{"id":333415,"date":"2025-08-10T08:45:14","date_gmt":"2025-08-10T08:45:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/333415\/"},"modified":"2025-08-10T08:45:14","modified_gmt":"2025-08-10T08:45:14","slug":"ocean-race-europe-die-erste-etappe-bestimmt-den-ton","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/333415\/","title":{"rendered":"Ocean Race Europe: \u201cDie erste Etappe bestimmt den Ton\u201d"},"content":{"rendered":"<p class=\"\">Team Holcim-PRBs Skipperin Rosalin Kuiper berichtet in ihrem Race Blog f\u00fcr YACHT online regelm\u00e4\u00dfig vom Ocean Race Europe. Der Start zum Europa-Rennen steht unmittelbar bevor. Der Startschuss f\u00e4llt heute am Sonntag um 15.50 Uhr in der Strander Bucht. Im Race Blog schw\u00e4rmt die Niederl\u00e4nderin von der Stimmung im Kieler Starthafen und blickt auf Herausforderung von Etappe eins.<\/p>\n<p>Von Rosalin Kuiper<\/p>\n<p class=\"\">Ich habe die Zeit in Kiel mit den Leuten hier wirklich genossen. Es war supersch\u00f6n! Es f\u00fchlt sich jetzt wirklich ein bisschen so an, als w\u00fcrden wir von zu Hause aus starten, da wir so nah an den Niederlanden dran sind. Der Vibe hier in Kiel ist gro\u00dfartig. Die Fans sind hingebungsvoll und enthusiastisch. Das mag ich wirklich sehr.<\/p>\n<blockquote><p>Die Kieler F\u00f6rde und der Hafen hier atmen einfach maritim.\u201d Rosalin Kuiper<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"\">Gleichzeitig haben wir uns auch auf die erste Etappe fokussiert. Wenn ich sie mir so ansehe, dann denke ich, dass diese erste Etappe den Ton setzen wird. Sie wird sehr fordernd sein, insbesondere in den ersten 24 Stunden in der Ostsee und rund Skagen. Die werden intensiv. Viel Schlaf werden wir nicht bekommen. Es geht im Reaching vom Start weg. Das erste Wertungstor kommt extrem schnell. Es wird also von Beginn an \u201cPush, push, push\u201d hei\u00dfen. Dann geht es am Wind weiter. Und es kommen auch sehr interessante \u00dcbergangsphasen in der Nordsee.<\/p>\n<p class=\"\">Mir gef\u00e4llt die Intensit\u00e4t dieses Rennens. Ich habe starke Nerven. Ich bin ruhig, f\u00fchle mich gut. Das Boot ist bereit. Ich bin bereit. Meine Familie ist auch bereit. Sie gibt mir viel Vertrauen und Sicherheit. Das Team hat alles im Griff. Auch das gibt mir viel Zuversicht f\u00fcr das, was vorausliegt. Weil alles sortiert und organisiert ist, kann ich ruhig sein. Das ist eine gute Sache.<\/p>\n<p>Der Start in Kiel: Cammas steuert<\/p>\n<p class=\"\">Ich habe realisiert, dass es wirklich ein Marathon ist. Da m\u00f6chte ich keine Energie an Nervosit\u00e4t verschwenden. Es sind noch sechs Wochen Vollgas. Also bewahre ich meine Energie lieber. Das Rennen wird nat\u00fcrlich schon am Anfang Vorentscheidungen erleben. Aber auch in der Nordsee. Diese \u00dcbergangsabschnitte werden zeigen, welche Kurse die Boote w\u00e4hlen werden. Das ist ziemlich interessant! Bei uns wird Franck Cammas steuern. Nico Lunven \u00fcbernimmt die Navigation. Alan und ich werden im Boot sein.<\/p>\n<p class=\"\">Wir haben ein Wachsystem, innerhalb dessen Franck und Nico rotieren. Ebenso Alan und ich. Dabei werden wir aber flexibel sein. Wir werden voraussichtlich rotieren, wenn wir Man\u00f6ver haben. Es ist also kein genau festgelegter Zeitplan. Wir versuchen auch immer, die Wechsel nicht gleichzeitig zu machen. Lieber bleibt einer auf Wache, der schon gesegelt hat, als dass zwei neue Leute gleichzeitig \u00fcbernehmen. Wir nehmen also die Wechsel immer nur in einem Duo vor. <\/p>\n<p class=\"\">Die Ern\u00e4hrung ist superwichtig! Ich beispielsweise bin gluten- und laktoseintolerant. Wir haben Dairy Sac. Das ist eine Malzeit, der du Wasser hinzuf\u00fcgst. Dann dauert es eineinhalb Stunden und ergibt ein vern\u00fcnftiges Essen. Das kommt aus Frankreich. Ich habe es noch nie probiert. Dann haben wir noch Gerfriergetrocknetes. Ich habe Provianttaschen mit bis zu 4000 Kalorien pro Tag. Ich esse Gele, Riegel, Huel Powder mit Proteinen und Mineralien. Und wir haben etwas frisches Obst und Schokon\u00fcsse.<\/p>\n<p>Viel essen f\u00fcr maximale Power im Ocean Race Europe<\/p>\n<p class=\"\">Um w\u00e4hrend des gesamten Rennens gesund und fit zu bleiben, besteht meine gr\u00f6\u00dfte Herausforderung darin, mit gut zu ern\u00e4hren. Ich muss essen, essen, essen. Das ist f\u00fcr mich das Wichtigste. Ich habe momentan schon ein Glukose-Messger\u00e4t an meinem Arm, das den Glukose-Level misst. Das gibt mir ein Signal, wenn der Pegel zu niedrig wird und ich essen muss. Das dient vor allem dazu, unser Leistungsverm\u00f6gen w\u00e4hrend des Rennens zu optimieren.<\/p>\n<p class=\"\">Mit Alan Roberts haben wir einen Briten an Bord. Das ist auch mit Blick auf die erste Etappe nach Portsmouth sehr sch\u00f6n. Er kennt vor allem das Revier um die Isle of Wight sehr gut, den Englischen Kanal. Er hat dazu im Skipper\u2019s Briefing bereits ein paar Fragen gestellt. Das ist sehr gut. Er kennt die lokalen Effekte\u2026<\/p>\n<p class=\"\">Meine eigene Rolle als Skipperin genie\u00dfe ich. Es ist sehr viel mehr involviert als das Boot, das Racing, das Segeln. Ich habe ein Auge aufs Gesamtbild, das ganze Team und auch auf den Return on Investment f\u00fcr unsere Sponsoren. Und das mache ich wirklich sehr, sehr gerne. Du hast also das gro\u00dfe Bild vor Augen, kannst nicht in allen Bereichen total in die Details gehen. Ich bin froh, dass wir im gesamten Team Experten haben, die diese Details erarbeiten und uns mit diesen Informationen versorgen.<\/p>\n<p>Die Skipperin ist die Generalistin im Ocean Race Europe<\/p>\n<p class=\"\">Mir gef\u00e4llt das so sehr gut. Wir haben eine flache Struktur im Team. Es bin nicht die, die den Leuten sagt, was zu tun ist. Wir haben sehr gute Segler im Team. Alle haben ihre eigenen Verantwortungsbereiche. Ich w\u00fcrde sagen:<\/p>\n<blockquote><p>Je weniger Entscheidungen ich zu treffen habe, je besser ist es.\u201d Rosalin Kuiper<\/p><\/blockquote>\n<p class=\"\">Das bedeutet, dass das Team selbststeuernd ist und die Leute Verantwortung f\u00fcr ihre Bereiche tragen. Am Ende aber, wenn etwas wirklich schief geht, sollte da nat\u00fcrlich eine Person sein, die gesamtverantwortlich ist. Das bin ich, wenn es um die Sicherheit der Leute oder die Sicherheit des Bootes geht.<\/p>\n<p class=\"\">Ich freue mich auf den Start! Es werden mehr als 2000 Boote und mehr als 100.000 Zuschauer auf dem Wasser und an Land erwartet. Heute ist es soweit! Ich glaube, es wird wild. Ich erinnere mich daran, als wir vor zwei Jahren hier waren. Das war supercool. Ich erwarte heute eine tolle Stimmung. Ich bin im Geiste schon auf dem Wasser. Ich will das genie\u00dfen, bin aber gleichzeitig darauf fokussiert, die F\u00f6rde sicher zu verlassen.<\/p>\n<p>Portsmouth kommt, ein Geschenk an Kiel bleibt<\/p>\n<p class=\"\">Und wir wollen um die Bonuspunkte beim ersten Wertungstor k\u00e4mpfen (Red.: Schon wenige Minuten nach dem Rennstart erhalten am fr\u00fchen Wertungstor beim Leuchtturm Kiel das erste Boot zwei, das zweite Boot einen Punkt). Wir werden das alles nat\u00fcrlich genie\u00dfen, bleiben aber als Team auch professionell. Unsere Gedanken sind schon l\u00e4ngst auf See.<\/p>\n<p class=\"\">Es ist unglaublich, in dieser Position hier zu sein, hier und heute loszusegeln. Nach der gro\u00dfartigen Woche in Kiel lassen wir auch etwas zur\u00fcck: Es ist ein k\u00fcnstliche Riff, dass Holcim im Juni im Kieler Hafen platziert hat. Es ist 20 mal einen Meter gro\u00df, das aus bioaktivem Beton. Es ist im Prinzip ein Fischhotel, wo Fische aufwachsen und leben k\u00f6nnen. Ich finde es ziemlich cool von Holcim, dass sie das nach dem Vend\u00e9e-Globe-Finale von Nico gespendet haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Team Holcim-PRBs Skipperin Rosalin Kuiper berichtet in ihrem Race Blog f\u00fcr YACHT online regelm\u00e4\u00dfig vom Ocean Race Europe.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":315884,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-333415","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115003596746905792","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/333415","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=333415"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/333415\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/315884"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=333415"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=333415"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=333415"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}