{"id":335689,"date":"2025-08-11T06:15:14","date_gmt":"2025-08-11T06:15:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/335689\/"},"modified":"2025-08-11T06:15:14","modified_gmt":"2025-08-11T06:15:14","slug":"was-passiert-mit-den-russische-flugzeugen-an-deutschen-flughaefen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/335689\/","title":{"rendered":"Was passiert mit den russische Flugzeugen an deutschen Flugh\u00e4fen?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 11.08.2025 05:15 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Durch die Russland-Sanktionen sind mehrere Flugzeuge in Deutschland gestrandet. Ihre Unterbringung kostet t\u00e4glich Geld &#8211; ob sie jemals wieder abgeholt werden, ist unklar.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/flade-103.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Florian Flade, WDR\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/flade-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie drei blau-wei\u00dfen Kolosse, die am Flughafen Leipzig\/Halle neben dem Tower stehen, d\u00fcrfen nicht mehr fliegen. Es sind Frachtmaschinen vom Typ Antonov AN-124, sie geh\u00f6ren der russischen Frachtfluggesellschaft Volga Dnepr und unterliegen wegen der Russland-Sanktionen der Europ\u00e4ischen Union (EU) seit nun mehr drei Jahren einem Start- und Flugverbot.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie eisernen Riesenv\u00f6gel k\u00f6nnten jedoch auch gar nicht mehr abheben: Noch w\u00e4hrend der Wartungsarbeiten, f\u00fcr die die Flugzeuge im Februar 2022 nach Leipzig gekommen waren, wurden die Triebwerke abmontiert &#8211; wo sie sich befinden, ob sie etwa nach Russland gebracht wurden, ist unklar.<\/p>\n<p>    Festgesetzte Maschinen an mehreren Flugh\u00e4fen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNicht nur in Leipzig stehen Flugzeuge, die wegen der Russland-Sanktionen festgesetzt wurden. Insgesamt sieben Maschinen unterliegen nach WDR-Informationen bundesweit seit dem 28. Februar 2022 einem Flugverbot gem\u00e4\u00df EU-Verordnung 833\/2014.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn K\u00f6ln\/Bonn etwa stehen eine Boeing 737 der Frachtfluggesellschaft Atran aus Moskau und eine Bombardier Challenger 300 der Fluggesellschaft Utair. In Frankfurt\/Hahn steht eine Boeing 747 des britischen Frachtunternehmen CargoLogicAir, das im Jahr 2022 wegen der Sanktionen mit Bezug zum Ukraine-Krieg sein Gesch\u00e4ft aufgeben musste und kurz darauf in die Insolvenz ging. CargoLogicAir war die\u00a0Tochterfirma eines Unternehmens mit russischen Eigent\u00fcmern. Der &#8222;wirtschaftliche Berechtigte&#8220; der Firma war auf der Sanktionsliste Gro\u00dfbritanniens gelandet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm M\u00fcnchner Flughafen stand mehr als 800 Tage ein Airbus A320, der von der russischen Aeroflot geleast worden war. Im Juni 2024 dann konnte die Maschine abheben und flog zun\u00e4chst nach Tschechien. Die chinesischen Eigent\u00fcmer hatten das Flugzeug zur\u00fcckgenommen und die offene Rechnung von mehr als 460.000 Euro beglichen.<\/p>\n<p>    Teils ungekl\u00e4rte Eigentumsverh\u00e4ltnisse<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Sprecher des Bundesministeriums f\u00fcr Verkehr, das f\u00fcr die Umsetzung der EU-Sanktionen im Bezug zur Luftfahrt zust\u00e4ndig ist, teilte auf Anfrage mit, dass weitere in Deutschland befindliche Luftfahrzeuge bekannt seien, zu denen allerdings &#8222;aufgrund laufender Ermittlungsverfahren zu ungekl\u00e4rten Eigentumsverh\u00e4ltnissen&#8220; keine abschlie\u00dfenden Angaben gemacht k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>    Zuerst Task Force, dann Zentralstelle<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach dem Ausbruch des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 und den daraus resultierenden EU-Sanktionspaketen wurde in Deutschland eine Taskforce zur Durchsetzung der Sanktionen ins Leben gerufen. Dabei federf\u00fchrend waren das Bundeswirtschaftsministerium und das Finanzministerium. Unterst\u00fctzt wurden sie auch durch Vertreter der Sicherheitsbeh\u00f6rden wie dem Bundeskriminalamt (BKA) und dem Bundesnachrichtendienst (BND).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Januar 2023 wurden die Aufgaben der Taskforce schlie\u00dflich in eine neu gegr\u00fcndete Direktion der Generalzollverwaltung \u00fcberf\u00fchrt &#8211; die Zentralstelle f\u00fcr Sanktionsdurchsetzung (ZfS). Die ZfS ist seitdem damit betraut, Verm\u00f6genswerte von sanktionierten Personen und Unternehmen in Deutschland aufzusp\u00fcren und festzusetzen. Dazu geh\u00f6ren neben Geldverm\u00f6gen in Banken auch Immobilien, Fahrzeuge, Schiffe und Flugzeuge.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Ermittlungen gestalten sich oft schwierig. Nicht selten werden die wahren Besitzverh\u00e4ltnisse durch ein komplexes und l\u00e4nder\u00fcbergreifendes Geflecht aus Firmen und Strohleuten verschleiert.<\/p>\n<p>    Privatjet des verstorbenen Wagner-Anf\u00fchrers?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo wohl auch bei einem Flugzeug, das seit Jahren am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) steht: Im Oktober 2020 kam der wei\u00dfe Privatjet vom Typ Hawker 800XP aus St. Petersburg nach Deutschland &#8211; offenbar f\u00fcr Wartungsarbeiten. Und seitdem hat die Maschine die Bundesrepublik auch nicht mehr verlassen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Flugzeug, das bis zu acht Passagieren Platz bietet und eine Reichweite von mehr als 4.600 Kilometern hat, geriet bereits vor dem russischen Krieg gegen die Ukraine in den Fokus der US-Beh\u00f6rden. Sie sind \u00fcberzeugt, dass das Flugzeug dem inzwischen verstorbenen Chef der russischen S\u00f6ldnertruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, zuzuordnen war.<\/p>\n<p>    Geflecht aus Tarnfirmen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach Erkenntnissen der US-Amerikaner wurde der mutma\u00dfliche Prigoschin-Jet, der haupts\u00e4chlich zwischen Moskau, St. Petersburg, Sotschi und der T\u00fcrkei hin und her flog, \u00fcber ein Geflecht aus Tarnfirmen gehalten. Auf dem Papier etwa geh\u00f6rt das Flugzeug einer Firma aus San Marino, weitere Spuren sollen wiederum zu einem Unternehmen aus St. Petersburg f\u00fchren, das mit dem Betrieb und der Instandsetzung von Flugzeugen der Wagner-Gruppe beauftragt gewesen sein soll.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2022\/03\/privatjet-jewgeni-prigoschin-wladimir-putin-usa\" title=\"Artikel der &quot;Zeit&quot;: Kleines Flugzeug, gro\u00dfe Politik\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">die Wochenzeitung &#8222;Zeit&#8220; berichtet hatte<\/a>, sollen die US-Beh\u00f6rden die deutsche Regierung Anfang 2022 darum gebeten haben, das Flugzeug festzusetzen. Ob das rechtlich m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, dar\u00fcber gab es jedoch bei den deutschen Stellen Uneinigkeit. Statt die Maschine zu arrestieren, wurde daher zun\u00e4chst ein Zollverfahren eingeleitet, bei dem gepr\u00fcft werden sollte, ob mit den Wartungsarbeiten auch alles in Ordnung war. Das Flugzeug durfte erst mal nicht bewegt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDann marschierte Russland in der Ukraine ein, es folgten zahlreiche Sanktionspakete der EU und im August 2023, nach einem Aufstand seiner S\u00f6ldnertruppe gegen den Kreml, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/prigoschin-tod-100.html\" title=\"Russisches Ermittlungskomitee best\u00e4tigt Tod von Wagner-Chef Prigoschin \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">starb Wagner-Chef Prigoschin bei einem bisher ungekl\u00e4rten Flugzeugabsturz in Russland.<\/a><\/p>\n<p>    Fraglich, ob Kosten jemals beglichen werden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer besagte Jet steht nun seit fast f\u00fcnf Jahren am Berliner Flughafen. Schon im Fr\u00fchjahr 2023 beliefen sich die Kosten f\u00fcr die Unterbringung des Flugzeugs auf rund 37.000 Euro. &#8222;Grunds\u00e4tzlich werden Kosten, die wir erheben, erst dann in Rechnung gestellt, wenn ein Luftfahrzeug den Flughafen wieder verlassen m\u00f6chte&#8220;, teilte damals eine Sprecherin der Flughafens mit. &#8222;Da sich das genannte Flugzeug noch auf dem Flughafengel\u00e4nde befindet, ist auch noch keine Rechnung gestellt worden.&#8220; Fraglich, ob die Kosten jemals beglichen werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Fall der drei Antonovs, die seit Jahren Dauergast am Flughafen Leipzig\/Halle sind, sieht es jedoch anders aus. Die Entgelte f\u00fcr die Unterbringung der Maschinen, so teilte ein Flughafensprecher mit, w\u00fcrden von den Eigent\u00fcmern, also der russischen Fluggesellschaft, beglichen. Offenbar will man die Maschinen irgendwann wieder abholen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.08.2025 05:15 Uhr Durch die Russland-Sanktionen sind mehrere Flugzeuge in Deutschland gestrandet. 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