{"id":333991,"date":"2025-08-10T13:59:16","date_gmt":"2025-08-10T13:59:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/333991\/"},"modified":"2025-08-10T13:59:16","modified_gmt":"2025-08-10T13:59:16","slug":"uni-bekommt-tausende-katzenvideos-nach-forschungsaufruf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/333991\/","title":{"rendered":"Uni bekommt Tausende Katzenvideos nach Forschungsaufruf"},"content":{"rendered":"<p>Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Katzen wie hier im Saarland. Laut dem Industrieverband Heimtierbedarf kommen auf 100.000 Einwohner 20.100 Samtpfoten. Bundesweiter Durchschnitt sind gem\u00e4\u00df der Studie des Verbands 18.500 Stubentiger pro 100.000 Einwohner. <\/p>\n<p>Aber egal wo, ob im Saarland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen oder Bayern \u2013 viele der Halter w\u00fcssten bestimmt gerne mehr dar\u00fcber, warum sich ihre Fellnasen verhalten, wie sie sich verhalten. <\/p>\n<p>Und genau das interessiert auch Neurowissenschaftler der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum. Gemeinsam mit einem internationalen Team \u2013 bestehend aus Deutschland, Italien, der T\u00fcrkei und Kanada \u2013 erforschen sie verschiedene Verhaltensweisen der Vierbeiner. <\/p>\n<p>                          \u201eWir sind \u00fcberw\u00e4ltigt\u201c<\/p>\n<p>Vor rund einer Woche hat das deutsche Team seinen Aufruf f\u00fcr Katzenvideos gestartet. Jeder Katzenbesitzer konnte den Forschenden Videos aus verschiedenen Situationen zuschicken. <\/p>\n<p>Und der Zulauf ist enorm. Alleine in der kurzen Zeit seien \u00fcber 7000 Zuschriften insgesamt eingegangen und 2500 Forschungsvideos. \u201eWir sind \u00fcberw\u00e4ltigt\u201c, sagt Forschungsmitarbeiter Patrick Reinhardt. <\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich haben viele Katzenbesitzer die Forschenden auf weitere Themen hingewiesen. Dar\u00fcber habe sich das Team auch gefreut: \u201eDas ist, was ein Citizen Science Project ausmacht\u201c, so Reinhardt. <\/p>\n<p>                          Tausende Zuschriften f\u00fcr das Citizen Science Project<\/p>\n<p>Besonders ein Thema sei immer wieder aufgekommen. \u201eWo wir oft drauf hingewiesen wurden, ist, das Katzen schlauer und auch motivierter sind, als man vielleicht allgemein denkt. Dass man Katzen auch sehr gut trainieren kann und so Vorurteile abbauen kann \u2013 dass man einem Hund \u201eSitz\u201c und \u201ePlatz\u201c beibringen kann, eine Katze das aber nicht mitmachen w\u00fcrde.\u201c \u00a0<\/p>\n<p>Ob unter den vielen Zuschriften und Videos auch welche aus dem Saarland bei dem Forschungsteam eingegangen sind, das kann Reinhardt nicht sagen. Grund daf\u00fcr sind die strengen Datenschutzvorgaben. <\/p>\n<p>                          Schwanzhaltung, Schlafposition und Lieblingspfote<\/p>\n<p>Bei dem Forschungsprojekt werden drei grundlegende Verhaltensweisen untersucht. \u201eDas ist einmal die Schwanzhaltung der Katze: Also wie ist es, wenn die Katze in einem entspannten Zustand, aber wach ist? Und dann: Wie h\u00e4lt sie ihren Schwanz bei der Begr\u00fc\u00dfung?\u201c <\/p>\n<p>Dann gehe es au\u00dferdem darum, wie die Katze schl\u00e4ft. Nach Ergebnissen einer fr\u00fcheren Studie des Forschungsteams tendieren Katzen dazu, auf der linken Seite zu schlafen. Das sei besonders aus der Hirnforschungsperspektive interessant \u2013 denn daf\u00fcr k\u00f6nne es einen evolution\u00e4ren Grund geben. <\/p>\n<p>\u201eUnd das Letzte ist: Bevorzugt die Katze eine spezielle Pfote bei einer Aufgabe?\u201c<\/p>\n<p>                          Viele Videos wegen Berichterstattung<\/p>\n<p>Ausgewertet haben die Forschenden bisher noch nichts, derzeit sind sie noch dabei die Tausenden Zuschriften zu sammeln und zu organisieren. <\/p>\n<p>\u201eIm Moment ist es so: Wir gucken kurz, ob die Videos den Standards entsprechen. Au\u00dferdem haben wir Datenschutzauflagen, auf die wir die Videos checken m\u00fcssen, sonst m\u00fcssen wir sie direkt ausschlie\u00dfen. Und dann wird alles noch weiter anonymisiert und gespeichert \u2013 und dann sind auch schon wieder die n\u00e4chsten Videos da.\u201c \u00a0<\/p>\n<p>Die Anzahl der eingehenden Videos ist eng verbunden mit der Berichterstattung, das Thema sei \u00fcberall in Deutschland auf gro\u00dfes Interesse gesto\u00dfen. \u201eEs wurde extrem viel dar\u00fcber berichtet\u201c, sagt der Neurowissenschaftler. <\/p>\n<p>Mit ersten Ergebnissen der Studie rechnet das Team in ungef\u00e4hr einem Jahr. <\/p>\n<p>                          Aufgrund des gro\u00dfen Interesse l\u00e4ngere Einsendung m\u00f6glich<\/p>\n<p>Wer will, kann \u00fcbrigens noch mitmachen \u2013 auch nach dem Urlaub. \u201eViele haben uns geschrieben \u201aIch bin im Urlaub, kann ich danach auch noch mitmachen?\u2018 \u2013, und aufgrund des gro\u00dfen Interesses haben wir uns entschieden, das \u00fcber die n\u00e4chsten Monate noch aufzulassen.\u201c <\/p>\n<p>Wer eine Katze hat und Teil des Projektes werden will \u2013 kann hier mehr erfahren. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nirgendwo in Deutschland gibt es so viele Katzen wie hier im Saarland. 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