{"id":333658,"date":"2025-08-10T10:56:12","date_gmt":"2025-08-10T10:56:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/333658\/"},"modified":"2025-08-10T10:56:12","modified_gmt":"2025-08-10T10:56:12","slug":"erste-frau-an-der-spitze-der-bank-was-die-commerzbank-chefin-anderen-frauen-raet-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/333658\/","title":{"rendered":"Erste Frau an der Spitze der Bank: Was die Commerzbank-Chefin anderen Frauen r\u00e4t | Politik"},"content":{"rendered":"<p>Berlin \u2013<b> Bettina Orlopp ist keine, die mit der Faust auf den Tisch haut \u2013 und doch ist sie eine K\u00e4mpferin. Eine, die sich durchbei\u00dft. Eine, die sich entschlossen ihren Weg in einer Welt gebahnt hat, in der M\u00e4nner jahrzehntelang unter sich waren: der Finanzwelt. Und jetzt, mit 55 Jahren, steht sie ganz oben \u2013 als erste Frau an der Spitze der Commerzbank. <\/b><\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Und sie ist erfolgreich: Diese Woche ver\u00f6ffentlichte die Bank die Zahlen f\u00fcrs zweite Quartal: 462 Millionen Euro Nettogewinn \u2013 mehr, als Experten vorausgesagt hatten. Zum Jahresende sollen es 2,5 Milliarden sein, 100 Millionen mehr als bislang geplant. Unter ihr legte die Aktie gut 100 Prozent zu.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber BILD erkl\u00e4rt Orlopp, die Bank sei so profitabel wie noch nie. \u201eEin Erfolg des gesamten Team Yellow, das zusammensteht und sich nicht ablenken l\u00e4sst.\u201c <\/p>\n<p><b>Professor Volker Br\u00fchl, der an der Goethe-Uni in Frankfurt das Center for Financial Studies leitet, sch\u00e4tzt Orlopp. Er zu BILD: \u201eSie repr\u00e4sentiert die Bank sehr gut, sehr unaufgeregt, sehr n\u00fcchtern, sehr klar.\u201c Orlopp habe die Kosten stark reduziert, die Bank verschlankt. \u201eDas muss man ihr hoch anrechnen.\u201c Aber auch ihr Vorg\u00e4nger Manfred Knof (59) habe seinen Anteil am Erfolg.<\/b><\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>Auch bei den Commerz-B\u00e4nkern werde Orlopp gesch\u00e4tzt, so Br\u00fchl: \u201eSie kommuniziert nach innen sehr gut, hat einen guten Stand in der Belegschaft.\u201c Und das, obwohl sie 3900 Stellen streichen muss. <\/p>\n<p>Seit Oktober 2024 sitzt die 100-Prozent-Frau auf dem Chefposten. Zur <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/organisationen\/commerzbank\/wirtschaft-nachrichten-news-fotos-videos-19351184.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Commerzbank<\/a> kam sie 2014, arbeitete davor lange bei der Unternehmensberatung McKinsey, stieg dort zur Partnerin auf \u2013 die einzige in Deutschland, die Teilzeit arbeitete, um sich um ihre zwei Kinder zu k\u00fcmmern. Br\u00fchl lobt, Orlopp habe immer wieder weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte gest\u00e4rkt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Allein auf weiter Flur: Bei Merz\u2019 Investitionsgipfel im Juli war Orlopp (r.) neben Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) die einzige Frau\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/b07d80ed957c84d17eb4adb270aa5aa1,20d50267\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Allein auf weiter Flur: Bei Merz\u2019 Investitionsgipfel im Juli war Orlopp (r.) neben Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU) die einzige Frau<\/p>\n<p>Foto: IMAGO\/PIC ONE<\/p>\n<p><b>In BILD teilt sie ihren Rat an Frauen, die mit einer Spitzenposition lieb\u00e4ugeln: \u201eTraut Euch etwas zu, hebt die Hand und nehmt die Herausforderung an!\u201c<\/b><\/p>\n<p>Wie sie selbst es nach ganz oben geschafft hat? <\/p>\n<p><b>Eine Karriere als CEO k\u00f6nne man nicht planen, so Orlopp. Aber es sei wichtig, dass man einen Job habe, der Spa\u00df mache. \u201eDenn nur dann ist man gut und kann auch mit R\u00fcckschl\u00e4gen umgehen.\u201c Und: klarmachen, wenn man den n\u00e4chsten Karriereschritt gehen wolle.<\/b><\/p>\n<p>Schwierigster Kampf steht an<\/p>\n<p>Bei allen Erfolgen: Ihren schwierigsten Kampf f\u00fchrt Bettina Orlopp gerade erst. Es droht Gefahr aus Italien. Dort sitzt die Unicredit unter CEO Andrea Orcel (62) \u2013 und der will die Commerzbank \u00fcbernehmen. <\/p>\n<p>2024 kaufte die Bank der Bundesregierung Aktien ab, wurde damit gr\u00f6\u00dfter Anteilseigner. Jetzt steht die Bank kurz vor der 30-Prozent-Marke: Halten die Italiener 30 Prozent der Aktien, m\u00fcssen sie den \u00fcbrigen Aktion\u00e4ren ein Kaufangebot machen. Die Eigenst\u00e4ndigkeit der Commerzbank st\u00fcnde damit vor dem Aus.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>Orlopp wehrt sich dagegen. Das Gebaren aus Italien kritisierte sie am Mittwoch gegen\u00fcber der Presse scharf: \u201eDie Situation ist, gelinde gesagt, nicht ideal, da Unicredit ein direkter Wettbewerber im deutschen Markt ist.\u201c <\/p>\n<p>\u201eDas war der S\u00fcndenfall\u201c<\/p>\n<p>Ihr Weg aus der Misere: die Aktion\u00e4re reich belohnen, hoffen, damit den Preis f\u00fcr die Bank in die H\u00f6he zu treiben. Doch Finanzprofessor Br\u00fchl glaubt: \u201eMit Blick auf eine m\u00f6gliche \u00dcbernahme durch die Unicredit hat Frau Orlopp das Heft des Handelns nicht mehr in der Hand.\u201c Daf\u00fcr habe die Bundesregierung gesorgt, als sie 2024 das Aktienpaket an die Unicredit verkauft habe. \u201eDas war der S\u00fcndenfall.\u201c<\/p>\n<p>Was Br\u00fchl der Bankchefin jetzt r\u00e4t? \u201eSie muss mehr \u00fcber Zuk\u00e4ufe nachdenken, damit die Bank in andere Gr\u00f6\u00dfenordnungen wachsen kann.\u201c Denkbar: K\u00e4ufe im Bereich der Verm\u00f6gensverwaltung. <\/p>\n<p><b>Orlopp gibt sich optimistisch: Diese Woche sagte sie, 2026 k\u00f6nnte \u201eein Jahr des Aufbruchs werden\u201c.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin \u2013 Bettina Orlopp ist keine, die mit der Faust auf den Tisch haut \u2013 und doch ist&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":333659,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[94204,304,175,9369,170,169,29,30,171,174,45,18207,173,172,1031],"class_list":{"0":"post-333658","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-bankdirektor","9":"tag-banken","10":"tag-business","11":"tag-commerzbank","12":"tag-companies","13":"tag-companies-markets","14":"tag-deutschland","15":"tag-germany","16":"tag-markets","17":"tag-maerkte","18":"tag-texttospeech","19":"tag-unicredit","20":"tag-unternehmen","21":"tag-unternehmen-maerkte","22":"tag-vorstand"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115004111917209379","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/333658","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=333658"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/333658\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/333659"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=333658"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=333658"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=333658"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}