{"id":334594,"date":"2025-08-10T19:29:14","date_gmt":"2025-08-10T19:29:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334594\/"},"modified":"2025-08-10T19:29:14","modified_gmt":"2025-08-10T19:29:14","slug":"gaza-protest-in-grossbritannien-massenfestnahmen-in-london","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334594\/","title":{"rendered":"Gaza-Protest in Gro\u00dfbritannien: Massenfestnahmen in London"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">London taz | Es ging gewaltfrei zu am Samstag in London \u2013 und dennoch kam es zu einer der gr\u00f6\u00dften Massenfestnahmen der letzten Jahrzehnte. Um 13.00 Uhr, die Uhrzeit von Big Ben eingel\u00e4utet, zeigten auf dem Vorplatz zum britischen Parlament versammelte Ak\u00adti\u00advis\u00adt:in\u00adnen pl\u00f6tzlich die von ihnen vorbereiteten Schilder, auf denen \u00fcberall das Gleiche zu lesen stand: \u201eIch bin gegen Genozid, Ich unterst\u00fctze Palestine Action!\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Bei \u201ePalestine Action\u201c handelt es sich um eine von der britischen Regierung im Juni als terroristisch eingestufte Gruppe. Wer sie unterst\u00fctzt, macht sich strafbar. Und so nahm die Londoner Polizei (Met) unter Berufung auf das britische Anti\u00adterrorgesetz insgesamt 466 Personen fest, darunter auch Senior:innen. Die meisten Festgenommenen sa\u00dfen auf dem Boden \u2013 wer nicht freiwillig aufstand, wurde weggetragen, w\u00e4hrend andere \u201eSch\u00e4mt euch!\u201c an die Adresse der Polizei skandierten. Acht weitere Personen wurden zus\u00e4tzlich aus anderen Gr\u00fcnden festgenommen, darunter f\u00fcnf wegen Angriffen auf Polizeibeamte.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">In Polizeigewahrsam behalten wurden lediglich Personen, die sich nicht ausweisen wollten, alle anderen wurden nach Angaben der Polizei unter Bew\u00e4hrungsbedingungen wieder freigelassen. Inwiefern eine Anklage folgt, ist nun Sache der Staatsanwaltschaft, hie\u00df es weiter. F\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe gegen das Antiterrorismusgesetz gilt ein Strafma\u00df von bis zu 14 Jahren Freiheitsentzug. Auch einige VIPs befanden sich unter den Versammelten, darunter Bianca Jagger, die allerdings kein Plakat zeigte.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">\u201ePalestine Action\u201c hat seit 2020 und verst\u00e4rkt seit 2023 Unternehmen und Einrichtungen in Gro\u00dfbritannien angegriffen, denen sie vorwerfen, mit dem israelischen Milit\u00e4r zusammen f\u00fcr die Unterdr\u00fcckung von Pa\u00adl\u00e4st\u00adin\u00adse\u00adr:in\u00adnen verantwortlich zu sein. Teils waren es Angriffe mit roter Farbe, aber auch Eindringen und Zerst\u00f6rung von B\u00fcros und Arbeitsr\u00e4umen. Wiederholt wurde dabei Elbit Systems aufgesucht, ein israelisches R\u00fcstungs- und Technologieunternehmen, aber auch das franz\u00f6sische Unternehmen Thales.<\/p>\n<p>      Einstufung als \u201eterroristisch\u201c von Anfang an umstritten<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Nachdem Ak\u00adti\u00advis\u00adt:in\u00adnen der Gruppe im Juni in den Milit\u00e4rflughafen Brize Norton in Oxfordshire eingedrungen waren und dort die Triebwerke von zwei britischen Tankflugzeugen mit roter Farbe bespritzten, wurde die Gruppe schlie\u00dflich als terroristisch eingestuft.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">Diese Entscheidung war von Anfang an umstritten und wird rechtlich durch die Gruppe <a href=\"https:\/\/defendourjuries.net\/\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\">\u201eDefend our Juries\u201c (DOJ)<\/a> hinterfragt. Am 30 Juli gewannen DoJ-Anw\u00e4lte das Recht, die Einstufung anzufechten. Sie halten das Verbot f\u00fcr \u00fcberzogen \u2013 nur drei von mindestens 385 Aktionen von \u201ePalestine Action\u201c k\u00e4men in die N\u00e4he der britischen Terrorismus-Definition. Eine Anh\u00f6rung ist f\u00fcr November geplant.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-10\" pos=\"8\">Letzte Woche wurden die ersten drei Personen wegen der verbotenen Unterst\u00fctzung von \u201ePalestine Action\u201c bei einem Protest am 5 Juli angeklagt, 200 weitere wurden auf vorherigen Demonstrationen festgenommen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"9\">Als die britische Innenministerin Yvette Cooper das Verbot der Organisation ank\u00fcndigte, unterstrich sie, dass das Recht auf friedlichen Protest unangetastet bleibe und auch f\u00fcr propal\u00e4stinensische Gruppen gelte. Sie begr\u00fcndete das Verbot mit Hinweis auf durch die Gruppe verursachte Sch\u00e4den in Millionenh\u00f6he. Britische strategische Sicherheitseinrichtungen und die \u00d6ffentlichkeit seien gef\u00e4hrdet worden, was die Gruppe noch dazu gefeiert habe. Bez\u00fcglich der Massenfestnahmen vom Samstag bemerkte Cooper, \u201enur ein sehr kleiner Teil der Leute\u201c habe \u00adgegen Gesetze versto\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"London taz | Es ging gewaltfrei zu am Samstag in London \u2013 und dennoch kam es zu einer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":334595,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-334594","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-uk","15":"tag-united-kingdom","16":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","17":"tag-vereinigtes-koenigreich","18":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115006129328630413","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/334594","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=334594"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/334594\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/334595"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=334594"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=334594"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=334594"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}