{"id":33432,"date":"2025-04-15T08:38:10","date_gmt":"2025-04-15T08:38:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/33432\/"},"modified":"2025-04-15T08:38:10","modified_gmt":"2025-04-15T08:38:10","slug":"grossbritannien-will-mehr-atomkraft-trotz-milliardenkosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/33432\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfbritannien will mehr Atomkraft &#8211; trotz Milliardenkosten"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 15.04.2025 09:03 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Atomausstieg? Nicht in Gro\u00dfbritannien. Die britische Regierung will neue &#8211; vor allem kleinere und billigere &#8211; Reaktoren bauen. Denn ein Mega-AKW-Projekt kommt nur langsam voran, w\u00e4hrend die Kosten ins Astronomische wachsen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/christoph-proessl-106.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Christoph Pr\u00f6ssl\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/christoph-proessl-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Energie-Versorgung ist im Vereinigten K\u00f6nigreich genauso wie in Deutschland ein riesiges Thema. Die Kosten f\u00fcrs Heizen sind hoch, die Wirtschaft w\u00fcnscht sich preiswerteren Strom und dann gibt es da noch die Ziele f\u00fcr eine klimaneutrale Zukunft. Bis 2050, so hat es die Politik beschlossen, soll Gro\u00dfbritannien klimaneutral heizen, produzieren und von A nach B fahren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAllein mit Wind- und Solarstrom wird das nicht gelingen, davon geht die Labour-Regierung aus. Deswegen wird der Ausbau der Atomenergie vorangetrieben. In den 1990er-Jahren betrug der Anteil des Atomstroms im Land noch etwa 25 Prozent. Dieser Wert fiel auf etwa 15 Prozent in den vergangenen Jahren. Die britische Regierung f\u00f6rdert Windkraft- und Solarstromanlagen und hat das Ziel ausgegeben, dass mehr W\u00e4rmepumpen installiert werden, somit soll der Stromverbrauch wenigstens in diesem Bereich sinken. Doch all das wird nicht reichen, so die Argumentation von Labour.<\/p>\n<p>    Modulare Reaktoren im Fokus<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDeswegen hat Keir Starmer angek\u00fcndigt, neue Atomkraftwerke bauen zu lassen. Der Fokus liegt auf kleineren, modularen Reaktoren. Diese bestehen aus gro\u00dfen Bauteilen, die in Fabriken gefertigt werden, um sie dann am Standort zusammen zu setzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Bauprozess soll so vereinfacht werden, sagt Adrian Bull, Professor am Dalton Nuclear Institute der Universit\u00e4t Manchester. Er spricht von &#8222;nuklearem Lego&#8220;. Es ist eine Art Serienfertigung, um die Planung zu verschlanken und schlussendlich die Preise f\u00fcr den Atomstrom zu senken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch bislang ist das nur ein Versprechen. Starmer will das Vereinigte K\u00f6nigreich in diesem Bereich sogar f\u00fchrend machen, die Atomwirtschaft soll ein Wachstumsmarkt werden. Weltweit gibt es jedoch viele verschiedene Reaktortypen und diese kleineren modularen Kraftwerke werden eben noch nicht in Serie gefertigt. Die britische Regierung hat nun Konzerne dazu aufgerufen, konkrete Vorschl\u00e4ge einzubringen, darunter ist auch der britische Konzern Rolls Royce.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Schon im Bau ist das AKW Hinkley Point C. Hier rechnet man inzwischen damit dass die Baukosten am Ende 46 Milliarden Pfund betragen werden &#8211; urspr\u00fcnglich waren 21 Milliarden Pfund veranschlagt worden.\n                    <\/p>\n<p>    Frustrierende Erfahrungen mit Mega-Bauprojekten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDass die Regierung sich auf diesen neuen Bautyp konzentriert, hat einen Hintergrund: Die Briten haben in den vergangenen Jahren sehr anschaulich gelernt, wie teuer der Bau von Atomkraftwerken sein kann.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm Bristol-Kanal entsteht derzeit das gr\u00f6\u00dfte Atomkraftwerk in Gro\u00dfbritannien, Hinkley Point C. 12.000 Arbeiter sind hier besch\u00e4ftigt. Es ist der erste Druckwasser-Reaktor im Vereinigten K\u00f6nigreich &#8211; ein technisch anspruchsvolles Projekt, mit vielen Verz\u00f6gerungen. Der franz\u00f6sische Betreiber EDF sagt, die Fertigstellung erfolgt fr\u00fchestens 2029. Die Kosten sind enorm gestiegen &#8211; von zun\u00e4chst 22 Milliarden Euro auf mehr als 55 Milliarden. Das Projekt illustriert, wie kompliziert solche Gro\u00dfanlagen zu planen sind und wie schnell die Kosten ins Uferlose steigen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZudem war es schwer, Investoren zu finden, die \u00fcberhaupt bereit sind, die Milliarden zu stellen. Die kleineren modularen Reaktoren k\u00f6nnten also auch dazu f\u00fchren, dass Unternehmen eher zu Investitionen bereit sind<\/p>\n<p>    Mehrheit der Briten f\u00fcr Atomstrom<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch wenn die Anlagen m\u00f6glicherweise billiger werden &#8211; Atomstrom ist nicht die g\u00fcnstigste Energie, sagt Adrian Bull. Aber aus Sicht des Professors ist Kernenergie ein wichtiger Baustein eines CO2-freien Mixes. Der Wind weht nicht immer, die Erzeugung von Solarstrom ist auch Schwankungen ausgesetzt und Speichertechnologien sind l\u00e4ngst nicht ausgereift.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nImmerhin gibt es in Gro\u00dfbritannien eine deutliche Mehrheit, die sich f\u00fcr den Atomstrom ausspricht. In einer Umfrage der Meinungsforscher von YouGov vom 7. April dieses Jahres haben 49 Prozent der Befragten gesagt, sie seien f\u00fcr die Erzeugung von Atomstrom. 29 Prozent sind dagegen, viele haben keine Meinung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch wenn die britischen Parteien nie einen Atomausstieg beschlossen haben: Es gibt auch Gemeinsamkeiten zwischen dem Vereinigten K\u00f6nigreich und Deutschland beim Thema Atomenergie. Eine Debatte um die Sicherheit von Atomkraftwerken gibt es aber auch hier. Und: Weder im Vereinigten K\u00f6nigreich noch in Deutschland gibt es ein Endlager.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 15.04.2025 09:03 Uhr Atomausstieg? Nicht in Gro\u00dfbritannien. 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