{"id":331414,"date":"2025-08-09T13:49:11","date_gmt":"2025-08-09T13:49:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/331414\/"},"modified":"2025-08-09T13:49:11","modified_gmt":"2025-08-09T13:49:11","slug":"hat-bremen-eine-gaenseplage-buten-un-binnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/331414\/","title":{"rendered":"Hat Bremen eine G\u00e4nseplage? &#8211; buten un binnen"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\nFragen &amp; Antworten<\/p>\n<p>Standdatum: 9. August 2025.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nSophia Allenstein<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/kanadagaense-buergerpark-100~_v-800x450_c-1754653245590.jpg\" data-gallery-entry-for=\"gaense-verbreitung-bremen-100\" data-size=\"2560x1440\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Sechs Kanadag\u00e4nse laufen auf einem Gr\u00fcnstreifen am Wasser.\" title=\"Bild: Radio Bremen | In\u00e8s Schumann\" data-image-owner=\"Radio Bremen | In\u00e8s Schumann\" data-image-title=\"Sechs Kanadag\u00e4nse laufen auf einem Gr\u00fcnstreifen am Wasser.\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/kanadagaense-buergerpark-100~_v-800x450_c-1754653245590.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/kanadagaense-buergerpark-100~_v-640x360_c-1754653245590.jpg\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Kanadag\u00e4nse leben sich an verschiedensten Gew\u00e4ssern. Auch in Bremen hat sich die Art ausgebreitet.<\/p>\n<p>Bild: Radio Bremen | In\u00e8s Schumann<\/p>\n<p class=\"article-intro\">Kot am Strand und ein gest\u00f6rtes \u00d6kosystem: J\u00e4ger sehen ein Problem mit zu vielen G\u00e4nsen in Bremen \u2013 und fordern l\u00e4ngere Jagdzeiten. Bremer Natursch\u00fctzer widersprechen.<\/p>\n<p><strong>Was ist das Problem?<\/strong><\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">G\u00e4nse f\u00fchlen sich in Bremen scheinbar pudelwohl, der Bestand ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Das hat Konsequenzen f\u00fcr andere Arten, hei\u00dft es von der Landesj\u00e4gerschaft Bremen. Etwa, weil der Kot der Tiere die Gew\u00e4sser \u00fcberd\u00fcnge und dort das Algen- und Pflanzenwachstum anrege. &#8222;Ohne die G\u00e4nse w\u00e4re so ein Pflanzenwachstum wie aktuell im Werdersee nicht m\u00f6glich gewesen&#8220;, sagt Marcus Henke von der Landesj\u00e4gerschaft. <br \/>Und: Weil manche G\u00e4nsearten, etwa die Nilgans und die Kanadagans, in Deutschland nicht heimisch sind, w\u00fcrden sie das \u00d6kosystem aus dem Gleichgewicht bringen und andere Arten verdr\u00e4ngen oder angeblich sogar andere Jungv\u00f6gel t\u00f6ten.<\/p>\n<p><strong>Was unternimmt Bremen dagegen? <\/strong><\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">Die Landesj\u00e4gerschaft fordert nun eine Verl\u00e4ngerung der Jagdzeiten. Je nach G\u00e4nseart k\u00f6nnten die V\u00f6gel dann ein bis vier Monate l\u00e4nger gejagt werden. Man m\u00fcsse jetzt t\u00e4tig werden, damit der Bestand sich nicht noch weiter erh\u00f6he. Es gibt aber auch die M\u00f6glichkeit, die Tiere zu vergr\u00e4men, also von ihrem aktuellen Standort zu vertreiben. Das passiert durch f\u00fcr die Tiere unangenehme Reize wie laute Ger\u00e4usche und grelles Licht oder Greifvogelimitationen.<\/p>\n<p><strong>Was sagen Natursch\u00fctzer dazu?<\/strong><\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">W\u00e4hrend die Landesj\u00e4gerschaft von einer &#8222;explosionsartigen Vermehrung&#8220; der G\u00e4nse spricht, zweifelt der Nabu Bremen daran, dass der Bestand derart stark angewachsen sei. Daf\u00fcr gebe es keine Datengrundlage, sagt der Referent f\u00fcr Vogelschutz Florian Scheiba. Auch f\u00fcr das Argument, die G\u00e4nse seien Schuld am Pflanzenwachstum im Werdersee und an der T\u00f6tung von Jungv\u00f6geln, sieht er wenig Belege. &#8222;Da wird viel aus dem Bauch heraus argumentiert, aber uns sind keine Nachweise bekannt, dass G\u00e4nse andere Jungv\u00f6gel t\u00f6ten.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/kanadagans-buegerpark-114~_v-512x288_c-1754742890616.jpg\" data-gallery-entry-for=\"gaense-verbreitung-bremen-100\" data-size=\"2560x1440\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Mehrere Kanadag\u00e4nse mit Jungtieren sitzen und laufen auf einer Wiese im B\u00fcrgerpark.\" title=\"Bild: Radio Bremen | In\u00e8s Schumann\" data-image-owner=\"Radio Bremen | In\u00e8s Schumann\" data-image-title=\"Mehrere Kanadag\u00e4nse mit Jungtieren sitzen und laufen auf einer Wiese im B\u00fcrgerpark.\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/kanadagans-buegerpark-114~_v-512x288_c-1754742890616.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/kanadagans-buegerpark-114~_v-640x360_c-1754742890616.jpg\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Laut Nabu verteidigen die Ganter ihre Jungtiere gegen andere Kanadag\u00e4nse.  <\/p>\n<p>Bild: Radio Bremen | In\u00e8s Schumann<\/p>\n<p><strong>Warum wird das gerade jetzt ein Problem? <\/strong><\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">Die G\u00e4nse f\u00fchlen sich besonders dort wohl, wo sie genug zu fressen finden. Etwa an Badeseen wie dem Unisee oder dem Mahndorfer See, wo sich Bremer bereits \u00fcber durch Kot verschmutzte Str\u00e4nde beschwert haben. Auch in der Landwirtschaft k\u00f6nnen zu viele G\u00e4nse Sch\u00e4den anrichten: Etwa wenn sie \u00fcber Getreidefelder herfallen. <\/p>\n<p><strong>Wo kommen die G\u00e4nse her?<\/strong><\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">Nilg\u00e4nse stammen urspr\u00fcnglich aus Afrika. Sie wurden als Zierv\u00f6gel nach Europa geholt, entflohene Exemplare fanden ihren Weg in die Natur. Die Kanadagans mit dem langen schwarzen Hals wurde dagegen gezielt in Parks angesiedelt. Graug\u00e4nse sind in Deutschland heimisch. Weil sie in Bremen gute Lebensbedingungen vorfinden \u2013 viel Gr\u00fcn, Natur und Wasserfl\u00e4chen \u2013 w\u00e4chst die Population. <\/p>\n<p><strong>Wie geht es weiter?<\/strong><\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">Das Umweltressort will in den kommenden Monaten \u00fcber eine m\u00f6gliche Verl\u00e4ngerung der Jagdzeit entscheiden. Auch eine Vergr\u00e4mung wird in Betracht gezogen. Aber auch da m\u00fcsse der Naturschutz ber\u00fccksichtigt werden, sagt Ramona Schlee, Sprecherin des Umweltressorts. &#8222;Es ist explizit dort aufgef\u00fchrt, dass auch Vergr\u00e4mungsma\u00dfnahmen nicht stattfinden d\u00fcrfen, wenn es um gesch\u00fctzte Tierarten geht. Und insbesondere die Grau- und die Kanadag\u00e4nse sind besonders gesch\u00fctzte Tiere.&#8220;<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nbuten un binnen Regionalmagazin, 9. August 2025, 19:30 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fragen &amp; Antworten Standdatum: 9. August 2025. Autorinnen und Autoren: Sophia Allenstein Kanadag\u00e4nse leben sich an verschiedensten Gew\u00e4ssern.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":331415,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,41116,30,61275,5532,93690,93689,45221,71563,7291,79647,39582],"class_list":{"0":"post-331414","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-gaense","12":"tag-germany","13":"tag-konsequenzen","14":"tag-kot","15":"tag-landesjaegerschaft","16":"tag-mahndorfer-see","17":"tag-oekosystem","18":"tag-plage","19":"tag-strand","20":"tag-unisee","21":"tag-vermehrung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114999129820729618","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/331414","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=331414"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/331414\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/331415"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=331414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=331414"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=331414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}