{"id":332484,"date":"2025-08-09T23:40:10","date_gmt":"2025-08-09T23:40:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/332484\/"},"modified":"2025-08-09T23:40:10","modified_gmt":"2025-08-09T23:40:10","slug":"berlin-gespraeche-in-alaska-europaeer-mit-eigenem-ukraine-vorschlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/332484\/","title":{"rendered":"Berlin | Gespr\u00e4che in Alaska: Europ\u00e4er mit eigenem Ukraine-Vorschlag"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Vor dem geplanten Treffen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin zur Ukraine machen europ\u00e4ische Staaten einen eigenen Vorschlag. \u00abWir halten weiterhin an dem Grundsatz fest, dass internationale Grenzen nicht mit Gewalt ver\u00e4ndert werden d\u00fcrfen\u00bb, hei\u00dft es in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung von Frankreich, Italien, Deutschland, Polen, Gro\u00dfbritannien, Finnland und der EU-Kommission. \u00abDer derzeitige Frontverlauf sollte der Ausgangspunkt f\u00fcr Verhandlungen sein\u00bb, hei\u00dft es weiter.<\/p>\n<p>Sinnvolle Verhandlungen k\u00f6nnten nur \u00abim Rahmen eines Waffenstillstands oder einer Verringerung der Feindseligkeiten\u00bb stattfinden, betonen die Europ\u00e4er. Notwendig seien zudem robuste und glaubw\u00fcrdige Sicherheitsgarantien, die es der Ukraine erm\u00f6glichten, ihre Souver\u00e4nit\u00e4t wirksam zu verteidigen. Zu einem perspektivischen Nato-Beitritt gibt es keine dezidierte \u00c4u\u00dferung in der Erkl\u00e4rung und auch nicht dazu, ob die USA Teil der Sicherheitsgarantien sein sollten.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4er versichern der Ukraine zugleich weiterhin umfangreiche milit\u00e4rische und finanzielle Hilfe. Man werde weiter eng mit Trump, den USA, dem ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj und dem ukrainischen Volk zusammenarbeiten. Die Staats- und Regierungschefs betonen, ein Weg zum Frieden k\u00f6nne nicht ohne die Ukraine entschieden werden. \u00abDie Ukraine hat die Freiheit, \u00fcber ihr eigenes Schicksal zu entscheiden\u00bb, hei\u00dft es in der Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Treffen von Trump und Putin in Alaska<\/p>\n<p>Trump will sich am Freitag in Alaska mit Putin treffen &#8211; ob es auch zu einem Treffen zwischen Putin und Selenskyj kommen wird, ist offen. Der Ukrainer forderte ein solches Gespr\u00e4ch immer wieder. Auch Trump betonte die Notwendigkeit direkter Gespr\u00e4che zwischen Moskau und Kiew auf h\u00f6chster Ebene, wobei er zuletzt sagte, sie seien keine Voraussetzung daf\u00fcr, dass er selbst sich mit Putin treffe. Der Kremlchef zeigte sich eher verhalten mit Blick auf einen m\u00f6glichen Dreier-Gipfel. Er halte ein solches Treffen zwar f\u00fcr m\u00f6glich, noch seien die Bedingungen daf\u00fcr aber weit entfernt, erkl\u00e4rte er zuletzt.<\/p>\n<p>Trump spricht von Austausch von Gebieten<\/p>\n<p>Nach US-Medienberichten hat Putin vor dem anstehenden Treffen mit Trump gefordert, dass Russland die volle Kontrolle \u00fcber die ostukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk bekommt. Dies w\u00fcrde die Preisgabe mehrerer Tausend Quadratkilometer Fl\u00e4che und strategisch wichtiger St\u00e4dte durch die ukrainische Armee bedeuten.<\/p>\n<p>Einem Bericht der Zeitung \u00abWall Street Journal\u00bb zufolge machte Putin diesen Vorschlag bei dem Besuch von US-Unterh\u00e4ndler Steve Witkoff am Mittwoch in Moskau. Am Freitag best\u00e4tigten das Wei\u00dfe Haus und der Kreml, dass ein Gipfeltreffen Trumps mit Putin am 15. August im n\u00f6rdlichen US-Bundesstaat Alaska stattfinden soll.<\/p>\n<p>Laut einem Bericht der \u00abNew York Times\u00bb w\u00fcrde Putin dem europ\u00e4ischen Verst\u00e4ndnis nach im Gegenzug f\u00fcr die volle Kontrolle \u00fcber den Donbass einer Waffenruhe zustimmen, der die aktuellen Kampflinien andernorts einfrieren w\u00fcrde, unter anderem in den Gebieten Cherson und Saporischschja, wo russische Truppen ebenfalls Teile kontrollieren.<\/p>\n<p>Trump sprach am Freitag in Washington vage von einem Austausch von Gebieten, die bislang entweder von russischen oder ukrainischen Truppen gehalten w\u00fcrden, \u00abzum Wohl beider Seiten\u00bb. Details nannte er nicht. \u00abWir schauen auf Territorium, das seit dreieinhalb Jahren umk\u00e4mpft ist.\u00bb Es solle auch etwas zur\u00fcckgegeben werden.<\/p>\n<p>Selenskyj: \u00abUkrainer werden ihr Land nicht dem Besatzer schenken\u00bb<\/p>\n<p>Kiew lehnt Gebietsabtretungen strikt ab. \u00abDie Ukrainer werden ihr Land nicht dem Besatzer schenken\u00bb, sagte Pr\u00e4sident Selenskyj am Samstagmorgen in einer Videobotschaft in Kiew. \u00abDie Antwort auf die territorialen Fragen der Ukraine steht in der Verfassung der Ukraine. Davon wird niemand abweichen, und niemand kann abweichen.\u00bb<\/p>\n<p>Russland hat Teile der Gebiete Donezk und Luhansk im Kohle- und Industrierevier Donbass schon 2014 besetzt und sie in Volksrepubliken umbenannt. Kurz vor der Invasion am 24. Februar 2022 erkannte Moskau die Gebilde als unabh\u00e4ngig an und erkl\u00e4rte sie nach Scheinreferenden im Herbst 2022 zu russischem Staatsgebiet.\u00a0<\/p>\n<p>In Luhansk halten die ukrainischen Verteidiger nur noch wenige Quadratkilometer. Doch im heftig umk\u00e4mpften Gebiet Donezk kontrolliert die ukrainische Armee noch ein Viertel der Fl\u00e4che. Die russische Armee r\u00fcckt allm\u00e4hlich vor, aber unter Verlusten. Eine R\u00e4umung w\u00fcrde bedeuten, dass die Ukraine die Kette gut befestigter St\u00e4dte Slowjansk, Kramatorsk und Kostjantyniwka aufgeben m\u00fcsste und anschlie\u00dfend wehrloser w\u00e4re.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Vor dem geplanten Treffen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin zur Ukraine machen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":332485,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,663,30,13287,8221,4046,1940,1938,307,317,64],"class_list":{"0":"post-332484","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-europa","14":"tag-germany","15":"tag-internationale-beziehung","16":"tag-konflikte","17":"tag-krieg","18":"tag-nachrichten-aus-berlin","19":"tag-news-aus-berlin","20":"tag-russland","21":"tag-ukraine","22":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115001453953593983","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/332484","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=332484"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/332484\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/332485"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=332484"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=332484"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=332484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}