{"id":332209,"date":"2025-08-09T21:01:09","date_gmt":"2025-08-09T21:01:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/332209\/"},"modified":"2025-08-09T21:01:09","modified_gmt":"2025-08-09T21:01:09","slug":"gutes-klima-in-einem-mietwohnungshaus-in-wien-ottakring-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/332209\/","title":{"rendered":"Gutes Klima in einem Mietwohnungshaus in Wien-Ottakring \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Das Mietwohnungshaus von Zeininger Architekten in Wien-Ottakring bietet in mehrfacher Hinsicht ein gutes Klima: Es gibt eine hauseigene Solar- und Geothermieanlage, der Strom kommt von der PV-Anlage auf dem Dach, und auf dem hofseitigen Balkon sp\u00fcrt man selbst bei Hitze einen angenehmen Durchzug. <\/p>\n<p>Dichte spart einerseits Fl\u00e4che und erm\u00f6glicht leistbares Wohnen. Andererseits steht sie synonym f\u00fcr Enge, \u00dcberhitzung, Renditemaximierung. Fix ist, dass eine hohe st\u00e4dtebauliche Dichte nicht automatisch belebte und lebenswerte Stadtquartiere garantiert \u2013 und eine geringe ebenso wenig. Es seien \u201eGedankenlosigkeit, Bequemlichkeit und Mangel an gutem Willen, welche uns moderne Stadtbewohner dazu verurteilten, lebensl\u00e4nglich in formlosen Massenquartieren den geistt\u00f6tenden Anblick ewig gleicher Mietshausbl\u00f6cke, ewig gleicher Stra\u00dfenfluchten zu ertragen\u201c, stellte Camillo Sitte schon vor \u00fcber 130 Jahren fest. Was aber sind, um mit diesem Wiener Wegbereiter des modernen St\u00e4dtebaus zu sprechen, \u201eUrsachen der sch\u00f6nen Wirkung\u201c? <\/p>\n<p>In der Hasnerstra\u00dfe in Wien-Ottakring finden wir Hinweise. Sitte w\u00fcrde zwar die kerzengerade Alleestra\u00dfe eint\u00f6nig finden, mit dem neuen Haus an der Ecke zur Sulmgasse h\u00e4tte er wohl Freude. Es f\u00e4llt zun\u00e4chst wegen seiner orangeroten Balkone auf \u2013 ein fr\u00f6hlicher Farbakzent und eine Abwechslung zu den \u00fcblich gewordenen Investorenh\u00e4usern, die anthrazitfarben modern und schick sein wollen, aber schlussendlich blo\u00df Tristesse verbreiten. Aber auch sonst ist vieles anders, als wir es von \u00fcblichen neuen L\u00fcckenf\u00fcllern in den Gr\u00fcnderzeitblocks gewohnt sind. Unmittelbare Nachbarin ist an der Hasnerstra\u00dfe die ehemalige Brotfabrik des \u201eErsten Wiener Consumverein\u201c, ein damals fortschrittliches und heute denkmalgesch\u00fctztes Geb\u00e4ude von Franz und Hubert Gessner aus den Jahren 1908\/09. <\/p>\n<p>Abw\u00e4rme bleibt im Kreislauf <\/p>\n<p>Technisch wegweisend ist auch das Mietswohnhaus Sulmgasse: Es verf\u00fcgt \u00fcber eine hauseigene Solar- und Geothermieanlage. 14 Tiefenbohrungen erm\u00f6glichen die Nutzung der Erdw\u00e4rme, die in Kombination mit einer W\u00e4rmepumpe f\u00fcr Heizung und K\u00fchlung sorgt. Durch Rohrleitungen in den Betondecken flie\u00dfendes Wasser heizt im Winter die Wohnungen, im Sommer erfolgt so die K\u00fchlung. Anders als bei konventionellen Klimager\u00e4ten, die viel Strom verbrauchen und mit ihrer Abluft die Umgebungsluft erw\u00e4rmen \u2013 also das Symptom, das sie bek\u00e4mpfen, sogar noch mit verursachen \u2013, bleibt die Abw\u00e4rme im Kreislauf. Strom kommt von der Fotovoltaikanlage auf dem Dach. <\/p>\n<p>Es reicht nicht, nur den \u00f6ffentlichen Raum zu transformieren \u2013 wie es zum Bespiel einen Block weiter n\u00f6rdlich in der Thaliastra\u00dfe in den vergangenen Jahren schon geschehen ist. Auch die Art, wie in den hitzebelasteten Gr\u00fcnderzeitvierteln nachverdichtet wird, tr\u00e4gt zur Atmosph\u00e4re im \u00f6ffentlichen Raum und zum Stadtklima bei. Diesbez\u00fcglich etwas Richtiges zu tun sei der Anspruch bei der Entwicklung der Liegenschaft an der Ecke zur Sulmgasse gewesen, erkl\u00e4rt Johannes Zeininger. <\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Mietwohnungshaus von Zeininger Architekten in Wien-Ottakring bietet in mehrfacher Hinsicht ein gutes Klima: Es gibt eine hauseigene&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":332210,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[93812,1793,29,214,30,1794,215],"class_list":{"0":"post-332209","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-architektur-und-design","9":"tag-art-and-design","10":"tag-deutschland","11":"tag-entertainment","12":"tag-germany","13":"tag-kunst-und-design","14":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115000828531462627","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/332209","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=332209"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/332209\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/332210"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=332209"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=332209"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=332209"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}