{"id":335477,"date":"2025-08-11T04:06:12","date_gmt":"2025-08-11T04:06:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/335477\/"},"modified":"2025-08-11T04:06:12","modified_gmt":"2025-08-11T04:06:12","slug":"hafenarchiv-zeigt-bilder-von-windjammern-in-bremen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/335477\/","title":{"rendered":"Hafenarchiv zeigt Bilder von Windjammern in Bremen"},"content":{"rendered":"<p>\n     Nach zehn Jahren Pause ist es wieder so weit: In <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/sail-bremerhaven-2025-anreise-sicherheit-und-tipps-doc81svrx4k80z1c2fujamn\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bremerhaven findet ab Mittwoch, 13. August,<\/a> mit der Sail eines der gr\u00f6\u00dften Windjammer-Festivals der Welt statt. 250 Gro\u00dfe und kleine Segelschiffe gehen dann in der Hafenstadt vor Anker \u2013 von der &#8222;Alexander von Humboldt II&#8220; bis hin zur &#8222;Gorch Fock&#8220;.\n<\/p>\n<p>\n    Bei den Windjammern handelt es sich um die gro\u00dfen Frachtsegelschiffe, die zwischen Ende des 19. Jahrhunderts und Mitte des 20. Jahrhunderts auf den Weltmeeren unterwegs waren. Heutzutage werden sie meist nur noch als <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/schulschiff-q660668\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schulschiff<\/a>e verwendet. Bilder und Zeitzeugenberichte aus dem <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-walle\/hafenarchi-ab-sofort-auf-ehemaligem-kellogg-s-gelaende-doc7mjo4pmzzwpaa3opbxx\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hafenarchiv<\/a> dokumentieren jedoch, dass die letzten gro\u00dfen Frachtsegler noch bis in die 1950er-Jahre die H\u00e4fen der Stadt Bremen aufsuchten.\n<\/p>\n<p>Von Bremen nach Buenos Aires<\/p>\n<p>So zeigt ein Bild des Bremer Fotografen Hans Brockm\u00f6ller, dass 1956 ein besonderes Segelschiff beim Kohleumschlag in den Industrieh\u00e4fen vor Anker lag: die &#8222;Pamir&#8220;. Nur ein Jahr sp\u00e4ter wurde ihr auf dem R\u00fcckweg von Buenos Aires nach Deutschland im Nordatlantik ein Hurrikan zum Verh\u00e4ngnis. Von den 86 Seem\u00e4nnern an Bord starben 80, darunter die meisten Kadetten in Ausbildung. Unter ihnen befanden sich auch mehrere Bremer, darunter Kapit\u00e4n Johannes Diebitsch.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" data-w=\"1200 1 Landscape\" alt=\"Blick auf Weser und Europahafen im Jahr 1973: Auf dem ehemaligen Kellogg-Gel\u00e4nde befindet sich nun auch das Hafenarchiv.\" class=\"inline-gallery__image withsrc\" style=\"max-height:unset;aspect-ratio:16\/9\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Landscapedezember.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>Blick auf Weser und Europahafen im Jahr 1973: Auf dem ehemaligen Kellogg-Gel\u00e4nde befindet sich nun auch das Hafenarchiv. <\/p>\n<p>                    Foto:<br \/>\n     Hans Engler <\/p>\n<p>Der Untergang der &#8222;Pamir&#8220; ging als gr\u00f6\u00dfte deutsche Schiffskatastrophe nach dem Zweiten Weltkrieg in die Geschichte ein. Zu dem Zeitpunkt geh\u00f6rte die 1905 f\u00fcr die Hamburger Reederei F. Laeisz gebaute Viermastbark der Stiftung Pamir und Passat und war als frachtfahrendes Segelschulschiff vorwiegend zwischen Norddeutschland und S\u00fcdamerika im Einsatz. Auch das Schwesterschiff der &#8222;Pamir&#8220;, die &#8222;Passat&#8220;, lag immer wieder in Bremen.<\/p>\n<p>Welche Ladungen die Schiffe an Bord hatten, kann ebenfalls im Hafenarchiv nachgelesen werden. Es geh\u00f6rt zum Kulturhaus Walle, Brodelpott, und existiert seit 2004 in der \u00dcberseestadt. Dort sind mehr als 6000 Hafenbilder thematisch sortiert und in Bildmappen einsehbar. So auch die Abz\u00fcge und Negative von Hans Brockm\u00f6ller, der als Chronist des Wiederaufbaus und der Bremer H\u00e4fen gilt. Seine Fotografien sind derzeit in einer Ausstellung der Bremischen B\u00fcrgerschaft in Zusammenarbeit mit dem Brodelpott zu sehen.<\/p>\n<p>Schwesterschiff entgeht Untergang nur knapp<\/p>\n<p>Doch auch alte Hafenberichte finden sich in der B\u00fccherei des Archivs wieder. So steht in der Novemberausgabe des Weserlotsen im Hafenarchiv dazu folgender Auszug zur &#8222;Passat&#8220;: \u201eAm R\u00f6chling-Kai wurde eine Koksladung von 2500 t f\u00fcr Buenos Aires aufgenommen. Unter den 96 Mann Besatzung befinden sich 40 Schiffsjungen, die sich nach ihrer theoretischen Ausbildung nun vor dem Mast in der Praxis bew\u00e4hren sollen\u201c.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" data-w=\"1200 1 Landscape\" alt=\"Heute nur noch ein Museumsschiff: die &quot;Passat&quot; in Travem\u00fcnde.\" class=\"inline-gallery__image withsrc\" style=\"max-height:unset;aspect-ratio:16\/9\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Landscapemuseumsschiff-passat.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>Heute nur noch ein Museumsschiff: die &#8222;Passat&#8220; in Travem\u00fcnde. <\/p>\n<p>                    Foto:<br \/>\n     Markus Scholz <\/p>\n<p>Nur wenige Wochen nach ihrem Schwesterschiff drohte auch die &#8222;Passat&#8220; w\u00e4hrend eines Sturms zu kentern, erreichte in schwerer Schieflage jedoch noch Lissabon. Dennoch wurde sie, wieder in Hamburg angekommen, ausgemustert. 1959 kaufte die Hansestadt L\u00fcbeck das Schulschiff und \u00fcberf\u00fchrte es in den Travem\u00fcnder Hafen, wo es noch heute liegt.<\/p>\n<p>Das Ende der beiden Frachtsegler war jedoch nicht das Ende des gro\u00dfen Trubels in den H\u00e4fen der Stadt Bremen. Noch bis in die 60er-Jahre hinein wurden laut Hafenarchiv bis zu 12.000 Schiffsmeldungen pro Jahr verzeichnet. Dank des Projekts &#8222;Schiffe gucken&#8220;, welches mit Unterst\u00fctzung des Bremer Schiffsmeldedienstes und vielen Freiwilligen arbeitet, stehen Tausende Schiffs- und Frachtdaten vor Ort zur Verf\u00fcgung. Wer in dem Archiv st\u00f6bern und sich beraten lassen will, kann dies mittwochs zwischen 14 und 18\u2009Uhr, sowie donnerstags zwischen 14 und 17\u2009Uhr tun. <\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc81ugdd4qjbq1d0i69njt\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-haefen\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach zehn Jahren Pause ist es wieder so weit: In Bremerhaven findet ab Mittwoch, 13. 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