{"id":331764,"date":"2025-08-09T16:58:16","date_gmt":"2025-08-09T16:58:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/331764\/"},"modified":"2025-08-09T16:58:16","modified_gmt":"2025-08-09T16:58:16","slug":"schrieb-sie-das-wirklich-selbst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/331764\/","title":{"rendered":"Schrieb sie das wirklich selbst?!"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">\n                    Sp\u00e4testens bei der dritten Alltags-Anekdote bricht es aus vielen heraus: \u201eEigentlich m\u00fcsste ich ein Buch schreiben!\u201c In nahezu jedem Beruf gibt es Vertreter, die das f\u00fcr eine gute Idee halten. Auch eine ehemalige Justiz- und Verteidigungsministerin hat die Idee gehabt. Mit zwei Unterschieden zu vielen anderen: Zum einen sind ihre Anekdoten \u2013 <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/ruecktritt-von-christine-lambrecht-rufe-nach-schneller-nachfolge-43950646\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">etwa ihre ungl\u00fcckliche Schuhwahl beim Auftritt im W\u00fcstensand<\/a> \u2013 allgemein bekannt. Der andere Unterschied: Die meisten Menschen, die sagen, sie m\u00fcssten mal ein Buch schreiben, machen es nicht.\n            <\/p>\n<p>            \u201eAuf St\u00f6ckelschuhen durch Absurdistan\u201c \u2013 So erfolgreich ist Lambrechts neues Buch<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Christine Lambrecht hat etwas geschrieben: eine Art 133 Seiten lange Facebook-Tirade. Darin schreibt sie \u00fcber sich selbst, rechnet mit unfairen Medien ab, die sie nur <a href=\"#Verteidigungsministerin Christine Lambrecht: 400 Tage voller Flops und Fettn\u00e4pfchen&#13;\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"nofollow\">auf ihre Fettn\u00e4pfchen reduzierten<\/a> und erz\u00e4hlt, wo sie in 20 Jahren noch so dabei war.\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die Resonanz: Auf der Plattform Amazon, die ohne eigenes Zutun exklusiv f\u00fcr den Vertrieb des Lambrecht-Werks zust\u00e4ndig ist, rangiert \u201eAuf St\u00f6ckelschuhen durch Absurdistan\u201c nach einem Monat auf Platz 87 der Top-100 B\u00fccher in der Kategorie \u201ePolitisches System\u201c. \u00dcbrigens direkt hinter dem 2021 erschienen Erkl\u00e4r-Buch \u201ePolitik verstehen leicht gemacht.\u201c\u00a0\n            <\/p>\n<p class=\"\">\n                    Die geschm\u00e4hte Hauptstadtpresse nahm das Buch \u00fcbrigens nur bruchst\u00fcckhaft wahr. Lambrechts Ank\u00fcndigung, ein Buch schreiben zu wollen, stie\u00df auf ein gr\u00f6\u00dferes Echo als die Buchver\u00f6ffentlichung selbst.\n            <\/p>\n<p>            Hat jemand anderes das Buch geschrieben? Was f\u00fcr die Verschw\u00f6rungstheorie spricht<\/p>\n<p class=\"\">\n                    Vielleicht ahnten viele Medien, die es laut Lambrecht mit Fakten ohnehin nicht so halten, insgeheim: Dieses Buch kann gar nicht von einer Frau sein, die zwei Bundesregierungen angeh\u00f6rte. Eine Politikerin, die w\u00e4hrend der Zeit der Grundrechte beschneidenden Corona-Ma\u00dfnahmen Justizministerin war und<a href=\"https:\/\/www.noz.de\/ukraine-krieg\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"> beim russischen Angriff auf die Ukraine<\/a> Verteidigungsministerin. Eine, die ganz ohne Geheimnisverrat wirklich viel Spannendes zu erz\u00e4hlen haben k\u00f6nnte und zumindest ein paar Jahre nahe an den Schalthebeln der Macht sa\u00df.\n            <\/p>\n<p class=\"\">Weiterlesen: <a href=\"https:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/das-hat-christine-lambrecht-als-verteidigungsministerin-erreicht-43957197\" class=\"link underline-blue\" title=\"\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">Die positiven Seiten der Amtszeit von Christine Lambrecht<\/a><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Wahrscheinlich wurde das Buch von einem naiven Lambrecht-Fan geschrieben, der es etwas zu gut mit ihr meinte. Oder eine durchtriebene Person wollte mit wenig Erz\u00e4hlstoff, aber einem ansatzweise bekannten Namen nur ein bisschen Geld machen. Sie selbst kann es nicht gewesen sein.\n            <\/p>\n<p>\n                                \u201eAuf St\u00f6ckelschuhen durch Absurdistan\u201c \u00b4von Christine Lambrecht- der Titel verspricht etwas mehr als das Buch halten kann<br \/>\n                            Foto: Tim Prahle<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/christine-lambrecht-buch.jpg\" title=\"\u201eAuf St\u00f6ckelschuhen durch Absurdistan\u201c \u00b4von Christine Lambrecht- der Titel verspricht etwas mehr als das Buch halten kann\" alt=\"\u201eAuf St\u00f6ckelschuhen durch Absurdistan\u201c \u00b4von Christine Lambrecht- der Titel verspricht etwas mehr als das Buch halten kann\" class=\"lightbox__single-image__content__image-wrapper__img\" loading=\"lazy\" width=\"375\" height=\"281\"\/>Icon MaximizeIcon Lightbox Maximize<\/p>\n<p>SchliessenX ZeichenKleines Zeichen welches ein X symbolisiert<\/p>\n<p><img class=\"lightbox--enabled__container__image-wrapper__img\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"\">\n                    Gleich mehrere Aspekte sprechen f\u00fcr diese Verschw\u00f6rungstheorie:\n            <\/p>\n<ol class=\"list\">\n<li class=\"\">Das Buch erschien im Eigenverlag. Theoretisch h\u00e4tte jede Person als \u201eChristine Lambrecht\u201c das Buch geschrieben haben k\u00f6nnen. Einer echten Ex-Ministerin h\u00e4tten die Verlage das Skript bestimmt aus der Hand gerissen. Angeblich hat \u201eChristine Lambrecht\u201c das Buch lieber selbst verlegt, damit die von ihr nicht gerade hei\u00df geliebten Hauptstadt-Journalisten nicht vorab von einem Verlag Details erfahren. Aber w\u00fcrde eine echte Ex-Ministerin wirklich auf jeden fachlichen Ratschlag bez\u00fcglich Formatierung und Struktur, auf das Lektorat und auf einer Vermarktung verzichten? <\/li>\n<li class=\"\">Das Buch gibt so gut wie gar keine Einblicke. \u201eChristine Lambrecht\u201c bleibt bei ihrer Tour durch die pers\u00f6nliche Geschichte erstaunlich allgemein. Sie h\u00e4tte ja keine Staatsgeheimnisse verraten m\u00fcssen, aber etwas Hinterzimmerei muss es doch gegeben haben. Stattdessen lesen sich historische Ereignisse, etwa den Austritt von Oscar Lafontaine aus der SPD oder auch bei den die Spenden-Aff\u00e4re der CDU wie eingeschobene Wikipedia-Eintr\u00e4ge.<\/li>\n<li class=\"\">Eine echte Ex-Ministerin, die derart viel erlebt hat, w\u00fcrde weit souver\u00e4ner mit ihren einstigen Widersachern aus der Presse umgehen. Doch daf\u00fcr, dass das Buch keineswegs eine Abrechnung werden soll, bekommen manche Journalisten doch deutlich ihr Fett weg.  Ihr Beschaffungsbeschleunigungsgesetz wiederum, von dem Nachfolger Boris Pistorius und die Bundeswehr noch heute ma\u00dfgeblich profitieren, ist ihr nur ein paar Zeilen wert, Schlusspointe eines zweiseitigen \u201eWas-ich-alles-tolles-erreicht-habe\u201d-Kapitels. So vergisst \u201eChristine Lambrecht\u201c die meiste Zeit, was die Presse ihrer Meinung nach ebenfalls vergessen hat: Lambrechts politische T\u00e4tigkeit.\u00a0<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"\">\n                    Gibt es auch Indizien, die gegen die Theorie der \u201efalschen Lambrecht\u201c sprechen? Kaum. Allerdings kokettierte eine h\u00f6chstwahrscheinlich echte Christine Lambrecht bereits damit, eventuell sogar eine Fortsetzung des Buches zu schreiben. Das n\u00e4hrt den Gedanken: Vielleicht hat die Frau auch einfach Spa\u00df an Fettn\u00e4pfchen und kopfsch\u00fcttelnden Beobachtern. Ob sie wirklich etwas zu erz\u00e4hlen hat, ist doch zweitrangig. Haters gonna hate. Go Christine!\n            <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sp\u00e4testens bei der dritten Alltags-Anekdote bricht es aus vielen heraus: \u201eEigentlich m\u00fcsste ich ein Buch schreiben!\u201c In nahezu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":331765,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[2483,1784,1797,1785,93732,29,214,30,3326,317,215,3336],"class_list":{"0":"post-331764","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-amazon","9":"tag-books","10":"tag-buch","11":"tag-buecher","12":"tag-christine-lambrecht","13":"tag-deutschland","14":"tag-entertainment","15":"tag-germany","16":"tag-journalist","17":"tag-ukraine","18":"tag-unterhaltung","19":"tag-veroeffentlichung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114999873345321201","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/331764","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=331764"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/331764\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/331765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=331764"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=331764"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=331764"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}