{"id":333622,"date":"2025-08-10T10:38:16","date_gmt":"2025-08-10T10:38:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/333622\/"},"modified":"2025-08-10T10:38:16","modified_gmt":"2025-08-10T10:38:16","slug":"pop-up-wohnen-in-hamburg-bueroflaeche-wird-zur-wohngemeinschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/333622\/","title":{"rendered":"Pop-Up-Wohnen in Hamburg: B\u00fcrofl\u00e4che wird zur Wohngemeinschaft"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/zwischennutzung-106.webp\" alt=\"Ein Schlafzimmer in einem ehemaligen B\u00fcroraum. \" title=\"Ein Schlafzimmer in einem ehemaligen B\u00fcroraum.  | Vonwegenleer, Arman Jeddi\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\n            Stand: 10.08.2025 11:19 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Mehr als 700.000 Quadratmeter B\u00fcrofl\u00e4che stehen in Hamburg leer, w\u00e4hrend Wohnraum f\u00fcr viele Stadtbewohner teuer und knapp ist. Eine Gruppe von Studierenden zeigt, dass hier ein Umdenken n\u00f6tig und m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Luna Ragheb und Sharon Welzel<\/p>\n<p class=\"\">\nIn einer B\u00fcroetage eines modernen Geb\u00e4udes am Alten Fischmarkt in Hamburgs Innenstadt stapeln sich die Schuhe am Eingang, daneben das Schild &#8222;Bitte Schuhe ausziehen.&#8220; Dazu erkl\u00e4rt Leona Erdmann: &#8222;Wir wohnen ja schlie\u00dflich auch hier. Deswegen h\u00e4ngt da ein Schild.&#8220; Die 24-J\u00e4hrige ist eine der drei Gr\u00fcnderinnen des Architektur-Kollektivs <a href=\"https:\/\/vonwegenleer.cargo.site\/pop-up-wohnen\" title=\"Link zur Webseite von &quot;vonwegenleer&quot;\" class=\"js-link-dialog\" data-type=\"external\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#8222;vonwegenleer&#8220;<\/a>. Zusammen haben sie 2024 ihre Abschlussarbeit \u00fcber &#8222;Wohnzwischennutzung im B\u00fcroleerstand&#8220; geschrieben. Gef\u00f6rdert durch ein \u00f6ffentliches Programm, machten sie anschlie\u00dfend aus Theorie Praxis: Mit einer Professorin und Studierenden der Hamburger HafenCity Universit\u00e4t starteten sie das Pilotprojekt &#8222;Pop-Up Wohnen \u2013 Verborgene Wohnraumpotenziale&#8220;. Vier Wochen lang, bis Ende Juli, bewohnten sie eine B\u00fcroetage mitten im Hamburger Stadtkern, um herauszufinden, wie praktikabel das Modell ist.<\/p>\n<p>    Ein leeres B\u00fcro wird zum Reallabor<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/umnutzung-100.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/umnutzung-100.webp\" alt=\"Eine Frau steht in der K\u00fcche eines umgebauten B\u00fcros.\" title=\"Eine T\u00fcr wurde kurzerhand zum Regal - und erweist sich als sehr praktisch. | NDR, Luna Ragheb\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Eine T\u00fcr wurde kurzerhand zum Regal &#8211; und erweist sich als sehr praktisch.<\/p>\n<p class=\"\">\nKollektiv-Mitglied Emma Stiehle erz\u00e4hlt, wie sie gemeinsam das neue Zuhause gestalteten: &#8222;Das Format war ein Reallabor. Alles, was man hier sieht, wurde innerhalb von ungef\u00e4hr f\u00fcnf Wochen entworfen und innerhalb von drei Wochen danach umgesetzt.&#8220; Das seien lange N\u00e4chte und sehr, sehr viel Arbeit gewesen, f\u00fcgt sie hinzu. Auf rund 150 Quadratmetern B\u00fcrofl\u00e4che entstand eine tempor\u00e4re WG: Die Teek\u00fcche wurde zum Badezimmer mit Dusche, Fensterb\u00e4nke zu Schreibtischen. Dazu geh\u00f6rt auch eine gute Portion Pragmatismus: An der B\u00fcrot\u00fcr, umfunktioniert zum K\u00fcchen-Wandboard, h\u00e4ngt ein Zwiebelnetz am Griff.<\/p>\n<p>    Neue Wohnformen f\u00fcr viele Menschen denkbar<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/zwischennutzung-104.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/zwischennutzung-104.webp\" alt=\"Ein Esszimmer in einem ehemaligen B\u00fcroraum als Teil einer tempor\u00e4ren Wohnung.\" title=\"Die Gemeinschaftsfl\u00e4che ist K\u00fcche, Esszimmer, Wohnzimmer und Arbeitszimmer in einem. | Vonwegenleer, Arman Jeddi\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Die Gemeinschaftsfl\u00e4che ist K\u00fcche, Esszimmer, Wohnzimmer und Arbeitszimmer in einem.<\/p>\n<p class=\"\">\nUnterst\u00fctzt wurde die Gruppe von einer Sanit\u00e4r- und Heizungsfirma. Emma Stiehle zeigt auf die Rohre: &#8222;Um die K\u00fcche hier zu installieren, haben wir Leitungen verlegt und eine Hebeanlage eingebaut, damit wir Zu- und Abwasser haben. Wir haben sogar eine Sp\u00fclmaschine, was f\u00fcr die meisten Studierenden, die hier wohnen, total der Luxus ist.&#8220; <br \/>Eine Studie von 2024 zeigt: Viele Menschen k\u00f6nnten sich ein leeres, umgebautes B\u00fcro als neues Zuhause vorstellen. F\u00fcr etwa 160.000 Haushalte w\u00fcrde ein solches gemeinschaftliches Wohnen infrage kommen.<\/p>\n<p>    Wohnen in Gro\u00dfst\u00e4dten: Zu eng, zu teuer<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/wohnraum238.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/wohnraum238.webp\" alt=\"Prof. Dr. Thomas Kr\u00fcger ist leitender Stadtplaner an der Hafen City Universit\u00e4t Hamburg\" title=\"Prof. Dr. Thomas Kr\u00fcger ist leitender Stadtplaner an der HafenCity Universit\u00e4t Hamburg. | NDR, Nico Stubbe\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Prof. Dr. Thomas Kr\u00fcger ist leitender Stadtplaner an der HafenCity Universit\u00e4t Hamburg.<\/p>\n<p class=\"\">\nStadtplaner Thomas Kr\u00fcger von der HafenCity Universit\u00e4t begr\u00fc\u00dft Projekte wie &#8222;Pop-Up Wohnen&#8220;. Zwar ist der Wohnungsmarkt in Hamburg laut einer Studie von 2024 weniger angespannt als in anderen Gro\u00dfst\u00e4dten &#8211; doch der Stadtplaner sieht trotzdem Bedarf f\u00fcr mehr Wohnraum: &#8222;Etwa ein Drittel der Menschen in der Stadt leben in sehr dichten Wohnverh\u00e4ltnissen &#8211; also viele Menschen in kleinen Wohnungen. Zudem zahlen sie deutlich mehr Miete, als man gew\u00f6hnlich f\u00fcr zumutbar h\u00e4lt &#8211; n\u00e4mlich etwa ein Drittel des Nettoeinkommens.&#8220; Das erh\u00f6he sich zum Teil auf bis zu 50 Prozent und mehr, erkl\u00e4rt Kr\u00fcger.<\/p>\n<p>    Klimafreundlich: Potenzial des Leerstands nutzen<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/umnutzung-102.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/umnutzung-102.webp\" alt=\"Die Mitglieder des Kollektivs &quot;vonwegenleer&quot;\" title=\"Leona Erdmann, Juli Sottdorf und Emma Stiehle (v.l.n.r.) vom Kollektiv &quot;vonwegenleer&quot;. | NDR, Luna Ragheb\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Leona Erdmann, Juli Sottdorf und Emma Stiehle (v.l.n.r.) vom Kollektiv &#8222;vonwegenleer&#8220;.<\/p>\n<p class=\"\">\nEr beobachtet, wie sich in den letzten Jahren, verst\u00e4rkt durch Corona, die Stadtlandschaft ver\u00e4ndert hat: Immer mehr L\u00e4den schlie\u00dfen, B\u00fcros stehen leer. Diese Fl\u00e4chen in Wohnraum umzuwandeln, sieht Kr\u00fcger als Potenzial &#8211; und h\u00e4lt das auch f\u00fcr klimapolitisch sinnvoll: &#8222;Das neue Haus, das Sie auf die gr\u00fcne Wiese setzen, das ist alles gebundenes, nagelneu verbrauchtes CO2. Wenn Sie ein B\u00fcrohaus, das da seit 50 Jahren steht, weiterhin nutzen und eben nicht abrei\u00dfen, sparen Sie unglaublich viel CO2-Einsatz.&#8220; Und das k\u00f6nne man, so Kr\u00fcger, auch so umbauen und nutzen, dass es nicht unbedingt &#8222;eine Energieschleuder&#8220; wird. Den Faktor Nachhaltigkeit hat &#8222;Pop-Up Wohnen&#8220; mitgedacht: Die M\u00f6bel sind so gestaltet und gebaut, dass sie sich schnell auf- und abbauen lassen. Sie k\u00f6nnen flexibel an verschiedenen Orten wiederverwendet werden.<\/p>\n<p>    Neue Standards: Weg vom &#8222;Mercedes&#8220;<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/zwischennutzung-102.webp\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/zwischennutzung-102.webp\" alt=\"Eine K\u00fcche in einem ehemaligen B\u00fcroraum der zu einer tempor\u00e4ren Wohnungen wurde.\" title=\"Kisten, wie man sie aus Lagerr\u00e4umen kennt, sind Teil der K\u00fcchenmodule. | Vonwegenleer, Arman Jeddi\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Kisten, wie man sie aus Lagerr\u00e4umen kennt, sind Teil der K\u00fcchenmodule.<\/p>\n<p class=\"\">\nKr\u00fcger pl\u00e4diert auch daf\u00fcr, beim Umbau von Leerstand nicht immer den h\u00f6chsten Ausstattungsstandard anzulegen. &#8222;Wir bauen [Wohnraum] in Deutschland oft wie einen Mercedes &#8211; technisch perfekt, energetisch optimiert, bestens ausgestattet. Das macht Wohnen aber auch teuer&#8220;, sagt er. F\u00fcr Pilotprojekte wie &#8222;Pop-Up Wohnen&#8220; k\u00f6nne es sinnvoll sein, zun\u00e4chst pragmatischer vorzugehen und Standards schrittweise anzupassen. So lie\u00dfen sich Ideen schneller umsetzen und sp\u00e4ter gezielt erweitern &#8211; &#8222;vielleicht mit einer Badewanne oder einem gro\u00dfen Gefrierschrank, wenn sich das Konzept bew\u00e4hrt&#8220;.<\/p>\n<p>    Politisch gewollt und gef\u00f6rdert<\/p>\n<p class=\"\">\nDas Pilotprojekt &#8222;Pop-Up Wohnen \u2013 Verborgene Wohnraumpotenziale&#8220; entstand im Rahmen des Bundesprogramms &#8222;Zukunftsf\u00e4hige Innenst\u00e4dte und Zentren&#8220;. In Hamburg ist es Teil eines st\u00e4dtischen F\u00f6rderaufrufs. Ziel war es, in einem realen Umfeld zu testen, wie sich leerstehende B\u00fcrofl\u00e4chen kurzfristig in Wohnraum verwandeln lassen &#8211; und welche Chancen und H\u00fcrden dabei in der Praxis auftreten.<\/p>\n<p>    Dringlichkeit und st\u00e4dtebaulicher Kontext<\/p>\n<p class=\"\">\nW\u00e4hrend in Hamburg immer mehr B\u00fcrofl\u00e4chen leerstehen, stockt der Wohnungsneubau deutlich: Wurden 2022 noch rund 5.200 Wohnungen fertiggestellt, waren es 2023 nur knapp 770. Gleichzeitig liegen die B\u00fcromieten in der Innenstadt mit durchschnittlich etwa 26,60 Euro pro Quadratmeter mehr als doppelt so hoch wie die Wohnraummieten, die bei rund 11,90 Euro pro Quadratmeter liegen. F\u00fcr Stadtplaner ist das ein offensichtliches Missverh\u00e4ltnis &#8211; viel Platz, der ungenutzt bleibt, trifft auf Menschen, die dringend Wohnraum suchen. Projekte wie &#8222;Pop-Up Wohnen&#8220; zeigen, dass Zwischennutzungen eine Br\u00fccke schlagen k\u00f6nnen: Sie lassen sich schnell umsetzen, sind r\u00fcckbaubar und erm\u00f6glichen Eigent\u00fcmerinnen und Eigent\u00fcmern, Leerstand vor\u00fcbergehend sinnvoll zu f\u00fcllen, ohne gleich eine dauerhafte Nutzungs\u00e4nderung beantragen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>    Forderung nach Reformen<\/p>\n<p class=\"\">\nGenau diese Antr\u00e4ge sind oft der Knackpunkt bei solchen Projekten: F\u00fcr eine Nutzungs\u00e4nderung muss ein Bauantrag eingereicht werden. Bei &#8222;Pop-Up Wohnen&#8220; wurde dieser Antrag im vereinfachten Genehmigungsverfahren gestellt. F\u00fcr das Geb\u00e4ude am Alten Fischmarkt war das Wohnen im Bebauungsplan sogar vorgegeben &#8211; dadurch gab es weniger Probleme mit der Genehmigung, wei\u00df ein Mitglied von &#8222;vonwegenleer&#8220;. Der Zusammenhang mit der F\u00f6rderung habe die Sache zus\u00e4tzlich beschleunigt. Leider laufe es nicht immer so ab, moniert Emma Stiehle: &#8222;Wenn man sieben Monate auf eine Baugenehmigung zur Nutzungs\u00e4nderung wartet, lohnen sich Zwischennutzungsprojekte oft gar nicht mehr.&#8220; Sie h\u00e4lt eine Reform dieser Prozesse f\u00fcr dringend notwendig.<\/p>\n<p>    Pionierprojekt mit Ambitionen<\/p>\n<p>                    <a href=\"https:\/\/images.ndr.de\/image\/405465ca-4409-41ca-a941-0f4a43a48006\/AAABmI_IYx8\/AAABmFUVXVg\/16x9-big\/umnutzung-104.webp?width=576\" class=\"zoomimage\" title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/umnutzung-104.webp\" alt=\"Eine H\u00e4ngematte und ein Feldbett in einem zum Wohnraum umgebauten B\u00fcro.\" title=\"Die Kombination aus H\u00e4ngematte und schwebendem Feldbett - eine von vielen originellen Ideen des Kollektivs. | NDR, Luna Ragheb\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>                    <\/a><\/p>\n<p>                    Die Kombination aus H\u00e4ngematte und schwebendem Feldbett &#8211; eine von vielen originellen Ideen des Kollektivs.<\/p>\n<p class=\"\">\nWo jedoch nach den vier Wochen am Alten Fischmarkt neue Wohnfl\u00e4che entsteht, steht noch offen &#8211; genauso wie die Masterpl\u00e4ne der drei vom Architektur-Kollektiv &#8222;vonwegenleer&#8220;. Ihre Idee wollen sie aber weitertragen. Emme Stiehle sieht das Ganze als Pionierprojekt: &#8222;Da ist nat\u00fcrlich das gro\u00dfe Ziel, der \u00d6ffentlichkeit zu zeigen, wie gut es funktioniert. Wie man vielleicht auch andere B\u00fcrogeb\u00e4ude zum Wohnen zwischennutzen kann. F\u00fcr die komplette Umnutzung von B\u00fcros gibt es in Hamburg auch schon ein <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Umnutzung-statt-Neubau-In-Hamburg-werden-Bueros-zu-Wohnraum,wohnraum228.html\" title=\"Umnutzung statt Neubau: In Hamburg werden B\u00fcros zu Wohnraum\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">gelungenes Beispiel im Stadtteil Bergedorf<\/a> &#8211; andererseits wurde ein Vorsto\u00df zu dem Thema gerade im <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/umbau-bueros-zu-wohnungen-in-hamburg-pilotprojekt-abgelehnt,wohnungen-142.html\" title=\"Umbau von B\u00fcros zu Wohnungen in Hamburg: Pilotprojekt abgelehnt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hamburger Stadtentwicklungsausschuss abgelehnt<\/a>.<\/p>\n<p>    Blick \u00fcber Hamburg hinaus<\/p>\n<p class=\"\">\nAuch in anderen St\u00e4dten werden leerstehende Geb\u00e4ude erfolgreich in Wohnraum verwandelt: In Rotterdam erm\u00f6glicht das modulare System &#8222;The Hub&#8220;, ungenutzte B\u00fcros innerhalb weniger Tage in voll ausgestattete Apartments umzubauen &#8211; und bei Bedarf r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen. In Toulouse wurde 2019 ein leerstehender Geb\u00e4udefl\u00fcgel innerhalb eines Monats zu einer Notunterkunft f\u00fcr 220 Menschen umgestaltet. Und in Saint-Denis bei Paris belebt seit 2009 das Projekt &#8222;6B&#8220; ein ehemaliges B\u00fcrogeb\u00e4ude als Mischung aus Wohnraum, Ateliers und Veranstaltungsfl\u00e4chen. Solche Beispiele zeigen, wie flexibel sich Leerstand nutzen l\u00e4sst &#8211; und wie St\u00e4dte weltweit davon profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/baustelle1164.webp\" alt=\"Ein Schutzhelm h\u00e4ngt an einer S\u00e4ule auf einer Baustelle.\" title=\"Ein Schutzhelm h\u00e4ngt an einer S\u00e4ule auf einer Baustelle. | picture alliance, Florian Gaertner\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die CDU wollte die Umwandlung von B\u00fcrogeb\u00e4uden zu Wohnraum praktisch erproben lassen. Der Vorsto\u00df wurde im Stadtentwicklungsausschuss abgelehnt. <\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/kibek106.webp\" alt=\"Aufnahme des Kibek-Quartiers in Elmshorn\" title=\"Aufnahme des Kibek-Quartiers in Elmshorn | Semmelhaack Wohnungsunternehmen, Ralf G\u00f6tzenberger\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Umwandlung von leer stehende Gewerbefl\u00e4chen, B\u00fcro- oder Verwaltungsgeb\u00e4uden k\u00f6nnte auch im Norden die Wohnungsnot lindern.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/wohnraum242.webp\" alt=\"Eine Visualisierung des B\u00fcrogeb\u00e4udes in Bergedorf, das zu einem Wohnhaus wird.\" title=\"Eine Visualisierung des B\u00fcrogeb\u00e4udes in Bergedorf, das zu einem Wohnhaus wird. | Studio Zadeh\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Die Wohnungsnot ist gro\u00df &#8211; nicht nur in Hamburg. Eine neue Strategie: leer stehende B\u00fcrogeb\u00e4ude zu Wohnraum umfunktionieren.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/baustelle1128.webp\" alt=\"Ein Bauarbeiter nimmt auf einer Baustelle einen Balken entgegen. (Symbolfoto)\" title=\"Ein Bauarbeiter nimmt auf einer Baustelle einen Balken entgegen. (Symbolfoto) | picture alliance \/ Sven Simon, Frank Hoermann\/SVEN SIMON\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Das Bezirksamt Altona will Wohnungen auf Gewerbefl\u00e4chen bauen. Der Hamburger Wirtschaftsbeh\u00f6rde gehen die Pl\u00e4ne zu weit.<\/p>\n<p>        Schlagw\u00f6rter zu diesem Artikel<\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/ratgeber\/reise\/hamburg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hamburg<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 10.08.2025 11:19 Uhr Mehr als 700.000 Quadratmeter B\u00fcrofl\u00e4che stehen in Hamburg leer, w\u00e4hrend Wohnraum f\u00fcr viele Stadtbewohner&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":333623,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[32246,1625,94196,29,30,692,94195,26375,50874,94197,11030],"class_list":{"0":"post-333622","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-wohnraum","9":"tag-buero","10":"tag-constructive-journalism","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-hamburg","14":"tag-konstruktiv","15":"tag-loesung","16":"tag-ndr-info-perspektiven","17":"tag-pop-up-wohnen-bueroraum","18":"tag-wohnungsnot"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115004041919840460","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/333622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=333622"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/333622\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/333623"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=333622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=333622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=333622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}