{"id":336883,"date":"2025-08-11T17:19:11","date_gmt":"2025-08-11T17:19:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/336883\/"},"modified":"2025-08-11T17:19:11","modified_gmt":"2025-08-11T17:19:11","slug":"reisners-blick-auf-die-front-falls-die-russen-den-donbass-bekommen-haetten-sie-drei-vorteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/336883\/","title":{"rendered":"Reisners Blick auf die Front: &#8222;Falls die Russen den Donbass bekommen, h\u00e4tten sie drei Vorteile&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>US-Pr\u00e4sident Trump k\u00f6nnte Kiew nach dem Gipfel in Alaska milit\u00e4risch fallen lassen. Dann w\u00fcrden der Ukraine R\u00fcstungsg\u00fcter und Aufkl\u00e4rungsdaten fehlen, sagt Oberst Reisner. Sie k\u00f6nnte sich zu einem Diktatfrieden gezwungen sehen. Die Russen w\u00fcrden in diesem Fall besonders vom Donbass profitieren.<\/p>\n<p><b>ntv.de: US-Pr\u00e4sident Donald Trump beharrt darauf, dass die Ukraine f\u00fcr Friedensverhandlungen zu einem &#8222;Gebietstausch&#8220; mit den Russen bereit sein m\u00fcsse. Welche ukrainischen Gebiete meint Trump?<\/b><\/p>\n<p>Markus Reisner: Es ist noch nicht zu 100 Prozent klar, wie genau die Bedingungen sich darstellen. Es hat schon einige Irritationen gegeben. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff ist aus Moskau wohl mit einer Botschaft zur\u00fcckgekommen und hat sich mit den Europ\u00e4ern ausgetauscht. Aber bislang ist unklar, was genau besprochen worden ist. Ein au\u00dfenpolitischer Berater von Pr\u00e4sident Wladimir Putin, Juri Uschakow, hat das Gespr\u00e4ch mit Witkoff jedenfalls positiv bewertet. Die Russen d\u00fcrften es also aus ihrer Sicht geschafft haben, Witkoff ihre wesentlichen Forderungen zumindest auf den Tisch zu legen.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Markus-Reisner-ist-Historiker-und-Rechtswissenschaftler-Oberst-des-Generalstabs-im-Osterreichischen-.jpeg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Markus Reisner ist Historiker und Rechtswissenschaftler, Oberst des Generalstabs im \u00d6sterreichischen Bundesheer und Leiter des Institutes f\u00fcr Offiziersgrundausbildung an der Theresianischen Milit\u00e4rakademie. Wissenschaftlich arbeitet er u.a. zum Einsatz von Drohnen in der modernen Kriegsf\u00fchrung. Jeden Montag bewertet er f\u00fcr ntv.de die Lage an der Ukraine-Front.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Markus-Reisner-ist-Historiker-und-Rechtswissenschaftler-Oberst-des-Generalstabs-im-Osterreichischen-.jpeg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Markus Reisner ist Historiker und Rechtswissenschaftler, Oberst des Generalstabs im \u00d6sterreichischen Bundesheer und Leiter des Institutes f\u00fcr Offiziersgrundausbildung an der Theresianischen Milit\u00e4rakademie. Wissenschaftlich arbeitet er u.a. zum Einsatz von Drohnen in der modernen Kriegsf\u00fchrung. Jeden Montag bewertet er f\u00fcr ntv.de die Lage an der Ukraine-Front.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: privat)<\/p>\n<p><b>Sie meinen Putins Forderung, Russland sollten f\u00fcnf teilweise besetzte, ukrainische Regionen zugesprochen werden?<\/b><\/p>\n<p>Putin geht es die ganze Zeit um die f\u00fcnf Regionen Luhansk und Donezk im Donbas, die Halbinsel Krim sowie Saporischschja und Cherson. Die zwei Letztgenannten sollen zumindest teilweise den Russen zufallen, der Rest g\u00e4nzlich. Das liegt jetzt auf dem Tisch. Wenn man von &#8222;Gebietstausch&#8220; redet und die f\u00fcnf Regionen Russland zugesprochen werden sollen, dann bleibt eigentlich kaum etwas \u00fcbrig, das die Russen im Gegenzug anbieten k\u00f6nnten. Es gibt nur noch die Region von Charkiw bis fast nach Kupjansk. Dort sind die Russen teilweise bei Sumy und Charkiw \u00fcber die Grenze vorgesto\u00dfen. Dieses Gebiet k\u00f6nnten Sie theoretisch zur\u00fcckgeben. Aber das sind geringe Fl\u00e4chen im Vergleich zu dem, was die Russen bekommen w\u00fcrden, wenn sie die beiden Provinzen Luhansk und Donezk zur G\u00e4nze h\u00e4tten.<\/p>\n<p><b>Es kursiert noch eine andere Version von Witkoffs Aussagen gegen\u00fcber europ\u00e4ischen Regierungsbeamten. Demnach w\u00e4re ein R\u00fcckzug Russlands auch aus Saporischschja und Cherson denkbar. F\u00fcr wie wahrscheinlich halten Sie das? <\/b><\/p>\n<p>Das halte ich f\u00fcr unwahrscheinlich. Hier geht es konkret um den Verlauf des Flusses Dnepr. Im Moment haben die Russen jene Teile des Oblasts Cherson im Besitz, die sich s\u00fcdlich des Dnepr sich befinden &#8211; und alles n\u00f6rdlich des Flusses ist in ukrainischem Besitz. W\u00fcrden die Russen sich aus Cherson zur G\u00e4nze zur\u00fcckziehen, k\u00f6nnten die Ukrainer auf der anderen Seite des Flusses \u00fcbertreten. Das w\u00fcrde sie in eine g\u00fcnstigere Position bringen f\u00fcr zuk\u00fcnftige milit\u00e4rische R\u00fcckeroberungsversuche. Das wird Russland kaum zulassen. Bei Saporischschja ist es etwas anders. Auch diese Region wird zwar teilweise getrennt durch den Fluss Dnepr &#8211; aber dort gibt es auch den Landanteil ostw\u00e4rts des Flusses, der 2023 schon heftig umk\u00e4mpft war. Dort haben die Ukrainer versucht, w\u00e4hrend ihrer damaligen Sommeroffensive vorzusto\u00dfen. Ohne Erfolg. Deshalb ist es genauso unwahrscheinlich, dass die Russen Saporischschja aufgeben.<\/p>\n<\/p>\n<p><b>Besonders Luhansk und Donezk sind milit\u00e4risch wichtig f\u00fcr die Ukraine. Welchen Vorteil h\u00e4tte Russland, wenn der Donbass aufgegeben w\u00fcrde von den Ukrainern?<\/b><\/p>\n<p>Falls die Russen den Donbass bekommen, h\u00e4tten sie drei Vorteile. Erstens ist Russland als Aggressor in die Ukraine einmarschiert und w\u00fcrde nun, im vierten Jahr des Krieges, daf\u00fcr belohnt werden. Dieses Signal w\u00e4re f\u00fcr Putin wichtig, denn er kann es f\u00fcr die eigene Bev\u00f6lkerung nutzen, im Sinne von: Die Opfer waren nicht umsonst &#8211; wir haben jetzt das bekommen, was uns zusteht. Aus diesem Grund hat Russland diese Regionen bereits als Teil des russischen Staatsgebietes in die Verfassung aufgenommen. Das hei\u00dft, aus der russischen Sicht k\u00e4mpfen die Russen um die Inbesitznahme des Territoriums, das ihnen gem\u00e4\u00df Verfassung zusteht. Das ist das russische Narrativ. Das betone ich hier aber nur, damit man das einordnen kann.<\/p>\n<p><b>Welche Vorteile gibt es noch?<\/b><\/p>\n<p>Abgesehen von Putins Propaganda-Erfolg w\u00e4re der Donbass zweitens wirtschaftlich eine interessante Region f\u00fcr die Russen. Das belegt etwa der Schlagabtausch zwischen Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj und Trump hinsichtlich dieses Deals f\u00fcr den Rohstoffabbau. Da ging es vor allem um den Donbass und die dortigen Bergbaugebiete. Und drittens w\u00e4re der Donbass rein milit\u00e4risch f\u00fcr Russland ein enormer Gewinn. Die Russen w\u00fcrden mit einem Schlag hinter die letzten Verteidigungsstellungen der Ukraine kommen. Die Ukraine baut im Donbass gerade eine weitere Verteidigungsstellung in der Tiefe aus. Falls die Russen den Donbass bekommen, k\u00f6nnten sie vormarschieren und w\u00fcrden vor dem offenen Land stehen. In einer weiteren milit\u00e4rischen Aktion k\u00f6nnten die Russen dann ungehindert in Richtung Westen vorsto\u00dfen.<\/p>\n<p><b>Also w\u00fcrden sich die Russen dadurch Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte des Krieges ersparen.<\/b><\/p>\n<p>Davon kann man ausgehen. Denn es wird momentan nicht von Friedensverhandlungen geredet, sondern von einem Kompromiss, der auf dem Tisch liegt und von Trump als Waffenstillstand verkauft wird. Das erinnert an die Situation in Nord- und S\u00fcdkorea 1953, wo der Konflikt erst nach langen und z\u00e4hen Verhandlungen eingefroren wurde. Dieser Zustand dauert bis heute an. Es wurde kein Friedensvertrag unterzeichnet. Was auch aufhorchen l\u00e4sst: US-Vize-Pr\u00e4sident JD Vance sagte bereits, die Amerikaner h\u00e4tten kein Interesse mehr an diesem Krieg in der Ukraine und haben die Finanzierung dieses Krieges im Prinzip eingestellt. Er f\u00fcgte hinzu: Falls die Europ\u00e4er die Initiative ergreifen wollten, dann sollen sie das tun. Sie k\u00f6nnten dann in den USA Waffen kaufen.<\/p>\n<p><b>Was w\u00e4re das Worst-Case-Szenario nach dem Gipfel in Alaska?<\/b><\/p>\n<p>Das Worst-Case-Szenario w\u00e4re, dass die USA sich zur G\u00e4nze von der Ukraine abwenden. Die nachrichtendienstliche und geheimdienstliche Unterst\u00fctzung der USA mit Aufkl\u00e4rungsdaten ist entscheidend f\u00fcr das Lagebild, das die Ukraine hat. Wenn die USA wegfallen, m\u00fcsste Europa in die Bresche springen. Europa ist aber offensichtlich nicht in der Lage, die Ukraine in ausreichendem Ma\u00df zu unterst\u00fctzen, ob im geheimdienstlichen Bereich oder auch bei der Waffenhilfe. Das zeigt der Umstand, dass die Europ\u00e4er bei den Amerikanern Waffen kaufen m\u00fcssen, die sie den Ukrainern zur Verf\u00fcgung stellen, weil sie selbst nicht in der Lage sind, diese zu fertigen. Durch einen Wegfall der USA m\u00fcsste die Ukraine zwangsl\u00e4ufig ihre Strategien anpassen. Sie w\u00fcrde unter Umst\u00e4nden gezwungen sein, Putins Diktatfrieden anzunehmen. Das bedeutet im schlimmsten Fall: Die Ukraine, so wie wir sie heute kennen, w\u00fcrde nicht mehr bestehen.<\/p>\n<p><b>Muss die Ukraine den Diktatfrieden wirklich annehmen? K\u00f6nnte sie nicht einfach weiterk\u00e4mpfen, mit weniger Ressourcen?<\/b><\/p>\n<p>Die Ukraine hat schon gesagt, sie w\u00fcrde weiterk\u00e4mpfen. Einige Nato-Staaten in Europa haben ihr daf\u00fcr bereits Unterst\u00fctzung zugesichert. Aber besonders im Bereich der Aufkl\u00e4rungsdaten und potenten Waffensystemen ist Europa nicht in der Lage, das zu kompensieren, was die USA gerade tun. Auch die Ukraine kann das nicht kompensieren, obwohl sie ihre R\u00fcstungsproduktion hochgefahren hat und zum Beispiel massenhaft Drohnen herstellt. Die Europ\u00e4er m\u00fcssen gegen\u00fcber der Ukraine ehrlich sein, wenn sie das Land nicht ausreichend unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Also ist ein Diktatfrieden wahrscheinlicher?<\/b><\/p>\n<p>Es w\u00e4re bitter, diesen sogenannten Waffenstillstand anzunehmen, unter den oben genannten Bedingungen. Aber die Ukraine muss abw\u00e4gen. Das Fegefeuer des Abnutzungskrieges w\u00fcrde sonst weitergehen, zuungunsten der Ukraine. Weitere Soldaten k\u00f6nnten fallen, Hunderttausende von ihnen. Die Amerikaner s\u00e4hen teilnahmslos zu und die Europ\u00e4er w\u00e4ren nicht in der Lage oder gar Willens, etwas dagegen zu tun. Und Russland w\u00fcrde sich langfristig mit den f\u00fcnf Regionen nicht zufriedengeben.<\/p>\n<p><b>Was w\u00e4re das n\u00e4chste Ziel der Russen?<\/b><\/p>\n<p>Aus meiner Sicht ist das Ziel der Russen nach wie vor, mindestens bis zum Dnepr vorzusto\u00dfen und vielleicht auch Odessa einzunehmen. Den Vorsto\u00df zum Dnepr br\u00e4uchten sie, um eine Pufferzone Richtung Moskau auszubauen. Denn die Ukrainer greifen Ziele in Russland mit ihren weitreichenden Drohnen an. Die Drohnen werden vor allem abgefeuert aus den Regionen nord\u00f6stlich von Kiew. Falls die Russen dieses Gebiet einnehmen w\u00fcrden, k\u00f6nnten sie die Pufferzone in Richtung Westen ausbauen. <\/p>\n<p><b>Wenn wir den Blick auf die Front heute werfen: Im Donbass toben heftige K\u00e4mpfe, vor allem um die St\u00e4dte Kupjansk, Sewersk, Kostjantynivka, Pokrowsk und Nowopawliwka.<\/b><\/p>\n<p>Genau das sind die f\u00fcnf Hotspots. Ich unterteile die Frontlinie immer in drei Abschnitte: der Nordabschnitt, der Mittelabschnitt und der S\u00fcdabschnitt. Im Norden und im S\u00fcden versuchen die Russen, die Ukrainer zu binden, damit sie ihre Kr\u00e4fte nicht verschieben k\u00f6nnen. Das sieht man zum Beispiel im Raum Cherson, wo die Russen massiv ihre Angriffsanstrengungen erh\u00f6ht haben. Aber das Schwergewicht der russischen Anstrengungen ist der mittlere Abschnitt. Dort gibt es diese R\u00e4ume Kupjansk, Sewersk, Kostjantynivka, Pokrowsk und Nowopawliwka. Kupjansk ist eine gr\u00f6\u00dfere Stadt, die von den Russen gerade aus der westlichen Richtung angegriffen wird. Sie ist von allen f\u00fcnf St\u00e4dten diejenige, die am weitesten im Osten liegt.<\/p>\n<p><b>Wie sieht es rund um die anderen St\u00e4dte aus?<\/b><\/p>\n<p>Zwischen Kostjantynivka und Pokrowsk ist es den Russen gelungen, einen Durchbruch zu erzielen, der teilweise von ukrainischen Verteidigungsstellungen aufgefangen wurde, aber immer noch an Raum gewinnt. Ein russischer Vorsto\u00df zehn Kilometer n\u00f6rdlich von Pokrowsk zielt auf die wichtigsten Versorgungsrouten der ukrainischen Streitkr\u00e4fte in diesem Raum. Falls die Russen diese Versorgungsrouten endg\u00fcltig unterbrechen, wird es schwierig, die Stadt weiter zu halten. Dann w\u00fcrde nicht nur der Nachschub fehlen, es w\u00e4re auch keine Versorgung von Verwundeten mehr m\u00f6glich. Das leitet meistens die Besitznahme von St\u00e4dten ein. <\/p>\n<p><b>Das hei\u00dft, wenn die Versorgungslinie gekappt wird, ist Pokrowsk faktisch eingenommen.<\/b><\/p>\n<p>Aus meiner Sicht ist Pokrowsk schon dabei, zu fallen. Die Russen bringen trotz ihrer Verluste immer wieder kleinere Gruppen von Soldaten in die Stadt hinein. Dasselbe ist bei Kostjantynivka der Fall. Wir haben im Donbass nicht eine wirkliche Frontlinie mit Sch\u00fctzengr\u00e4ben, die sich gegen\u00fcberliegen, sondern vor allem Graubereiche. Die Ukrainer verteidigen sich, weil sie personell so ausged\u00fcnnt sind, aus kleinen St\u00fctzpunkten heraus. Zwischen den St\u00fctzpunkten gibt es gro\u00dfe Abst\u00e4nde von oft mehreren Kilometern. Auch die Russen m\u00fcssen wiederum aufgrund der Bedrohung durch die ukrainischen Drohnen in kleinen Trupps vormarschieren. Das hei\u00dft, wo auch immer sich eine L\u00fccke auftut, k\u00f6nnen die Russen durchschl\u00fcpfen. Die Ukrainer sagen: Die Russen sind wie Wasser, sie kommen durch jede Ritze &#8211; und damit auch hinter die ukrainischen St\u00fctzpunkte. <\/p>\n<p><b>Wenn man sich vorstellt, wie die Ukrainer auf einem St\u00fctzpunkt stehen und nicht wissen, ob ihnen der Feind schon im Nacken sitzt &#8211; wie lange k\u00f6nnen sie diese Verteidigungstaktik aufrechterhalten?<\/b><\/p>\n<p>Das ist das Schwierige an der Situation. Jeder St\u00fctzpunkt, der f\u00fcr sich alleine k\u00e4mpft, ob er nur drei Mann umfasst oder einen ganzen Zug mit bis zu 30 Mann, kann nur so lange k\u00e4mpfen, bis ihm Munition, Nahrung und Wasser ausgehen. Wasser ist jetzt in der hei\u00dfen Jahreszeit ein besonderes Thema. Und wenn sie ihre Munition auf dem St\u00fctzpunkt verschossen haben werden, m\u00fcssen die ukrainischen Soldaten eine Entscheidung treffen: Gehen Sie zur\u00fcck oder bleiben Sie und riskieren Sie, dass die Russen sie gefangen nehmen? In Pokrowsk haben die Ukrainer begonnen, kleine Trupps aus der Stadt zur\u00fcckzuziehen, weil sie vermeiden m\u00f6chten, dass gr\u00f6\u00dfere Verb\u00e4nde eingekesselt werden. <\/p>\n<p><b>Haben die Ukrainer \u00fcberhaupt eine Chance, diese sehr breite Front anders zu verteidigen als mit kleinen St\u00fctzpunkten?<\/b><\/p>\n<p>Die Ukraine kann diese Art und Weise nicht erfolgreich weiterf\u00fchren. Sie m\u00fcsste stattdessen den Angriffsschwung des Gegners unterbrechen. Und das kann sie nur, indem sie auf die Tiefe des Gegners wirkt &#8211; das hei\u00dft: auf die Tiefe der russischen Kr\u00e4fte, auf die dortigen Logistik-Knotenpunkte, Versorgungslinien und Gefechtsst\u00e4nde. Die Ukraine versucht es bereits zum Teil. Es gab in den letzten 14 Tagen insgesamt 13 erfolgreiche Angriffe ukrainischer Kr\u00e4fte auf f\u00fcr Russen wichtige Eisenbahnlinien. Aber der Erfolg solcher Angriffe l\u00e4sst sich noch nicht messen. Es kann sein, dass er sich erst nach Wochen oder Monaten einstellt. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit. Die Russen k\u00f6nnen bislang weiter vormarschieren, von Tag zu Tag ein bisschen schneller.<\/p>\n<p>Mit Markus Reisner sprach Lea Verstl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"US-Pr\u00e4sident Trump k\u00f6nnte Kiew nach dem Gipfel in Alaska milit\u00e4risch fallen lassen. 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