{"id":334403,"date":"2025-08-10T17:40:17","date_gmt":"2025-08-10T17:40:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334403\/"},"modified":"2025-08-10T17:40:17","modified_gmt":"2025-08-10T17:40:17","slug":"die-toechter-wollen-seine-firma-nicht-uebernehmen-trotzdem-soll-es-weitergehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334403\/","title":{"rendered":"Die T\u00f6chter wollen seine Firma nicht \u00fcbernehmen, trotzdem soll es weitergehen"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eMedizintechnik ist ein komplexes Gesch\u00e4ft\u201c, sagt Rolf Ackermann. Seit 1954 gibt es sein Unternehmen, die Ackermann Instrumente GmbH in Rietheim-Weilheim. Die Firma fertigt und vertreibt chirurgische Instrumente, vor allem f\u00fcr Endoskopie und Implantologie, und vor allem unter der eigenen Marke.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Sein Vater Heinz hat die Firma gegr\u00fcndet, Rolf Ackermann stieg 1993 ein &#8211; und war nat\u00fcrlich auch schon vorher mit im Gesch\u00e4ft. \u201eIch hab&#8216; morgens um 4 Uhr angefangen, dann eine Ausbildung in einem Betrieb in Tuttlingen gemacht, dann wieder zu Hause gearbeitet und irgendwann noch studiert\u201c &#8211; so beschreibt er seine Anf\u00e4nge. Sp\u00e4ter, als er selbst Inhaber war, wurde das Arbeitspensum nicht weniger.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/ef21607c-5707-4ae6-9f31-f8d4c1efc3c1.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Der Hauptsitz der Ackermann Instrumente GmbH in Rietheim-Weilheim. \"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Der Hauptsitz der Ackermann Instrumente GmbH in Rietheim-Weilheim.  (Foto: Ackermann Instrumente )<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Dass seine beiden T\u00f6chter sich das jetzt nicht antun wollen, kann der 60-J\u00e4hrige durchaus nachvollziehen. Aber ihm sei klar gewesen: \u201eWenn ich mal in Rente gehe, will ich, dass es gut weitergeht.\u201c<\/p>\n<p>Finanzinvestor aus T\u00fcbingen steigt ein<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Mit SHS Capital soll es nun weitergehen. Dahinter steckt eine Beteiligungsgesellschaft aus T\u00fcbingen, die sich auf Medizintechnik spezialisiert hat. SHS hat vor kurzem die Mehrheitsanteile an Ackermann \u00fcbernommen. Wie hoch die Anteile sind und wie viel Geld geflossen ist, dazu schweigen die Beteiligten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1d265cff-3d57-4323-bcf7-bb02fe7db58e.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Produktion in der Medizintechnik: Bei Ackermann Instrumente werden Produkte f\u00fcr die Chirurgie rund um Endoskopie und Implantologie hergestellt. \"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Produktion in der Medizintechnik: Bei Ackermann Instrumente werden Produkte f\u00fcr die Chirurgie rund um Endoskopie und Implantologie hergestellt.  (Foto: Ackermann Instrumente )<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Klar ist aber: Ackermann hat sich bewusst f\u00fcr einen Finanzinvestor entschieden und gegen den Verkauf an eine gr\u00f6\u00dfere Firma. \u201eKlar h\u00e4tte an einen strategischen Investor verkaufen und schnelles Cash machen k\u00f6nnen\u201c, sagt er, \u201eaber so kann ich noch mitmischen, da haben wir als Firma mehr M\u00f6glichkeiten.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/65629553-75e1-40fb-a177-36a3b9eccef9.png\" loading=\"lazy\" alt=\"Jetzt die Schw\u00e4bische App downloaden!\"\/>Jetzt die Schw\u00e4bische App downloaden!<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Egal, ob Sie auf Balkonien entspannen, auf hoher See r\u00e4tseln oder im Urlaub einfach mal abschalten \u2013 mit der Schw\u00e4bische App bleiben Sie immer bestens informiert und unterhalten. Lesen Sie regionale Nachrichten, l\u00f6sen Sie R\u00e4tsel und verpassen Sie keine Push-Meldung \u2013 ganz bequem auf Ihrem Smartphone.<\/p>\n<p>\ud83d\udc49 <strong>Jetzt kostenlos downloaden: <\/strong>Hier im <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/apps.apple.com\/de\/app\/schwaebische\/id432491155?pt=408680&amp;ct=b2c_2505_urlaub_artikel&amp;mt=8\" rel=\"nofollow noopener\">App Store<\/a>, dem <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=de.schwaebische.epaper&amp;referrer=utm_source%3Dwww.schwaebische.de%26utm_medium%3Dimage-link%26utm_term%3Dartikel%26utm_content%3Dbutton_google_play_store%26utm_campaign%3Db2c_2505_urlaub_artikel\" rel=\"nofollow noopener\">Google Play Store<\/a> oder scannen Sie den QR-Code \u2013 und schon beginnt Ihr Urlaub mit der Schw\u00e4bische App.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Denn f\u00fcr SHS soll es nicht bei dieser einen Beteiligung bleiben. Ziel sei es, eine gr\u00f6\u00dfere Medizintechnik-Gruppe aufzubauen, erkl\u00e4rt Cornelius Maas, Partner bei SHS Capital. \u201eWir sehen schon l\u00e4nger den Trend, dass sich auf dem Markt einiges bewegt, deshalb sind wir auf der Suche nach weiteren Partnern.\u201c<\/p>\n<p>Sind es wirklich noch 400 Unternehmen?<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Von 400 Unternehmen im Medizintechnik-Cluster in und um Tuttlingen war in den vergangenen Jahren die Rede. Doch eine Konzentration ist sp\u00fcrbar: Die Zahl der Chirurgiemechanikbetriebe ist laut Handwerkskammer Konstanz in zehn Jahren um etwa 20 Prozent zur\u00fcckgegangen, in der Industrie d\u00fcrfte es \u00e4hnlich sein.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eDie kleinteilige Tuttlinger Cluster-Region hat fantastische Produkte, aber vor allem die Zwei- bis Drei-Mann-Betriebe sind im Gesamtsetup so klein, dass sie den Markteintrittsbarrieren nicht mehr gerecht werden k\u00f6nnen\u201c, sagt Peter Grassl, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei Ackermann Instrumente.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/d99f3a64-0ca2-4e93-a2ee-b1fba2df5ff6.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Peter Grassl, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Ackermann Instrumente GmbH, in Rietheim-Weilheim.\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Peter Grassl, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Ackermann Instrumente GmbH, in Rietheim-Weilheim. (Foto: Ackermann Instrumente GmbH)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/eadf79ad-402d-4d65-a9fc-a2e67555451e.jpg\" loading=\"lazy\" alt=\"Bei Ackermann Instrumente werden chirurgische Instrumente aller Art, vor allem f\u00fcr die Endoskopie, gefertigt. \"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Bei Ackermann Instrumente werden chirurgische Instrumente aller Art, vor allem f\u00fcr die Endoskopie, gefertigt.  (Foto: Ackermann)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Vor allem die hohen Anforderungen f\u00fcr die Marktzulassung, etwa die EU-Medizinprodukteverordnung, machen kleinen Handwerksbetrieben das Leben schwer. Hinzu kommen fehlende Nachfolger oder Investitionsstau.<\/p>\n<p>Investitionen sind unumg\u00e4nglich<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Wer bestehen will, muss deshalb wachsen &#8211; diese Devise haben zuletzt viele Mittelst\u00e4ndler verfolgt. Auch Ackermann Instrumente habe in den vergangenen Jahren massiv \u201ein die Substanz\u201c investiert, sagt Grassl. Seit 2019 hat das Unternehmen drei kleinere Firmen \u00fcbernommen, die j\u00fcngste war Allgaier Instrumente aus Frittlingen im Jahr 2024.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">86 Mitarbeiter hat Ackermann nun und Niederlassungen in Mexiko, den USA und Indien. Ein wichtiger Absatzmarkt sind zudem andere asiatische L\u00e4nder. Den Umsatz sch\u00e4tzten Branchendienste 2023 auf etwa 13 Millionen Euro.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/01d142e7-69c1-45a2-8881-bd4d9e70c314.png\" loading=\"lazy\" alt=\"Cornelius Maas, Partner bei SHS Capital in T\u00fcbingen, will \u00fcber einen Fonds in den Medizintechnik-Mittelstand investieren. \"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"https:\/\/www.schwaebische.de\/_next\/static\/media\/imageExpand.10dba927.svg\"\/><\/p>\n<p>Cornelius Maas, Partner bei SHS Capital in T\u00fcbingen, will \u00fcber einen Fonds in den Medizintechnik-Mittelstand investieren.  (Foto: SHS Capital)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Ackermann hat viele Produktionsschritte im eigenen Haus und ein gutes Netzwerk &#8211; SHS will die Firma deshalb als \u201eKern-DNA\u201c erhalten, wie Maas sagt, weitere Firmen aus dem Mittelstand zukaufen und strategische Partner suchen, um zu wachsen. SHS habe selbst viel Know-how in der Medizin-Branche und werde \u00fcber einen Beirat im Unternehmen mitreden. Das Projekt sei langfristig angelegt, \u201eum damit auch der Region eine starke Zukunftsperspektive zu geben\u201c, so Maas.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Rolf Ackermann selbst will noch etwa f\u00fcnf bis sieben Jahre in seinem Unternehmen weiter \u201emitmischen\u201c. Dann, so hofft er, kann er mit gutem Gef\u00fchl seine Rente antreten.<\/p>\n<p>Wer ist SHS Capital?<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">SHS aus T\u00fcbingen wurde 1993 gegr\u00fcndet und ist ein Private-Equity-Anbieter &#8211; hei\u00dft: Die Firma sammelt Geld von Investoren ein, zum Beispiel Privatleuten, Stiftungen, Pensionsfonds oder Unternehmern, und b\u00fcndelt das in einem Fonds. Mit dem Geld kauft es dann Anteile an Healthcare-Unternehmen in Europa. Der aktuelle Fonds umfasst 270 Millionen Euro und ist bereits der sechste, den SHS aufgelegt hat. Das Geld soll vor allem in mittelst\u00e4ndische Betriebe investiert werden, Fokus ist der Aufbau einer Medizintechnik-Gruppe. Profit generiert SHS in der Regel durch den Weiterverkauf. In der Vergangenheit hat SHS auch in Start-ups investiert, so zum Beispiel die Wurmlinger Firma Emerging Implant Technologies (EIT). SHS erwarb 2016 die Mehrheitsanteile an EIT und verkaufte sie 2018 an Johnson&amp;Johnson weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eMedizintechnik ist ein komplexes Gesch\u00e4ft\u201c, sagt Rolf Ackermann. 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