{"id":334085,"date":"2025-08-10T14:48:09","date_gmt":"2025-08-10T14:48:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334085\/"},"modified":"2025-08-10T14:48:09","modified_gmt":"2025-08-10T14:48:09","slug":"giganten-der-kunst-gustav-klimt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334085\/","title":{"rendered":"Giganten der Kunst \u2013 Gustav Klimt"},"content":{"rendered":"<p class=\"p4fzw5k tyrgmig m1iv7h85\">Ob in Wien, New York oder Tokio: Gustav Klimts (1862 \u2013 1918) Kunst zieht die Massen an, seine sinnlichen Kompositionen in Gold werden zu Rekordsummen gehandelt.<\/p>\n<p>Anf\u00fchrer einer K\u00fcnstlerrevolution<\/p>\n<p class=\"p4fzw5k tyrgmig m1iv7h85\">Gustav Klimt ist ein Mann der Widerspr\u00fcche: traditionsbewusst und grenz\u00fcberschreitend,\u00a0 Feminist und Sch\u00fcrzenj\u00e4ger, liebevoller Familienmensch und beziehungsunf\u00e4hig. Der scheue Mann aus einfachen Verh\u00e4ltnissen wird im Wien der Jahrhundertwende zum Anf\u00fchrer einer K\u00fcnstlerrevolution, der Secession. Statt gef\u00e4llige Historienmalerei zu liefern, experimentiert er mit abstrakten Symbolen, mit Gold als Stilelement und provozierenden Inhalten.<\/p>\n<p class=\"p4fzw5k tyrgmig m1iv7h85\">Seine Freiz\u00fcgigkeit sorgt f\u00fcr viele Skandale: Unter seinem blauen Malerkittel soll er nichts getragen haben, er hat Verh\u00e4ltnisse mit vielen seiner Modelle und sechs uneheliche Kinder. Klimts Privatleben w\u00fcrde heute die Klatschspalten und Sozialen Medien beherrschen. In der emanzipierten Modesch\u00f6pferin Emilia Fl\u00f6ge, die ihrer Zeit weit voraus war, findet er eine Seelenverwandte. Sie inspiriert Klimt und beeinflusst sein Werk.<\/p>\n<p>Auf einer Stufe mit Leonardo da Vinci und Edvard Munch<\/p>\n<p class=\"p4fzw5k tyrgmig m1iv7h85\">Sein Gem\u00e4lde &#8222;Der Kuss&#8220; geh\u00f6rt zu den weltweit bekanntesten Bildern \u00fcberhaupt und steht damit auf einer Stufe mit Leonardo da Vincis &#8222;Mona Lisa&#8220; oder Edvard Munchs &#8222;Der Schrei&#8220;. Unz\u00e4hlige Liebespaare posieren vor dem Original im Museum Belvedere in Wien, doch kaum einer wei\u00df, wer auf dem Bild dargestellt ist.<\/p>\n<p class=\"p4fzw5k tyrgmig m1iv7h85\">Forschende unterschiedlichster Fachrichtungen untersuchen und dechiffrieren die Entstehung von Klimts Meisterwerken. In packenden Spielszenen verfolgt die Dokumentation &#8222;Terra X \u2013 Giganten der Kunst&#8220; den k\u00fcnstlerischen Prozess Gustav Klimts und versucht, das Geheimnis seiner Kunst zu l\u00fcften. Zu Wort kommen unter anderen Klimt-Biografin und Kunsthistorikerin Mona Horncastle, Kunsthistoriker Alfred Weidinger und Stefanie Jahn, leitende Restauratorin am Belvedere, Wien.<\/p>\n<p>Interview mit Autorin und Kunsthistorikerin Dr. Mona Horncastle (&#8222;Gustav Klimt. Die Biografie&#8220;)<\/p>\n<p class=\"p4fzw5k tyrgmig m1iv7h85\"><strong>Klimts Werke zieren heutzutage Poster und Kaffeetassen, seine Kunst erscheint fast dekorativ. Inwiefern war Gustav Klimt ein &#8222;Kunst-Rebell&#8220;?<br \/><\/strong>Was heute gef\u00e4llig wirkt, war zu Klimts Zeiten skandal\u00f6s modern. Seine Bilder sind sch\u00f6n, aber sie besch\u00f6nigen nichts. Er portr\u00e4tiert starke Frauen, seine symbolistischen Werke zeigen das Leben ohne Krankheit, Alter und Tod auszusparen, und seine Judith ist eine Femme fatale, die den M\u00e4nnern \u00fcberlegen ist \u2013 ein eindeutiges Statement pro Frauenrechte im hitzig gef\u00fchrten Geschlechterkampf in Wien um 1900.<\/p>\n<p class=\"p4fzw5k tyrgmig m1iv7h85\"><strong>Warum wird Gustav Klimt auch als &#8222;Maler der Frauen&#8220; bezeichnet?<br \/><\/strong>Klimt gilt als Maler der Frauen, weil er mit seinen Frauenportr\u00e4ts sehr erfolgreich war und jeder diese kennt, denn sie h\u00e4ngen in allen wichtigen Museen der Welt. Was seinen Geschlechtsgenossen das F\u00fcrchten gelehrt hat, war f\u00fcr Klimt eine Grundbedingung: Er war fasziniert von unabh\u00e4ngigen, unkonventionellen, modernen Frauen, die er in seinen Portr\u00e4ts als starke Pers\u00f6nlichkeiten inszeniert, die uns bis heute in ihren Bann ziehen.<\/p>\n<p class=\"p4fzw5k tyrgmig m1iv7h85\"><strong>Inwiefern war Klimt ein Wegbereiter der Moderne und was macht sein Werk heute noch aktuell?<br \/><\/strong>Als K\u00fcnstler hatte Klimt eine Mission: Er hat fest daran geglaubt, dass Kunst politisch ist, weil sie das Leben verfeinert und damit das Wertesystem der Gesellschaft. Damit hat er wie kein anderer das Motto der Wiener Secession verk\u00f6rpert: &#8222;Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit&#8220;.<\/p>\n<p class=\"p4fzw5k tyrgmig m1iv7h85\">Das Interview f\u00fchrte Christian Stiefenhofer, Autor und Regisseur der Folge.\u00a0<\/p>\n<p class=\"p4fzw5k tyrgmig m1iv7h85\"><strong>Giganten der Kunst: Gustav Klimt<\/strong><br \/>Streamen ab 6. August 2025<br \/>TV-Erstausstrahlung ZDF am 10. August 2025, 19:30 Uhr<\/p>\n<p><strong>Film von <\/strong>Christian Stiefenhofer<\/p>\n<p><strong>Redaktion TV<\/strong> Sonja Trimbuch<br \/><strong>Redaktion Online<\/strong> Michael B\u00fcsselberg<\/p>\n<p><strong>Alle Folgen <\/strong><a class=\"b1tdgj4y\" href=\"https:\/\/www.zdf.de\/portraits\/giganten-der-kunst-100\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Giganten der Kunst<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ob in Wien, New York oder Tokio: Gustav Klimts (1862 \u2013 1918) Kunst zieht die Massen an, seine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":334086,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,30,1794,215],"class_list":{"0":"post-334085","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kunst-und-design","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115005024151658097","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/334085","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=334085"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/334085\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/334086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=334085"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=334085"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=334085"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}