{"id":335208,"date":"2025-08-11T01:24:26","date_gmt":"2025-08-11T01:24:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/335208\/"},"modified":"2025-08-11T01:24:26","modified_gmt":"2025-08-11T01:24:26","slug":"feriengefuehl-sommerfrische-kunst-in-duesseldorfer-galerien-ddorf-aktuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/335208\/","title":{"rendered":"Feriengef\u00fchl: Sommerfrische Kunst in D\u00fcsseldorfer Galerien &#8211; Ddorf-Aktuell"},"content":{"rendered":"<p>Ferienzeit. Kultur im Sommerschlaf. Auch D\u00fcsseldorfs Galerien machen Pause. Alle? Aber nein! Manche Kunsth\u00e4ndler haben Lust auf die frische Brise einer kleinen Ausstellung. Jutta Bengelstr\u00e4ter und ihr Mann Werner Ewest zum Beispiel zeigen in Flingern die Meeresbilder von Folkert Rasch an den skurrilen Figuren von Daniel Wagenblast. In der Oberkasseler Galerie Kellermann leuchten unter anderem die Kraftfelder des bayrischen Farbzauberers Rupprecht Geiger (1908-2009). Die T\u00fcren stehen offen.<\/p>\n<p>Galerie Bengelstr\u00e4ter: Rasch und Wagenblast<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-146808\" class=\"size-large wp-image-146808\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Fenster_Bengelstraeter-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\"  \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-146808\" class=\"wp-caption-text\">Vernissage bei Bengelstr\u00e4ter: Im Schaufenster, wo Figuren von Daniel Wagenblast stehen, spiegelt sich die Umgebung. Foto: bik\u00f6<\/p>\n<p>Manche Kunden essen erst mal ein Eis bei \u201eNordmanns\u201c schr\u00e4g gegen\u00fcber und schlendern dann hin\u00fcber in das Kunstladenlokal an der Hermannstra\u00dfe, wo Jutta Bengelstr\u00e4ter \u201esehr spontan\u201c ihre August-Schau organisiert hat. Schon durchs Schaufenster lockt das gro\u00dfe Blau, manchmal auch ein sch\u00f6n melancholisches Grau auf den Bildern von Folkert Rasch. Der erfahrene Maler, 1961 in Wilhelmshaven geboren, lebt seit 30 Jahren in K\u00f6ln, bleibt aber eine Nordsee-Seele. Raschs gro\u00dfes Thema ist das Meer. Kein bestimmter Strand, keine Postkartenansicht mit Boot oder Leuchtturm, hier geht es nur um die Weite des Wassers, die Linie des Horizonts, die Wiederkehr von Ebbe und Flut. Zeitlos.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-146807\" class=\"size-large wp-image-146807\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Bengelstraeter_2-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\"  \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-146807\" class=\"wp-caption-text\">Geh\u00f6ren zur Kunstszene Flingern: Galeristin Jutta Bengelstr\u00e4ter und ihr Mann Werner Ewest vor einem Bild von Folkert Rasch. Foto: bik\u00f6<\/p>\n<p>Unter klarem Himmel sieht man die endlose Wandelbarkeit, die alle Meeresliebhaber kennen: das Schimmern auf der Oberfl\u00e4che, das Kr\u00e4useln kleiner Wellen am Strand, das Durchscheinen des Schlicks im Watt, wof\u00fcr der K\u00fcnstler etwas Quarzsand in die Farbe mischte. Nie wird Rasch m\u00fcde, sein Meer zu malen. Aus dem Kopf, in K\u00f6ln, wo die Erinnerung gelegentlich ein karibisches T\u00fcrkis erzeugt. Mit einer Serie von Gebirgsbildern hat Rasch es auch schon probiert, um dann doch zur\u00fcckzukehren an die K\u00fcste der Gef\u00fchle.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-146810\" class=\"size-large wp-image-146810\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Rasch_Meer-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\"  \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-146810\" class=\"wp-caption-text\">Sein gro\u00dfes Thema ist das Meer: Der Maler Folkert Rasch lebt und arbeitet in K\u00f6ln, hat aber eine Nordsee-Seele. Foto: bik\u00f6<\/p>\n<p>Nach Weite sehnen sich vielleicht auch die kleinen Kerle, die der schw\u00e4bische Bildhauer Daniel Wagenblast aus Holz schnitzt und manchmal auch in Bronze gie\u00dfen l\u00e4sst. St\u00e4mmige Beine und gro\u00dfe H\u00e4nde haben diese Typen, machen einen bodenst\u00e4ndigen Eindruck. Aber sie sind unruhig. Zwei Reiter auf bunten Pferden halten Ausschau nach unbekannten Zielen. Ein M\u00e4nnlein schiebt ein Schiffchen, einer stemmt eine Rakete, einer hockt winzig auf einem Riesenweib. Kunst mit Witz.<\/p>\n<p>Galerie Kellermann: St\u00f6bern erlaubt<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-146806\" class=\"size-large wp-image-146806\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Schaufenster_Kellermann-1024x634.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"634\"  \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-146806\" class=\"wp-caption-text\">Gro\u00dfe Auswahl bei Kellermann: Schaufenster mit einem Bild von Fabian Pfleger (links), Objekten von Beuys, einem Minotaurus von Dal\u00ed und einer Lithografie von Chagall. Foto. bik\u00f6<\/p>\n<p>Mit ihren ambitionierten \u201eAcademy Selections\u201c hatten die Talententdecker B\u00e4rbel und Matthias Kellermann eine Zeitlang der D\u00fcsseldorfer Kunsthalle Konkurrenz gemacht. Aber die Miete f\u00fcr ihre gro\u00dfe Filiale an der Heine-Allee wurde um einen zweistelligen Prozentsatz erh\u00f6ht: \u201eDas gibt der Markt nicht her.\u201c So konzentriert sich das Paar jetzt auf seine \u201eKeimzelle\u201c, die Galerie an der Cheruskerstra\u00dfe in Oberkassel, gegen\u00fcber der Buchhandlung Gossens \u2013 und mit \u00e4hnlich entspannter Atmosph\u00e4re. \u201eHier kann man st\u00f6bern\u201c, sagt Kellermann. Auf relativ kleiner Fl\u00e4che gibt es eine reiche Auswahl von Unikaten und Editionen f\u00fcr den b\u00fcrgerlichen Kunstgeschmack, von modernen Klassikern wie dem Zero-Meister Otto Piene bis zu dem jungen Maler Fabian Pfleger, der surreale Szenen aus Selbstportr\u00e4ts komponiert. Zu entdecken ist Popul\u00e4res wie die munteren \u201eS\u00e4ulenheiligen\u201c von Christoph P\u00f6ggeler und Spr\u00f6des wie die Skizzen und Objekte von Joseph Beuys.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-146811\" class=\"size-large wp-image-146811\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Kellermann_Geiger-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\"  \/><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-146811\" class=\"wp-caption-text\">Oberkasseler Kunstexperten: das Galeristenpaar Matthias und B\u00e4rbel Kellermann vor einer Wand mit leuchtenden Siebdrucken von Rupprecht Geiger. Foto: bik\u00f6<\/p>\n<p>Leuchtender Mittelpunkt sind derzeit Siebdrucke des gelernten Architekten und zeitweiligen D\u00fcsseldorfer Akademieprofessors Rupprecht Geiger, der 2009 mit \u00fcber 100 Jahren starb und bis zuletzt die Farben schweben lie\u00df. \u201e\u201eRot ist Leben, Energie, Potenz, Macht, Liebe, W\u00e4rme, Kraft. Rot macht high\u201c, so zitierte ihn das M\u00fcnchner Lenbachhaus in einer Schau zum 100. Geburtstag. Mit einfachsten Formen \u2013 Kreisen in Rechtecken \u2013 und selbst gemachten Pigmenten bannte Geiger die Blicke. Und noch heute wirken seine Arbeiten kein bisschen m\u00fcde, sondern erzeugen, was er sich w\u00fcnschte: \u201egeistige Kraft\u201c.<\/p>\n<p>Was, wann und wo?<\/p>\n<p>Bengelstr\u00e4ter: \u201eFolkert Rasch &amp; Daniel Wagenblast\u201c: bis 31. August. Hermannstr. 23, D\u00fcsseldorf-Flingern. Ge\u00f6ffnet Mo.-Fr. 10 bis 18 Uhr, Sa. 11 bis 14 Uhr. Ge\u00f6ffnet Di.-Fr. 12 bis 18 Uhr, Sa. 12 bis 16 Uhr. <a href=\"https:\/\/bengelstraeter.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.bengelstraeter.com<\/a><\/p>\n<p>Galerie Kellermann: Sommerausstellung von Unikaten und Editionen mit Werken von u. a. Rupprecht Geiger, Joseph Beuys, Otto Piene, Bernd C. Dietrich, Fabian Pfleger. Cheruskerstr. 105, D\u00fcsseldorf-Oberkassel. Ge\u00f6ffnet Di.-Fr. 11 bis 13 und 15 bis 18.30 Uhr, Sa. 11 bis 16 Uhr. Verkaufsoffener Sonntag am 24. August, 13 bis 18 Uhr. <a href=\"https:\/\/galerie-kellermann.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.galerie-kellermann.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ferienzeit. Kultur im Sommerschlaf. Auch D\u00fcsseldorfs Galerien machen Pause. Alle? Aber nein! 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