{"id":334091,"date":"2025-08-10T14:51:13","date_gmt":"2025-08-10T14:51:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334091\/"},"modified":"2025-08-10T14:51:13","modified_gmt":"2025-08-10T14:51:13","slug":"us-regierung-kappt-mittel-oeffentlicher-rundfunk-mit-1-500-sendern-in-den-usa-vor-dem-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334091\/","title":{"rendered":"US-Regierung kappt Mittel &#8211; \u00f6ffentlicher Rundfunk mit 1.500 Sendern in den USA vor dem Aus"},"content":{"rendered":"<p>Nach fast sechs Jahrzehnten endet die Geschichte der Corporation for Public Broadcasting (CPB). Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk in den USA mit 1.500 Sendern verliert durch den Stopp aller Bundesmittel seine finanzielle Basis. Die US-Regierung unter Donald Trump hat s\u00e4mtliche Gelder gestrichen. Am 31. Januar 2026 schlie\u00dft die Gesellschaft endg\u00fcltig. Schon bis zum 30. September 2025 verlieren fast alle Besch\u00e4ftigten ihre Arbeit. Ein kleines \u00dcbergangsteam begleitet lediglich noch die \u201everantwortungsvolle und ordnungsgem\u00e4\u00dfe Schlie\u00dfung des Betriebs\u201c bis zum Enddatum (<a href=\"https:\/\/cpb.org\/pressroom\/Corporation-Public-Broadcasting-Addresses-Operations-Following-Loss-Federal-Funding\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">cpb: 01.08.25<\/a>).<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Massive K\u00fcrzungen trotz breiter Unterst\u00fctzung im Rundfunk<\/p>\n<p>CPB-Pr\u00e4sidentin Patricia Harrison macht die Tragweite der Entscheidung deutlich: \u201eTrotz der au\u00dferordentlichen Bem\u00fchungen von Millionen von Amerikanern, die den Kongress angerufen, angeschrieben und Petitionen eingereicht haben, um die Bundesmittel f\u00fcr die CPB zu erhalten, stehen wir nun vor der schwierigen Realit\u00e4t, unseren Betrieb einzustellen.\u201c Der Grund liegt in einem US-Bundesgesetz, das umfangreiche Ausgabenk\u00fcrzungen vorsieht. Das neue Haushaltsgesetz des zust\u00e4ndigen Senatsausschusses f\u00fcr Arbeit, Gesundheit, Soziales, Bildung und weitere Beh\u00f6rden enth\u00e4lt erstmals seit 1967 keinen Posten mehr f\u00fcr die CPB.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"669\" data-pagespeed-lazy-src=\"https:\/\/blackout-news.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/xTrump-shutterstock_2434408241.jpg.pagespeed.ic.9buFx3wEL5.jpg\" alt=\"US-Regierung streicht alle Mittel zur Finanzierung des \u00f6ffentlichen Rundfunks - 1.500 Radio- und Fernsehsender vor der Schlie\u00dfung\" class=\"wp-image-43313\" data-pagespeed-lazy-  src=\"\/pagespeed_static\/1.JiBnMqyl6S.gif\" onload=\"pagespeed.lazyLoadImages.loadIfVisibleAndMaybeBeacon(this);\" onerror=\"this.onerror=null;pagespeed.lazyLoadImages.loadIfVisibleAndMaybeBeacon(this);\"\/>US-Regierung streicht alle Mittel zur Finanzierung des \u00f6ffentlichen Rundfunks \u2013 1.500 Radio- und Fernsehsender vor der Schlie\u00dfung<\/p>\n<p>US-B\u00fcrger reagierten mit spontaner Spendenbereitschaft. Laut New York Times gingen rund 20 Millionen US-Dollar von 120.000 Unterst\u00fctzern direkt an die Sender NPR und PBS. Auch langfristige Zusagen stiegen. F\u00fcr 2024 rechnen die Sender mit rund 70 Millionen US-Dollar mehr als im Vorjahr. Dennoch bleibt die L\u00fccke gewaltig: F\u00fcr den Betrieb von PBS, NPR und lokalen Stationen h\u00e4tte die CPB j\u00e4hrlich 535 Millionen US-Dollar ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Ein herber Verlust f\u00fcr regionalen Rundfunk und Bildung<\/p>\n<p>Mit der Schlie\u00dfung entf\u00e4llt eine zentrale Finanzierungsquelle f\u00fcr lokalen Journalismus, Bildungsprojekte, Kulturprogramme und Notfallkommunikation. Harrison w\u00fcrdigte in ihrer Mitteilung die Arbeit der Partner im ganzen Land und betonte deren \u201eWiderstandsf\u00e4higkeit, F\u00fchrungsst\u00e4rke und unersch\u00fctterliches Engagement im Dienste des amerikanischen Volkes\u201c.<\/p>\n<p>\u00dcber 1.500 lokal verwaltete Radio- und TV-Stationen profitierten bisher von den Mitteln der CPB. Die Organisation war zugleich wichtigste Geldgeberin f\u00fcr Forschung, Technologieentwicklung und neue Formate im \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ohne diese Unterst\u00fctzung geraten viele Projekte in Gefahr, da alternative Finanzierungswege oft fehlen oder unsicher sind.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Auswirkungen reichen \u00fcber den Rundfunk hinaus<\/p>\n<p>Die Entscheidung der US-Regierung betrifft nicht nur den Mediensektor. Auch andere Bundesbeh\u00f6rden sp\u00fcren die Folgen der K\u00fcrzungen, darunter die US-Raumfahrtagentur NASA. Experten bef\u00fcrchten, dass die gleichzeitige Belastung mehrerer Schl\u00fcsselbereiche langfristige Folgen f\u00fcr Innovation, Bildung und Informationsvielfalt nach sich zieht.<\/p>\n<p>Viele Beobachter sehen die Schlie\u00dfung der CPB als einen Einschnitt in die amerikanische Medienlandschaft, der vergleichbare Strukturen in anderen L\u00e4ndern als wertvoller erscheinen l\u00e4sst. W\u00e4hrend private Medien verst\u00e4rkt auf wirtschaftlichen Druck reagieren, galt der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk in den USA als Garant f\u00fcr unabh\u00e4ngige Berichterstattung und kulturelle Vielfalt. Der Wegfall dieser Institution hinterl\u00e4sst eine L\u00fccke, deren Ausma\u00df erst in den kommenden Jahren sichtbar sein d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach fast sechs Jahrzehnten endet die Geschichte der Corporation for Public Broadcasting (CPB). Der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk in den&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":334092,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,4486,215],"class_list":{"0":"post-334091","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-rundfunk","14":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115005035981441951","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/334091","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=334091"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/334091\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/334092"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=334091"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=334091"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=334091"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}