{"id":334449,"date":"2025-08-10T18:05:17","date_gmt":"2025-08-10T18:05:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334449\/"},"modified":"2025-08-10T18:05:17","modified_gmt":"2025-08-10T18:05:17","slug":"junge-maenner-an-der-ukraine-front-eine-erinnerung-an-remarque","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334449\/","title":{"rendered":"Junge M\u00e4nner an der Ukraine-Front: Eine Erinnerung an Remarque"},"content":{"rendered":"<ol class=\"id-DonaldBreadcrumb lp_west_breadcrumb id-DonaldBreadcrumb--default\" data-k5a-pos=\"west_breadcrumb\">\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"1_startseite\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Startseite<\/a><\/li>\n<li class=\"id-Breadcrumb-item\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/\" class=\"id-Breadcrumb-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" textlink=\"\" data-k5a-pos=\"2_politik\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Politik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"id-Story-timestamp id-Story-timestamp--default\">Stand: 10.08.2025, 19:22 Uhr<\/p>\n<p class=\"id-Story-interactionBar id-Story-interactionBar--default\">DruckenTeilen<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-leadText\">Mit 25 Jahren sind M\u00e4nner in der Ukraine wehrpflichtig. Die Armee braucht dringend mehr Soldaten. Ein Programm f\u00fcr 18- bis 24-J\u00e4hrige lockt mit Pr\u00e4mien an die Front.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Yuriy wird fuchsig. \u201eDein Gewehr ist doch keine Puppe. Halte es gerade und lauf\u201c, ermahnt der 42-j\u00e4hrige Ausbildungsfeldwebel mit der coolen Sonnenbrille den ehrfurchtsvoll dreinblickenden, pausb\u00e4ckigen 19-J\u00e4hrigen. Dann st\u00fcrmt der Teenager los. Mit seinem Marschgep\u00e4ck auf dem R\u00fccken. Der Schwei\u00df perlt auf der Stirn. Er flie\u00dft reichlich unter Helm und Schutzweste an diesem hei\u00dfen Tag, nach dem kr\u00e4ftezehrenden Anstieg auf einen H\u00fcgelr\u00fccken. Hier, irgendwo nicht weit entfernt von der Front im Donbas.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">\u201eStopp\u201c, flucht Yuriy. \u201eDeine Schulter und dein Gewehr, das muss eine Linie sein\u201c, sagt der Veteran und machte es schnell vor, dr\u00fcckt den Kolben des Schnellfeuergewehrs an seine Schulter, zielt damit auf einen imagin\u00e4ren Feind und arbeitet sich im hohen Gras voran, vorbei an B\u00fcschen, so lautlos wie nur m\u00f6glich. Die Waffe stets im Anschlag, den Zeigefinger nicht fern vom Abzug. \u201eSo muss es sein, Junge\u201c, dreht er sich zu dem Rekruten um.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">\u201eSie m\u00fcssen noch viel an sich arbeiten. Ihr \u00dcberleben an der Front h\u00e4ngt davon ab.\u201c Yuriy und eine Gruppe ebenso erfahrener Kameraden bringen 20 Rekruten das Kriegshandwerk bei. Es ist der dritte Kurs. Insgesamt dauert die Ausbildung je drei Monate. <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/die-front-wegen-verlusten-im-ukraine-krieg-kiew-ruft-nun-die-jungen-an-93624307.html\" class=\"id-import-Link\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;Mit 25 Jahren sind M&#xE4;nner in der Ukraine grunds&#xE4;tzlich wehrpflichtig&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.fr.de\/politik\/die-front-wegen-verlusten-im-ukraine-krieg-kiew-ruft-nun-die-jungen-an-93624307.html&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:11,&quot;storyElementCount&quot;:41}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mit 25 Jahren sind M\u00e4nner in der Ukraine grunds\u00e4tzlich wehrpflichtig<\/a>. In dieser Gruppe sind aber alle j\u00fcnger. Sie sind Teil eines Programms des Verteidigungsministeriums, das <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/mobilisierung-im-ukraine-krieg-auf-keinen-fall-klare-antwort-auf-usa-aus-kiew-zr-93775518.html\" class=\"id-import-Link\" data-id-ec=\"{&quot;sht&quot;:&quot;Container&quot;,&quot;shn&quot;:&quot;Story&quot;,&quot;p&quot;:{&quot;containerType&quot;:&quot;Paragraph&quot;,&quot;displayType&quot;:&quot;Paragraph InlineLink&quot;,&quot;type&quot;:&quot;INLINE_LINK&quot;,&quot;value&quot;:&quot;junge M&#xE4;nner bis 24 Jahre dazu bringen soll, sich freiwillig f&#xFC;r den Kriegsdienst zu verpflichten.&quot;,&quot;variant&quot;:&quot;standardLink&quot;,&quot;sponsored&quot;:false,&quot;linkHref&quot;:&quot;https:\/\/www.fr.de\/politik\/mobilisierung-im-ukraine-krieg-auf-keinen-fall-klare-antwort-auf-usa-aus-kiew-zr-93775518.html&quot;,&quot;storyElementPosition&quot;:11,&quot;storyElementCount&quot;:41}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">junge M\u00e4nner bis 24 Jahre dazu bringen soll, sich freiwillig f\u00fcr den Kriegsdienst zu verpflichten.<\/a><\/p>\n<p>Wolodymyr Selenskyj \u2013 Vom Kom\u00f6dianten zum Symbol des Widerstands<img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_interstitialImage\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/31215721-in-der-nacht-zum-24-februar-begann-der-russische-angriff-auf-die-ukraine-danach-sollen-die-.jpeg\" loading=\"lazy\"   height=\"2668\" width=\"4000\" alt=\" In der Nacht zum 24. Februar begann der russische Angriff auf die Ukraine. Danach sollen die USA Selenskyj angeboten haben, ihm bei der Flucht zu helfen. Selenskyj lehnte an, er und seine Regierung blieben in Kiew, auch als russische Truppen auf die Hauptstadt vorr&#xFC;ckten. Die Nachrichtenagentur AP verbreitete Selenskyjs Antwort: &#x201E;Ich brauche Munition, keine Mitfahrgelegenheit.&#x201C; Seitdem ist er zum Symbol des ukrainischen Widerstands geworden.\"\/><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/wolodymyr-selenskyj-vom-komoedianten-zum-symbol-des-widerstands-bilder-zr-92146513.html\" class=\"id-StoryElement-intestitialLink-link\" data-id-ec=\"{\" shn=\"\" ansehen=\"\" data-k5a-pos=\"west_story_12_photoGalleryLink\" title=\"Zur Fotostrecke: Wolodymyr Selenskyj &#x2013; Vom Kom&#xF6;dianten zum Symbol des Widerstands\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fotostrecke ansehen<\/a>Kiew braucht mehr Soldaten f\u00fcr den Ukraine-Krieg: Pr\u00e4mien locken an die Front<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Das ist ab 18 Jahren m\u00f6glich. F\u00fcr die Teilnahme am Programm gibt es staatliche Pr\u00e4mien oder auch die M\u00f6glichkeit, sp\u00e4ter kostenlos zu studieren. Wer sich f\u00fcr ein Jahr verpflichtet, erh\u00e4lt umgerechnet \u00fcber 20.000 Euro. Beweisen sich die jungen Soldaten im Fronteinsatz, gibt es weitere Zuschl\u00e4ge. Je l\u00e4nger die Verpflichtung, desto mehr profitiert man davon: g\u00fcnstige Kredite f\u00fcr einen Wohnungskauf, nach einem Jahr das Recht, ins Ausland zu reisen. Generell gilt, wer zwischen 18 und 60 ist, darf das Land nur mit Genehmigung verlassen. Doch Soldaten auf Fronturlaub erhalten auch immer mal wieder eine Reiseerlaubnis ins Ausland.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Die Kampagne ist aus der Not geboren. Hunderttausende haben sich vor allem zu Beginn der russischen Vollinvasion freiwillig zur Armee gemeldet. Jetzt, \u00fcber dreieinhalb Jahre sp\u00e4ter, fehlen Soldaten an allen Ecken und Enden. Der patriotische Moment von 2022 ist l\u00e4ngst pass\u00e9. Die Mobilisierung verl\u00e4uft schleppend. Teilweise werden M\u00e4nner im wehrpflichtigen Alter \u2013 nicht unbedingt freiwillig \u2013 direkt von der Stra\u00dfe wegrekrutiert. Die Greifer postieren sich oft an Kontrollpunkten und Haltestellen. Aus zuverl\u00e4ssigen Quellen ist zu erfahren, dass sich der Ansturm auf das \u201eJugendprogramm\u201c auch in Grenzen h\u00e4lt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/39265312-gefechtsuebung-gelaende-22rWh9xzmcBG.jpg\" loading=\"lazy\"   height=\"783\" width=\"1100\" alt=\"Gefechts&#xFC;bung m Gel&#xE4;nde. \"\/>Gefechts\u00fcbung im Gel\u00e4nde.  \u00a9\u00a0Till Mayer <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Bei Sascha ist das anders. Er sagt, er h\u00e4tte sich auch ohne Pr\u00e4mie gemeldet. Zu Beginn der Invasion war er mit seiner Schwester und Mutter vor den K\u00e4mpfen nach Deutschland geflohen. \u201eBerlin ist in Ordnung, aber ich konnte nicht einfach dort bleiben. Die Russen t\u00f6ten unsere Leute, zerst\u00f6ren unsere St\u00e4dte und D\u00f6rfer. Ich will mein Land verteidigen\u201c, sagt der 18-J\u00e4hrige. Ein halbes Jahr h\u00e4tte Sascha noch gebraucht, um die Schule abzuschlie\u00dfen. Er entschied sich, nicht zu warten. Kaum vollj\u00e4hrig, kehrte er in die Ukraine zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Junge Ukrainer k\u00e4mpfen im Ukraine-Krieg: \u201et\u00f6dliche Drohnen\u201c und \u201egrausamer\u201c Krieg<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Sascha macht einen freundlichen, besonnenen Eindruck, ein junger Mann, der erst \u00fcberlegt, bevor er was sagt. Dann eine kurze Verschnaufpause vor dem n\u00e4chsten Drill: Sascha blinzelt in die Sonne. Auf seinen Oberschenkeln liegt eine Kalaschnikow ohne Magazin, er lehnt sich zur\u00fcck ins Gras, auf die Ellbogen gest\u00fctzt. Es riecht nach Wald und nach der frischen Erde, die beiseite geschaufelt den Eingang zu einem Bunker flankiert. In einigen Wochen wird sich in einem solchen Bunker vermutlich der Gro\u00dfteil von Saschas Alltag abspielen. An vorderster Front.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">\u201eEin Verwandter von mir k\u00e4mpft in der ersten Linie. Er hat mir online erz\u00e4hlt, wie grausam der Krieg ist. Von den t\u00f6dlichen Drohnen, dem Artilleriebeschuss, den vielen Gefallenen. Trotzdem will ich dienen\u201c, sagt der junge Mann. Aber seine Mutter ist entsetzt. Halten konnte sie ihn aber nicht. \u201eMeine deutschen Freunde konnten es auch nicht fassen, als ich ihnen meinen Entschluss mitteilte. Sie verstehen meine Beweggr\u00fcnde vielleicht nicht, aber sie unterst\u00fctzen mich\u201c, erz\u00e4hlt er.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/39265335-pause-fuer-die-rekruten-zwischen-europaletten-und-erdbunkern-2q1TWA4nbQBG.jpg\" loading=\"lazy\"   height=\"729\" width=\"1100\" alt=\"Pause f&#xFC;r die Rekruten zwischen Europaletten und Erdbunkern.\"\/>Pause f\u00fcr die Rekruten zwischen Europaletten und Erdbunkern. \u00a9\u00a0Till Mayer <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Dann erz\u00e4hlt er, wie er im \u201eIm Westen nicht Neues\u201c als H\u00f6rbuch auf seinem Smartphone hat. \u201eEs hat mich tief bewegt. Einmal mussten wir von einem Lastwagen Waffen abladen, die von get\u00f6teten Soldaten stammten. Das hat mich an den Roman erinnert, da ging es um die Uniformen von Gefallenen\u201c, sagt er nachdenklich. \u201eMir ist bewusst, welcher Gefahr wir uns aussetzen, wenn wir Soldaten werden.\u201c Von den Vorg\u00e4ngerkursen kommen schon die ersten Verlustmeldungen.<\/p>\n<p>Kriegsm\u00fcde im Ukraine-Krieg<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\"><strong>Kiews B\u00fcrgermeister<\/strong> Vitali Klitschko hat der Bild gegen\u00fcber den Menschen in der Ukraine eine gro\u00dfe Kriegsm\u00fcdigkeit attestiert und die Notwendigkeit f\u00fcr Verhandlungen mit Russland betont. Infolge des seit fast dreieinhalb Jahren andauernden Kriegs sei\u00a0\u201ejeder in unserem Staat, in unserem Land m\u00fcde von diesem Krieg\u201c, so Klitschko am Freitag in Kiew. <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-factBox-paragraph\"><strong>Klitschko pl\u00e4diert<\/strong> f\u00fcr eine \u201ediplomatische L\u00f6sung\u201c mit Russland, bei der Gebietsabtretungen nicht ausgeschlossen sind. \u201eLeider haben wir f\u00fcr diesen Krieg einen riesigen Preis bezahlt:\u00a0die Leben von unseren Patrioten, von unseren Soldaten, von unseren B\u00fcrgern.\u201c Angesprochen auf die russischen Forderungen nach der Abtretung ukrainischer Gebiete sagte Klitschko, letztlich m\u00fcsse Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj diese Frage beantworten. (dpa)<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Wie die Jungen da zusammensitzen, erinnert das auch so an Remarque. Es sind die unterschiedlichsten Charaktere. Da sind die drei besten Freunde, die st\u00e4ndig zusammenglucken. Sie sind im selben Wohnblock aufgewachsen, zwei von ihnen leben als Waisen bei den Gro\u00dfeltern. Dann ist da Bogdan, der 22-J\u00e4hrige hat sein Studium im Journalismus abgeschlossen. \u201eSicherlich ist die Pr\u00e4mie ein Grund, warum ich jetzt hier bin. Aber es ist nicht der einzige Grund\u201c, sagt er leise. \u201eDas H\u00e4rteste ist nicht der Drill. Es ist schwer f\u00fcr mich zu verstehen: Ich bin jetzt in erster Linie kein Individuum mehr, ich bin Soldat.\u201c<\/p>\n<p>Vitali erz\u00e4hlt \u00fcber den Ukraine-Krieg: an der Ukraine-Front wegen dem Geld<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Neben ihm sitzt ein Kamerad, der seinen Bruder verloren hat. \u201eDeswegen bin ich hier\u201c, sagt er mit fester Stimme. Drei Meter gegen\u00fcber lehnt Vitali an einem Baumstamm. Er kommt aus einem Randbezirk von Kiew. \u201eDort habe ich schon das K\u00e4mpfen gelernt. Es ist ein hartes Los.\u201c Sein Lachen zeigt eine Reihe k\u00fcnstlicher Vorderz\u00e4hne. Er ist der Methusalem der Gruppe, gerade 25 geworden. Vitali hat schon als Fleischer, Bauarbeiter und bei einem Paketdienst gearbeitet. \u201eIch bin noch mit 24 in das Programm aufgenommen worden. Ganz ehrlich, ich wollte mich nicht verstecken und vor der Polizei davonlaufen, wenn ich 25 bin. Da nehme ich lieber die Pr\u00e4mie mit und geh\u2018 freiwillig an die Front\u201c, sagt er.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Den Kreis vervollst\u00e4ndigt schlie\u00dflich Daniel. Er ist gro\u00df und schlaksig, mit leuchtend blauen Augen. \u201ePatriot\u201c nennen sie ihn hier alle. \u201eF\u00fcr mich ist es meine Pflicht zu dienen\u201c, sagt er. Wie Sascha strebt er eine Karriere als Soldat an. \u201eDie Ukraine wird f\u00fcr lange, lange Zeit eine starke Armee brauchen. Das ist so, wenn man Russland als Nachbarn hat.\u201c<\/p>\n<p>Vaterstolz und Elternfurcht &#8211; Truppen\u00fcbungsplatz im Ukraine-Krieg wird Zielscheibe f\u00fcr Russlands Angriffe<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Dann donnert pl\u00f6tzlich ein Kampfjet \u00fcber das Gel\u00e4nde hinweg. Auf der gegen\u00fcberliegenden Anh\u00f6he schmei\u00dfen sich Rekruten ins Gras oder hinter Hecken. Erschrockene Gesichter auch hier unter den B\u00e4umen. Es ist nicht das erste Mal, dass Truppen\u00fcbungspl\u00e4tze das Ziel russischer Angriffe sind. Das Flugzeug dreht ab. \u201eEs ist eines von uns, die Russen fliegen immer im Doppelpack\u201c, ruft ein Unteroffizier. Doch f\u00fcr einen Moment lang war der Krieg ganz nah bei den Rekruten. Bald wird er es immer sein.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"id-RatioPlaceholder-element wv_story_el_image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/39267357-ausbilder-yuriy-versucht-die-front-zu-vermitteln-2m8zMgenCxBG.jpg\" loading=\"lazy\"   height=\"733\" width=\"1100\" alt=\"Ausbilder Yuriy (r.) versucht, die Front zu vermitteln.\"\/>Ausbilder Yuriy (r.) versucht, die Front zu vermitteln. \u00a9\u00a0Till Mayer <\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">In Kostjantyniwka hat der Krieg sich festgesetzt. Russische Drohnen jagen Autos in der praktisch menschenleeren Innenstadt. Die Kirche im Zentrum ist schwer besch\u00e4digt, der Bahnhof ein Tr\u00fcmmerfeld, die H\u00e4user reihum gezeichnet von Einschlagskratern. Das Leben ist aus der Stadt gewichen. Geblieben sind nur wenige Bewohnerinnen und Bewohner. Und die Verteidiger.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Andrii ist einer von ihnen. Der Veteran mit dem todesverachtend t\u00e4towierten Oberk\u00f6rper, dem schwarzen Rauschbart und dem freundlichen L\u00e4cheln h\u00f6rt das Grollen der Artillerie der nahen Front. \u201eHier sind die Kamikaze-Drohnen der Russen das Problem\u201c, winkt der 34-J\u00e4hrige ab.<\/p>\n<p class=\"id-StoryElement-paragraph\">Andrii hatte sich 2022 gleich zu Beginn der Invasion verpflichtet. 2023 riss ihm eine Mine das linke Bein ab. Er k\u00e4mpft auch mit Prothese weiter. Er hat auch von dem Programm f\u00fcr junge Soldaten geh\u00f6rt. \u201eWenn sie sich freiwillig melden, finde ich das richtig. Sie werden gebraucht\u201c, erkl\u00e4rt er. Andrii hat einen sechsj\u00e4hrigen Sohn. \u201eWenn er jetzt 18 w\u00e4re, ich w\u00fcrde ihn nicht zur\u00fcckhalten. Ich w\u00e4re so stolz auf ihn, genauso wie ich um sein Leben f\u00fcrchten w\u00fcrde. Aber ich k\u00e4mpfe hier, damit er es eines Tages nicht muss.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Startseite Politik Stand: 10.08.2025, 19:22 Uhr DruckenTeilen Mit 25 Jahren sind M\u00e4nner in der Ukraine wehrpflichtig. 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