{"id":332988,"date":"2025-08-10T04:34:13","date_gmt":"2025-08-10T04:34:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/332988\/"},"modified":"2025-08-10T04:34:13","modified_gmt":"2025-08-10T04:34:13","slug":"roche-und-novartis-verlagern-pharma-produktion-in-die-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/332988\/","title":{"rendered":"Roche und Novartis verlagern Pharma-Produktion in die USA"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/3423860576759560.webp\" fetchpriority=\"high\" width=\"2000\" height=\"1125\" alt=\"Blick auf den Rhein mit Ruderbooten und auf Basel mit den Roche-Tuermen von der Kraftwerkinsel aus in Birsfelden, am Montag, 18. Juli 2022. (KEYSTONE\/Georgios Kefalas).\" data-image-id=\"3423860576759560\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Die Roche-T\u00fcrme in Basel: Der Hauptsitz der Firma sollen im Gegensatz zur Produktion nicht angetastet werden.Bild: KEYSTONE<\/p>\n<p>Die Schweizer Pharma-Grosskonzerne verlagern einen grossen Teil ihrer Produktion in die USA, um Donald Trumps Z\u00f6llen zu entkommen. Trotz Beteuerungen der Konzerne stehen damit Schweizer Arbeispl\u00e4tze auf dem Spiel.<\/p>\n<p>10.08.2025, 06:2910.08.2025, 06:29<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/6920001293735102.webp\" alt=\"Nico Conzett\" width=\"50\" height=\"50\" loading=\"lazy\" class=\"h-auto w-14 rounded-full\"\/><\/p>\n<p>Folge mir<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Donald Trump unterwirft die Weltwirtschaft mit seinen Z\u00f6llen massivem politischem Druck. Dass das mittelfristig aufgeht, ist nach Ansicht vieler Experten fraglich \u2013 doch kurzfristig kann der US-Pr\u00e4sident durchaus Erfolge verbuchen. So haben viele Konzerne bereits angek\u00fcndigt, mehr in die USA zu investieren und gar die Produktion ihrer Waren nach \u00dcbersee zu verlagern \u2013 so auch die Schweiz Pharmariesen Roche und Novartis.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Wie die <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/auf-nach-amerika-in-der-pharmabranche-findet-die-verlagerung-bereits-statt-ld.1896639\">\u00abNZZ\u00bb<\/a> berichtet, plant Roche in den USA k\u00fcnftig zum Nettoexporteur zu werden. Das heisst, die Basler Firma will mehr Medikamente in den USA produzieren, als das Land selbst \u00fcberhaupt braucht \u2013 der \u00dcberschuss soll k\u00fcnftig von dort aus exportiert werden. Mit der US-Tochter Genentech verf\u00fcgt Roche bereits \u00fcber eine umfassende und funktionierende Infrastruktur in den Staaten. Mit Investitionen von \u00fcber 50 Milliarden Franken will die Schweizer Firma die US-Produktion k\u00fcnftig \u00absignifikant erh\u00f6hen\u00bb.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">In eine \u00e4hnliche Richtung geht Novartis. Der ebenfalls in Basel beheimatete Konzern will k\u00fcnftig \u00ab100 Prozent der wichtigsten Medikamente\u00bb ebenfalls in den USA produzieren und damit den Export aus anderen L\u00e4ndern \u2013 allen voran aus der Schweiz \u2013 in die Vereinigten Staaten praktisch auf den Nullpunkt absenken.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Diese Massnahmen werden \u2013 sofern sie wie angek\u00fcndigt umgesetzt werden \u2013 das von Trump monierte Handelsbilanzdefizit der Schweiz massiv verkleinern, weil der US-Export von Medikamenten einen betr\u00e4chtlichen Teil der Schweizer Ausfuhren ausmacht. Doch ebenso wahrscheinlich ist, dass die Verlagerung die Schweizer Wirtschaft unter Druck setzt. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Roche und Novartis bekr\u00e4ftigen gegen\u00fcber der \u00abNZZ\u00bb zwar, dass die US-Verschiebung keine grossen Folgen f\u00fcr den Standort Schweiz haben werde. Dennoch sind hierzulande etwa 10&#8217;000 Personen in der Medikamentenproduktion besch\u00e4ftigt. Die EU und andere Teile der Welt sollen zwar weiterhin mit in der Schweiz produzierten Medikamenten beliefert werden, doch die Rechnung ist einfach: Wird anderswo mehr produziert, braucht es weniger Kapazit\u00e4ten in der Schweiz.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Andere Bereiche wie Forschung und Entwicklung (etwa 11&#8217;000 Angestellte) sowie die Verwaltungs- und Marketingarbeit der Konzerne (30&#8217;000 Angestellte) sollen laut den Firmen in der Schweiz erhalten bleiben.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Die Schweizer Regierung ist sich der Bedeutung der Pharmakonzerne f\u00fcr die hiesige Wirtschaft und der angespannten Lage bewusst. Wie der <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/epaper.sonntagsblick.ch\/presenter\/38d884a6-a03a-4551-8ac9-3c5ccfefeb96\" class=\"\">\u00abSonntagsBlick\u00bb<\/a> schreibt, wollen sich Gesundheitministerin Elisabeth Baume-Schneider und Wirtschaftsminister Guy Parmelin nach den Sommerferien zu einem Krisengipfel mit den Bossen von Roche und Novartis treffen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/2620541842646421.webp\" loading=\"lazy\" width=\"4998\" height=\"2811\" alt=\"Bundesrat Guy Parmelin, links, und Bundesraetin Elisabeth Baume-Schneider, rechts, laufen am Bundeshaus entlang, am Dienstag, 18. Juni 2024 in Bern. (KEYSTONE\/Anthony Anex)\" data-image-id=\"2620541842646421\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Bald soll es ein Gipfeltreffen der Pharma-Bosse mit Guy Parmelin und Elisabeth Baume-Schneider geben.Bild: keystone<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Doch auch hierzulande gibt es Interessenkonflikte zwischen Politik und Wirtschaft. W\u00e4hrend der Bundesrat verhindern will, dass die Schweizer Gesundheitskosten (und damit die Krankenkassenpr\u00e4mien) noch weiter steigen, pochen die Pharmakonzerne genau darauf. Um Forschung und Entwicklung und die wirtschaftlichen Risiken zu finanzieren, fordern sie seit langem angemessenere (=h\u00f6here) Medikamentenpreise.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Ob die Rechnung f\u00fcr die Pharma-Multis aufgeht, ist aber ebenso fraglich, wie jene von Donald Trumps Zollpolitik. Kurzfristig verm\u00f6gen die Firmen mit ihrer US-Produktionsverlagerung zwar die von Trump angedrohten 250-Prozent-Z\u00f6lle auf Pharmaprodukte zu umgehen (aktuell ist die Branche noch ausgenommen), doch in den Staaten droht weiteres Ungemach: Trump hat klargemacht, dass die Medikamentenpreise in den USA massiv sinken sollen \u2013 also das Gegenteil dessen, was die Pharmafirmen gerne in der Schweiz h\u00e4tten.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Trump droht, wie bei den Z\u00f6llen, auch bei den Medikamentenpreisen mit radikalen Massnahmen, die Preise sollen auf das Niveau anderer Industriel\u00e4nder und teils darunter abst\u00fcrzen. Sollten die Firmen dazu verdonnert werden, die Preise derart zu senken, h\u00e4tte das unweigerlich Folgen auf die Ums\u00e4tze der Firmen. (con)<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte dich auch noch interessieren:<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.watson.ch\/international\/brasilien\/476464869-elf-tote-bei-zusammenstoss-von-bus-und-lastwagen-in-brasilien\" aria-label=\"Zur Story\" class=\"watson-next-story__link absolute inset-0 z-10\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Beim Zusammenstoss eines Busses und eines Lastwagens im Westen Brasiliens sind elf Menschen ums Leben gekommen. 45 weitere Menschen wurden bei dem Unfall im Bundesstaat Mato Grosso verletzt, wie die Autobahnpolizei am Samstag mitteilte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Roche-T\u00fcrme in Basel: Der Hauptsitz der Firma sollen im Gegensatz zur Produktion nicht angetastet werden.Bild: KEYSTONE Die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":332989,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-332988","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115002609964306135","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/332988","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=332988"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/332988\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/332989"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=332988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=332988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=332988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}