{"id":330874,"date":"2025-08-09T08:55:10","date_gmt":"2025-08-09T08:55:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/330874\/"},"modified":"2025-08-09T08:55:10","modified_gmt":"2025-08-09T08:55:10","slug":"mein-kleiner-bruder-familien-entwickeln-emotionales-verhaeltnis-zu-roboter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/330874\/","title":{"rendered":"&#8222;Mein kleiner Bruder&#8220;: Familien entwickeln emotionales Verh\u00e4ltnis zu Roboter"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;Mein kleiner Bruder&#8220;<br \/>\n                Familien entwickeln emotionales Verh\u00e4ltnis zu Roboter<\/p>\n<p>\t\t\t\t              09.08.2025, 10:14 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>F\u00fcr eine Studie bekommen Familien 2021 einen Vorleseroboter, der Kindern beim Lesenlernen helfen soll. Vier Jahre sp\u00e4ter zeigt sich: Kinder und sogar Eltern haben eine Bindung zu den Maschinen.<\/strong><\/p>\n<p>Haustier, kleiner Bruder, treuer Freund: Familien k\u00f6nnen innerhalb weniger Jahre schon zu einfachen Robotern enge Beziehungen aufbauen. Das berichten zwei kanadische Forscherinnen nach einem Experiment im Fachjournal &#8222;Frontiers in Robotics and AI&#8220;.<\/p>\n<p>Bei dem Versuch bekamen 19 Familien 2021 einen Vorleseroboter mit dem Namen &#8222;Luka&#8220;. Der sollte ihren Kindern im Vorschulalter dabei helfen, lesen zu lernen. Vier Jahre sp\u00e4ter befragten Zhao Zhao von der Universit\u00e4t in der Stadt Guelph und Rhonda McEwen von der Universit\u00e4t Toronto die Familien \u00fcber ihr Verh\u00e4ltnis zu der Maschine.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/b2be083426eca051a1ddc26bba691212.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"In einigen Familien wurde &quot;Luka&quot; Teil der gemeinsamen Geschichte.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/b2be083426eca051a1ddc26bba691212.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">In einigen Familien wurde &#8222;Luka&#8220; Teil der gemeinsamen Geschichte.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: dpa)<\/p>\n<p> Demnach hatte &#8222;Luka&#8220; seine eigentliche Aufgabe bereits erf\u00fcllt: Er sollte die Seiten gedruckter Bilderb\u00fccher scannen und vorlesen, um den Kindern so zu helfen, fr\u00fchzeitig Lesekompetenz zu entwickeln. Doch obwohl die Kinder seine Hilfe sp\u00e4ter nicht mehr brauchten, wurde der Roboter meist nicht entsorgt: 18 der 19 Familien hatten Luka noch &#8211; und einige hatten eine Beziehung zu ihm aufgebaut.<\/p>\n<p>&#8222;Das einzige Haustier, das ich je hatte&#8220; <\/p>\n<p>Demnach nannte ein Kind den 24 Zentimeter gro\u00dfen, wei\u00df-roten Roboter, der wie ein Kopf aussieht und mit Kamera, Bildschirm und Lautsprechern ausgestattet ist, &#8222;meinen kleinen Bruder&#8220;. Ein anderes sagte, &#8222;Luka&#8220; sei &#8222;das einzige Haustier, das ich je hatte&#8220;, ein weiteres gab an, er sei der einzige Freund, der ihn nie verlassen habe.<\/p>\n<p>Zudem bemerkten einige Eltern, dass sie &#8222;Luka&#8220; eher f\u00fcr sich selbst als f\u00fcr ihre Kinder aufbewahrten \u2013 eine nostalgische Erinnerung an Gute-Nacht-Geschichten. In einem Fall wurde &#8222;Luka&#8220; an einen j\u00fcngeren Cousin weitergereicht.<\/p>\n<p> Die Studie zeigt den Autoren zufolge, dass selbst relativ einfache Roboter Teil des Lebens einer Familie werden k\u00f6nnten. &#8222;Wir benutzen ihn eigentlich nicht mehr, aber wir konnten ihn nicht wegwerfen&#8220;, sagte ein Elternteil. &#8222;Er ist wie ein Teil unserer Geschichte.&#8220; Ein anderer scherzte, der Roboter werde dem Kind wahrscheinlich aufs College folgen.<\/p>\n<p>Trennung f\u00e4llt schwer<\/p>\n<p>Luka stand teils auf B\u00fccherregalen, Schreibtischen oder Nachttischen. Eine Familie legte ein Deckchen darunter. Eine andere verpasste ihm ein handgemaltes Namensschild. Die Ergebnisse zeigten, dass Kinder, wenn sie \u00e4lter werden, den Roboter nicht ignorierten, sondern neu interpretierten.<\/p>\n<p>Ihre Beziehung zu ihm entwickle sich, verschwinde aber nicht, schreiben die Autorinnen. Manche begannen demnach, &#8222;Luka&#8220; etwas beizubringen. Andere erfanden f\u00fcr ihn Gute-Nacht-Geschichten oder nutzten ihn, um j\u00fcngere Geschwister zu beruhigen. Viele luden ihn weiterhin auf, einige verwendeten ihn weiter als Musik- oder H\u00f6rspielger\u00e4t.<\/p>\n<p> Besonders betont das Duo, dass die emotionale Bindung ohne aufwendige Technik entstand. Die Studie lege nahe, dass einfache soziale Signale ausreichen, um emotionale Beziehungen zwischen Mensch und Maschine entstehen zu lassen. Spannend sei, was ein komplexerer Roboter bewirken k\u00f6nne.<\/p>\n<p>&#8222;Wenn soziale Roboter in Wohnungen g\u00e4ngiger werden, werden wir m\u00f6glicherweise eine Zukunft erleben, in der Haushalte Generationen von Robotern haben&#8220;, schreiben die Forscherinnen. &#8222;Manche davon sind aktiv, manche im Ruhestand, aber aufbewahrt an Ehrenpl\u00e4tzen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Mein kleiner Bruder&#8220; Familien entwickeln emotionales Verh\u00e4ltnis zu Roboter 09.08.2025, 10:14 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":330875,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1773],"tags":[752,29,214,30,1256,4794,471,1780,13413,215],"class_list":{"0":"post-330874","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-serien","8":"tag-bildung","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kuenstliche-intelligenz","13":"tag-roboter","14":"tag-serien","15":"tag-series","16":"tag-studien","17":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114997973717668400","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/330874","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=330874"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/330874\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/330875"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=330874"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=330874"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=330874"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}