{"id":334355,"date":"2025-08-10T17:13:17","date_gmt":"2025-08-10T17:13:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334355\/"},"modified":"2025-08-10T17:13:17","modified_gmt":"2025-08-10T17:13:17","slug":"outdoor-mode-aus-stuttgart-wenn-etwas-neues-dann-etwas-nachhaltiges-designerin-setzt-auf-upcycling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334355\/","title":{"rendered":"Outdoor-Mode aus Stuttgart: \u201eWenn etwas Neues, dann etwas Nachhaltiges\u201c \u2013 Designerin setzt auf Upcycling"},"content":{"rendered":"<p>Silvia Hlinik f\u00fcrchtet sich nicht vor Konkurrenz. Im Gegenteil, sie sagt: \u201eIch w\u00fcnsche mir Nachahmer\u201c \u2013 Nachahmer f\u00fcr ihr <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.veja-patagonia-und-fjaellraeven-was-ist-das-rezept-ihres-erfolges.1b9af7fc-4651-4205-9166-3f92d8eb2846.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Konzept der nachhaltigen Outdoor-Mode<\/a>. In einer kleinen Werkstatt in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart-Feuerbach\" title=\"Stuttgart-Feuerbach\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart-Feuerbach<\/a> stellt die 38-J\u00e4hrige Accessoires \u201ef\u00fcr Alltag, Freizeit und Abenteuer\u201c her, wie es auf der Webseite ihres Labels Manuc hei\u00dft.<\/p>\n<p>Die Produktpalette reicht von rot schattierten Fahrradm\u00fctzen im Zebra-Look \u00fcber Stirnb\u00e4nder mit Rosenmuster bis hin zu kompakten Reisehandt\u00fcchern. Hlinik setzt dabei nicht nur auf nachhaltige Materialien wie Bio-Baumwolle oder Holzfaser, sondern auch auf die Methode des Upcyclings. Das bedeutet, aussortierte Gegenst\u00e4nde zu anderen Waren zu verarbeiten \u2013<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.we-are-the-future-festival-upcyceln-statt-wegwerfen-ivo-lutz-will-bock-aufs-handwerk-machen.62ff6656-dd8e-4905-b33a-35769f6f4a48.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"> und ihnen so einen neuen Wert zu verschaffen<\/a>.<\/p>\n<p>Upcycling als nachhaltige Methode <\/p>\n<p>Hlinik nutzt vor allem Stoffreste, die bei anderen Labels \u00fcbrig geblieben sind und die ansonsten auf dem Abfall landen w\u00fcrden. Auch alte Hemden oder Blusen verwendet sie gerne. Abh\u00e4ngig von den gerade verf\u00fcgbaren Materialien \u00fcberlegt sich die ausgebildete Modedesignerin, was sie daraus machen k\u00f6nnte. <\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/media.media.3656332a-bf14-4e4c-938f-6ea42f813333.original1024.media.jpeg\"\/>     Fahrradm\u00fctzen, Halst\u00fccher, Reisehandt\u00fccher \u2013 das Angebot von \u201eManuc\u201c richtet sich an Outdoor-Fans    Foto: Lichtgut\/Christoph Schmidt    <\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend greift sie in ihrem Atelier in der N\u00e4he des Feuerbacher Bahnhofs zum Werkzeug, schneidet die Stoffe mit dem Rollmesser neu zu, testet verschiedene Varianten aus und n\u00e4ht Probest\u00fccke zusammen. Wenn die sich als gut erweisen, ist ein neues Produkt entstanden. Das kann Hlinik dann erneut herstellen, sobald ihr wieder \u00e4hnliche Materialien in die H\u00e4nde kommen. So schneidert sie beispielsweise aus einem alten Hemd drei neue Fahrradm\u00fctzen.<\/p>\n<p>Designerin aus <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stuttgart<\/a> arbeitet hauptberuflich in der Lebensmittelindustrie <\/p>\n<p>Selbstst\u00e4ndig t\u00e4tig ist die in Wendlingen (Kreis Esslingen) aufgewachsene Hlinik seit 2015. F\u00fcnf Jahre zuvor hatte sie ihre Ausbildung abgeschlossen, arbeitete dann bei verschiedenen Schneidereien und Modelabels. In diesem Berufsfeld sei es allerdings schwierig, eine Vollzeitstelle zu finden, erz\u00e4hlt sie. Au\u00dferdem liege das Gehalt oft an der Mindestlohngrenze. <\/p>\n<p>Deshalb verschlug es Hlinik schlie\u00dflich in die Lebensmittelindustrie. Dort arbeitet sie seitdem in einem inklusiven <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Unternehmen\" title=\"Unternehmen\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unternehmen<\/a> zusammen mit Menschen mit Behinderung, \u00fcberwiegend im Bereich der Logistik und Verpackung. Noch heute ist das Hliniks Hauptjob. Vom Modehandwerk wollte sie allerdings nicht ganz lassen und so er\u00f6ffnete sie nebenberuflich zun\u00e4chst eine eigene Ma\u00df- und \u00c4nderungsschneiderin. <\/p>\n<p>Neuer Fokus auf Outdoor-<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Mode\" title=\"Mode\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mode<\/a> <\/p>\n<p>Nach und nach begann sie, unter dem Namen Werkstoff-Atelier mit Upcycling zu experimentieren. Denn: \u201eEs gibt schon so viele Unternehmen. Ich dachte mir, wenn ich etwas Neues mache, dann etwas Nachhaltiges.\u201c Allerdings klang ihr \u201eWerkstoff-Atelier\u201c schnell etwas zu verstaubt. Seit rund drei Jahren hei\u00dft Hliniks Betrieb deshalb nun Manufaktur Manuc, verbunden mit einem neuen Fokus auf Outdoor-Mode. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/media.media.a8551535-5533-4a1d-89df-6fe3a1192fd5.original1024.media.jpeg\"\/>     Neben ihrem Hauptjob in der Lebensmittelindustrie verbringt Hlinik ein bis zwei Arbeitstage pro Woche mit dem Modehandwerk.    Foto: Lichtgut\/Christoph Schmidt    <\/p>\n<p>Bei der Produktentwicklung richtet sie sich dabei neben den Materialien auch nach ihren eigenen Bed\u00fcrfnissen. Hlinik ist selbst viel in der Natur unterwegs, besonders gerne in den Bergen. Daraus zieht sie Inspiration.<\/p>\n<p> \u201eMittlerweile entstehen Produkte, weil wir sie selbst vermissen\u201c, sagt Hliniks Partner Jakob Engel. Er unterst\u00fctzt seine Freundin im Vertrieb und k\u00fcmmert sich um den Online-Shop, Bestellungen sowie Rechnungen. \u201eMit dem Reisehandtuch aus Bio-Baumwolle haben wir offenbar einen Nerv getroffen\u201c, f\u00fcgt Engel hinzu. Es trockne \u00e4hnlich schnell wie die g\u00e4ngigen Mikrofaser-Handt\u00fccher im Reiseformat, gebe im Gegensatz dazu aber kein Mikroplastik ab. <\/p>\n<p> Gesetz erschwert Upcycling <\/p>\n<p>F\u00fcr die Vermarktung setzen Hlinik und Engel auf Design- und Handwerksm\u00e4rkte in der Region Stuttgart. \u201eDas l\u00e4uft mittlerweile ziemlich gut\u201c, sagt die Betriebsgr\u00fcnderin. Sie hofft darauf, \u201elangsam und nachhaltig zu wachsen\u201c. Allerdings nicht zu sehr, schlie\u00dflich sind ihrem derzeitigen Gesch\u00e4ftsmodell Grenzen gesetzt. Angestellte hat Hlinik nicht und sie selbst kann sich parallel zu ihrem Hauptjob nicht mehr als ein bis zwei Tage pro Woche f\u00fcr \u201eManuc\u201c nehmen. Schon jetzt reicht die Arbeit oft bis ins Wochenende hinein. \u201eAber das ist einfach meine Leidenschaft\u201c, sagt Hlinik. <\/p>\n<p>Einen Wunsch hat sie jedoch noch: eine Anpassung des deutschen Textilkennzeichnungsgesetzes in Bezug auf Upcycling. Das Gesetz schreibt bislang vor, bei angebotenen Textilprodukten <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.hilfe-beim-kleiderkauf-was-steht-da-auf-dem-kleideretikett.8960cee2-e45b-4d65-971f-750777884321.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">alle verwendeten Materialien aufzuf\u00fchren<\/a>. Beim Upcycling seien die Materialien der Ursprungsstoffe aber oft nicht nachzuverfolgen, sagt Hlinik. \u201eDadurch wird man sehr ausgebremst.\u201c Dabei m\u00fcsste dem Upcycling, so ihre \u00dcberzeugung, in einer nachhaltigen Wirtschaft eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Rolle zukommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Silvia Hlinik f\u00fcrchtet sich nicht vor Konkurrenz. 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