{"id":336110,"date":"2025-08-11T10:14:10","date_gmt":"2025-08-11T10:14:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/336110\/"},"modified":"2025-08-11T10:14:10","modified_gmt":"2025-08-11T10:14:10","slug":"abschiebung-nach-verurteilung-grossbritannien-weitet-seine-strengere-abschiebepraxis-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/336110\/","title":{"rendered":"Abschiebung nach Verurteilung: Gro\u00dfbritannien weitet seine strengere Abschiebepraxis aus"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\"><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/grossbritannien\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gro\u00dfbritannien<\/a>\u00a0schiebt vor Gericht verurteilte Ausl\u00e4nder aus 15 weiteren Staaten k\u00fcnftig bereits nach dem erstinstanzlichen Richterspruch ab. Wie das Innenministerium am Sonntag bekannt gab, soll die &#8222;deport now, appeal later&#8220; (erst abschieben, sp\u00e4ter Einspruch erheben) genannte Vorgehensweise unter anderem auch bei Menschen aus Indien, Indonesien, dem Libanon und Malaysia angewendet worden\u00a0\u2013\u00a0sowie bei B\u00fcrgern aus den EU-Staaten Lettland und Bulgarien.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Betroffen sind demnach auch die afrikanischen L\u00e4nder Angola, Botswana, Guyana, Kenia, Sambia und Uganda, au\u00dferdem Australien, Brunei und Kanada. Bislang war die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/abschiebung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abschiebung<\/a> nach der erstinstanzlichen Verurteilung bereits f\u00fcr Menschen aus acht Staaten vorgesehen, darunter Estland, Finnland, Belize und Tansania. K\u00fcnftig k\u00f6nnen somit Ausl\u00e4nder aus 23 Staaten mit diesem Verfahren abgeschoben werden.\n<\/p>\n<p>        Berufung per Videoschalte        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Einspruch gegen ihre Verurteilung k\u00f6nnen die Betroffenen erst nach ihrer <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/abschiebung\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abschiebung<\/a> und aus ihrem Herkunftsland einlegen. Dies soll per Videoschalte m\u00f6glich sein. Das Innenministerium teilte zur Ausweitung des Programms mit, damit st\u00e4rke\u00a0<a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/grossbritannien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gro\u00dfbritannien<\/a>\u00a0seine M\u00f6glichkeiten, &#8222;ausl\u00e4ndische Straft\u00e4ter schnellstm\u00f6glich au\u00dfer Landes zu bef\u00f6rdern&#8220;. Ausnahmen gibt es jedoch f\u00fcr M\u00f6rder und Terroristen, die eine lebenslange Freiheitsstrafe verb\u00fc\u00dfen m\u00fcssen. Sie sitzen ihre Strafe in einem britischen Gef\u00e4ngnis ab.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Schritt ist Teil des versch\u00e4rften Vorgehens der Regierung von <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/labourpartei\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Labour<\/a>-Premierminister <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/keir-starmer\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Keir Starmer<\/a> gegen irregul\u00e4re Migration. Zus\u00e4tzlich soll es das Gef\u00e4ngnissystem entlasten, das an seiner Kapazit\u00e4tsgrenze ist.\u00a0\n<\/p>\n<p>        Ex-Justizminister kritisiert vermeintliche Straflosigkeit        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Innenministerin Yvette Cooper teilte mit, &#8222;viel zu lange&#8220; h\u00e4tten &#8222;ausl\u00e4ndische Kriminelle&#8220; das britische Einwanderungssystem ausgenutzt und seien &#8222;monate- oder jahrelang im Land geblieben, w\u00e4hrend ihre Berufungsverfahren sich in die L\u00e4nge zogen&#8220;. Dass die Verfahren sich so in die L\u00e4nge ziehen, liegt unter anderem an der \u00dcberlastung der Gerichte.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. Erhalten Sie zudem freitags den US-Sonderletter &#8222;Was jetzt, America?&#8220; sowie das digitale Magazin ZEIT am Wochenende.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! 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Sie war bis 2023 ausgesetzt und dann f\u00fcr zun\u00e4chst acht Herkunftsstaaten wieder eingef\u00fchrt worden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nach Angaben der britischen Regierung wurden seit Starmers Amtsantritt im Juli 2024 rund 5.200 verurteilte Ausl\u00e4nder aus\u00a0Gro\u00dfbritannien\u00a0abgeschoben, dies seien 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gro\u00dfbritannien\u00a0schiebt vor Gericht verurteilte Ausl\u00e4nder aus 15 weiteren Staaten k\u00fcnftig bereits nach dem erstinstanzlichen Richterspruch ab. 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