{"id":337218,"date":"2025-08-11T20:38:13","date_gmt":"2025-08-11T20:38:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/337218\/"},"modified":"2025-08-11T20:38:13","modified_gmt":"2025-08-11T20:38:13","slug":"rechtsextremismus-linke-in-essen-angegriffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/337218\/","title":{"rendered":"Rechtsextremismus \u2013 Linke in Essen angegriffen"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img309902\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/309902.jpeg\" alt=\"Essen entwickelt sich nach Dortmund zunehmend zu einem Hotspot f\u00fcr Rechtsextreme in Nordrhein-Westfalen.\"\/><\/p>\n<p>Essen entwickelt sich nach Dortmund zunehmend zu einem Hotspot f\u00fcr Rechtsextreme in Nordrhein-Westfalen.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Kay Nietfeld<\/p>\n<p>Nach einer friedlichen Gegendemonstration gegen einen erneuten rechten Aufmarsch in Essen-Kray sind am Freitagabend Mitglieder der Partei Die Linke aus Essen sowie Mitglieder des B\u00fcndnisses \u00bbEssen stellt sich quer\u00ab Opfer eines gewaltt\u00e4tigen Angriffs geworden. Gleich mehrere Parteimitglieder wurden in einem Linienbus auf der R\u00fcckfahrt von der Demonstration gegen eine Veranstaltung und einen Aufzug der Jugendgruppe der rechtsextremen Partei \u00bbDie Heimat\u00ab (fr\u00fcher NPD) vom Stadtteil Kray in die Essener Innenstadt beleidigt, attackiert und verletzt.<\/p>\n<p>\u00bbIch habe selbst so einen enthemmten Gewaltausbruch noch nicht erlebt\u00ab, sagt Jennyfer Prus, Kandidatin der Partei Die Linke bei der Kommunalwahl in Essen, zu \u00bbnd\u00ab. Neben ihr sind noch drei weitere Personen leicht verletzt worden. Sie wurden vor Ort \u00e4rztlich versorgt. Prus berichtet: \u00bbWir sind mit etwa 20 Leuten an der Bushaltestelle Kray-S\u00fcd in den Bus eingestiegen und haben uns dann auf die Sitzpl\u00e4tze verteilt.\u00ab An der n\u00e4chsten Haltestelle sei eine Gruppe von knapp 20 jungen M\u00e4nnern, \u00bbdem Auftreten und Aussehen nach Nazis\u00ab, eingestiegen. \u00bbEs wurde kurz laut und dann sind die Nazis unvermittelt auf Genoss*innen losgegangen.\u00ab<\/p>\n<p>Als sie einer angegriffenen Person helfen wollte, sei es zur Attacke auf sie gekommen: \u00bbIch habe eigentlich nur noch Arme, F\u00e4uste und Schuhsohlen gesehen.\u00ab Selbst als sie zu Boden ging, habe die Gruppe nicht aufgeh\u00f6rt. \u00bbEs wurde wohl auch weiter auf andere Genossen eingeschlagen, die einfach nur noch die Arme \u00fcbers Gesicht gehoben haben, um sich zu sch\u00fctzen.\u00ab Die linke Aktivistin sei sich \u00bbrelativ sicher, dass das noch eine Weile weitergegangen w\u00e4re, wenn die Polizei nicht eingeschritten h\u00e4tte\u00ab.<\/p>\n<p>Das B\u00fcndnis \u00bbEssen stellt sich quer\u00ab kritisiert, es k\u00f6nne nicht sein, dass eine rechtsradikale Gruppe im Nachgang einer Demonstration unbeobachtet durch den Stadtteil marschieren und Menschen angreifen k\u00f6nne. Die Gewaltbereitschaft der Angreifer sei \u00bbv\u00f6llig falsch bewertet\u00ab und untersch\u00e4tzt worden, obwohl polizeiliche Verst\u00e4rkung aus Wuppertal vor Ort war.<\/p>\n<p>\u00bbDieser feige Angriff richtet sich nicht nur gegen uns als Partei, sondern gegen die gesamte demokratische Stadtgesellschaft\u00ab, sagt Lisa Krass, Sprecherin des neuen Kreisverbands <a href=\"https:\/\/www.dielinke-essen.de\/pressemitteilung-rechter-angriff-auf-mitglieder-der-partei-die-linke-in-essen-kray-mehrere-verletzte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in einer Mitteilung<\/a>. Die Linke Essen fordert darin von Polizei und Beh\u00f6rden, den Vorfall z\u00fcgig und l\u00fcckenlos aufzukl\u00e4ren und die T\u00e4ter zur Verantwortung zu ziehen. Zugleich ruft sie alle demokratischen Kr\u00e4fte in Essen zu Solidarit\u00e4t und gemeinsamer Haltung gegen rechten Hass und Gewalt auf.<\/p>\n<p>Essen entwickelt sich nach Dortmund <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1192041.polizeigewalt-roland-meister-anwalt-von-beamten-verletzt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zunehmend zu einem Hotspot<\/a> f\u00fcr Rechtsextreme in Nordrhein-Westfalen. Im Dezember fand in der Marienstra\u00dfe 66a in Essen-Kray, in der Landesparteizentrale der \u00bbHeimat\u00ab, der Gr\u00fcndungskongress des \u00bbLandesverbands West\u00ab der Jungen Nationalen aus NRW, Rheinland-Pfalz und dem Saarland statt. Es gibt zudem Verbindungen zur Partei \u00bbDer III. Weg\u00ab, die ihren St\u00fctzpunkt im Sauerland als \u00bbnationalrevolution\u00e4re Anlaufstelle\u00ab bezeichnet.<\/p>\n<p>\u00bbAn Ostern wurde das Nachbarschaftswohnzimmer Coralle in Essen mit Butters\u00e4ure angegriffen und mit vielen Nazi-Stickern beklebt\u00ab, erinnert sich Felix Zimmermann vom Kreisverband Essen gegen\u00fcber \u00bbnd\u00ab. \u00bbDie wiederholten Angriffe auf unsere Mitglieder zeigen, dass rechtsextreme Strukturen in unserer Stadt weiterhin eine Gefahr darstellen\u00ab, sagt Tobias Umbreit, Kreissprecher der Linken Essen. Man lasse sich davon aber nicht einsch\u00fcchtern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Essen entwickelt sich nach Dortmund zunehmend zu einem Hotspot f\u00fcr Rechtsextreme in Nordrhein-Westfalen. 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