{"id":334551,"date":"2025-08-10T19:05:12","date_gmt":"2025-08-10T19:05:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334551\/"},"modified":"2025-08-10T19:05:12","modified_gmt":"2025-08-10T19:05:12","slug":"netanjahu-zu-gaza-plaenen-wollen-befreien-nicht-besetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334551\/","title":{"rendered":"Netanjahu zu Gaza-Pl\u00e4nen: &#8222;Wollen befreien, nicht besetzen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 10.08.2025 19:32 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Ausweitung des israelischen Milit\u00e4reinsatzes im Gazastreifen hat im UN-Sicherheitsrat f\u00fcr deutliche Kritik gesorgt. Premier Netanjahu verteidigt sein Vorgehen und sprach von einer &#8222;L\u00fcgenkampagne&#8220;, der auch Kanzler Merz zum Opfer gefallen sei.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat die Ausweitung der israelischen Milit\u00e4roffensive im Gazastreifen verteidigt. Sein Land habe keine andere Wahl, &#8222;als den Job zu Ende zu bringen und die Hamas vollst\u00e4ndig zu besiegen&#8220;, erkl\u00e4rte er im Gespr\u00e4ch mit ausl\u00e4ndischen Journalisten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas vom Sicherheitskabinett gebilligte Vorhaben sei &#8222;der beste Weg, um den Krieg zu beenden, und der beste Weg, ihn schnell zu beenden&#8220;, sagte Netanjahu.\u00a0Israel werde &#8222;sichere Korridore&#8220; f\u00fcr die &#8222;Lieferung und Verteilung von Hilfsg\u00fctern&#8220; in das Pal\u00e4stinensergebiet erm\u00f6glichen. Zudem w\u00fcrden &#8222;kreative Pl\u00e4ne&#8220; er\u00f6rtert, um die israelischen Geiseln zu befreien<\/p>\n<p>    Netanjahu sieht &#8222;L\u00fcgenkampagne&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Unser Ziel ist nicht, Gaza zu besetzen, unser Ziel ist, Gaza zu befreien&#8220;, erkl\u00e4rte Netanjahu. F\u00fcr die n\u00e4chsten Schritte gebe es einen &#8222;ziemlich engen Zeitplan&#8220;. Zu den Zielen geh\u00f6re die Entmilitarisierung des Gazastreifens, eine &#8222;\u00fcbergeordnete Sicherheitskontrolle&#8220; des israelischen Milit\u00e4rs und eine nicht-israelische Zivilverwaltung.<\/p>\n<p>    Merz &#8222;unter Druck falscher Berichte eingeknickt&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz, keine Waffen nach Israel zu liefern, die im Gazastreifen eingesetzt werden k\u00f6nnten, beruht nach Worten Netanjahus auf \u00f6ffentlichem Druck. Merz sei ein guter Freund Israels, der &#8222;unter dem Druck falscher Fernsehberichte&#8220; eingeknickt sei, sagte Netanjahu.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit Blick auf die internationale Kritik am israelischen Vorgehen beklagte er eine &#8222;globale L\u00fcgenkampagne&#8220; -&#8222;fast so, wie das j\u00fcdische Volk im Mittelalter verleumdet wurde&#8220;. Konkrete Belege f\u00fcr seine Behauptung nannte der israelische Politiker nicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Heute wird der j\u00fcdische Staat auf \u00e4hnliche Weise verleumdet&#8220;, so Netanjahu w\u00f6rtlich. Vorw\u00fcrfe, Israel betreibe im Gazastreifen eine Politik der Aushungerung, wies Netanjahu als von der internationalen Presse aufgegriffene Hamas-Propaganda zur\u00fcck &#8211; obwohl internationale Hilfsorganisationen seit Langem vor einer Hungersnot warnen und Fotos und Videos ausgehungerte Menschen zeigen.<\/p>\n<p>    Journalisten sollen sich eigenes Bild machen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Premier sagte, er habe das Milit\u00e4r in den vergangenen Tagen angewiesen, &#8222;mehr ausl\u00e4ndische Journalisten&#8220; in das Pal\u00e4stinensergebiet zu lassen. Sie m\u00fcssten dort israelische Bem\u00fchungen sehen, humanit\u00e4re Hilfsleistungen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung in den K\u00fcstenstreifen zu lassen, so Netanjahu. &#8222;Ihr werdet Gaza-Einwohner sehen, die gegen die Hamas k\u00e4mpfen.&#8220; Au\u00dferdem werde viel Zerst\u00f6rung zu sehen sein. Daf\u00fcr machte er allerdings nicht die israelische Armee, sondern die Hamas verantwortlich &#8211; auch hier nannte er keine Belege f\u00fcr seine Aussage.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nJournalisten k\u00f6nnen nur selten den Gazastreifen betreten. Werden entsprechende Antr\u00e4ge bewilligt, m\u00fcssen die Medienvertreter von der israelischen Armee begleitet werden. Das soll nach den Worten des Premiers auch k\u00fcnftig der Fall sein.<\/p>\n<p>    Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch bei der Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage im Gazastreifen hat es heftige Kritik am Vorgehen Israels gegeben. &#8222;Wir verurteilen die Entscheidung der israelischen Regierung, den Milit\u00e4reinsatz in Gaza auszuweiten&#8220;, teilten die f\u00fcnf europ\u00e4ischen Teilnehmerstaaten der Sitzung in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung mit. &#8222;Wir fordern Israel dringend auf, diese Entscheidung zu \u00fcberdenken und nicht umzusetzen&#8220;, sagte der slowenische UN-Botschafter Samuel Zbogar vor Beginn der Sitzung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Wir weisen zudem erneut darauf hin, dass jeder Versuch eines Anschlusses oder einer Erweiterung von Siedlungen internationales Recht verletzt&#8220;, erkl\u00e4rte Zbogar im Namen von Gro\u00dfbritannien, D\u00e4nemark, Frankreich, Griechenland und Slowenien. &#8222;Die Milit\u00e4rt\u00e4tigkeiten auszuweiten wird nur die Leben aller Zivilisten in Gaza weiter gef\u00e4hrden, darunter auch die der noch verbleibenden Geiseln.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer beigeordnete UN-Generalsekret\u00e4r Miroslav Jenca, sagte Israels Pl\u00e4ne w\u00fcrden &#8222;wahrscheinlich zu einer weiteren Katastrophe in Gaza f\u00fchren, mit Auswirkungen auf die ganze Region und weiteren erzwungenen Vertreibungen, T\u00f6tungen und mehr Zerst\u00f6rung.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Vereinigten Staaten stellten sich in der Sitzung an die Seite Israels. Das Treffen werde zu Unrecht daf\u00fcr genutzt, Israel einen Genozid vorzuwerfen, sagte die US-amerikanische UN-Botschafterin Dorothy Shea. &#8222;Diese Anschuldigungen sind politisch motiviert und kategorisch falsch&#8220;, erkl\u00e4rte sie. Es handele sich um eine &#8222;Propaganda-Aktion&#8220; der Hamas, sagte Shea weiter, ohne daf\u00fcr Belege zu nennen.<\/p>\n<p>    OCHA: Leid dort ist &#8222;schlimmer als f\u00fcrchterlich&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nW\u00e4hrend der Sitzung beschrieben Teilnehmer in oft dramatischen Worten die Lage in dem K\u00fcstengebiet. Das Leid dort sei &#8222;schlimmer als f\u00fcrchterlich&#8220; und habe sich &#8222;in viele Seelen eingefressen&#8220;, hie\u00df es unter anderem. Der Leiter des Amtes f\u00fcr die Koordinierung humanit\u00e4rer Angelegenheiten (OCHA), Ramesh Rajasingham, sagte: &#8222;Gaza liegt in Ruinen und nahezu jeder wurde in den vergangenen zwei Jahren zu Unrecht aus seinem Zuhause vertrieben.&#8220; Staaten und alle anderen mit Einfluss m\u00fcssten den Mut aufbringen, diesem Leid ein Ende zu setzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 10.08.2025 19:32 Uhr Die Ausweitung des israelischen Milit\u00e4reinsatzes im Gazastreifen hat im UN-Sicherheitsrat f\u00fcr deutliche Kritik gesorgt.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":334552,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[782,739,13,411,14,975,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-334551","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-faq","9":"tag-gaza","10":"tag-headlines","11":"tag-israel","12":"tag-nachrichten","13":"tag-netanjahu","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115006034641043752","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/334551","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=334551"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/334551\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/334552"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=334551"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=334551"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=334551"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}