehr um jeden Preis\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Kreditkarte, Kinder-Girokonto, Anreize f\u00fcr Vieltrader &#8211; mit Tempo will ING-Deutschland-Chef Lars Stoy L\u00fccken im Angebot von Europas gr\u00f6\u00dfter Direktbank schlie\u00dfen. \u201eDer Zettel, den wir in den vergangenen sieben Monaten gef\u00fcllt haben, ist lang\u201c, sagte der Manager, der die 100-Prozent-Tochter der niederl\u00e4ndischen Gro\u00dfbank ING seit 1. Januar 2025 f\u00fchrt, der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Gerade in Ferienzeiten \u00e4rgert sich mancher Kunde, dass die Direktbank bis heute keine echte Kreditkarte im Angebot hat, die etwa auf Reisen im Ausland bisweilen notwendig ist. Stoy verspricht Abhilfe: \u201eWir arbeiten daran, 2026 eine solche L\u00f6sung f\u00fcr unsere Kundinnen und Kunden zu realisieren. Wenn wir \u00fcber bedarfsgerechte L\u00f6sungen f\u00fcr Kunden nachdenken, geh\u00f6rt eine Kreditkarte ganz sicher dazu. Das steht dick auf dem Zettel und ist hoch priorisiert.\u201c<\/p>\n<p>Kein Kundenwachstum um jeden Preis<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Im M\u00e4rz \u00fcberschritt die ING in Deutschland die lange angepeilte Marke von zehn Millionen Kunden. \u201eDie Gesamtkundenzahl darf gerne weiterwachsen, aber nicht um jeden Preis\u201c, betonte Stoy. \u201eWir wollen die Verbindung mit Kunden intensivieren.\u201c Dies sei \u201ekeine Wachstums-Absage, aber Wachstum um jeden Preis wird es nicht mehr geben\u201c.<\/p>\n<p>Girokonto f\u00fcr Kinder ab 7 Jahren noch im August<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Wachstumspotenzial sieht Stoy in j\u00fcngeren Kundengruppen: \u201eWir werden noch im August ein Girokonto Junior f\u00fcr 7- bis 17-J\u00e4hrige einf\u00fchren.\u201c Dieses k\u00f6nnen zun\u00e4chst Eltern er\u00f6ffnen, deren Kinder bereits ein Depot oder ein Tagesgeldkonto bei der ING Deutschland haben. \u201eAb Anfang n\u00e4chsten Jahres werden wir das dann breiter ausrollen, auch f\u00fcr Neukunden.\u201c<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Aus Sicherheitsgr\u00fcnden k\u00f6nnen die unter 18-J\u00e4hrigen das Konto nicht \u00fcberziehen, bestimmte Gesch\u00e4fte (Gl\u00fccksspiel, Alkohol, Tabak) sind ausgeschlossen. \u201eWir wollen mit diesem Konto junge Menschen an Finanzthemen heranf\u00fchren\u201c, sagt Stoy. \u201eEltern haben ein Cockpit, \u00fcber das sie sehen k\u00f6nnen, was ihre Kinder mit dem Konto tun.\u201c<\/p>\n<p>Keine Kunden zweiter Klasse<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Es werde bei der ING Deutschland weiterhin keine Kunden erster und zweiter Klasse geben, versichert Stoy: \u201eWir sind gro\u00df geworden mit dem Ansatz, dass Kunden bei uns gleichbehandelt werden, egal mit wie viel Geld sie zu uns kommen. Davon wollen wir keinen Abstand nehmen.\u201c<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Zugleich seien Anreize f\u00fcr diejenigen n\u00f6tig, die mehr Gesch\u00e4ft machen wollen. Seit Juli belohnt das Institut Kunden, die viel handeln: Wer vom \u201eBasis-Level\u201c bis in den Platin-Status aufsteigt, erh\u00e4lt Verg\u00fcnstigungen. \u201eDas hat aber f\u00fcr denjenigen, der bei uns ab und zu mal einen Trade macht, \u00fcberhaupt keine Verschlechterungen zur Folge\u201c, sagt Stoy. \u201eIch w\u00fcrde nicht ausschlie\u00dfen, dass wir derartige Kundenbindungsprogramme auch f\u00fcr andere Bereiche bringen.\u201c<\/p>\n<p>Bank will vor allem mehr App-Nutzer<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Seit einigen Jahren setzt die ING verst\u00e4rkt auf Hausbankkunden, die nicht nur Geld parken, sondern \u00fcber Baufinanzierung, Verbraucherkredite oder Wertpapiersparen f\u00fcr Ertr\u00e4ge sorgen. K\u00fcnftig sind die zentrale Messgr\u00f6\u00dfe diejenigen Hausbankkunden, die regelm\u00e4\u00dfig die App der Bank nutzen.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">2,75 Millionen solcher \u201eMobile Primary Customers\u201c z\u00e4hlte die ING Deutschland Ende Juni &#8211; bei 3,1 Millionen Hausbankkunden. \u201eDer Konzern hat das Ziel, um eine Million Mobile-Primary-Kunden pro Jahr zu wachsen\u201c, ordnet Stoy ein. \u201eDeutschland tr\u00e4gt rund 30 Prozent dazu bei &#8211; und das ist auch unser Anspruch nach vorne.\u201c<\/p>\n<p>Weniger Zinseinnahmen &#8211; weniger Gewinn<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Die gesunkenen Leitzinsen schm\u00e4lern allerdings den Gewinn. Im zweiten Quartal lag der Vorsteuergewinn mit 381 Millionen Euro um gut ein F\u00fcnftel unter dem Vorjahreswert, bereits im ersten Vierteljahr hatte es einen R\u00fcckgang gegeben, wie aus Zahlen des niederl\u00e4ndischen Mutterkonzerns ING hervorgeht.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">\u201eUnterm Strich sind die Kennzahlen sehr gesund\u201c, betont Stoy. \u201eDass sich Rekordergebnisse wie 2023, als die Zentralbankzinsen so sprungartig angestiegen sind, nicht wiederholen lassen, liegt auf der Hand.\u201c<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Erkl\u00e4rtes Ziel der ING-Gruppe sei es, zinsunabh\u00e4ngiger zu werden, sagt Stoy: \u201eBei uns kommen \u00fcber 80 Prozent des Ergebnisses aus dem Zinsergebnis, der Rest aus Provisionen. Dieses Verh\u00e4ltnis wollen wir zugunsten des Provisions\u00fcberschusses ver\u00e4ndern. Dennoch werden wir immer ein eher zins\u00fcberschusslastiges Haus sein.\u201c<\/p>\n<p>Stoys Ziel: Immer eine Nase voraus im Wettbewerb<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Wichtig sei, dass die ING Deutschland, \u201einsbesondere im Privatkundengesch\u00e4ft Geschwindigkeit aufnehme\u201c. Einige Wettbewerber machten \u201eihren Job wirklich gut\u201c, sagt Stoy mit Blick auf Neo-Banken wie N26, Trade Republic und Revolut. \u201eIm besten Fall bleiben wir immer eine Nase voraus. Die ING ist die gr\u00f6\u00dfte Digitalbank in Deutschland, und der Anspruch bleibt ganz sicher bestehen.\u201c<\/p>\n<ul class=\"gallery_slider__dYx8I\">\n<li class=\"gallery_slide__e05Ek\">\n<p>Manager sieht auch Wachstumspotenzial in der Gen Z und bei verm\u00f6genden Kunden.\u00a0Foto: Arne Dedert\/dpa<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"gallery_slide__e05Ek\">\n<p>Gezieltere Angebote f\u00fcr bestimmte Kundengruppen: Neuer ING-Deutschland-Chef Lars Stoy will kein Wachstum um jeden Preis.\u00a0Foto: Arne Dedert\/dpa<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"gallery_slide__e05Ek\">\n<p>Stoy: \u201eWir haben ein paar offensichtliche L\u00fccken im Angebot, die wir so z\u00fcgig wie m\u00f6glich schlie\u00dfen wollen.\u201c\u00a0Foto: Arne Dedert\/dpa<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kreditkarte, Kinder-Girokonto, Anreize f\u00fcr Vieltrader &#8211; mit Tempo will ING-Deutschland-Chef Lars Stoy L\u00fccken im Angebot von Europas gr\u00f6\u00dfter&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":330395,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,30,13,14,3923,15,3921,12],"class_list":{"0":"post-330394","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-nachrichten-aus-deutschland","18":"tag-news","19":"tag-news-aus-deutschland","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114996860902356627","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/330394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=330394"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/330394\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/330395"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=330394"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=330394"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=330394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}