{"id":332794,"date":"2025-08-10T02:37:11","date_gmt":"2025-08-10T02:37:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/332794\/"},"modified":"2025-08-10T02:37:11","modified_gmt":"2025-08-10T02:37:11","slug":"wie-das-erhoehte-darmkrebsrisiko-bei-ced-endoskopisch-ueberwacht-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/332794\/","title":{"rendered":"Wie das erh\u00f6hte Darmkrebsrisiko bei CED endoskopisch \u00fcberwacht wird"},"content":{"rendered":"<p>Eine<strong> j\u00e4hrliche endoskopische \u00dcberwachung<\/strong> wird empfohlen, wenn trotz medikament\u00f6ser Therapie eine m\u00e4\u00dfig aktive Entz\u00fcndung fortbesteht oder wenn eine Dysplasie, PSC oder Kolonstriktur besteht (mittelhohes CRC-Risiko). Kontrollen <strong>alle drei Jahre<\/strong> werden empfohlen bei leichter fortbestehender Entz\u00fcndung oder wenn aus anderen Gr\u00fcnden ein geringes CRC-Risiko besteht, z.\u2009B. bei <strong>Kolon-CED<\/strong> oder einem Verwandten ersten Grades mit kolorektalem Karzinom. Als bevorzugtes Verfahren in der CED-\u00dcberwachung wird die farbbasierte <strong>High-Definition-Chromoendoskopie<\/strong> empfohlen. Sie detektiert Dysplasien etwas besser als die High-Definition-Wei\u00dflichtendoskopie.<\/p>\n<p><strong>Konventionelle adenomat\u00f6se Dysplasien<\/strong> und nicht <strong>konventionelle colitisassoziierte Dysplasien<\/strong> sind manchmal schwer voneinander abzugrenzen. Deshalb sollte immer eine <strong>Zweitmeinung <\/strong>aus der Pathologie zur Beurteilung hinzugezogen werden. Dies gilt auch f\u00fcr die Unterscheidung zwischen sessilen serratierten L\u00e4sionen ohne Dysplasie (irrelevant) und serratierten Formen nicht konventioneller Dysplasien. Bei jeder Kontrolluntersuchung sollten auch Biopsien entnommen werden, um die Krankheitsaktivit\u00e4t zu beurteilen.\u00a0<\/p>\n<p>Nur <strong>L\u00e4sionen<\/strong>, die in entz\u00fcndlich ver\u00e4nderter Mukosa entstanden sind, sind f\u00fcr die <strong>Leitlinienempfehlungen <\/strong>zum Umgang mit adenomat\u00f6sen L\u00e4sionen relevant. Alle dysplastisch aussehenden L\u00e4sionen sollten en bloc reseziert werden. Gr\u00f6\u00dfere nicht polypoide L\u00e4sionen ben\u00f6tigen ausgedehntere Verfahren wie <strong>Mukosaresektion <\/strong>oder <strong>submukosale Dissektion<\/strong>.\u00a0<\/p>\n<p>Nach kompletter Resektion der Dysplasie gen\u00fcgen bei polypoiden niedriggradigen Dysplasien <strong> j\u00e4hrliche Kontrollen \u00fcber f\u00fcnf Jahre. Bei h\u00f6hergradigen Dysplasien oder solchen mit <strong>Risikomerkmalen <\/strong>(polypoid \u2265\u20092\u2009cm, nicht polypoid, multifokal oder unvollst\u00e4ndig en bloc reseziert) sollte die erste Kontrolle schon nach <strong>drei bis sechs Monaten<\/strong> stattfinden. Die <strong>Kontrollfrequenz <\/strong>kann zur\u00fcckgestuft werden, wenn in f\u00fcnf Jahren keine Dysplasierezidive aufgetreten sind und die Betroffenen keine Risikomerkmale aufweisen.<\/strong><\/p>\n<p>War eine Dysplasie <strong>nicht sichtbar<\/strong> und wurde nur durch Biopsie zuf\u00e4llig entdeckt, sollte die Koloskopie nach drei bis sechs Monaten von Untersuchenden mit Erfahrung wiederholt werden. Wird sie auch dabei nicht best\u00e4tigt, sollte die endoskopische \u00dcberwachung f\u00fcr <strong>f\u00fcnf Jahre<\/strong> fortgesetzt werden. Wird sie allerdings best\u00e4tigt, ist eine Kolektomie der fortgesetzten \u00dcberwachung vorzuziehen.<\/p>\n<p class=\"small\">Quelle: East JE et al. Gut 2025; <a href=\"https:\/\/gut.bmj.com\/content\/early\/2025\/04\/29\/gutjnl-2025-335023\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">doi: 10.1136\/gutjnl-2025-335023<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine j\u00e4hrliche endoskopische \u00dcberwachung wird empfohlen, wenn trotz medikament\u00f6ser Therapie eine m\u00e4\u00dfig aktive Entz\u00fcndung fortbesteht oder wenn eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":332795,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-332794","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/332794","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=332794"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/332794\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/332795"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=332794"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=332794"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=332794"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}