{"id":338044,"date":"2025-08-12T04:35:15","date_gmt":"2025-08-12T04:35:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/338044\/"},"modified":"2025-08-12T04:35:15","modified_gmt":"2025-08-12T04:35:15","slug":"gewaesserschutz-in-deutschland-messbojen-als-algenfruehwarnsystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/338044\/","title":{"rendered":"Gew\u00e4sserschutz in Deutschland: Messbojen als Algenfr\u00fchwarnsystem"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 12.08.2025 06:21 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Qualit\u00e4t vieler Gew\u00e4sser in Deutschland l\u00e4sst zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Oft liegt es an der \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Vermehrung von Algen. Mit Messbojen soll deren \u00dcberwachung nun auf ein neues Level gehoben werden. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/tom-garus-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Tom Garus\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/garus-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm August 2022 treiben Millionen Fische leblos an der Wasseroberfl\u00e4che der Oder. Beh\u00f6rden und Forscher stehen vor einem R\u00e4tsel: Woran sind die Tiere verendet? Zwei Expertengruppen &#8211; eine deutsche und eine polnische &#8211; kommen laut <a href=\"https:\/\/www.bundesumweltministerium.de\/presse\/fragen-und-antworten-faq\/faq-zum-fischsterben-in-der-oder\" title=\"Fischsterben Oder\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Bundesumweltministerium<\/a> zu demselben Schluss: Die Ursache f\u00fcr das Massensterben war ein hoher Salzgehalt im Wasser. Mit ihm hatte sich die Brackwasseralge &#8222;<a href=\"https:\/\/www.igb-berlin.de\/news\/oder-katastrophe-was-wissen-wir-ueber-die-goldalge-prymnesium-parvum\" title=\"Goldalge\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Prymnesium parvum<\/a>&#8220; massenhaft vermehrt und ein f\u00fcr Fische t\u00f6dliches Gift ausgesto\u00dfen. Und das Salz? Das gelangte ma\u00dfgeblich aus polnischen Bergbaubetrieben in die Oder.<\/p>\n<p>    75 Prozent der Seen in m\u00e4\u00dfigem Zustand<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs sind Hiobsbotschaften wie diese, die Forscher Karsten Rinke vom Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Umweltforschung antreiben, das Algen-Fr\u00fchwarnsystem schnell zu verbessern. Laut <a href=\"https:\/\/www.umweltbundesamt.de\/daten\/wasser\/zustand-der-seen#okologischer-zustand-der-seen\" title=\"Wasserzustand\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">Umweltbundesamt<\/a> sind ein Drittel der Seen in Deutschland in nur m\u00e4\u00dfigem Zustand, mit vielen Algen. Jeder vierte See ist in einem unbefriedigenden Zustand, jeder zehnte See sogar in einem schlechten. Die Folge: Badeverbote, Fischsterben, die Gef\u00e4hrdung der Trinkwasser-Reservoire. Vor allem Trinkwassertalsperren sind als stehende Gew\u00e4sser besonders anf\u00e4llig f\u00fcr Algenpopulationen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWichtig sei es jetzt, so Rinke, die \u00dcberwachung zu verbessern, um schneller auf kippende Gew\u00e4sser reagieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    Neue Messboje soll Satelliten\u00fcberwachung unterst\u00fctzen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDaf\u00fcr lassen er und sein Team eine neue Messboje ins Wasser des Brandenburger Scharm\u00fctzelsees. Dieser ist neben dem Steinhuder Meer in Niedersachsen und dem Arendsee in Sachsen-Anhalt einer von drei Seen, die engmaschig untersucht werden sollen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVier Jahre lang bauten Rinke und sein Team an der 200 Kilogramm schweren Messboje. Die Messtechnik im Wert von 80.000 Euro soll alle 15 Minuten unter anderem die Sauerstoff- und Chlorophyll-Konzentration im Wasser messen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Werte sollen die Satellitenbilder aus dem EU-Programm &#8222;Copernicus&#8220; erg\u00e4nzen. Diese \u00fcberfliegen Deutschland mehrere Male am Tag und beobachten die Oberfl\u00e4chen der Seen und Fl\u00fcsse. Ihre Kameras versuchen die Algen-Konzentration auf der Wasseroberfl\u00e4che zu erkennen, doch das sei schwierig, erkl\u00e4rt Rinke.\u00a0&#8222;Jetzt kann man sich nat\u00fcrlich vorstellen, dass unser Satellit, der 800 Kilometer \u00fcber den See hin\u00fcber fliegt, Schwierigkeiten hat, diese Algen-Konzentration pr\u00e4zise zu bestimmen.&#8220;<\/p>\n<p>    Satelliten mit Chlorophyll-Werten trainieren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDeshalb soll das optische Bild des Satelliten mit den Chlorophyll-Werten im Wasser erg\u00e4nzt werden, gesammelt von der Boje. Der Wert zeigt, wie hoch die N\u00e4hrstoffbelastung im Wasser ist, denn\u00a0&#8222;wenn der See zu viele N\u00e4hrstoffe hat, entwickeln sich Blaualgen, dann Algenbl\u00fcten, es kommt zu Sauerstoffmangel und Fischsterben. Das ist das, was man in diesen typischen Hitzelagen, die wir in Deutschland ja hatten, verst\u00e4rkt h\u00f6rt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Chlorophyll-Wert bewege sich im Bereich von Mikrogramm pro Liter, so Rinke, ein millionstel Gramm. Ziel sei es, dass das System lernt, welcher Chlorophyll-Wert, also welche N\u00e4hrstoffbelastung, zu welchen Satellitenbildern passt. Dieses Wissen soll dann bei der Beobachtung aller Gew\u00e4sser in Deutschland angewendet werden.<\/p>\n<p>    &#8222;Wir stehen wieder am Anfang&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch allein die Daten w\u00fcrden noch keinen See wieder aufwerten, warnt der Forscher. In der Vergangenheit sei viel gemacht worden, um Gew\u00e4sser zu sch\u00fctzen:\u00a0&#8222;Wir haben in der Landwirtschaft Dinge ver\u00e4ndert, wir haben unsere Abwasserreinigung verbessert, und viele von den positiven Effekten, die wir dadurch erreicht haben, werden im Moment wieder zunichte gemacht.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDenn w\u00e4hrend der Eintrag sch\u00e4dlicher N\u00e4hrstoffe sank, stiegen die Wassertemperaturen &#8211; bis zu vier Grad im Sommer in stehenden Gew\u00e4ssern &#8211; perfekter N\u00e4hrboden f\u00fcr die Blaualgen.\u00a0&#8222;Durch den Klimawandel stehen wir im Grunde wieder am Anfang. Es wird darauf hinauslaufen, dass wir mit der <a href=\"https:\/\/www.igb-berlin.de\/news\/deutsche-seen-im-klimawandel\" title=\"Eutrophierung Seen\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">N\u00e4hrstoffbelastung<\/a> noch deutlich weiter nach unten gehen m\u00fcssen, als wir das eigentlich immer geglaubt haben.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 12.08.2025 06:21 Uhr Die Qualit\u00e4t vieler Gew\u00e4sser in Deutschland l\u00e4sst zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. 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