{"id":337883,"date":"2025-08-12T03:04:23","date_gmt":"2025-08-12T03:04:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/337883\/"},"modified":"2025-08-12T03:04:23","modified_gmt":"2025-08-12T03:04:23","slug":"ein-jahr-nach-ukrainischer-offensive-was-von-kursk-geblieben-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/337883\/","title":{"rendered":"Ein Jahr nach ukrainischer Offensive: Was von Kursk geblieben ist"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 11.08.2025 13:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Vor einem Jahr begann die Ukraine ihre Gegenoffensive in der russischen Region Kursk. Das war strategisch wichtig und gut f\u00fcr die Moral. Inzwischen hat sich die Ukraine zur\u00fcckgezogen &#8211; Pr\u00e4sident Selenskyj sieht trotzdem Erfolge.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas russische Milit\u00e4r war anfangs vollkommen \u00fcberrumpelt. Im <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/russland-ukraine-196.html\" title=\"Ukraine dringt in russisches Grenzgebiet Kursk vor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">August 2024<\/a> \u00fcberschritten ukrainische Truppen nachts die Grenze zum Nachbarland. In der Region Kursk konnten sie rasch vorsto\u00dfen, bis zu 30 Kilometer tief ins Landesinnere, und so die Bezirksstadt Sudscha einnehmen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Jahr sp\u00e4ter w\u00fcrdigte der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj die Offensive als historische Operation. &#8222;Wir haben den Krieg auf das Territorium des Aggressors gebracht und wir operieren dort immer noch&#8220;, sagte er in einer seiner allabendlichen Videobotschaften. In einer Zeit, als viele dabei waren, den Glauben an die Ukraine zu verlieren, h\u00e4tte man gezeigt, dass Ukrainer wissen, was zu tun ist.<\/p>\n<p>    Erstmals seit Zweitem Weltkrieg fremde Armee in Russland<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie viel Territorium die ukrainische Armee jetzt noch in Kursk kontrolliert, erw\u00e4hnte Selenskyj nicht. Im vergangenen Jahr hatte die Ukraine zeitweise mehr als 1.300 Quadratkilometer besetzt. Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg stand eine fremde Armee auf russischem Territorium. F\u00fcr die Ukraine war es im Krieg gegen Russland die erste bedeutende Offensive seit langem.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Wochen und Monate davor gab es aus ukrainischer Sicht vor allem schlechte Nachrichten \u00fcber die milit\u00e4rische Lage. Im Osten musste die ukrainische Armee immer st\u00e4rker zur\u00fcckweichen. Schon damals gelang es Russland vor allem in der Region um die Stadt Pokrowsk, immer mehr Gebiete zu besetzen. Die Ereignisse in Kursk lenkten davon zun\u00e4chst ab.<\/p>\n<p>    Einsatz von nordkoreanischen Soldaten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Es hat viele unserer Soldaten an der gesamten Front sehr inspiriert&#8220;, ordnet Olexij Hetman die damaligen Ereignisse ein. Hetman ist Milit\u00e4rexperte und hat fr\u00fcher selbst als Major in den ukrainischen Streitkr\u00e4ften gedient. In Kursk sieht er aber nicht nur einen symbolischen Erfolg, der die Kampfmoral wieder st\u00e4rkte. &#8222;Die Russen begannen, Truppen zusammenzuziehen und aus verschiedenen Abschnitten der Front abzuziehen&#8220;, so seine Einsch\u00e4tzung. &#8222;Nicht nur aus Charkiw und Sumy, sie zogen sogar Personal von ihrem einzigen Flugzeugtr\u00e4ger ab.&#8220; Letztendlich h\u00e4tte Russland so bis zu 90.000 Soldaten an diesem Frontabschnitt eingesetzt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie russische Armee setzte in Kursk auch auf Verb\u00fcndete aus dem Ausland. Erstmals k\u00e4mpften <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/nordkorea-russland-artillerie-100.html\" title=\"Nordkorea liefert Russland offenbar schwere Artillerie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nordkoreanische Soldaten<\/a> auf russischer Seite gegen die Ukraine. 10.000 Soldaten soll Nordkoreas Machthaber Kim-Jong Un nach Russland entsendet haben. Ende April best\u00e4tigte Russland schlie\u00dflich offiziell, dass sie im Einsatz sind.<\/p>\n<p>    R\u00fcckzug im M\u00e4rz<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBereits im M\u00e4rz hatte sich die ukrainische Armee fast vollst\u00e4ndig aus Kursk zur\u00fcckgezogen. Manche Beobachter stellten die Frage, ob die Operation nicht schon eher h\u00e4tte beendet werden m\u00fcssen, zum Beispiel Vadym Tschernysch vom Zentrum f\u00fcr Sicherheitsstudien. &#8222;Im Laufe eines Jahres haben wir dreimal so viel ukrainisches Gebiet verloren, wie wir f\u00fcr kurze Zeit mit Truppen in Kursk gehalten haben&#8220;, sagt er im M\u00e4rz in einem Interview mit dem ukrainischen Fernsehsender Suspilne.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVon Anfang an gab es in der ukrainischen Gesellschaft verschiedene Meinungen zur Kursk-Offensive. In einer Umfrage im Auftrag von Suspilne bewerteten 34 Prozent der Befragten die Aktion positiv, 35 Prozent sch\u00e4tzten sie eher negativ ein, der Rest wollte sich nicht festlegen.<\/p>\n<p>    Sumy nun st\u00e4rker unter Beschuss<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm Jahrestag der Kursk-Offensive besuchte Selenskyj Soldaten, die an der Operation beteiligt waren, und dankte ihnen. &#8222;Dank dessen, dass Sie mehr als 1.000 Russen gefangen genommen haben, konnten wir mehr als 1.000 ukrainische Soldaten nach Hause zur\u00fcckbringen.&#8220; Immer wieder war es der ukrainischen Armee in Kursk gelungen, russische Kriegsgefangene zu machen. Sp\u00e4ter wurden viele von ihnen gegen ukrainische Gefangene eingetauscht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Soldaten, die Selenskyj besuchte, sind jetzt in Sumy stationiert. Die ukrainische Region grenzt direkt an das russische Gebiet Kursk. Seit dem R\u00fcckzug aus Kursk wird Sumy st\u00e4rker angegriffen. Die russische Armee h\u00e4lt etwa 200 Quadratkilometer von Sumy besetzt &#8211; weniger als ein Prozent der gesamten Region.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/audio\/audio-259178.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>Niels Bula, ARD Kiew, tagesschau, 11.08.2025 11:23 Uhr<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.08.2025 13:00 Uhr Vor einem Jahr begann die Ukraine ihre Gegenoffensive in der russischen Region Kursk. 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