{"id":336373,"date":"2025-08-11T12:42:11","date_gmt":"2025-08-11T12:42:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/336373\/"},"modified":"2025-08-11T12:42:11","modified_gmt":"2025-08-11T12:42:11","slug":"berlin-schoeneberg-da-werden-leute-bewusst-klauen-geschickt-polizeigewerkschaft-beklagt-zustaende-in-roma-unterkunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/336373\/","title":{"rendered":"Berlin-Sch\u00f6neberg: \u201eDa werden Leute bewusst klauen geschickt\u201c \u2013 Polizeigewerkschaft beklagt Zust\u00e4nde in Roma-Unterkunft"},"content":{"rendered":"<p>Nach zahlreichen Polizeieins\u00e4tzen an einer Roma-Unterkunft in Berlin-Sch\u00f6neberg fordert GdP-Sprecher Benjamin Jendro mehr Befugnisse f\u00fcr die Beh\u00f6rden: Wer sich dauerhaft nicht an Regeln halte, d\u00fcrfe nicht l\u00e4nger in \u00f6ffentlichen Unterk\u00fcnften leben.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Ein seit Jahren schwelender Nachbarschaftskonflikt in Berlin-Sch\u00f6neberg spitzt sich zu. Anwohner rund um das \u201eBB Hotel Berlin\u201c in der Fuggerstra\u00dfe berichten von zunehmender Gewalt, L\u00e4rmbel\u00e4stigung und Verwahrlosung im Kiez. Seit 2020 wird das Hotel regelm\u00e4\u00dfig im Sommer vom Bezirksamt Tempelhof-Sch\u00f6neberg zur Unterbringung von Roma-Familien aus S\u00fcdosteuropa genutzt \u2013 vornehmlich aus Bulgarien und Rum\u00e4nien. Die Situation belastet das Viertel zunehmend. \u00dcber die Zust\u00e4nde berichtete zun\u00e4chst der Berliner <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/die-ersten-wahlen-deswegen-afd-eine-roma-unterkunft-im-schoneberger-regenbogenkiez-lasst-nachbarn-verzweifeln-14115782.html\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/die-ersten-wahlen-deswegen-afd-eine-roma-unterkunft-im-schoneberger-regenbogenkiez-lasst-nachbarn-verzweifeln-14115782.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">\u201eTagesspiegel\u201c<\/a>.<\/p>\n<p>Ein Vorfall Anfang Juli sorgte f\u00fcr besondere Aufmerksamkeit: Tobias Schneider, Anwohner der Fuggerstra\u00dfe, wurde nach einem Wortwechsel von Jugendlichen aus der Hotelgruppe mit einem Pflasterstein beworfen. Die Tat wurde auf Video dokumentiert, Schneider erstattete Anzeige. Es ist nicht der erste Zwischenfall.<\/p>\n<p>Laut Polizei verzeichnete die Adresse allein im Zeitraum Juli 2024 bis Juni 2025 \u00fcber 100 Eins\u00e4tze. Die Liste reicht von L\u00e4rmbeschwerden \u00fcber K\u00f6rperverletzungen bis zu Betrugsverdacht.<\/p>\n<p>Die Infrastruktur im Kiez, einst als sicherer Ort f\u00fcr LGBTQ+ bekannt, leidet dem Bericht des \u201eTagesspiegel\u201c zufolge. Ein Barbesitzer und ein Jogger seien angegriffen worden. Viele Nachbarn f\u00fchlten sich alleingelassen, dokumentierten Vorf\u00e4lle in WhatsApp-Gruppen und d\u00e4chten dar\u00fcber nach, wegzuziehen: \u201eIch k\u00e4me selber nie auf den Gedanken, aber die ersten Nachbarn w\u00e4hlen deswegen AfD\u201c, zitiert das Blatt einen Anwohner.<\/p>\n<p>Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei Berlin, Benjamin Jendro, berichtet von permanenten Vorf\u00e4llen: \u201eEs kommt ja nicht nur alle paar Tage zu einem Polizeieinsatz. Wir haben zwei bis drei Eins\u00e4tze jeden Tag\u201c, sagte Jendro im Interview mit WELT TV. <\/p>\n<p>Die Bezirksregierung in Tempelhof-Sch\u00f6neberg wolle nicht wahrhaben, dass die dort lebenden Menschen die EU-Freiz\u00fcgigkeit als \u201eFreiz\u00fcgigkeit bei Sozialleistungen\u201c auslegten. Zwar d\u00fcrfe jeder seinen Wohnsitz in der EU frei w\u00e4hlen, sagte Jendro, aber: \u201eWir m\u00fcssen feststellen, dass es seit ein paar Jahren so geht. Die Betreiberin des Hotels macht sich einen Reibach. Man k\u00f6nnte schon mal \u00fcberpr\u00fcfen und daf\u00fcr sorgen, dass nicht so viele Menschen dort untergebracht sind, sondern vielleicht auch verteilt werden.\u201c <\/p>\n<p>Diejenigen, die nach Deutschland k\u00e4men, m\u00fcssten sich an Gesetze und Normen halten, forderte Jendro: \u201eWir reden da \u00fcber Straftaten. Da werden bewusst Leute klauen geschickt. Wir reden \u00fcber Ruhest\u00f6rungen, K\u00f6rperverletzungen, Bedrohungen.\u201c Ein Rechtsstaat k\u00f6nne die EU-Freiz\u00fcgigkeit entziehen, wenn die innere Sicherheit gef\u00e4hrdet sei: \u201eWir m\u00fcssen dar\u00fcber reden, dass wir vielleicht nicht unbedingt Anreize schaffen, dass diese Menschen herkommen.\u201c<\/p>\n<p>Der Bezirk sehe die Probleme m\u00f6glicherweise nicht, sagte Jendro, doch Passanten und Polizisten schon. Dabei k\u00f6nnte diese sehr wohl aktiv werden: \u201eDie Politik k\u00f6nnte daf\u00fcr sorgen, dass nicht alle Menschen in diesem Hotel untergebracht werden. Dann h\u00e4tten wir nicht so einen Punkt der Verwahrlosung.\u201c <\/p>\n<p>Nicht das einzige Hotel mit diesen Problemen<\/p>\n<p>Die Polizei sei da machtlos, es seien andere Beh\u00f6rden zust\u00e4ndig, um solche Kriminalit\u00e4tsschwerpunkte zu \u00fcberpr\u00fcfen, betonte Jendro: \u201eEs ist nicht das einzige Hotel in unserer Stadt, in dem Leute so massenhaft untergebracht sind. Wie k\u00f6nnen auf einer Etage mit zwei Zimmern 50 Leute untergebracht sein?\u201c <\/p>\n<p>Jendro sieht Missst\u00e4nde in Deutschland und in der Hauptstadt zusammenkommen. In der Hauptstadt sei nicht nur die Polizei \u201ekaputtgespart\u201c worden, auch die Ordnungs\u00e4mter seien nicht gut genug ausgestattet: \u201eJetzt haben sich die B\u00fcrger bei der Presse beschwert. Da m\u00fcssen wir ganz ehrlich sein, in dieser Stadt passiert erst etwas, wenn wirklich was passiert ist. Wenn ein Mensch stirbt. So wie etwa im Stra\u00dfenverkehr.\u201c Die Bezirkspolitik d\u00fcrfe in diesem Fall nicht erst reagieren, wenn es zu sp\u00e4t sei, forderte Jendro.<\/p>\n<p>Das Bezirksamt sagte dem Medienbericht zufolge, es gebe \u201etagt\u00e4glich eine soziale Herausforderung\u201c. Unterst\u00fctzung habe man beim Verein \u201eAmaro Foro\u201c gesucht, der sich f\u00fcr Roma-Rechte einsetzt. Eine Hausversammlung habe stattgefunden, Beschwerden der Anwohner seien ernst genommen worden. Gleichwohl bleibe die Lage angespannt \u2013 nicht zuletzt, weil viele Bewohner offenbar nur saisonal in der Unterkunft leben und im Winter verschwinden.<\/p>\n<p>Die Inhaberin des Hotels, das keine Verbindung zu der bekannten Hotelkette B&amp;B hat, \u00e4u\u00dferte sich bislang nicht zu den Vorw\u00fcrfen. Das Geb\u00e4ude ist nicht f\u00fcr Touristen buchbar, sondern dient allen Berliner Bezirken als Notunterkunft. Laut Bezirksamt erhalten Betreiber bis zu 54 Euro pro Person und Tag \u2013 ein lukratives Gesch\u00e4ftsmodell.<\/p>\n<p>kr\u00f6<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach zahlreichen Polizeieins\u00e4tzen an einer Roma-Unterkunft in Berlin-Sch\u00f6neberg fordert GdP-Sprecher Benjamin Jendro mehr Befugnisse f\u00fcr die Beh\u00f6rden: Wer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":336374,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,52264,110,121,9241,94689],"class_list":{"0":"post-336373","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-kriminalitaet-ks","12":"tag-newsteam","13":"tag-polizei","14":"tag-prostitution","15":"tag-sinti-ks"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115010191115865280","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/336373","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=336373"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/336373\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/336374"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=336373"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=336373"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=336373"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}