{"id":337071,"date":"2025-08-11T19:10:23","date_gmt":"2025-08-11T19:10:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/337071\/"},"modified":"2025-08-11T19:10:23","modified_gmt":"2025-08-11T19:10:23","slug":"niedersachsen-bremen-was-ein-neuer-anleger-fuer-emden-und-die-ems-bedeutet-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/337071\/","title":{"rendered":"Niedersachsen &#038; Bremen: Was ein neuer Anleger f\u00fcr Emden und die Ems bedeutet"},"content":{"rendered":"<p>                    Niedersachsen &amp; Bremen<br \/>\n                Was ein neuer Anleger f\u00fcr Emden und die Ems bedeutet<\/p>\n<p>\t\t\t\t              11.08.2025, 17:03 Uhr<\/p>\n<p><strong>In Emden ist der Startschuss f\u00fcr ein Millionenprojekt gefallen. Politik und Hafen setzen auf bessere Bedingungen f\u00fcr gro\u00dfe Schiffe \u2013 und auf eine Ma\u00dfnahme, die auch die Ems betrifft.<\/strong><\/p>\n<p>Emden (dpa\/lni) &#8211; Nach vielen Jahren Planung ist im Emder Au\u00dfenhafen mit einem symbolischen ersten Rammschlag der Bau eines neuen Gro\u00dfschiffsliegeplatzes begonnen worden. Ministerpr\u00e4sident Olaf Lies (SPD) und Umweltminister Christian Meyer (Gr\u00fcne) setzten gemeinsam den Startschlag f\u00fcr das rund 70 Millionen Euro teure Projekt, wie die landeseigene Hafengesellschaft Niedersachsen Ports (NPorts) mitteilte. Die Fertigstellung ist f\u00fcr Ende 2027 vorgesehen.<\/p>\n<p>Mit dem neuen Gro\u00dfschiffsliegeplatz will das Land Niedersachsen nach eigenen Angaben nicht nur die Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Emder Seehafens sichern. Er soll auch die geplante Tidesteuerung der Ems erm\u00f6glichen \u2013 ein Verfahren, das helfen soll, die \u00f6kologische Situation des Flusses zu verbessern.<\/p>\n<p>Politische R\u00fcckendeckung f\u00fcr Millionenbau<\/p>\n<p>Lies sagte, der Emder Hafen sei die Nummer zwei in Deutschland beim Automobilumschlag und die Nummer drei in Europa. Der neue Gro\u00dfschiffsliegeplatz erm\u00f6gliche mehr Umschlag und sei &#8222;ein sichtbares Zeichen daf\u00fcr, wie wir als Land Zukunft im Zusammenspiel von Umwelt und Wirtschaft gestalten&#8220;.\u00a0<\/p>\n<p>Meyer sagte, der Bau gleiche Nachteile aus, die durch die flexible Tidesteuerung bei der Autoverladung entst\u00fcnden, und verkn\u00fcpfe die Ziele des Masterplans Ems \u2013 &#8222;L\u00f6sung des Schlickproblems in der Ems und Sicherung der wirtschaftlichen Entwicklung der Region&#8220;.<\/p>\n<p>Teil des Masterplan Ems<\/p>\n<p>Der Bau des Gro\u00dfschiffsliegeplatzes und die Tidesteuerung h\u00e4ngen zusammen. Mit der flexiblen Tidesteuerung durch das Emssperrwerk bei Gandersum (Landkreis Leer) soll die Wasserqualit\u00e4t des Flusses \u2013 angepasst an die Gezeiten \u2013 verbessert werden. Denn die Ems leidet seit Jahrzehnten unter den Folgen wachsenden Schlickaufkommens. Natursch\u00fctzer sehen als Hauptursache die Ausbaggerungen des Flusses. Im Masterplan Ems ist ein Ma\u00dfnahmenb\u00fcndel vorgesehen, etwa um flusstypische Lebensr\u00e4ume wiederherzustellen und die Wasserqualit\u00e4t zu verbessern \u2013 die Tidesteuerung ist ein Baustein darin.<\/p>\n<p>Absehbar ist aber bereits: Wenn mit dem \u00d6ffnen und Schlie\u00dfen der Sperrwerkstore k\u00fcnftig der Tidenverlauf beeinflusst wird, hat das Auswirkungen auf die Wasserst\u00e4nde im Emder Hafen. Berechnungen zufolge werden die vier bestehenden Schiffsliegepl\u00e4tze im Emder Au\u00dfenhafen bei Niedrigwasser durch die Tidesteuerung etwa 40 Zentimeter Wassertiefe verlieren. Auto- und Milit\u00e4rtransporter sowie Frachter, etwa f\u00fcr Zellulose, k\u00f6nnen dann nicht mehr wie bislang voll entladen werden. Auch deshalb soll die neue Kaje entstehen, die auf die Wasserst\u00e4nde der Tidesteuerung angepasst ist.<\/p>\n<p>Wo der neue Schiffsliegeplatz entsteht<\/p>\n<p>Der neue Gro\u00dfschiffsliegeplatz entsteht in der rund 330 Meter langen L\u00fccke zwischen dem vorhandenen Emspier und dem Emskai. NPorts rechnet mit Kosten von bis zu 70 Millionen Euro, die aus dem Landeshaushalt kommen. Die Planungen f\u00fcr den Gro\u00dfschiffsliegeplatz laufen schon seit Jahren. Zuletzt musste noch ein Plan\u00e4nderungsverfahren erfolgen.<\/p>\n<p>Wenn der Gro\u00dfschiffsliegeplatz 2027 fertig ist, kann nach NPorts-Angaben auch mit der Tidesteuerung begonnen werden. Allerdings ist laut der landeseigenen Hafeninfrastrukturgesellschaft schon absehbar, dass aufgrund des Platzbedarfs dann weitere Bauarbeiten an den bestehenden Liegepl\u00e4tzen anstehen. So soll etwa die Kaimauer am Emskai erneuert werden, damit tiefer gebaggert und der Tiefgangsverlust auch an diesem Liegeplatz durch die Tidesteuerung ausgeglichen werden kann.<\/p>\n<p> Drittgr\u00f6\u00dfter Autohafen Europas<\/p>\n<p>Der Emder Hafen ist nach NPorts-Angaben gemessen an der Fl\u00e4che der gr\u00f6\u00dfte Hafen Niedersachsens. Er besteht aus Au\u00dfen- und Binnenhafen, die durch die Gro\u00dfe Seeschleuse miteinander verbunden sind. F\u00fcr den Volkswagen-Konzern dient Emden als Basishafen. Im vergangenen Jahr wurden in der ostfriesischen Seehafenstadt rund 1,24 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen \u2013 damit z\u00e4hlt Emden laut der Marketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen zu den drei gr\u00f6\u00dften Automobilh\u00e4fen in Europa.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Niedersachsen &amp; Bremen Was ein neuer Anleger f\u00fcr Emden und die Ems bedeutet 11.08.2025, 17:03 Uhr In Emden&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":336919,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[18324,2420,3364,29,45694,28880,30,1411,3771],"class_list":{"0":"post-337071","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-anleger","9":"tag-bremen","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-emden","13":"tag-ems","14":"tag-germany","15":"tag-niedersachsen","16":"tag-was"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115011716809039798","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/337071","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=337071"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/337071\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/336919"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=337071"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=337071"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=337071"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}