{"id":33098,"date":"2025-04-15T05:34:10","date_gmt":"2025-04-15T05:34:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/33098\/"},"modified":"2025-04-15T05:34:10","modified_gmt":"2025-04-15T05:34:10","slug":"zwei-jahre-buergerkrieg-droht-nun-die-teilung-des-sudan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/33098\/","title":{"rendered":"Zwei Jahre B\u00fcrgerkrieg: Droht nun die Teilung des Sudan?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 15.04.2025 05:37 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Vor zwei Jahren begann der B\u00fcrgerkrieg im Sudan. Beide Kriegsparteien werden aus dem Ausland unterst\u00fctzt &#8211; ein Ende der weltweit gr\u00f6\u00dften humanit\u00e4ren Krise ist nicht in Sicht. Droht nun die Teilung des riesigen Landes? <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/anna-osius-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Anna Osius\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/osius-ts-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nViel ist ihm nicht geblieben. Als die K\u00e4mpfe sich in eine andere Gegend verlagerten, ist Abdallah Mohammed zur\u00fcckgekommen, um zu sehen, was aus seinem Haus im Gro\u00dfraum Khartum geworden ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuf dem Boden des kargen Raumes liegen ein paar zerfledderte Kleidungsst\u00fccke und B\u00fccher, die Fenster sind kaputt, alles gepl\u00fcndert. Nach zwei Jahren Krieg gibt es hier kein Zuhause mehr. &#8222;Sie haben alles mitgenommen oder zerst\u00f6rt, nichts ist geblieben&#8220;, klagt Mohammed. &#8222;Dieser Krieg ist kein Krieg gegen die Regierung, sondern gegen die Bev\u00f6lkerung &#8211; reine Zerst\u00f6rung.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;Keine Verhandlungen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Sudan k\u00e4mpfen zwei M\u00e4nner um die Macht im Land, Armeechef und De-Facto-Staatsoberhaupt Abdel Fattah al-Burhan gegen Milizenf\u00fchrer Mohammed Hamdan Dagalo. Der vormalige Stellvertreter von Pr\u00e4sident al-Burhan wird auch Hemeti genannt und befehligt die sogenannten Rapid Support Forces, die RSF-Miliz.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAktuell verzeichnet die nationale Armee Gel\u00e4ndegewinne und konnte die Hauptstadt Khartum zur\u00fcckerobern. Die RSF-Miliz wurde zur\u00fcckgedr\u00e4ngt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGeschlagen aber gibt sich ihr Anf\u00fchrer Hemeti nicht. &#8222;Wir werden nach Khartum zur\u00fcckkehren, st\u00e4rker, entschlossener und siegreicher&#8220;, sagte er k\u00fcrzlich in einer Ansprache. &#8222;Der Krieg ist noch nicht vorbei &#8211; er hat gerade erst begonnen.&#8220; Es gebe keine Verhandlungen, so der Milizenf\u00fchrer. &#8222;Wir werden nur durch die Waffe sprechen.&#8220;<\/p>\n<p>    Menschenrechtsverletzungen auf beiden Seite<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie RSF-K\u00e4mpfer hinterlassen eine Schneise der Verw\u00fcstung, ihnen werden grausame Menschenrechtsverbrechen vorgeworfen. Doch auch die nationale Armee geht ohne R\u00fccksicht auf die Zivilbev\u00f6lkerung vor. M\u00e4rkte werden bombardiert, im zur\u00fcckeroberten Karthum gibt es Berichte \u00fcber Hinrichtungen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Wir sind entsetzt \u00fcber die Berichte von au\u00dfergerichtlichen Erschie\u00dfungen von Zivilisten&#8220;, so UN-Menschenrechtssprecher Seif Magango. Man habe furchtbare Videos gesehen, in denen Zivilisten kaltbl\u00fctig hingerichtet wurden &#8211; &#8222;weil sie angeblich mit der RSF-Miliz kooperiert haben&#8220;.<\/p>\n<p>    Gr\u00f6\u00dfte humanit\u00e4re Krise der Welt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nRache und neue Gewalt: Der Krieg, der vor zwei Jahren ausbrach, als die RSF-Miliz in die nationale Armee integriert werden sollte, hat zu einer Vertreibungswelle gef\u00fchrt. Rund zw\u00f6lf Millionen Menschen sind mittlerweile auf der Flucht vor der Gewalt. Und nicht nur die Vertriebenen brauchen dringend Hilfe: Mehr als die H\u00e4lfte der sudanesischen Bev\u00f6lkerung, rund <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/afrika\/sudan-384.html\" title=\"25 Millionen Menschen im Sudan brauchen dringend Hilfe\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">25 Millionen Menschen, sind von Hunger bedroht<\/a>. Die Vereinten Nationen sprechen von der gr\u00f6\u00dften humanit\u00e4ren Krise der Welt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBesonders schlimm ist die Lage in Darfur im Westen des Landes, wo es zu ethnischen S\u00e4uberungen und Massenerschie\u00dfungen kommt. Allein in den vergangenen Tagen starben Berichten zufolge hunderte Zivilisten bei RSF-Angriffen, unter anderem auf das Fl\u00fcchtlingslager Samsam.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAber auch im eigentlich durch die nationale Armee befreiten Karthum findet die Gewalt kein Ende. UN-Sprecher St\u00e9phane Dujarric \u00e4u\u00dfert &#8222;Emp\u00f6rung \u00fcber die Attacken gegen Gemeinschaftsk\u00fcchen und Schutzr\u00e4ume, die von Freiwilligen im Sudan betrieben werden&#8220;. Humanit\u00e4re Helfer m\u00fcssten gesch\u00fctzt werden, so der UN-Sprecher. &#8222;Auch wenn es wie eine gesprungene Schallplatte klingt, wiederholen wir den Appell an alle Parteien, dass sie sich an das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht halten m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n<p>    Beide Seiten erhalten internationale Unterst\u00fctzung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch daran scheint keine Kriegspartei ein Interesse zu haben. Und schlimmer noch: Beide Seiten erhalten internationale Unterst\u00fctzung, die durch Geld und Waffenlieferungen den Krieg im rohstoffreichen Sudan immer weiter anheizen. So wird die nationale Armee von \u00c4gypten und Saudi-Arabien unterst\u00fctzt, die RSF-Miliz von den Vereinigten Arabischen Emiraten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie RSF bem\u00fchen sich, eine Gegenregierung in den von ihnen kontrollierten Landesteilen aufzubauen. Beobachter bef\u00fcrchten eine Teilung des Sudan. &#8222;Jede Teilung des Landes wird ihre Nachteile haben&#8220;, so der sudanesische Milit\u00e4rexperte Amin Mahjoub.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die politischen Kr\u00e4fte leiden schon jetzt unter der Spaltung.&#8220; Es gebe etwa 76 politische Parteien im Sudan. &#8222;Das ist be\u00e4ngstigend. Kein Land auf der Welt hat so viele Parteien.&#8220; Ein Ende des Krieges im Sudan ist auch zwei Jahre nach Ausbruch der K\u00e4mpfe nicht in Sicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 15.04.2025 05:37 Uhr Vor zwei Jahren begann der B\u00fcrgerkrieg im Sudan. 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