{"id":333131,"date":"2025-08-10T05:57:11","date_gmt":"2025-08-10T05:57:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/333131\/"},"modified":"2025-08-10T05:57:11","modified_gmt":"2025-08-10T05:57:11","slug":"britische-universitaeten-vor-dem-kollaps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/333131\/","title":{"rendered":"britische Universit\u00e4ten vor dem Kollaps?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"headline__lead\">Weil die Einwanderungszahlen nach dem Brexit explodierten, versch\u00e4rft die britische Regierung die Visaregeln. Das trifft auch die ausl\u00e4ndischen Studenten und untergr\u00e4bt das Gesch\u00e4ftsmodell vieler Hochschulen.<\/p>\n<p>   <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"Britische Universit\u00e4ten wie das University College of London haben in den vergangenen Jahren Tausende von ausl\u00e4ndischen Studenten rekrutiert.\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"4778\" height=\"3185\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/0259f31d-8623-4757-b1bd-47a90a8fc447.jpg\" loading=\"eager\"  class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    Britische Universit\u00e4ten wie das University College of London haben in den vergangenen Jahren Tausende von ausl\u00e4ndischen Studenten rekrutiert. <\/p>\n<p>Toby Melville \/ Reuters<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1if0es9m70\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text\">An sch\u00f6nen Sommertagen wirkt die Universit\u00e4t Greenwich wie ein Palast aus einem Bilderbuch. Majest\u00e4tisch steht das barocke Geb\u00e4ude mit seinen weissen S\u00e4ulen und T\u00fcrmen am s\u00fcdlichen Themseufer, auf den Rasenfl\u00e4chen lesen Studenten B\u00fccher oder schwatzen in kleinen Gruppen. Das Anwesen wurde im 17.\u00a0Jahrhundert urspr\u00fcnglich unter dem Namen Old Royal Naval College als Heim f\u00fcr pensionierte Marinesoldaten gebaut. Die <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/ornc.org\/explore-whats-here\/painted-hall\/\" rel=\"nofollow noopener\">Painted Hall<\/a>, als \u00abSixtinische Kapelle Grossbritanniens\u00bb bekannt, beherbergt bis heute Deckengem\u00e4lde, die die Geschichte des Vereinigten K\u00f6nigreichs als Seefahrernation feiern.<\/p>\n<p> Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen <\/p>\n<p>\n        NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. 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Und die beiden Wirtschaftsstudenten Shaun und Roshan erz\u00e4hlen, auch das Studentenleben sei weniger glanzvoll, als sie es sich vorgestellt h\u00e4tten. \u00abVersteh mich nicht falsch, London ist eine tolle Stadt\u00bb, sagt der 23-j\u00e4hrige Shaun, der aus einer wohlhabenden Familie im s\u00fcdindischen Kerala stammt. \u00abAber alles ist sehr teuer, und unsere Lebensqualit\u00e4t ist nicht besonders gut.\u00bb<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j1v853rh0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die beiden Masterstudenten, die f\u00fcr diesen Artikel nur ihre Vornamen nennen wollen, sitzen am Rand des Campus in einem Caf\u00e9. Shaun beklagt sich \u00fcber die schlechte Gesundheitsversorgung des Nationalen Gesundheitsdiensts (NHS), f\u00fcr dessen Leistungen er als Einwanderer im Voraus eine hohe Pauschalzahlung leisten musste. Oder \u00fcber einen betr\u00fcgerischen Vermieter, der ihm zuerst ein Zimmer in einer Bruchbude untergejubelt und ihn danach um die Kaution gebracht habe.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1isvr5c2o0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Restlos gl\u00fccklich ist auch der 27-j\u00e4hrige Nepalese Roshan nicht. Er arbeitete in seiner Heimat Nepal in guter Stellung f\u00fcr eine Beratungsfirma im Erziehungswesen. \u00abDiese Erfahrung ist hier v\u00f6llig wertlos\u00bb, sagt er. \u00abEs ist enorm schwierig, im Rahmen unseres Studiums ein Praktikum zu finden.\u00bb<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1isvr5vh00\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Hoffnung, mit britischen Studenten in Kontakt zu kommen, hat sich nicht erf\u00fcllt. \u00abEs gibt ein paar Amerikaner und S\u00fcdafrikaner, die in einer Parallelklasse studieren\u00bb, sagt Shaun. \u00abAber alle unsere Klassenkameraden kommen aus S\u00fcdasien oder Nigeria.\u00bb Anstatt die Durchmischung zu f\u00f6rdern, f\u00fchre die Universit\u00e4t Studenten aus fernen Regionen und Kulturen gezielt in einer Klasse zusammen, pflichtet ihm Roshan bei.<\/p>\n<p>Auf Ausl\u00e4nder angewiesen<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1iq05pvr71\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Es ist kein Zufall, dass die beiden Wirtschaftsstudenten ausschliesslich mit anderen Ausl\u00e4ndern studieren. Das Gesch\u00e4ftsmodell vieler englischer Universit\u00e4ten beruht darauf, massenhaft internationale Studenten durch ihre Programme zu schleusen, um mit deren hohen Geb\u00fchren die Studienpl\u00e4tze der Einheimischen zu subventionieren. Shaun und Roshan bezahlen umgerechnet fast 20\u00a0000 Franken pro Jahr f\u00fcr ihr Studium. Britischen Studenten kann die Universit\u00e4t Greenwich nur halb so viel verrechnen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1isvs8nhm0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die meisten britischen Universit\u00e4ten sind halb\u00f6ffentliche oder private Institutionen. Sie finanzieren sich \u00fcber F\u00f6rdermittel f\u00fcr die Forschung oder \u00fcber Spenden. Doch den L\u00f6wenanteil machen die Studiengeb\u00fchren aus, <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.bbc.co.uk\/news\/articles\/cwyegp0dnq9o\" rel=\"nofollow noopener\">deren H\u00f6he f\u00fcr britische Studenten limitiert ist<\/a>. Der gesetzliche Deckel liegt derzeit bei umgerechnet rund 10\u00a0000 Franken pro Jahr. \u00abDas deckt die realen Kosten schon lange nicht mehr\u00bb, sagt <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.hult.edu\/about\/leadership\/\" rel=\"nofollow noopener\">Matt Lilley<\/a>, der Rektor der Hult International Business School.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1isvsbgd30\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Lilley sitzt in einem modernen Sitzungszimmer im Hauptgeb\u00e4ude der Wirtschaftsuniversit\u00e4t im Zentrum Londons. Die Glasw\u00e4nde geben den Blick frei auf einen grossen Aufenthaltsraum, in dem Studenten Kaffee trinken oder an ihren Laptops arbeiten. Die Hult International Business School zieht nur wenige Briten an. Sie verf\u00fcgt \u00fcber Standorte in London, in den USA und in Dubai und r\u00fchmt sich ihrer Diversit\u00e4t. \u00abWir haben Studenten aus mehr als hundert L\u00e4ndern, und keine Nationalit\u00e4t repr\u00e4sentiert mehr als zehn Prozent\u00bb, sagt der Rektor.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1isvslg830\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Nicht nur international ausgerichtete Hochschulen wie Hult oder Spitzenuniversit\u00e4ten wie Oxford und Cambridge ziehen ausl\u00e4ndische Studenten an. \u00abAuch regionale Universit\u00e4ten k\u00f6nnen heute nur noch dank den Geb\u00fchren von Ausl\u00e4ndern \u00fcberleben\u00bb, sagt Lilley. In ganz Grossbritannien kommt jeder vierte Student aus \u00dcbersee, wobei der Ausl\u00e4nderanteil in Masterstudieng\u00e4ngen noch weit h\u00f6her ist. Seit dem Brexit hat die Zahl der Europ\u00e4er abgenommen. Daf\u00fcr holten die Universit\u00e4ten in den vergangenen Jahren massenhaft Studenten aus anderen Weltregionen ins Land \u2013 vor allem aus Asien und Afrika.<\/p>\n<p>Strengere Visaregeln<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1it2ojolp1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Damit soll nun Schluss sein. Denn das Gesch\u00e4ft mit den ausl\u00e4ndischen Studenten gilt in Grossbritannien immer mehr als politisches Problem. Obwohl die Brexiteers den W\u00e4hlern den R\u00fcckgang der Zuwanderung versprochen hatten, explodierten nach dem EU-Austritt die Migrationszahlen. Neben Arbeitsmigranten sowie Fl\u00fcchtlingen aus Hongkong und der Ukraine trugen auch die Studenten zum Anstieg bei. Im akademischen Spitzenjahr 2022\/23 kamen 485\u00a0000 ausl\u00e4ndische Bachelor- und Masterstudenten ins Land, und sie brachten etwa 135\u00a0000 Familienangeh\u00f6rige wie Ehepartner oder Kinder mit.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1it0eaih90\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Nachdem bereits die Konservativen in ihren letzten Monaten an der Macht erste Gegenmassnahmen ergriffen haben, will nun auch die seit einem Jahr amtierende Labour-Regierung von Premierminister Keir Starmer die Migrationszahlen drastisch senken. Bereits in Kraft sind erste Versch\u00e4rfungen der Visavorschriften: So d\u00fcrfen Masterstudenten aus dem Ausland keine Ehepartner und Angeh\u00f6rigen mehr mitbringen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1it0fqhlj1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Weitere Massnahmen sind angek\u00fcndigt: Bis anhin k\u00f6nnen Ausl\u00e4nder nach ihrem Studienabschluss zwei Jahre in Grossbritannien leben und arbeiten \u2013 was ihnen Zeit gibt, einen festen Arbeitgeber zu finden, der ihnen ein langfristiges Visum sponsert. Nun werden die Fristen gek\u00fcrzt und die Anforderungen f\u00fcr die Firmen erh\u00f6ht. Selbst Studienabg\u00e4nger, die einen Arbeitgeber finden, der ihnen zu einem Visum verhilft, werden k\u00fcnftig wohl zehn statt wie heute f\u00fcnf Jahre warten m\u00fcssen, bis sie eine permanente Aufenthaltsbewilligung erhalten.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1it0hhmb70\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Die Versch\u00e4rfungen sind ein politischer Balanceakt: Die Labour-Regierung hofft, dass weiterhin gen\u00fcgend ausl\u00e4ndische Studenten ins Land kommen, um die britischen Universit\u00e4ten zu finanzieren. Doch sollen sich die Studenten lieber nicht langfristig im Land niederlassen, damit die Nettomigration in den Statistiken sinkt.<\/p>\n<p>Sinkende Attraktivit\u00e4t<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j1gei6cj0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Ob dieses Kalk\u00fcl aufgeht, ist fraglich. Der Wirtschaftsstudent Roshan von der Universit\u00e4t Greenwich glaubt, dass weniger ausl\u00e4ndische Studenten nach Grossbritannien kommen, wenn die Visarestriktionen zu greifen beginnen. \u00abWir geben hier viel Geld aus, studieren hier und arbeiten hart f\u00fcr einen Abschluss\u00bb, sagt der Nepalese. \u00abDa wollen wir auch die Chancen haben, in Grossbritannien etwas zu verdienen und einen Arbeitgeber zu finden.\u00bb<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j1geklqi0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">\u00abMein Ziel ist ganz klar: Ich will eine langfristige Arbeit finden und in Grossbritannien bleiben\u00bb, erg\u00e4nzt sein indischer Kollege Shaun. \u00abUnd ich w\u00fcrde sagen, das ist das Ziel der meisten Studenten in unserer Klasse.\u00bb W\u00e4re dieser Weg von Anfang an verbaut gewesen, w\u00e4re er zum Studium wohl wie viele seiner Freunde statt nach Grossbritannien nach Australien gegangen, sagt er. \u00abDort sind die Studiengeb\u00fchren zwar etwas h\u00f6her, aber die Lebensqualit\u00e4t und die Visabedingungen sind besser. Man findet leichter einen Job.\u00bb<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1it2pq92h0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Auch der Hult-Rektor Lilley glaubt, dass die versch\u00e4rften Visaregeln die Attraktivit\u00e4t Grossbritanniens f\u00fcr Studenten verringern werden. \u00abDie internationale Rekrutierung wird immer anspruchsvoller.\u00bb Nach der Corona-Pandemie brach bereits die Nachfrage aus China ein. Die jungen Chinesen studierten vermehrt in der Heimat und k\u00e4men nur noch nach Grossbritannien, wenn sie einen Studienplatz an einer Topuniversit\u00e4t erhielten, sagt Lilley. Aufgrund der Visaversch\u00e4rfungen nehme nun auch die Nachfrage in den grossen M\u00e4rkten Indien und Nigeria ab.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j1go4q201\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Im letzten akademischen Jahr verzeichnete Grossbritannien erstmals seit zehn Jahren einen R\u00fcckgang der Zahl ausl\u00e4ndischer Studenten. Zwar hoffen britische Universit\u00e4ten, dass sie vom rauen Klima in den USA profitieren werden, wo die Regierung Trump die Rekrutierung internationaler Studenten ebenfalls erschwert. Doch ob das reichen wird, um den Negativtrend in Grossbritannien zu brechen, ist fraglich.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1it2q7gsc0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Lilley h\u00e4lt die britischen Visaversch\u00e4rfungen f\u00fcr eine politische \u00dcberreaktion. \u00abWollten wir mit dem Brexit nicht Global Britain schaffen und kluge K\u00f6pfe aus der ganzen Welt anziehen?\u00bb, fragt er rhetorisch. Die sinkende Zahl ausl\u00e4ndischer Studenten werde die Krise der Universit\u00e4ten versch\u00e4rfen, erg\u00e4nzt er. \u00abPl\u00f6tzlich wird das Loch sichtbar, das ohne die ausl\u00e4ndischen Studenten in den Budgets der Hochschulen klafft.\u00bb<\/p>\n<p>\u00abErnsthaftes Konkursrisiko\u00bb<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j1gm5u2k1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\"><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.officeforstudents.org.uk\/news-blog-and-events\/press-and-media\/ofs-analysis-finds-continued-pressure-on-university-finances\/\" rel=\"nofollow noopener\">Laut der Aufsichtsbeh\u00f6rde Office for Students<\/a> schrieben im abgelaufenen akademischen Jahr drei von vier Universit\u00e4ten in England rote Zahlen. \u00abEine steigende Zahl von Institutionen steht vor einem ernsthaften Konkursrisiko\u00bb, stellte die Beh\u00f6rde in einem Bericht fest. Die Vorsitzende des Bildungsausschusses im Unterhaus, Helen Hayes, erkl\u00e4rte j\u00fcngst im Parlament, der Mix aus Inflation, gesetzlich gedeckelten Geb\u00fchren und dem R\u00fcckgang internationaler Studenten treffe die Universit\u00e4ten wie ein \u00abperfekter Sturm\u00bb. Doch wie die Universit\u00e4ten in diesem schwierigen Umfeld zu Geld kommen sollen, liess die Labour-Politikerin offen.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j1gm7c7r1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\"><a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.bbc.co.uk\/news\/articles\/cwyegp0dnq9o\" rel=\"nofollow noopener\">Zwar hat das Parlament j\u00fcngst erstmals seit zehn Jahren eine Erh\u00f6hung der Studiengeb\u00fchren f\u00fcr einheimische Studenten beschlossen<\/a> \u2013 um 3 Prozent auf umgerechnet 10\u00a0600 Franken pro Jahr. Gleich wieder aufgefressen werden die Mehreinnahmen allerdings von den h\u00f6heren Lohnabgaben f\u00fcr Arbeitgeber, welche die Labour-Regierung im Herbst 2024 einf\u00fchrte. Erh\u00f6hte die Labour-Regierung die Studiengeb\u00fchren f\u00fcr Einheimische noch st\u00e4rker, z\u00f6ge sie die Wut von Studenten und Jungw\u00e4hlern auf sich. Und f\u00fcr eine direkte Finanzierung mit Steuergeldern wie auf dem europ\u00e4ischen Kontinent fehlen angesichts der leeren Staatskasse schlicht die Mittel.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j1v9e96n1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht w\u00e4re es f\u00fcr Grossbritannien durchaus verkraftbar, wenn einige der 165 Universit\u00e4ten ihren Betrieb einstellen w\u00fcrden. Doch der Rektor Lilley betont, dass sich viele der besonders gef\u00e4hrdeten Universit\u00e4ten in peripheren Gebieten bef\u00e4nden. Gerade f\u00fcr strukturschwache Gegenden, welche die Regierung eigentlich f\u00f6rdern wolle, sei die lokale Hochschule ein wichtiger Motor f\u00fcr Innovation und Entwicklung. <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/491a63d2-f44f-4432-9f47-a8534d98f082\" rel=\"nofollow noopener\">Zudem w\u00e4ren Konkurse schlecht f\u00fcr den Ruf des britischen Forschungsplatzes insgesamt<\/a>.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j1ggrktc0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Viele Hochschulen haben Sparprogramme eingeleitet. Sie entlassen Personal, streichen ganze Kurse oder ver\u00e4ussern Immobilien. \u00abManche Universit\u00e4ten sind mehrere hundert Jahre alt\u00bb, sagt Lilley. \u00abNun zwingt sie der finanzielle Druck, auf Massenproduktion zu setzen und zu funktionieren wie eine Fabrik.\u00bb<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1j1gmfb9q1\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Unter Druck steht auch die Universit\u00e4t Greenwich: Vor einigen Wochen pr\u00e4sentierte die Londoner Hochschule Pl\u00e4ne zur Entlassung von mehr als 300 Dozenten, was etwa einem Viertel des gesamten akademischen Personals entspricht. Betroffen sind die sozial- und geisteswissenschaftlichen Fakult\u00e4ten, aber auch Fachrichtungen wie Architektur und Betriebswirtschaft. Die Gewerkschaften <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.ucu.org.uk\/article\/14019\/Rogue-employer-University-of-Greenwich-could-axe-over-300-staff\" rel=\"nofollow noopener\">schimpften<\/a> die altehrw\u00fcrdige Universit\u00e4t am s\u00fcdlichen Themseufer einen \u00abSchurken-Arbeitgeber\u00bb.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Weil die Einwanderungszahlen nach dem Brexit explodierten, versch\u00e4rft die britische Regierung die Visaregeln. 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