{"id":337841,"date":"2025-08-12T02:41:12","date_gmt":"2025-08-12T02:41:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/337841\/"},"modified":"2025-08-12T02:41:12","modified_gmt":"2025-08-12T02:41:12","slug":"empoerung-in-spanien-stadt-verbietet-muslimische-feste-in-sporthalle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/337841\/","title":{"rendered":"Emp\u00f6rung in Spanien \u2013 Stadt verbietet muslimische Feste in Sporthalle"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die s\u00fcdspanische Stadt Jumilla mit rund 28.000 Einwohnern sorgt seit Tagen landesweit f\u00fcr Schlagzeilen. Denn der muslimischen Gemeinschaft wurde vom Stadtrat untersagt, das Fest des Fastenbrechens in der \u00f6rtlichen Sporthalle abzuhalten. Seit Jahren begehen dort die meist marokkanischen Muslime, die in erheblicher Zahl auf den Plantagen arbeiten, das Ende des Fastenmonats Ramadan. <\/p>\n<p>Der entsprechende Antrag war von der rechtsnationalistischen Partei Vox eingebracht und von der konservativen Volkspartei (PP) abge\u00e4ndert und verabschiedet worden. Laut dem Beschluss sollen Vorschriften f\u00fcr die Nutzung von Sportanlagen so ge\u00e4ndert werden, dass diese \u201eausschlie\u00dflich f\u00fcr vom Stadtrat organisierte Aktivit\u00e4ten\u201c und \u201ein keinem Fall f\u00fcr kulturelle, soziale oder religi\u00f6se Aktivit\u00e4ten au\u00dferhalb des Stadtrats\u201c genutzt werden d\u00fcrfen, wie die Zeitung \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/elpais.com\/espana\/2025-08-06\/pp-y-vox-de-jumilla-murcia-prohiben-la-celebracion-en-espacios-publicos-de-las-dos-grandes-festividades-musulmanas.html\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/elpais.com\/espana\/2025-08-06\/pp-y-vox-de-jumilla-murcia-prohiben-la-celebracion-en-espacios-publicos-de-las-dos-grandes-festividades-musulmanas.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">El Pa\u00eds<\/a>\u201c berichtet.<\/p>\n<p>Der Aufschrei war laut. Nicht nur in der muslimischen Community, die ihr Recht auf Religionsfreiheit verletzt sieht und von \u201eIslamophobie\u201c spricht. Spaniens Integrationsministerin Elma Saiz bezeichnete das Verbot als \u201ebesch\u00e4mend\u201c und forderte von den lokalen Verantwortlichen, sich bei den Anwohnern zu entschuldigen.<\/p>\n<p>Katholische Kirche kritisiert Diskriminierung<\/p>\n<p>Auch die katholische Spanische Bischofskonferenz meldete sich zu Wort und kritisierte die Entscheidung des Stadtrats von Jumilla und das Verhalten der beteiligten Parteien. Die Bisch\u00f6fe warnten, dass derlei Schritte \u201edie Grundrechte jedes Menschen verletzen\u201c. Dies betreffe alle Religionen. Es handele sich um einen Akt der Diskriminierung, der in demokratischen Gesellschaften nicht vorkommen d\u00fcrfe.<\/p>\n<p>Bereits im Juni versuchte Vox, in den Regionalparlamenten von Kastilien-Le\u00f3n und Arag\u00f3n die religi\u00f6sen Praktiken ans\u00e4ssiger Muslime in der \u00d6ffentlichkeit einzuschr\u00e4nken. Ziel sei es, \u201edie spanischen Br\u00e4uche, Traditionen und christlichen Wurzeln zu besch\u00fctzen\u201c. Erfolg hatte die Partei nun in Jumilla in der Region Murcia.<\/p>\n<p>Konservative und Vox verteidigen sich<\/p>\n<p>Die Kritik der Kirche wies Vox-Chef Santiago Abascal zur\u00fcck \u2013 und ging vielmehr zum rhetorischen Angriff \u00fcber. Er sei sich nicht sicher, ob ein Teil der Kirchenhierarchie sich so \u00e4u\u00dfere, weil er von \u00f6ffentlichen Zusch\u00fcssen der sozialistischen Regierung abh\u00e4nge, so der Politiker. Abascal mutma\u00dfte in diesem Zusammenhang, die Kirche verteidige islamisches Brauchtum, weil Organisationen wie die Caritas Geld f\u00fcr die Versorgung von Migranten bek\u00e4men. Denkbar sei auch, dass kritische Stimmen zum Islam in den Reihen der Kirche wegen der Vielzahl aufgedeckter Missbrauchsf\u00e4lle \u201emundtot gemacht\u201c worden seien.<\/p>\n<p>Auch die konservative B\u00fcrgermeisterin der Stadt, Seve Gonz\u00e1lez, verteidigte sich. Sie erkl\u00e4rte gegen\u00fcber \u201eEl Pa\u00eds\u201c, dass die Ma\u00dfnahme keine bestimmte Gruppe diskriminiere und dass ihre Regierung \u201ekulturelle Kampagnen f\u00f6rdern wolle, die unsere Identit\u00e4t verteidigen\u201c.<\/p>\n<p>Im S\u00fcden Spaniens jedenfalls herrscht Unruhe. Vor wenigen Wochen sorgten <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256398154\/Spanien-Nach-Attacke-auf-Rentner-Aufrufe-zu-Jagd-auf-Migranten-Behoerden-verstaerken-Polizeipraesenz.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article256398154\/Spanien-Nach-Attacke-auf-Rentner-Aufrufe-zu-Jagd-auf-Migranten-Behoerden-verstaerken-Polizeipraesenz.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">migrantenfeindliche Ausschreitungen in der Gemeinde Torre-Pacheco<\/a> \u2013 nur knapp eine Autostunde von Jumilla entfernt \u2013 f\u00fcr Schlagzeilen und mehrere Festnahmen. Ausl\u00f6ser war die Meldung, dass drei marokkanische Jugendliche zuvor in der Ortschaft einen spanischen Rentner brutal zusammengeschlagen haben sollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die s\u00fcdspanische Stadt Jumilla mit rund 28.000 Einwohnern sorgt seit Tagen landesweit f\u00fcr Schlagzeilen. 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