{"id":334948,"date":"2025-08-10T22:48:13","date_gmt":"2025-08-10T22:48:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334948\/"},"modified":"2025-08-10T22:48:13","modified_gmt":"2025-08-10T22:48:13","slug":"besonderer-weisser-fuchs-bei-muenchen-tierrechtler-in-sorge-vor-abschuss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/334948\/","title":{"rendered":"Besonderer wei\u00dfer Fuchs bei M\u00fcnchen: Tierrechtler in Sorge vor Abschuss"},"content":{"rendered":"<p>Rund 100.000 F\u00fcchse t\u00f6ten J\u00e4ger jedes Jahr in Bayern \u2013 zumindest laut der Tierrechtsorganisation Peta. Das sei mehr als in jedem anderen Bundesland.<\/p>\n<p>Dass ein Naturfotograf im M\u00fcnchner Umland einen wei\u00dfen Rotfuchswelpen entdeckt hat, (<a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/wie-aus-einem-maerchen-tierische-seltenheit-vor-den-toren-muenchens-entdeckt-art-1073556\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"&quot;Kein Polarfuchs, kein Albino&quot;: Echte Seltenheit aus dem Tierreich vor M\u00fcnchens Toren entdeckt\">AZ berichtete<\/a>) beunruhigt die Tierrechtler dementsprechend. Das Tier ist laut Einsch\u00e4tzung des Landesbunds f\u00fcr Vogelschutz (LBV) kein Albino, sondern leuzistisch, habe also wegen einer Pigmentst\u00f6rung ein wei\u00dfes Fell \u2013 ein sehr besonderer Fall also.<\/p>\n<p>Wie Peta selbst mitteilt, habe man deshalb mit einem Schreiben an den J\u00e4gerverein M\u00fcnchen-Land appelliert, den wei\u00dfen Fuchs leben zu lassen. Die Organisation fordert zudem die bayerische Staatsregierung auf, F\u00fcchse und andere Tierarten aus der Liste der jagdbaren Arten zu streichen.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1591587_weier-fuchs-4-domink-reigl_artikelbild-75proz_1EBAPU_hHfOmw.jpg\" alt=\"An einem Maisfeld hatte Naturfotograf Dominik Reigl den kleinen wei\u00dfen Fuchs entdeckt.\" title=\"An einem Maisfeld hatte Naturfotograf Dominik Reigl den kleinen wei\u00dfen Fuchs entdeckt.\" width=\"609\" height=\"343\"\/><\/p>\n<p>      An einem Maisfeld hatte Naturfotograf Dominik Reigl den kleinen wei\u00dfen Fuchs entdeckt.<br \/>\n      \u00a9 Dominik Reigl<\/p>\n<p>    An einem Maisfeld hatte Naturfotograf Dominik Reigl den kleinen wei\u00dfen Fuchs entdeckt.<\/p>\n<p>von Dominik Reigl <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>Streit um den Fuchs: &#8222;J\u00e4ger haben es sicher schon auf ihn abgesehen&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;J\u00e4ger in der Region haben es sicherlich schon auf den Fuchs abgesehen \u2013 je seltener, desto begehrter ist die Troph\u00e4e&#8220;, sagt Peter H\u00f6ffken, Fachreferent bei Peta dazu. &#8222;Egal ob wei\u00df oder rot \u2013 f\u00fcr alle F\u00fcchse muss die massenhafte Bejagung endlich ein Ende haben. Neben ethischen Argumenten spricht auch die wissenschaftliche Sachlage ganz klar daf\u00fcr&#8220;, so H\u00f6ffken.<\/p>\n<p>Laut Peta gebe es f\u00fcr die Bejagung von F\u00fcchsen aus wildbiologischer und gesundheitlicher Sicht ohnehin keinen Grund. &#8222;Fuchspopulationen k\u00f6nnen sich selbst regulieren. Es braucht nicht den J\u00e4ger, der sie aus falschem Konkurrenzdenken t\u00f6tet&#8220;, erkl\u00e4rt H\u00f6ffken weiter.<\/p>\n<p>Bei Peta sieht man auch die Bev\u00f6lkerung hinter sich, denn die sehe die Fuchsjagd \u00fcberwiegend kritisch. Laut einer Insa-Meinungsumfrage im Jahr 2023 \u00e4u\u00dferten 38 Prozent der 2008 Befragten, dass sie &#8222;(eher) gegen&#8220; die Fuchsjagd seien. 32 Prozent sagten, sie seien &#8222;(eher) daf\u00fcr&#8220;.<\/p>\n<p>Mitte 2018 ergab sich noch ein komplett anderes Bild. Damals ermittelte forsa, dass nur 29 Prozent die Fuchsjagd ablehnten \u2013 49 Prozent der Befragten sprachen sich daf\u00fcr aus, sie beizubehalten. Peta informiert nach eigenen Angaben mit Protestkampagnen, Petitionen und rechtlichen Ma\u00dfnahmen seit 2017 \u00d6ffentlichkeit und Politik &#8222;\u00fcber die sinnlosen Massent\u00f6tungen auf&#8220;.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/1591589_weier-fuchs-1-dominik-reigl_artikelbild-50proz_1EBARF_JOByLa.jpg\" alt=\"Niedlich sieht der kleine Kerl aus \u2013 und sehr besonders.\" title=\"Niedlich sieht der kleine Kerl aus \u2013 und sehr besonders.\" width=\"406\" height=\"508\"\/><\/p>\n<p>      Niedlich sieht der kleine Kerl aus \u2013 und sehr besonders.<br \/>\n      \u00a9 Dominik Reigl<\/p>\n<p>    Niedlich sieht der kleine Kerl aus \u2013 und sehr besonders.<\/p>\n<p>von Dominik Reigl <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>&#8222;Gibt keinen Grund f\u00fcr Fuchsjagd&#8220;<\/p>\n<p>Laut Peta rufen auch viele Wissenschaftler zu einem Umdenken beim Thema Fuchsjagd auf. Deutschlandweit seien in den vergangenen f\u00fcnf Jahren von J\u00e4gern rund 400.000 bis 450.000 F\u00fcchse pro Jahr get\u00f6tet worden.<\/p>\n<p>Dabei seien g\u00e4ngige Vorurteile gegen\u00fcber F\u00fcchsen widerlegt. Die Gefahr von Krankheits\u00fcbertragung etwa sei nahezu auszuschlie\u00dfen. Auch habe die Bejagung keine regulierende oder reduzierende Wirkung auf die Population, weil Verluste durch Zuwanderung und steigende Geburtenraten ausgeglichen werden.<\/p>\n<p>Auch vermeintlicher Artenschutz sei kein Argument, da sich F\u00fcchse gr\u00f6\u00dftenteils von M\u00e4usen ern\u00e4hren. Populationsr\u00fcckg\u00e4nge betroffener Arten wie dem Feldhasen entst\u00fcnden durch Lebensraumverlust und schwindendes Nahrungsangebot. Zudem w\u00fcrden J\u00e4ger selbst bundesweit \u00fcber 200.000 Feldhasen j\u00e4hrlich t\u00f6ten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rund 100.000 F\u00fcchse t\u00f6ten J\u00e4ger jedes Jahr in Bayern \u2013 zumindest laut der Tierrechtsorganisation Peta. 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