{"id":336736,"date":"2025-08-11T15:59:16","date_gmt":"2025-08-11T15:59:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/336736\/"},"modified":"2025-08-11T15:59:16","modified_gmt":"2025-08-11T15:59:16","slug":"experte-ordnet-putins-trump-taktik-im-ukraine-krieg-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/336736\/","title":{"rendered":"Experte ordnet Putins Trump-Taktik im Ukraine-Krieg ein"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/2902076521657551.webp\" fetchpriority=\"high\" width=\"2001\" height=\"1125\" alt=\"FILE - President Donald Trump, left, and Russian President Vladimir Putin shake hands at the beginning of a meeting at the Presidential Palace in Helsinki, Finland, July 16, 2018. (AP Photo\/Pablo Mart ...\" data-image-id=\"2902076521657551\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump traf den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin bereits 2018.Bild: AP \/ Pablo Martinez Monsivais<\/p>\n<p>Analyse<\/p>\n<p>Ein Gipfeltreffen in Alaska soll angeblich Friedensverhandlungen zum Ukraine-Krieg voranbringen \u2013 doch Selenskyj ist nicht eingeladen. Stattdessen bekommt Putin die gro\u00dfe B\u00fchne. Ein Experte warnt: Das Treffen nutzt vor allem Moskau \u2013 und schw\u00e4cht die Ukraine.<\/p>\n<p>11.08.2025, 16:5911.08.2025, 17:05<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3402761956330141.webp\" alt=\"Tim Kr\u00f6plin\" width=\"50\" height=\"50\" loading=\"lazy\" class=\"h-auto w-14 rounded-full\"\/><\/p>\n<p>Folgen<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Es ist ein seltenes Ereignis: Kommenden Freitag trifft US-Pr\u00e4sident Donald Trump den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin, um \u00fcber den Krieg in der Ukraine zu sprechen. Das letzte Gipfeltreffen war 2021, damals war noch Joe Biden im Amt und der Angriffskrieg auf die Ukraine noch in der Planungsphase. Weniger als ein Jahr sp\u00e4ter marschierten russische Truppen in die Ukraine ein.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Seitdem pflegte Biden w\u00e4hrend seiner Pr\u00e4sidentschaft lediglich telefonischen Kontakt zu Putin. Das anstehende Treffen in Alaska darf also als Novum bezeichnet werden. Trump stellt es als einen Versuch dar, einem Ende der K\u00e4mpfe in der Ukraine n\u00e4herzukommen \u2013 einer der typisch Trump&#8217;schen Torpedo-S\u00e4tze. <strong>Denn f\u00fcr wirkliche Friedensbestrebungen bietet das Treffen keine Grundlage.<\/strong><\/p>\n<p>Treffen zum Ukraine-Krieg: Selenskyj fehlt<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Entscheidendes Problem: Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj fehlt. &#8222;Putin hat erreicht, was er wollte: Das direkte Treffen mit Trump ohne Selenskyj und die Europ\u00e4er&#8220;, sagt Stefan Meister, Leiter des Zentrums f\u00fcr Ordnung und Governance in Osteuropa, Russland und Zentralasien (DGAP) zu watson. &#8222;Er kann sich als F\u00fchrer auf Augenh\u00f6he mit Trump inszenieren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Das Treffen schw\u00e4che demnach die Verhandlungsposition der Ukraine und &#8222;unterminiert die Glaubw\u00fcrdigkeit der USA als zuverl\u00e4ssige Gro\u00dfmacht&#8220;, sagt Meister. Eigentlich zeigten sich die USA f\u00fcr Selenskyjs Anwesenheit offen. <strong>Putin aber w\u00fcnschte ein bilaterales Treffen. Dem kam das Wei\u00dfe Haus nach.<\/strong> <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Der ukrainische Pr\u00e4sident ist davon bereits wenig begeistert. &#8222;Jede Entscheidung gegen uns, jede Entscheidung ohne die Ukraine ist auch eine Entscheidung gegen den Frieden&#8220;, sagte Selenskyj in einer Videoansprache.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Verbindliches l\u00e4sst sich so kaum beschlie\u00dfen. Unter diesen Umst\u00e4nden ist der Gipfel ein Sieg auf Putins Seite, betont auch Meister. Am Ende werde es Maximalforderungen geben, welche die Ukraine nicht akzeptieren werde, so seine Prognose. <\/p>\n<p>Russlands Spiel mit Trump und den USA<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">&#8222;Es geht vor allem um eine Legitimierung Putins und die R\u00fcckkehr aus der Isolation, ohne dass wirklich Verhandlungsergebnisse erzielt werden k\u00f6nnen auf so einem Gipfel&#8220;, erkl\u00e4rt der Russland-Experte.<\/p>\n<p>&#8222;Er hat ihn letztlich ausgetrickst, und damit dieses Treffen und Legitimation von h\u00f6chster Ebene erhalten.&#8220;<\/p>\n<p>Stefan Meister<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Bisher forderte Russland die Abtretung annektierter Gebiete. Zudem solle die Ukraine auf einen Nato-Beitritt verzichten. Dem US-Unterh\u00e4ndler Steve Witkoff soll Putin als Ziel eine Einstellung der K\u00e4mpfe angeboten haben, schreibt die &#8222;<a target=\"_blank\" rel=\"follow nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2025\/08\/06\/world\/europe\/russia-trump-witkoff-putin-ukraine.html\" class=\"\">New York Times<\/a>&#8222;. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\"><strong>Im Gegenzug solle Russland &#8222;nur&#8220; die Kontrolle \u00fcber die gesamte ostukrainische Donbass-Region erhalten.<\/strong> Welche weiteren Zugest\u00e4ndnisse daf\u00fcr gefordert werden, ist bislang unklar. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">&#8222;Putin spielt mit Trump. Er hat ihn letztlich ausgetrickst, und damit dieses Treffen und Legitimation von h\u00f6chster Ebene erhalten&#8220;, sagt Meister. Ohnehin haben beide Seiten v\u00f6llig unterschiedliche Erwartungen an das Treffen. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Zumindest bei Putin d\u00fcrften sich diese allerdings erf\u00fcllen: Er bekommt eine gro\u00dfe Staatsb\u00fchne, eingerichtet nach seinem Diktat. <strong>Trump hingegen ersehnt wohl einen Platz im politischen Olymp \u2013 als derjenige, der f\u00fcr Ruhe gesorgt hat. Aber wie weit ist er daf\u00fcr bereit zu gehen?<\/strong><\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob die USA Gebietsabtretungen erzwingen w\u00fcrden. Zwar k\u00f6nnen sie die Ukraine nicht zur Feuerpause oder zum R\u00fcckzug zwingen. Allerdings haben sie Druckmittel, etwa Waffenlieferungen oder Geheimdienstinformationen. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\"><strong>Doch selbst wenn die Ukraine auf Gebiete verzichtet, gibt es keine Sicherheitsgarantien.<\/strong> &#8222;Nur echte Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine durch Nato-Staaten inklusive der USA, k\u00f6nnten ein Kriegsende erm\u00f6glichen&#8220;, unterstreicht Meister.<\/p>\n<p>Ukraine erh\u00e4lt Unterst\u00fctzung aus Europa<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Mehrere europ\u00e4ische L\u00e4nder signalisierten Unterst\u00fctzung, zumindest in einer kurzfristigen Zusammenkunft. Laut dieser seien sinnvolle Verhandlungen nur im &#8222;Rahmen eines Waffenstillstands oder einer Verringerung der Feindseligkeiten&#8220; m\u00f6glich, hei\u00dft es <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/europa-ukraine-100.html\" class=\"\">in einer Erkl\u00e4rung<\/a> von Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Gro\u00dfbritannien, Finnland und der EU-Kommission.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Damit d\u00fcrfte das Treffen zwischen Trump und Putin nicht \u00fcber das \u00fcbliche diplomatische Gepl\u00e4nkel mit maximaler Showisierung hinausgehen. Letztlich kann hier nur ein Akteur kurzfristig wirklich gewinnen: Russland.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/politik.watson.de\/politik\/israel\/305608689-krieg-in-gaza-social-media-plattform-bluesky-sperrt-hilferufe\" aria-label=\"Zur Story\" class=\"watson-next-story__link absolute inset-0 z-10\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Seit einem halben Jahr erstellt Hanin Al-Batsh immer wieder neue Bluesky-Accounts \u2013 mehr als 80 an der Zahl. Jede Woche hofft die Mutter aus Gaza, so gen\u00fcgend Spenden f\u00fcr etwas Essbares f\u00fcr ihre Kinder zu sammeln.<\/p>\n<p>Die humanit\u00e4re Lage in Gaza ist katastrophal. Lebensmittel sind rar und unbezahlbar, Hilfslieferungen sind hei\u00dfumk\u00e4mpft oder erreichen nicht ihr Ziel. <b>F\u00fcr Familien wie die von Hanin Al-Batsh ist Online-Crowdfunding zur letzten Rettung geworden. <\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"US-Pr\u00e4sident Donald Trump traf den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin bereits 2018.Bild: AP \/ Pablo Martinez Monsivais Analyse Ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":336737,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-336736","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115010965835764852","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/336736","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=336736"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/336736\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/336737"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=336736"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=336736"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=336736"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}