{"id":332128,"date":"2025-08-09T20:15:10","date_gmt":"2025-08-09T20:15:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/332128\/"},"modified":"2025-08-09T20:15:10","modified_gmt":"2025-08-09T20:15:10","slug":"europaeer-unterbreiten-usa-eigenen-ukraine-friedensplan-suedtirol-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/332128\/","title":{"rendered":"Europ\u00e4er unterbreiten USA eigenen Ukraine-Friedensplan \u2013 S\u00fcdtirol News"},"content":{"rendered":"<p>Von: APA\/AFP\/Reuters<\/p>\n<p>Vertreter europ\u00e4ischer Staaten haben den USA einem Medienbericht zufolge einen eigenen Friedensvorschlag f\u00fcr die Ukraine vorgelegt. Demnach fordern die Europ\u00e4er einen Waffenstillstand vor allen weiteren Schritten, berichtet das \u201cWall Street Journal\u201d nach den Unterredungen von Vertretern der Ukraine und weiterer Staaten in Gro\u00dfbritannien. Zudem m\u00fcsse jeglicher Gebietsaustausch auf Gegenseitigkeit beruhen, und es m\u00fcsse feste Sicherheitsgarantien geben.<\/p>\n<p>Ein Reporter des Nachrichtenportals \u201cAxios\u201d zitiert einen nicht n\u00e4her bezeichneten US-Vertreter mit den Worten: \u201cDie heutigen stundenlangen Treffen haben erhebliche Fortschritte zu Pr\u00e4sident Trumps Ziel gebracht, den Krieg in der Ukraine zu beenden.\u201d<\/p>\n<p>Vor dem Gipfeltreffen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin hat der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj vor \u201cEntscheidungen ohne die Ukraine\u201d gewarnt. Zugleich wollten sich noch am Samstag westliche Regierungsvertreter treffen, um \u00fcber die neuesten Entwicklungen zu beraten. Trump hatte zuvor angek\u00fcndigt, dass sein Treffen mit Putin am kommenden Freitag in Alaska im Nordwesten der USA stattfinden solle. Selenskyj ist nicht zu dem Gipfel eingeladen.<\/p>\n<p>\u201cJede Entscheidung gegen uns, jede Entscheidung ohne die Ukraine ist auch eine Entscheidung gegen den Frieden\u201d, erkl\u00e4rte Selenskyj am Samstag in Onlinediensten. Die Ukrainer w\u00fcrden ihr Land \u201cnicht den Besatzern\u201d \u00fcberlassen. Zuvor hatte Trump angek\u00fcndigt, sein \u201cmit Spannung erwartetes Treffen\u201d mit Putin werde am 15. August im US-Bundesstaat Alaska stattfinden. Der Kreml best\u00e4tigte das Treffen und lud Trump ein, im Anschluss Russland zu besuchen.<\/p>\n<p>Kreml-Berater Juri Uschakow bezeichnete die Wahl des Verhandlungsortes zugleich als naheliegend. \u201cRussland und die USA sind enge Nachbarn, die aneinander grenzen\u201d, betonte er. \u201cDa ist es ziemlich logisch, dass unsere Delegation einfach \u00fcber die Beringstra\u00dfe fliegt und dass ein so wichtiges und mit Spannung erwartetes Gipfeltreffen zwischen den Staatschefs beider L\u00e4nder in Alaska stattfindet.\u201d<\/p>\n<p>Die beiden Pr\u00e4sidenten w\u00fcrden sich \u201czweifelsohne auf eine Diskussion \u00fcber M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine langfristige friedliche L\u00f6sung der Ukraine-Krise konzentrieren\u201d, erkl\u00e4rte Uschakow weiter.<\/p>\n<p>Trump: Abkommen k\u00f6nnte \u201cGebietstausch\u201d beinhalten<\/p>\n<p>Zu m\u00f6glichen Inhalten eines Abkommens zwischen der Ukraine und Russland sagte Trump, dieses k\u00f6nne einen \u201cGebietstausch\u201d zwischen beiden Staaten beinhalten. Hier\u00fcber werde jedoch \u201csp\u00e4ter oder morgen\u201d gesprochen. \u201cEs ist kompliziert, wirklich nicht einfach\u201d, f\u00fcgte der US-Pr\u00e4sident hinzu.<\/p>\n<p>Trump und Putin haben sich zuletzt 2019 am Rande eines Gipfels der G20-Staatengruppe in Japan pers\u00f6nlich getroffen. Der Kreml-Chef hat den Boden der USA zuletzt 2015 betreten \u2013 unter der Pr\u00e4sidentschaft von Barack Obama.<\/p>\n<p>Trump hatte im Wahlkampf mehrfach angek\u00fcndigt, den Ukraine-Krieg \u201cin 24 Stunden\u201d beenden zu k\u00f6nnen. Seit seinem Wiedereinzug ins Wei\u00dfe Haus im J\u00e4nner telefonierte er mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. Dabei zeigte er sich zun\u00e4chst sehr wohlwollend gegen\u00fcber Putin, in den vergangenen Wochen jedoch zunehmend kritisch und erbost.<\/p>\n<p>Zuletzt hatte Trump Moskau ein Ultimatum f\u00fcr die Beendigung des Ukraine-Krieges gesetzt. Dieses ist am Freitag abgelaufen \u2013 genau an dem Tag, an dem der US-Pr\u00e4sident nun sein Treffen mit Putin f\u00fcr den 15. August ank\u00fcndigte.<\/p>\n<p>Treffen westlicher Regierungsvertreter an diesem Samstag<\/p>\n<p>Offensichtlich zur Vorbereitung dieses Treffens berieten noch am Samstag in Gro\u00dfbritannien westliche Regierungsvertreter. Der ukrainische Pr\u00e4sident Selenskyj bezeichnet den Verlauf des Treffens von Vertretern seines Landes und Verb\u00fcndeter Staaten in Gro\u00dfbritannien als konstruktiv. \u201cAlle unsere Argumente wurden geh\u00f6rt\u201d, erkl\u00e4rte Selenskyj. Der britische Au\u00dfenminister David Lammy und US-Vizepr\u00e4sident JD Vance hatten zu dem Treffen geladen, um die Pl\u00e4ne von US-Pr\u00e4sident Donald Trump f\u00fcr die Ukraine zu beraten.<\/p>\n<p>Das Treffen werde ein \u201cbedeutsames Forum\u201d sein, um Fortschritte hin zu einem \u201cgerechten und dauerhaften Frieden\u201d in der Ukraine zu diskutieren, erkl\u00e4rte das B\u00fcro des britischen Premierministers Keir Starmer. In Berlin verlautete aus Regierungskreisen, dass Deutschland auf Beraterebene teilnehme. \u00d6sterreich ist bei dem Treffen nicht vertreten, teilte das Au\u00dfenministerium auf Anfrage der APA am Samstag mit.<\/p>\n<p>Lammy und Vance hatten zuvor bereits bilaterale Gespr\u00e4che in Gro\u00dfbritannien gef\u00fchrt, Starmer telefonierte mit Selenskyj. Dabei forderte der ukrainische Pr\u00e4sident \u201cklare Schritte\u201d zur Beendigung des russischen Angriffskrieges. Notwendig sei eine \u201cmaximale Koordination\u201d zwischen der Ukraine und ihren Partnern, erkl\u00e4rte er im Internet.<\/p>\n<p>Selenskyj teilte ferner mit, er habe auch mit Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron telefoniert. Dabei habe er deutlich gemacht, dass es \u201cwirklich wichtig ist, dass es Russland nicht noch einmal gelingt, jemanden zu t\u00e4uschen\u201d.<\/p>\n<p>K\u00e4mpfe in der Ukraine gehen unvermindert weiter<\/p>\n<p>Derweil gingen die K\u00e4mpfe unvermindert weiter. Die russische Armee setzte ihren seit Monaten anhaltenden langsamen Vormarsch im Osten der Ukraine offenbar weiter fort: Am Samstag meldete das russische Verteidigungsministerium die Einnahme einer weiteren Ortschaft in der Industrie- und Bergbauregion Donezk, wo derzeit die meisten K\u00e4mpfe stattfinden.<\/p>\n<p>Angesichts des russischen Offensive hatte die Ukraine am Freitagabend die Evakuierung von Familien mit Kindern aus rund 20 Ortschaften im Osten des Landes angeordnet. Am Samstag erkl\u00e4rten die Regionalbeh\u00f6rden in Donezk, dass bei russischen Angriffen vier Menschen get\u00f6tet worden seien. Aus der Region Cherson wurden zwei Todesopfer gemeldet.<\/p>\n<p>Die russische Armee kontrolliert derzeit rund 20 Prozent des ukrainischen Territoriums. Moskau fordert als Voraussetzung f\u00fcr einen m\u00f6glichen Waffenstillstand von der Ukraine die Abtretung der vier teilweise von russischen Truppen besetzten Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson sowie der 2014 annektierten Krim. Au\u00dferdem soll Kiew auf westliche Waffenlieferungen und eine m\u00f6gliche NATO-Mitgliedschaft verzichten.<\/p>\n<p>Diese Forderungen hat die Regierung in Kiew f\u00fcr inakzeptabel erkl\u00e4rt. Sie fordert den Abzug russischer Truppen aus ukrainischem Hoheitsgebiet und westliche Sicherheitsgarantien, darunter weitere Waffenlieferungen und die Stationierung eines europ\u00e4ischen Truppenkontingents zur \u00dcberwachung eines Waffenstillstandes im Land.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von: APA\/AFP\/Reuters Vertreter europ\u00e4ischer Staaten haben den USA einem Medienbericht zufolge einen eigenen Friedensvorschlag f\u00fcr die Ukraine vorgelegt.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":332129,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-332128","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115000647519505908","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/332128","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=332128"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/332128\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/332129"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=332128"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=332128"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=332128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}