{"id":3343,"date":"2025-04-02T23:17:16","date_gmt":"2025-04-02T23:17:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/3343\/"},"modified":"2025-04-02T23:17:16","modified_gmt":"2025-04-02T23:17:16","slug":"von-ketten-teilweise-abgeschafft-kunden-vermissen-papier-werbeprospekte-und-kaufen-weniger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/3343\/","title":{"rendered":"Von Ketten teilweise abgeschafft: Kunden vermissen Papier-Werbeprospekte &#8211; und kaufen weniger"},"content":{"rendered":"<p>                    Von Ketten teilweise abgeschafft<br \/>\n                Kunden vermissen Papier-Werbeprospekte &#8211; und kaufen weniger<\/p>\n<p>\t\t\t\t              02.04.2025, 16:07 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Viele Haushalte in Deutschland erhalten nach wie vor gedruckte Prospekte, manche Handelsketten haben sie jedoch auch abgeschafft. So einige Kunden bedauern die Entscheidung laut einer Befragung und passen ihr Kaufverhalten an. Apps wollen sie nicht nutzen.<\/strong><\/p>\n<p>Einige Einzelh\u00e4ndler wie Rewe und Obi haben ihren klassischen Werbeprospekt abgeschafft. Manche Kunden sehen das jedoch negativ. Laut einer Befragung des Handelsforschungsinstituts IFH K\u00f6ln vermissen 52 Prozent der betroffenen Menschen die Print-Werbung. Dies bezieht sich auf Personen, die fr\u00fcher regelm\u00e4\u00dfig Prospekte gelesen haben, die dann eingestellt wurden. 62 Prozent geben demnach an, nun weniger Informationen \u00fcber Angebote der entsprechenden H\u00e4ndler zu erhalten.<\/p>\n<p>Fast jeder Zweite kauft nach eigenen Angaben infolgedessen weniger bei diesen Anbietern (45 Prozent). An den Apps, in denen H\u00e4ndler oft zus\u00e4tzliche Rabatte anbieten, haben viele Kunden offensichtlich keinen gro\u00dfen Gefallen. 45 Prozent finden es kompliziert, andere Kan\u00e4le oder Medien nutzen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>49 Prozent der Betroffenen lesen inzwischen mehr Prospekte von anderen Ketten, die nach wie vor auf Print-Werbung setzen. Das IFH hat im Rahmen einer Studie im Februar 2025 rund 1.260 Menschen in Deutschland repr\u00e4sentativ befragt.<\/p>\n<p>Am Ende entschieden die Verbraucher, welche Medien sie konsumieren, sagte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von IFH Media Analytics, Andreas Riek\u00f6tter. &#8222;Logisch, dass Konsumenten, die es so gewohnt sind, ihre Eink\u00e4ufe zu planen, weniger bei den Anbietern kaufen, die ihrerseits den Zugang zu ihren Angeboten derart reglementieren, dass sie Verbraucherinnen und Verbraucher zum digitalen Konsum nahezu zwingen wollen.&#8220;<\/p>\n<p>Rewe bleibt bei der Entscheidung<\/p>\n<p>Die Supermarktkette Rewe, die seit 2023 auf Print-Werbung verzichtet, h\u00e4lt den Schritt nach wie vor f\u00fcr richtig. Den gedruckten Papier-Prospekt abzuschaffen, habe sich bew\u00e4hrt, sagte eine Sprecherin. &#8222;Alle Rewe-Kaufleute stehen geschlossen und unver\u00e4ndert hinter der Entscheidung.&#8220;<\/p>\n<p>Seit der Einstellung verzeichne man eine positiv stabile Gesch\u00e4ftsentwicklung. Die hohen Anmelde- und Nutzungszahlen der Rewe-App belegen nach Unternehmensangaben die stark verbreitete Akzeptanz digitaler L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Der IFH-Studie zufolge erfreuen sich Print-Prospekte bei Menschen in Deutschland weiterhin gro\u00dfer Beliebtheit. 78 Prozent aller Umfrage-Teilnehmer lesen sie einmal in der Woche oder \u00f6fter. Der Anteil liegt damit so hoch wie bei Befragungen in den vergangenen Jahren.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse zeigten, dass gedruckte Prospekte nach wie vor ein fester Bestandteil im Alltag der Konsumentinnen und Konsumenten bleiben, sagte IFH-Experte Riek\u00f6tter. Laut der Untersuchung erhalten 83 Prozent der deutschen Haushalte die klassischen Prospekte, von 96 Prozent davon w\u00fcrden sie auch gelesen, hei\u00dft es. Die h\u00e4ufigsten Motive: Schn\u00e4ppchen finden, Geld sparen und den Einkauf planen.<\/p>\n<p>IFH: Gedruckte Prospekte nicht zu ersetzen<\/p>\n<p>Dass die gedruckten Werbeprospekte so gefragt sind, hat Gr\u00fcnde. Sie profitierten von einem hohen Gew\u00f6hnungseffekt, so Riek\u00f6tter. Laut Umfrage nehmen 87 Prozent der Menschen die Lekt\u00fcre als gem\u00fctlich und entspannt wahr. Bei den Online-Alternativen geben das 72 Prozent an. Die \u00fcbrigen 28 Prozent empfinden das Lesen als stressig und anstrengend.<\/p>\n<p>Online-Medien wie Apps und Webseiten verzeichnen der Studie zufolge starke Zuw\u00e4chse und werden von Konsumenten immer h\u00e4ufiger genutzt. Aus Sicht von Riek\u00f6tter sind gedruckte Prospekte wegen ihrer Reichweite nicht zu ersetzen. Viele Kunden w\u00fcrden deshalb beides, also Print- und Online-Werbung, lesen.<\/p>\n<p>Neben Rewe verzichtet seit 2022 auch die Baumarktkette Obi auf Print-Werbung. Die Deutsche Post hat ihr Werbegesch\u00e4ft &#8222;Einkaufaktuell&#8220; mit Prospekten von Einzelh\u00e4ndlern zum 1. April 2024 eingestellt. Grund daf\u00fcr seien die sinkenden Werbeausgaben von Firmenkunden und die gestiegenen Kosten f\u00fcr Energie, Papier und Personal, hie\u00df es.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von Ketten teilweise abgeschafft Kunden vermissen Papier-Werbeprospekte &#8211; und kaufen weniger 02.04.2025, 16:07 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":3344,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,1072,30,171,174,872,173,172,55],"class_list":{"0":"post-3343","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-einzelhandel","13":"tag-germany","14":"tag-markets","15":"tag-maerkte","16":"tag-rewe","17":"tag-unternehmen","18":"tag-unternehmen-maerkte","19":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114270925144938426","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3343","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3343"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3343\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3344"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3343"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3343"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3343"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}