{"id":338621,"date":"2025-08-12T10:01:12","date_gmt":"2025-08-12T10:01:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/338621\/"},"modified":"2025-08-12T10:01:12","modified_gmt":"2025-08-12T10:01:12","slug":"italien-sucht-wege-eu-mittel-fuer-verteidigung-auszugeben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/338621\/","title":{"rendered":"Italien sucht Wege, EU-Mittel f\u00fcr Verteidigung auszugeben"},"content":{"rendered":"<p>                    <a href=\"#\" rel=\"nofollow\" onclick=\"window.print(); return false;\" title=\"Printer Friendly, PDF &amp; Email\"><br \/>\n                    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Print Friendly, PDF &amp; Email\" class=\"pf-button-img lazyload\" style=\"\" title=\"Italien sucht Wege, EU-Mittel f\u00fcr Verteidigung auszugeben 1\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/1743731657_738_print_button.jpg\" width=\"48\" height=\"48\" data-eio-rwidth=\"48\" data-eio-rheight=\"48\"\/><br \/>\n                    <\/a><\/p>\n<p>Die Initiativen der Europ\u00e4ischen Union, ihre Mitglieder finanziell bei der Aufr\u00fcstung zu unterst\u00fctzen, scheinen Italien vor ein komfortables Problem zu stellen: wohin mit dem Geld? Jedenfalls lud die italienische Ministerpr\u00e4sidentin Berichten zufolge letzte Woche die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der im staatlichen Mehrheitsbesitz befindlichen heimischen\u00a0 R\u00fcstungsunternehmen <a href=\"https:\/\/www.leonardo.com\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Leonardo<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.fincantieri.com\/en\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Fincantieri<\/a> ein, um diese Frage in einer Runde mit dem Verteidigungs-, Au\u00dfen- und Finanzminister zu diskutieren.<\/p>\n<p>Zuvor hatte die Regierung beschlossen, sich im Rahmen des EU-Programms Security Action for Europe (SAFE) um einen Niedrigzins-Kredit in H\u00f6he von bis zu f\u00fcnf Milliarden Euro \u00fcber f\u00fcnf Jahre zu bewerben. SAFE stellt f\u00fcr solche Kredite insgesamt 150 Milliarden Euro f\u00fcr bestimmte Felder wie Flug- und Raketenabwehr, Artillerie, Lenkwaffen, Drohnen und Cyber-Kriegf\u00fchrung bereit. Zugleich will die EU ihren Mitgliedern f\u00fcr Verteidigungsausgaben Ausnahmen von der Drei-Prozent-Grenze bei der Staatsverschuldung erlauben.<\/p>\n<p><strong>Italien erh\u00e4lt Spielraum f\u00fcr neue NATO-Vorgaben<\/strong><\/p>\n<p>Zwar \u00fcberschreitet Italien diese Grenze momentan bereits mit seinem normalen Haushalt. Dieser soll jedoch n\u00e4chstes Jahr wieder darunter sinken, so dass Spielraum best\u00fcnde, um die neue NATO-Vorgabe von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) f\u00fcr Verteidigungsausgaben plus 1,5 Prozent f\u00fcr relevante Nebengebiete zu erreichen. Nach Angaben aus Industriekreisen k\u00f6nnte die Gesamtsumme der Kredite schlie\u00dflich insgesamt 18 bis 20 Milliarden Euro betragen.<\/p>\n<p>Das w\u00fcrde Italien erlauben, seine Verteidigungsausgaben von gegenw\u00e4rtig zwei Prozent des BIP in den kommenden f\u00fcnf Jahren um jeweils vier Milliarden Euro zu erh\u00f6hen. Allein f\u00fcr Leonardo w\u00fcrde dies laut einer Pr\u00e4sentation f\u00fcr Analysten vom 30. Juli Mehreinnahmen von zwei bis zweieinhalb Milliarden Euro bedeuten \u2013 wenn das Unternehmen entsprechende Angebote machen kann. Ministerpr\u00e4sident Meloni hat jedenfalls eine Strategie verlangt, um die vorrangigen Investitionsm\u00f6glichkeiten zu identifizieren.<\/p>\n<p><strong>Dual-use-Nutzung angestrebt<\/strong><\/p>\n<p>Diese sollten zudem im maximalen Umfang \u201edual use\u201c sein, um sowohl inner- als auch au\u00dferhalb der Verteidigungsindustrie von Nutzen zu sein. F\u00fcr den Schiffbauer Fincantieri, der neben dem Marine- auch im zivilen Bereich t\u00e4tig ist, d\u00fcrfte das kein Problem sein. Auch Leonardo, ein Zusammenschluss aus diversen Vorl\u00e4uferunternehmen wie AgustaWestland, Alenia Aermacchi, Finmeccanica und OTO Melara, hat Standbeine in der zivilen Luft- und Raumfahrt sowie der IT-Sicherheit.<\/p>\n<p>In Deutschland machte der Konzern zuletzt Schlagzeilen durch <a href=\"https:\/\/soldat-und-technik.de\/2025\/01\/mobilitaet\/41784\/lrmv-bundeskartellamt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gr\u00fcndung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Rheinmetall<\/a>, um den Kampfpanzer Panther und den Sch\u00fctzenpanzer Lynx f\u00fcr das italienische Heer zu produzieren. Daneben will Italien auch <a href=\"https:\/\/soldat-und-technik.de\/2025\/06\/mobilitaet\/44129\/puma-4x4-nachfolger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">den Sp\u00e4hwagen Puma ersetzen<\/a> und <a href=\"https:\/\/soldat-und-technik.de\/2025\/03\/streitkraefte\/42717\/soldaten-italien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">den Verteidigungsumfang der Streitkr\u00e4fte bis 2033 um 40.000 Mann erh\u00f6hen<\/a>. Die NATO-Vorgaben f\u00fcr zus\u00e4tzliche Ausgaben im Infrastrukturbereich will man unter anderem mit dem bislang unverwirklichten Prestigeprojekt einer Br\u00fccke vom Festland nach Sizilien erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><strong>Stefan Axel Boes<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Initiativen der Europ\u00e4ischen Union, ihre Mitglieder finanziell bei der Aufr\u00fcstung zu unterst\u00fctzen, scheinen Italien vor ein komfortables&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":338622,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-338621","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115015220476724087","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/338621","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=338621"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/338621\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/338622"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=338621"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=338621"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=338621"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}